Mann am Boden

von Roger Smith 
4,6 Sterne bei12 Bewertungen
Mann am Boden
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ChattysBuecherblogs avatar

Ein Thriller, der mich total begeistert hat. Spannung, Action und gute Unterhaltung.

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Hart, alle Facetten von Beziehungen ausleuchtend.

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Inhaltsangabe zu "Mann am Boden"

Tucson, Arizona. Eine dreiköpfige Familie wird in ihrem eigenen Haus überfallen und als Geisel gehalten. Doch schnell offenbart sich, dass der Vater ein doppeltes Spiel spielt. Wer sind die wahren Täter und wer die Opfer?

Zehn Jahre ist es her, seit John Turner und seine Frau ihre Zelte in Südafrika abbrachen, um gemeinsam mit ihrer Tochter Lucy in den USA ein neues Leben aufzubauen. Als drei Männer in ihr Haus in Arizona eindringen und sie als Geiseln nehmen, zerbricht das familiäre Idyll. Langsam kommen die Schatten aus Turners Vergangenheit ans Licht. Warum verließ die Familie ihre Heimat Johannesburg so überstürzt? Roger Smith, der härteste Krimiautor Südafrikas, erzählt in rasantem Tempo von Vertrauen, Korruption und den Fehlern der Vergangenheit, die jeden von uns zwangsläufig einholen. Und er beweist: Unschuldige gibt es in dieser Welt nicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608502176
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:319 Seiten
Verlag:Tropen
Erscheinungsdatum:13.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 4 Monaten
    ‚Wir sind so gewohnt, uns vor anderen zu verbergen [...].'

    ‚Wir sind so gewohnt, uns vor anderen zu verbergen, dass wir uns schließlich vor uns selber verbergen.‘ (La Rochefoucauld)

    Vor zehn Jahren hat John Turner seine Heimat Südafrika zusammen mit seiner Ehefrau Tanya und seiner Tochter Lucy verlassen, nachdem er in große Schwierigkeiten geraten ist.

    In Tucson Arizona haben sie sich ein neues Leben aufgebaut, und Turner lässt mittlerweile die Finger von Drogen, Pillen und Alkohol, verdient sein Geld mit dem Verkauf des ‚PoolShark‘ und hat es zu einem gewissen Wohlstand gebracht.

    Eines Tages tauchen drei Männer mit Pistolen und Skimasken auf der Terrasse von Turners Haus auf. Sie wollen Geld, und sie wollen die Familie quälen und möglicherweise auch töten.

    Aber so überraschend wie es auf den ersten Blick scheint, ist der Überfall für Turner nicht, denn er hat möglicherweise seine Hände im Spiel...

    Ich habe schon einige Bücher von Roger Smith gelesen, und jedes Mal finde ich sie brutal, abstoßend, viel zu viel - aber unfassbar fesselnd und packend, auch wenn Thriller normalerweise nicht auf meiner Leseliste stehen.

    ‚Mann am Boden‘ toppt alles, was ich an schlimmen Büchern von Smith gelesen habe und hat mich aufgrund der allzu extremen und expliziten Gewaltschilderungen bisweilen an ‚American Psycho‘ von Bret Easton Ellis erinnert, ein Buch, das ich damals für Wochen zur Seite legen musste, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.

    Smiths Südafrika ist auch in ‚Mann am Boden‘ ein Ort, von dem man so viel wie möglich Abstand sucht und der sofort nach dem Lesen von der Reise-To-do-Liste gestrichen wird. Der in Johannesburg geborene Südafrikaner Smith erweckt in ‚Mann am Boden‘ die schrecklichsten Abgründe der Menschheit zu Leben, schreibt von Drogen und Alkohol, Prostitution und sexueller Gewalt, Folter und Mord, Gestank und Dreck, Armut und Verzweiflung. Er tut dies auf erbarmungslose Weise, ist sprachlich vulgär und brutal, beschönigt nichts - und er tut dies alles mit einer Perfektion, die erschreckend, aber auch fesselnd ist. Man möchte sein Buch mittendrin zuschlagen, in der hintersten Ecke des Bücherregals verstecken, damit man es nicht einmal mehr sieht, damit man nicht ständig an den albtraumhaften Inhalt erinnert wird, aber man liest und liest und liest immer weiter, obwohl man sich innerlich schüttelt und ekelt und von dieser schieren Gewalt und der Gosse abgestoßen ist.

    Ich muss sagen, dass ich die Gewaltdarstellungen bei ‚Mann am Boden‘ viel zu viel und viel zu unnötig fand. Auch mit weniger expliziten Schilderungen hätte der Autor meiner Meinung nach einen ähnlichen Effekt beim Leser erzeugt, und eigentlich möchte ich kein Buch empfehlen, das Gewalt so in den Fokus rückt und den Leser bei der Lektüre so sehr quält.

    Aber gleichzeitig ist die Geschichte unglaublich gut konstruiert, durch die Szenenwechsel, die den Leser abwechselnd in die US-amerikanische Gegenwart und die südafrikanische Vergangenheit Turners versetzen, ist das Buch so packend, dass man immer weiterlesen muss, weil sich die Geschichte im Verlauf immer mehr entblättert und so sehr große Spannung aufgebaut wird.

    Mein Resümee finde ich selbst unbefriedigend, denn ich weiß immer noch nicht, ob ich das Buch empfehlen soll oder nicht.

    Ein Versuch: Bitte nicht lesen, wenn man irgendwann noch einmal nach Südafrika reisen will! Bitte nicht lesen, wenn man allzu extreme Gewaltdarstellungen schlecht verdauen kann! Bitte nicht lesen, wenn es einem nicht gelingt, manche Stellen eher zu überfliegen, weil es einfach unvorstellbar brutal ist, was man hier zu lesen bekommt.

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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist die Art und Weise, wie die Geschichte offenbart wird, die mich zu einer uneingeschränkten Empfehlung hinreißen lässt.
    Ein Thriller für den erwachsenen Leser

    Ein Buch, das dem Leser die menschlichen Abgründe zeigt. Und dabei nicht vor sehr expliziten Beschreibungen von Sex und Gewalt zurückschreckt. Das muss der Leser wissen und mögen, bevor er sich diesem Buch widmet. Und erhält dann allerdings auch eine hervorragend aufgebaute Erzählung.

     

    Sprünge

    Wo spielt die Handlung gerade? Manchmal braucht es ein paar Zeilen, bis der Leser weiß, zu welcher Zeit das Geschriebene gerade spielt. In kurzen knappen Kapiteln springt Smith vom Heute ins Gestern und erzählt damit den Plot auf eine höchst interessante Art und Weise.

    Nach und nach offenbaren sich dem Leser die Hintergründe, erklären sich die Taten des Heute durch Ereignisse aus dem Gestern. Eine Erzählweise, die ich persönlich (bei einem Thriller) sehr mag und die durch den teilweise arg abgehackten Sprachstil vehement verstärkt wurde.

     

    Gewalt

    Beim Ausarbeiten der Charaktere führt Smith den Leser zu den Abgründen der Menschlichkeit und zeigt mit unverhohlener Brutalität, wie eins zum anderen kommen kann. Wie realistisch das ist, mag mal dahingestellt sein. In gewissen Kreisen aber durchaus denkbar.

    Somit ist das rote Cover durchaus sehr bewusst gewählt worden und Leser sollte nicht zu zimperlich sein, was die explizite Darstellung bzw. Erzählung angeht.

     

    Fazit

    Das Buch lebt nicht von der Gewalt. Sie ist Mittel zum Zweck aber kein Selbstzweck. Der Fokus liegt eindeutig in der interessanten Verschachtelung der Ereignisse auf verschiedenen Zeitebenen, die dem Leser Stück für Stück die wahren Hintergründe offenbart.

    Es ist die Art und Weise, wie die Geschichte offenbart wird, die mich zu einer uneingeschränkten Empfehlung für den erwachsenen Leser hinreißen lässt. Wer schnell erzählte Thriller mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.


    Diese Rezension findet sich auf meinem Bücherblog.

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    M
    michael_lehmann-papevor 8 Monaten
    Hart, stringent und mit den dunkelsten Seiten an Menschen versehen

    Hart, stringent und mit den dunkelsten Seiten an Menschen versehen

    Johannesborg. Kapstadt. Südafrika. Nicht in den Villen, sondern in den Absteigen, das ist die Welt von Johnny Turner gewesen. Drogen, Alkohol, siffige Zimmer als Bleiben.

    Und Chris Bekker. Korrupter Bulle, der diesen Turner rekrutiert und nicht mehr aus den Fängen lässt. Für einen Auftrag, der schmutziger nicht sein kann. Der sich als politisch motiviert zeigen wird, aber doch nur die schlimmste Barbarei in sich trägt, zu der Menschen, die mit der Macht spielen, scheinbar mühelos fähig sind.

    Was im Übrigen auf Johnny Turner wohl auch zutrifft, auch wenn er sein Motiv als viel edler und seine persönliche Lage Jahre später als ausweglos charakterisieren wird. Und sich damit i doppelter Bedeutung des Wortes „am Boden“ wiederfindet.

    Mit der Erfahrung dann versehen, dass Pläne selten so aufgehen, wie man sie einmal geschmiedet hat. Das jene Frau, die ihn damals aus Südafrika „gerettet“ hat, Mutter seiner Tochter und nun mit ihm in Amerika durchaus solide lebt (Turners Geschäftsidee hat hervorragend funktioniert) zäher ist, als Turner je vermutet hätte, das steht auf einem anderen Blatt.

    Ein Blatt dass sich nicht nur einmal in Richtungen wenden wird, die dem Leser einiges Abfordern. Trocken im Stil, glasklar in der „hellen Ausleuchtung“ aller Szenen und ohne irgendein zurückzucken vor nackter, harter, brachialer Gewalt, Smith bleibt auch in diesem Werk seinem prägnanten Stil treu und schickt den Leser damit durch ein Wechselbad der Gefühle, das in den harten und brutalen Szenen einen guten Magen durchaus zum Vorteil gereichen lässt.

    Als es gründlich schiefgeht, als erstes. In den Rückblicken auf das, was da in Johannesburg Alltag an dreckigen Geschäften und nackter Gewalt ist, spätestens als die schwere und scharfe Handsäge in seinem neuen Haus in Amerika angeworfen wird und die wirkliche Liebe seines Lebens unerwartet an der Tür klopft.

    „Wir sind es so gewohnt, uns vor anderen zu verbergen, dass wir uns schließlich vor uns selbst verbergen“.

    Bis es nicht mehr geht und nackte Gewalt den Menschen, in die Enge getrieben, dazu zwingt, alle Masken fallen zu lassen und nackt und bloß um sein Leben zu kämpfen oder, ebenso nackt und bloß (was für ein Bild auf den Zustand der Gesellschaft) sein Freizeitvergnügen darin zu suchen, anderen möglichst langsam und schmerzhaft das Leben zu nehmen.

    „Überleg Dir gut, ob du bereit bist, deine Scheißwaffe auch zu benutzen, sonst trägst du sie nämlich demnächst als ……stöpsel“.

    Trocken und ausdruckslos im Tonfall selbst angesichts zweier auf den eigenen Kopf gerichteter Mündungen, harte Kerle. Aber doch nur aus Fleisch und (sehr viel) Blut.

    Wieder in gelungener, harter Thriller von Roger Smith, der dem Leser nichts erspart.

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    Greedyreaders avatar
    Greedyreadervor 8 Monaten
    Täter und Opfer

    John Turner hat mit seiner Frau Tanya und der kleinen Tochter Lucy zehn Jahre zuvor Südafrika ziemlich überstürzt verlassen. Seitdem lebt er in der Nähe von Tucson/Arizona. Er ist als Unternehmer erfolgreich, und alles wäre gut, wenn er sich nicht in seine Angestellte Grace Worthington verliebt hätte und sie in ihn. Er würde gern seine Frau verlassen und mit Grace ein neues Leben anfangen. Leider ist dies nicht möglich, weil seine Frau ihn durch ihr Wissen über ein Verbrechen in der Vergangenheit in der Hand hat. Sie hasst ihren Mann, hat ihn nie geliebt, aber sie gibt ihn auch nicht frei. In dieser Situation sucht Turner Hilfe bei dem ehemaligen Cop Bekker, mit dem er schon damals in Südafrika zusammengearbeitet hat. Als Tanya ihn zwingt, Grace zu entlassen und die Beziehung zu beenden, überfallen drei Männer das Haus der Turners.

    Was folgt, ist eine äußerst grausame Geschichte. Kapitelweise wechselnd holt der Autor die Ereignisse der Vergangenheit nach und beschreibt Turners Komplizenschaft bei einem Verbrechen in Südafrika, ehe er wieder den Verlauf des Überfalls in der Erzählgegenwart schildert. Oft wechselt die Zeitebene sogar innerhalb einer Rückblende, und zahlreiche Kapitel brechen im spannendsten Moment ab, eine Technik, die an Cliffhanger im Film erinnert. Es gibt immer mehr Tote, so dass der Roman einen Teil seiner Spannung aus der ungeklärten Frage bezieht, wer dieses Massaker überhaupt überleben wird. An die früheren Südafrika-Thriller erinnern die Beschreibungen von allgegenwärtiger Korruption und Verbrechen in den Johannesburg betreffenden Passagen, aber im Vordergrund steht die Gewaltorgie im Haus der Turners.

    Wenn man von dem blutigen Gemetzel einmal absieht, geht es auch um andere Themen, z.B. um die Frage, ob sich Mord durch hehre Motive, zum Beispiel Liebe rechtfertigen lässt. Wie weit bestimmen wir überhaupt über unser Leben? Was ist einfach nur Schicksal oder eine fatale Folge falscher Entscheidungen? Der Autor zeigt, dass Turner die Konsequenzen seiner Fehler in der Vergangenheit tragen muss. Bei fast allen anderen Beteiligten läuft es eher darauf hinaus, dass sie bekommen, was sie verdient haben. Die klare Unterscheidung zwischen Opfern und Tätern ist meist kaum möglich, denn fast jeder hat hier schwere Schuld auf sich geladen. Das ist auch Turner durchaus bewusst. Er rechnet damit, dass er jetzt für das bezahlen muss, was er getan hat.

    Fazit: ein spannender Roman mit einer raffinierten Erzählstruktur, aber für meinen Geschmack viel zu blutig und sprachlich oft reichlich vulgär.

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    erdmannlibobs avatar
    erdmannlibobvor 8 Monaten
    Unterhaltsamer, spannend-brutaler Thriller

    Ein Buch wie Ritt durch ein Feld voller Orkane. Das Auge des Orkans und die damit verbundene Ruhe erreicht man hier äusserst selten. Vielmehr wird der Leser meist kräftig in die Mangel genommen, bevor er sich schlussendlich in einem Schlachtfeld wiederfindet.

    Nach Beendigung dieses Buches ist dann erstmal Luft holen angesagt.

     

    Mit grossen Erzähltempo, knappen Dialogen und blutig-brutalen Momenten vermochte mich das Buch gut zu unterhalten. Roger Smith erzählt die Geschichte mit vielen Perspektivenwechseln und wechselt dabei stetig von der Gegenwart in die Vergangenheit. Dadurch erfährt der Leser nicht nur, warum die drei maskierten Herren mit einem Faible für Gewalt überhaupt bei der Familie Turner eingebrochen sind, sondern auch die Hintergründe, warum (fast) alle Figuren charme-mässig mit einem Magen-Darm-Virus mithalten können.

     

    Ein wirklich unterhaltsamer Thriller der nach jedem Kapitel zusätzlich mit einem Cliffhanger aufwartet, welcher das Weglegen des Buches gleich nochmals erschwert. Also zack, schnell mal 5 Sterne vergeben und zuhause des Buches wegen das Tranchiermesser neu schleifen.

    Geht aber nicht, denn dafür bleibt nach der Lektüre leider zu wenig hängen.

     

    Auch wenn die Spannung jederzeit hoch ist, sei es durch eine überraschende Aktion von Tanya oder auch dank dem Einfliessen stetiger Informationen aus der Vergangenheit, hatte ich immer das Gefühl, alles in irgendeiner Form schon mal gelesen oder gesehen zu haben. Seine anderen, in Südafrika abspielenden Thriller hoben sich stets durch kritische Gesellschaftsbeobachtungen ab, was hier leider komplett fehlt.  Was diesen Thriller von den vielen 08/15-Erscheinungen dieses Genres meiner Meinung nach unterscheidet, ist die schnörkellose und bildhafte Sprache von Roger Smith. Wo sich andere Autoren z.B. seitenlang mit Gewalttaten-Beschreibungen zu übertreffen versuchen, bleibt er kurz und prägnant, was eine viel grössere Wirkung erzielt.

    Wer sich an einem hohen Grad an Brutalität nicht stören lässt und einen rasanten Thriller ohne grossartige Überraschungen für zwischendurch sucht, kann mit Roger Smith‘ neuestem Werk aber sicher nichts falsch machen. Für mich 3,5 Sterne, dank dem hohen Spannungsbogen auf deren 4 aufgerundet.

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Trotz brutalsten Gewaltszenen eine faszinierende und spannende Story
    hart und brutal, aber ungaublich fesselnd

    "Mann am Boden" war für mich der erste Thriller von Autor Roger Smith, der Klappentext ließ mich einen harten, spannenden Thriller erwarten. Und er verspricht nicht zu viel.

    John Turner lebt mit seiner Frau Tanya und der gemeinsamen Tochter seit zehn Jahren in Tucson, Arizona, ursprünglich kommen sie aus Südafrika. Turner hat als Alleinimporteur des "Pool Sharks" Erfolg, lebt in einem schicken Haus mit Pool. Die Ehe existiert nur noch auf dem Papier, jeder lebt sein Leben, das einzige Bindeglied zwischen John und Tanya ist die Tochter und ein dunkles Geheimnis. Alles ändert sich, als Turner in seinem Haus überfallen wird. Drei Männer stürmen bewaffnet ins Haus und der Alptraum beginnt.


    Puh, für diesen Thriller braucht man Nerven wie Drahtseile, wer keine blutigen, harten Thriller mag, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt eine super spannende Story geliefert.

    Der Autor schreibt in kurzen Sätzen, präzise, beschönigt nichts. Die Armut in Südafrika, der Drogensumpf, Gewaltexzesse, Sex, alles erlebt man hautnah. Ohne großes Vorgeplänkel ist man in der Story drin, lernt John und Tanya kennen. Turners Ehe wird von Abneigung und Hass dominiert. Und einem dunklen Geheimnis, das ihn an seine Frau bindet. Der Aufbau ist genial, die Handlung wechselt zwischen aktuellem Geschehen und Rückblenden in die Vergangenheit. So entsteht ein ganz eigener Drive, Stück für Stück setzt sich die Vergangenheit Turners zusammen. Ein Typ, der in Johannesburg Gewalt erlebte, Drogen nahm. Und irgendwann wird auch klar, was es mit dem Überfall auf sich hat. John hat einen Fehler begangen, das rächt sich jetzt auf bittere Weise. Die Story ist hart, unglaublich brutal, aber auch sehr fesselnd. Am Ende ein richtiges Gemetzel, das dem Leser alles abverlangt. Irgendwie ein ziemlich verrücktes Setting mit kaputten Figuren, erinnert an Filme von Tarantino.

    Fazit: Trotz brutalsten Gewaltszenen eine faszinierende Story, vor allem die Vergangenheit Turners in Südafrika. Das war definitiv nicht mein letztes Buch des Autors!

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    schlumelines avatar
    schlumelinevor 8 Monaten
    Mann am Boden

    John Turner lebt mit seiner Frau Tanya und der gemeinsamen Tochter Lucy in Tucson Arizona. Er hat sich dort ein neues Leben aufgebaut nachdem er vor vielen Jahren die alte Heimat Südafrika Hals über Kopf verlassen hat. Doch der Schein trügt, denn weder er selbst noch seine Frau haben mit der Vergangenheit wirklich abgeschlossen. Die damaligen Ereignisse belasten die Ehe. Als nun John eine Affäre mit seiner engsten Mitarbeiterin eingeht, überschlagen sich die Ereignisse.

    Der Autor Roger Smith ist für seine harten Thriller bekannt. Diese spielen meist in Südafrika und auch dieses Buch spielt zu großen Teilen dort, da der Autor zwischen der Gegenwart in Arizona und der Vergangenheit in Südafrika immer hin und her springt. So erfährt der Leser viele Details über das alte und das neue Leben des John Turner. Dieser Mann hat nach einer schweren Kindheit sein Leben mit Alkohol, Drogen und Gewalt verbracht und sich dann mit Mühe davon lösen können. Aber die Vergangenheit hat ihn nie ganz losgelassen und als er endlich ganz mit ihr abschließen will, kehrt die Gewalt mit Macht an die Oberfläche zurück.

    Die Perspektivwechsel in diesem Roman erfolgen schnell und ohne jegliche Vorwarnung. Gerade noch in der Gegenwart, geht es in die Vergangenheit zurück und andersherum. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, aber nach kurzer Zeit hat man hier den Dreh als Leser raus.

    „Mann am Boden“ ist wirklich harter Tobak. Schonungslos beschreibt Roger Smith das Leben eines Mannes, der von einer scheinbar ausweglosen Situation in die nächste gerät und dabei die Gewalt immer an seiner Seite hat. Ob als Täter oder Opfer, John Turner ist eine bemitleidenswerte Person.

    Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, eben ein typischer Roger Smith.

    Copyright © 2018 by Iris Gasper

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Unglaublich brutal und grausam, aber mindestens genauso spannend. Nicht für empfindsame Seelen, dennoch ein lesenswerter Thriller!
    Gewalt ohne Ende in einem packenden Thriller

    Wer Grausamkeiten und Brutalität in geschriebener Form nicht oder nur schlecht ertragen kann, sollte um dieses Buch einen Bogen machen. Denn es ist derart barbarisch und erbarmungslos, dass ich zwischen den einzelnen Teilen jeweils eine Pause einlegen musste. Was mir jedoch nicht einfach fiel, denn die Geschichte ist derart nervenzerreißend erzählt, dass es mir schwerfiel, das Buch aus der Hand zu legen.
    Der eigentliche Plot ist nicht unbekannt: Einbrecher dringen in ein Haus ein und drangsalieren die BewohnerInnen auf die schlimmste Art und Weise. Trotzdem schnell klar ist, wer und was dahintersteckt, lässt die Spannung keine Sekunde nach. Denn neben dem beschriebenen Angriff gibt es Rückblicke auf die nahe und ferne (10 Jahre) zurückliegende Vergangenheit des überfallenen Ehepaares Turner, die nicht weniger gewaltsam war als die geschilderte Gegenwart und noch immer einen mehr oder weniger starken Einfluss hat.
    Sehr eindringlich sind die von Roger Smith dargestellten Verhältnisse in Südafrika, das Land aus dem die Turners kommen und in dem Gewalt in jeder Form praktisch etwas Alltägliches ist. Und der Autor macht deutlich, dass Gewalt immer wieder zu neuer Gewalt führt und auch über Jahre und Jahrzehnte hinweg ihre Spuren hinterlässt (‚…, die mit einer Grausamkeit geplündert, vergewaltigt und gemordet hatten, die nur vom genetischen Gedächtnis geschürt worden sein konnte.‘). Obwohl Smith keinen Gewaltexzess auslässt, schwelgt er nicht darin, das Entsetzliche noch und noch detaillierter zu beschreiben. Stattdessen wird es vergleichsweise nüchtern dargestellt, wobei aber die Innenansicht Turners hinzukommt, was wesentlich schrecklicher wirkt als jedes zusätzliche Detail.
    Fazit: Klasse geschrieben in einer unglaublich bildhaften Sprache und buchstäblich spannend bis zur letzten Seite, doch stellenweise nur schwer zu ertragen. Ein toller Thriller, aber auf keinen Fall für schwache Gemüter ;-)

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Thriller, der mich total begeistert hat. Spannung, Action und gute Unterhaltung.
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    Pashtun Valley Leader Commanders avatar
    Pashtun Valley Leader Commandervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hart, alle Facetten von Beziehungen ausleuchtend.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Klett-Cotta_Verlags avatar
    Liebe Lovelybookworms,

    Lust auf einen packenden Thriller? Dann ist der gerade bei uns erschienene Thriller »Mann am Boden« von Roger Smith genau das Richtige für euch!


    Darum geht es:

    »Zehn Jahre ist es her, seit John Turner und seine Frau ihre Zelte in Südafrika abbrachen, um gemeinsam mit ihrer Tochter Lucy in den USA ein neues Leben aufzubauen. Als drei Männer in ihr Haus in Arizona eindringen und sie als Geiseln nehmen, zerbricht das familiäre Idyll. Langsam kommen die Schatten aus Turners Vergangenheit ans Licht. Warum verließ die Familie ihre Heimat Johannesburg so überstürzt? Roger Smith, der härteste Krimiautor Südafrikas, erzählt in rasantem Tempo von Vertrauen, Korruption und den Fehlern der Vergangenheit, die jeden von uns zwangsläufig einholen. Und er beweist: Unschuldige gibt es in dieser Welt nicht.«

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    Na, wäre das was für euch? Wir sind auf eure Bewerbung gespannt!

    Viel Erfolg wünscht euch
    euer Tropen Verlag

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    Pressestimmen

    »"Mann am Boden" [...] hält bis zur letzten Seite in Atem.«
    Neumann-Magazin, 02.2018

    »"Mann am Boden" ist auf klassische Weise hardboiled, in Sprache und Erzählweise, aber es ist darüber hinaus auch ein Buch, das insgeheim der Frage nachgeht, ob nicht auch Menschen, die größte Grausamkeiten begehen, zu Liebe und Empathie fähig sind;«
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2018

    »hervorragend komponiert«
    Jörg Kijanski, Krimi-Couch, 01.2018

    »Die Geschichte ist meisterhaft konstruiert. Die Handlung ist äußerst brutal, aber die Gewalt ist nicht Selbstzweck.«
    Hanspeter Eggenberger, Tages-Anzeiger, 18.01.2018

    »Nicht nur durch die Zitate von Philosophen, welche die fünf Teile des Buches einleiten, gibt Roger Smith seinem Roman eine philosophische Dimension. Nach und nach zeigt sich, dass niemand ohne Schuld ist.«
    Hanspeter Eggenberger, Tages-Anzeiger, 18.01.2018

    »Jeder Schuldige ist sein eigener Henker.«

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