Roger Smith Staubige Hölle

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Inhaltsangabe zu „Staubige Hölle“ von Roger Smith

Robert Dell ist auf der Flucht. Seine Frau und Kinder sind auf grausame Weise umgebracht worden, er selbst steht unter Mordverdacht. Dells einziger Verbündeter ist sein verhasster Vater, ein ehemaliger CIA-Killer und überzeugter Rassist, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Gemeinsam machen sie Jagd auf den wirklichen Mörder. Eine wilde Hetzjagd beginnt, quer durch das von Korruption und blutigen Stammesfehden zerrissene Südafrika.

Gewalt, Hass und staubige Straße. Selten habe ich einem Bösewicht so sehr ein qualvolles Ende gewünscht...

— ichundelaine
ichundelaine

Ehrlich, wütend, grausam - Hate Speech - die Sprache des Hasses. Lesen!!!

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

Unromantisch, blutig, spannend.

— WolfgangHaupt
WolfgangHaupt

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    Staubige Hölle
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    16. June 2016 um 22:52

    Eine wahnwitzige Story um Rache und Vergeltung, derb und rau, ohne Rücksicht auf Verluste. "Staubige Hölle" ist so ein passender Titel für diesen Thriller. Der Autor Roger Smith bringt ein Südafrika zum Vorschein, dass es einem den Atem verschlägt. 'Hate Speech - Sprache des Hasses' (Seite 125) Aber erst einmal kurz zur Story: Rosie, Mary Tommy - Roberts wichtigste Menschen in seinem Leben - tot, verstümmelt, grausam zugerichtet. Robert Dells Leben wird einmal komplett auf den Kof gestellt, als Hauptverdächtiger wird er inhaftiert. Seine Chancen auf eine ordentliche Verurteilung sind gleich Null. Zu viele stecken da mit drinnen und wollen Dell als Sündenbock. Doch sie haben die Rechnung ohne Dells Vater gemacht. Der alte Rob, einst gefürchtet, mischt sich ein und gemeinsam machen die Beiden sich auf eine gnadenlose Jagd die zugleich auch eine Flucht ist, vor sich selbst und ihrer Vergangenheit. Ihr Weg wird gekreuzt von anderen die ebenfalls jagen und flüchten. Wer hat eine Chance? Wer wird als Sieger hervorgehen und wer als Verlierer? Es ist schon irre, wie es dem Autor gelungen ist das Feeling der Geschichte herüberzubringen. Fast hatte ich den Eindruck die trockene Luft umweht einen, der feine Sand, der Schweiß, der Durst, die Ängste - all diese Dinge rieseln und tropfen aus dem Buch. Die ganze Szenerien sind so surreal, dass man fast schon in Schockstarre immer weiter liest. So viel Gewalt, so viel Blut. Aberglaube, Wahn und unbändiger Hass spiegeln sich in den Taten extrem wider. Die Protagonisten sind in zwei Lager geteilt, Gut und Böse, dazwischen gibt es nichts! Robert Dell, Inza Mazibuko, Zondi, Sunday. Letztere eine 16jährige Waise die heiraten wird oder besser gesagt es muss, damit ihr deutlich älterer Mann durch den Vollzug der Ehe endlich seine Heilung erfährt. 'Stark, diese Frauen. Durch jahrelanges Wasserschleppen und Feuerholzsammeln, während ihre Männer Gras rauchten und Rachepläne schmiedeten.' (Seiten 247) Allesamt sind so gnadenlos gut gezeichnet. Ihr Wege sind zuerst vollkommen unterschiedlich, führen in dem Buch aber zusammen. Obwohl sie so absolut verschieden sind bilden sie doch eine Art Zusammengehörigkeit. Mehr als unfreiwillig ergänzen sie sich gegenseitig und ständig fragte ich mich wer ist hinter wem her? Das Tempo dabei sagenhaft rasant. Da gibt es kein Aufatmen, es geht nahtlos über, von eine Extrem ins Nächste. Ein Journalist, ein ehemaliger Söldner, ein Polizist, ein Warlord, eine Jugendliche - in diesem Buch haben alle ihre Bestimmung. Der Schreibstil ist sehr flüssig, Floskeln braucht es nicht. Spannung, Tempo und eine derbe Sprache treiben einen durch das Buch in diesem Tal in Südafrika. Auf nach Bhambatha's Rock - kaum mehr als eine Straße mit Häusern. Dafür aber reich an Armut, Krankheit, Korruption, Machtmissbraucht und Gewalt. Es mich gefesselt und sehr gut unterhalten, denn neben all dieser Exzesse gibt es auch die Menschen im Buch, die die dort leben und eher unfreiwillig zwischen die Fronten geraten und die die dorthin kommen und dieses Chaos hervorbeschwören. So viele private Tragödien. Der Titel ist Programm - staubige Hölle. Stellen Sie sich vor dem Lesen eine Flasche Wasser bereit, es wird heiß, sehr sogar! Begeisterte 5 von 5 Sternen und gerne mehr von Roger Smith. c)K.B. 06/2016

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  • Brutal

    Staubige Hölle
    samo

    samo

    01. June 2016 um 20:56

    "Die Männer in Injas Gegend sagten, wenn man sich mit dieser Sache [AIDS] angesteckt hätte, dann sei das durch Sex mit einem jungfräulichen Mädchen zu heilen. Was ihre Jungfräulichkeit betraf, konnte man nur sichergehen, wenn man sie sehr jung nahm. Inja hatte ein Kleinkind entführt, das im Dreck neben der Hütte eines seiner Feinde spielte. Hatte es vergewaltigt und getötet und dann in ein Plumpsklo gestopft." (S.107)Robert Dell wird des Mordes an seiner Frau und seinen beiden Kindern verdächtigt. Es beginnt eine Hetzjagd durch Afrika, die besonders dessen Abgründe aufzeigt.Dieses Buch verspricht Spannung pur - und man wird nicht enttäuscht. Der Leser wird von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch ist flüssig geschrieben. Es wird viel Umgangssprache verwendet, was sehr gut zu der Szenerie des Buches passt.Mir persönlich hat der Thriller ganz gut gefallen. Die Tatsache, dass es in Afrika spielt, fand ich sehr interessant. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der raue Umgangston und die sehr genauen Beschreibungen der Toten. Das ist nichts für schwache Nerven. Mir war das einfach ein bisschen zu genau beschrieben. Für alle Krimi- und Thriller- Fans ist es aber ein absolut lesenswertes Buch.

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  • Grausam

    Staubige Hölle
    WolfgangHaupt

    WolfgangHaupt

    Mazibuko. Zondi. Dell. Goodbread. Sunday.Jede Menge Leichen. Fast schon splatterhaft. Da kommt auch schon der einzige Kritikpunkt. Okay, einer kommt noch. Später.Es fängt stark an, mit der Ermordung eines hohen Tieres und der Verfolgung seiner Geliebten. Leider die Frau des Protagonisten.Deshalb stirbt auch der beinahe.Südafrika ist ein raues Pflaster. Ich war nie da. Hab sowieso Flugangst. Soll trotzdem schön sein. Wenn man nicht von einem Zulukrieger erledigt wird. Das ist eine der Stärken von Staubige Hölle. Das Setting, das Lokalkolorit, der Nomen-est-omen-Titel. Das kann der Autor richtig gut. Die Sprache, die Beschreibungen, kurz und knackig, hart, dreckig. Ein stumpfes Messer, das in den Eingeweiden stochert.Ich mochte es von der ersten Seite an. Das ist auch das, was mir an einem Buch das Wichtigste ist: die Sprache vulgo der Stil.Was mir daran nicht gefiel, waren die subjektlosen Sätze. Ja, daran habe ich mich gestört, weil der Autor es sehr inflationär benutzt.Hier wäre weniger mehr gewesen. Läuft wohl unter Geschmackssache. Möglicherweise ist die Wirkung durch die Übersetzung verpufft.Weiters positiv: die Figuren. Jede mit einer Geschichte, keine wirkt überzeichnet, wenn dann gezeichnet vom Leben. Leicht hatte es keiner, sieht man schon am Zwischenspiel von Vater und Sohn, die sich nicht richtig leiden können, sich aber dem gemeinsamen Feind hingeben. Inja: genauso dumm wie gefährlich. Ein Zulukrieger, der seine AIDS-Erkrankung mit einer Jungfrau heilen will, die gerade mal dem Kindergarten entronnen ist.Perfide aufgesetzt, einige Szenen sind zum Schlechtwerden, wenn es in der Realität nur annähernd so abläuft: Habe die Ehre.Eine Stärke des Buches, die Faszination des Grauens, der plastisch dargestellte Ekel, der sich wie ein schleimiger Faden durchs Buch zieht. Grundsätzlich linear aufgebaut, immer wieder unterbrochen durch nette Twists, aber das Ende ist am Anfang klar. Es muss grausig enden.Das tut es auch.Welch Konsequenz.Lesen: Unbedingt. Was für ein Erzähler.

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    • 3
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    03. May 2016 um 21:51
  • Überlebenskampf im Korruptionssumpf

    Staubige Hölle
    AngiF

    AngiF

    Es gibt sicherlich niemals einen geeigneten Zeitpunkt für das, was dem Journalisten Robert Dell und seiner Familie zugestoßen ist; doch es war ausgerechnet sein Geburtstag, an dem seine Frau und seine beiden Kinder ermordet wurden, er selbst wurde dabei verletzt doch überlebte. Der Mörder schafft es so aussehen zu lassen, als habe Dell die Tat begangen. Nur eine Person steht nun zu ihm und verhilft ihm zur Flucht – sein von ihm gehasster Vater Earl Robert „Bobby“ Goodbread, ein ehemaliger CIA-Killer, der gerade aus der Haft entlassen wurde. Goodbread will seinem Sohn helfen, den wahren Mörder zu überführen, damit beginnt eine Jagd quer durch Südafrika, die einem Roadmovie gleichkommt. Trotz der noch immer bestehenden Verbindungen Goodbreads zu den Einheimischen haben die zwei in ihrem Kampf immer wieder erneut mit unerwarteten Vorkommnissen zu tun. Der Schreibstil des Autoren Roger Smith hat mich überrascht, er schreibt in kurzen, aussage starken Sätzen. Damit geht das Lesen flüssig von sich und ist kurzweilig. Neben der Story selbst erfährt der Leser viel über das Land Südafrika, über das Leben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie geschichtliche Hintergründe und die politische Situation. Roger Smith konnte mich von der ersten Seite an fesseln und faszinieren, teilweise aber auch erschrecken und abstoßen. Seine Charaktere auch in den Nebenpositionen sind gut ausgefeilt und mit einigen habe ich als Leserin Mitgefühl und empfinde Sympathie, andere wieder sind habgierig und eiskalt in ihren Handlungen. Die Story selbst ist, obwohl hauptsächlich aus vier Figuren bestehend, ereignisreich, unsagbar spannend und verbreitet eine Authentizität, die fast schon beängstigend ist. Gerne vergebe ich dem Buch fünf von fünf möglichen zu vergebenden Sternen und empfehle es weiter, an Liebhaber von realitätsnahen, politisch angelegten Thrillern. Leser sollten sich jedoch nicht von blutigen, zuweilen abstoßenden Szenen abschrecken lassen sprich starke Nerven sind gefordert. „Staubige Hölle“ ist im Heyne Verlag unter der Rubrik Hardcore erschienen - wohlverdient, wie ich finde. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/03/staubige-holle-von-roger-smith.html

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    • 3
    AngiF

    AngiF

    03. May 2016 um 10:35
  • Staubiges, gefährliches Afrika

    Staubige Hölle
    CabotCove

    CabotCove

    23. February 2016 um 10:06

    Rosie Dell ist bei ihrem Geliebten und Chef Ben Baker, als dieser von Inspektor Moses Mazibuko erschossen wird, sie kann fliehen. Kurze Zeit später jedoch wird sie in einen Autounfall verwickelt, den nur ihr Mann Robert überlebt. Sie und die fünfjährigen Zwillingen werden getötet. Diesen Unfall hat ebenfalls Moses Mazibuko initiiert bzw. ausgeführt. Dann wird Robert Dell wegen Mordes an seiner Familie verhaftet... Robert Dell schwört Rache und bekommt es dabei mit seinem rassistischen Vater zu tun (Rosie war schwarz bzw. gemischt-rassig, Robert ist weiß). Dann geht es noch um die junge Zulu Sunday, die an den viel älteren Moses Mazibuko verkauft wurde, ihn heiraten und zu Willen sein soll gegen ihren Willen. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen an dieser Stelle, das könnte zuviel vom Buch verraten und ich möchte niemandem den Spass am Lesen verderben. Schon das Cover macht deutlich, dass es in diesem Buch packend und wohl kaum zimperlich zugeht. Roger Smith ist Drehbuchautor und mir kam recht bald beim Lesen auch wirklich der Gedanke, dass das Buch einen guten Filmstoff abgeben würde. Smith lebt selbst in Kapstadt und schreibt sehr authentisch, zieht den Leser förmlich in diese Geschichte hinein, die eigentlich eine Mischung aus Krimi, Familiendrama und Landesgeschichte ist. Gerade das fand ich sehr interessant. Man bekommt nicht nur die Wut von Robert Dell mit, der seine Familie rächen möchte, auch die Konflikte zwischen ihm und seinem Vater kommen sehr stark zur Geltung und geben der Geschichte noch mehr Tiefgang. Ich war noch nie in Afrika, hatte aber nach diesem Buch das unbestimmte Gefühl, ich sei schon mal dort gewesen, so eindringlich und schonungslos schreibt Smith. Vieles bleibt regelrecht im Gedächtnis des Lesers kleben und lässt ihn erschrocken oder auch beeindruckt zurück. Einige Probleme Afrikas kennt man aus dem Fernsehen, aber Roger Smith ist eben ganz nah dran und das merkt man dem Buch auch an. Es gibt irgendwann kaum noch eine Distanz mehr vom Leser zu der Geschichte/den Figuren, was mich beeindruckt hat. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund – eine Eigenart, die ich selbst mag und an Autoren auch schätze, denn das versorgt die meisten betroffenen Bücher wie dieses mit mehr Tiefgang/Struktur. Seinen anderen beiden Bücher „Kap der Finsterns“ und „Blutiges Erwachen“ kenne ich bis dato nicht, aber die werde ich mir jetzt auch mal näher anschauen. Ein Buch, das es wirklich zu lesen lohnt, wenn man Bücher mit verschiedenen Facetten mag, die sich nicht ohne Weiteres einem bestimmten Genre zuordnen lassen und die den Leser nicht ratlos, aber dennoch beeindruckt und ob des Themas ein wenig nachdenklich zurücklassen.    

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  • Südafrika von unten

    Staubige Hölle
    Arun

    Arun

    Staubige Hölle von Roger Smith Ein Roman mit Handlungsort Südafrika, welches uns hier von seiner düstersten Seite gezeigt wird. Inhalt. Ein politisch motivierter Auftragsmord hat eine unerwünschte Zeugin, die zunächst entkommen kann. Doch der Killer bleibt ihr auf den Fersen und startet eine Aktion, bei der auch die Familie der Zeugin in Mitleidenschaft gezogen wird. Der angereiste Auftragsmörder steht selbst im Polizeidienst, deshalb kann er auch die aktuellen Ermittlungen lenken und beeinflussen, welche den Ehemann der Zeugin belasten. Der Killer gehört zum Volk der Zulu und gilt in seinem Heimatort als uneingeschränkter Chef. Demnächst möchte er ein junges Mädchen, welches noch Jungfrau ist, zu seiner vierten Frau machen, um damit dem Aberglauben nach seine Aidskrankheit heilen zu können. Die junge Frau kann einen Hilferuf absetzen der einen alten Freund ihrer Mutter erreicht, dieser macht sich nun auf den Weg in sein altes Heimatdorf. Auch der Ehemann der Zeugin, der in eine Strafanstalt überführt werden sollte, dabei aber von seinem an Lungenkrebs erkrankten Vater einem Ex-Söldner befreit wurde zieht es ins Zululand. Meine Meinung. In dieser temporeichen, dichten und vor Gewalt strotzenden Story werden wir in die Untiefen der Kriminalität von Südafrika hineingezogen. Hier sind die Bösen richtig böse und die Guten nur ein wenig besser. Eine böse Geschichte von Mord und Totschlag, wobei das Alter und das Geschlecht der Oper keine Rolle spielt. Die Story ist durchwegs hart, brutal und düster, irgendwelche Lichtblicke konnte ich nicht erkennen. Fazit.Dies ist kein Wohlfühlbuch! Für Freunde von knallharten Geschichten und Büchern auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

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    • 13
  • Staubige Hölle - Roger Smith

    Staubige Hölle
    HK1951

    HK1951

    Roger Smith beschreibt in seinem Roman „Staubige Hölle“ die Geschichte des Robert Dell, 48, der durch einen Autounfall seine gesamte Familie – Frau und Zwillinge im Alter von 5 Jahren – verliert. Zu der Trauer muss er sich dann auch noch mit seinem Vater auseinandersetzen, der ihm vermeintlich helfen soll, als er selbst verhaftet wird wegen dem Mord an seiner Familie und mit dem er aufgrund des Rassismusses des Vaters so gar nicht zurechtkommt. Behörden scheinen verwickelt zu sein... Menschen sind nicht das, für das man sie gehalten hat... Dass Roger Smith selbst vor Ort lebt, merkt man dem Buch meiner Meinung nach auch deutlich an. Stammesfehden, Hetzjagden, Aids, Korruption – nichts lässt Smith in seinem packenden dritten Buch aus. Er schreibt so rasant, dass man sich als Leser fast festhalten möchte/muss und schont ihn auch nicht mit den brutalsten/blutigsten Details, um die Verzweiflung und Wut genauer zu beleuchten und aufzuzeigen. Nicht immer schön, aber immer ehrlich wie ich denke. Das Leben ist nunmal nicht immer rosarot und gerade diese Härte machte für mich die Grundstimmung des Buches aus. Der Leser erfährt viel über Afrika, die Menschen und die (politische und auch sehr persönliche) Stimmung in dem Land - viel mehr als es aus einem Bildband oder einer Dokumentation möglich wäre. Ich denke, dass Roger Smith diverse eigene Erfahrungen mitverarbeitet hat. Dies ermöglichte ihm diesen interessanten, spannenden und beeindruckenden Roman, der mich dazu veranlasst hat, nicht immer nur am festgefahrenen Genre festzuhalten und auch mal solche Bücher zu lesen, über Themen, bei denen man zuerst vielleicht oft denkt „Das geht mich nichts an, ist zu weit weg“ oder Ähnliches, denn das lohnt sich..!

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    • 2
  • Rezension zu "Staubige Hölle" von Roger Smith

    Staubige Hölle
    Bella5

    Bella5

    Südafrika - Land der Gewalt? In wenigen Tagen hatte ich den Roman ausgelesen,so spannend und packend geschrieben ist er! Darüber hinaus ist er auch sprachlich gut! Der Autor jongliert gewandt mit Metaphern,Vergleichen und Bildern, und dieses Können führt zu einem literarisch wertvollen Buch ("Wie ein Myzel..."). Es dominieren parataktische Wendungen, aber Smith gelingt es, diese kunstvoll zu verwenden, ich war nie genervt. Inhaltlich zeichnet Smith ein düsteres Bild von einem korrupten Südafrika zwischen überkommenen Traditionen und moderner Verrohung. Ob es wohl so ist? Dies geschieht sehr plastisch, zuweilen arg drastisch. Zum Inhalt: Die Frau eines Politaktivisten ( Robert Dell) betrügt ihn mit einem Geschäftsmann, von welchem sie indirekt finanziell abhängig ist. Der Geschäftsmann wird ermordet , und da Rosie Mitwisserin ist, wird die ganze Dell - Familie bis auf den Protagonisten getötet. Dieser wird Opfer einer Intrige und zum Hauptverdächtigen - ausgerechnet sein verhasster Vater eilt ihm zu Hilfe. Ausserdem ist da noch ein junges Mädchen, welches zwangsverheiratet werden soll... Roger Smith' Roman ist packend, aber auch ein wenig bedrückend. Über einen Krimi geht das Buch hinaus, da es auch die Wunden einer postkolonialen, post-Apartheidsgesellschaft thematisiert. Dies ist teils starker Tobak und lässt den Leser nachdenklich zurück.Von Safariromantik keine Spur - das Ende hatte aber viel von einem filmischen Showdown (Drehbuchautor,aha!) und war irgendwie sinnlos. Als Abschluss eher mau. Fazit: lesenswert!

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    • 2
  • Treffer

    Staubige Hölle
    wusl

    wusl

    10. March 2015 um 11:26

    Nicht ohne Grund ist dieses Buch bei "vorablesen" unter Literatur eingeordnet. Als solche habe ich auch empfunden, auch wenn vordergründig ein Thriller erwartet wird. Mich hat das Buch in seiner kühlen und schonungslosen Art an die Bücher von McCarthy erinnert (Kein Land für alte Männer). Vor allem Inja mit seiner gnadenlosen und emotionslosen Art zu töten. Gründlich und ohne zu zögern. Diese Gewalt prägt das Buch und wie ich aus Erzählungen von Freunden weiß, auch heute noch Südafrika und seine Menschen. Ja, es hat sich wohl tatsächlich noch nicht so viel getan im Verhältnis und Verständnis zwischen Schwarz und Weiß und dieses Buch fühlt dem Ganzen so deutlich auf den Zahn, dass es beim Lesen schmerzt. Wie schon nach der Leseprobe vermutet, fesselte mich die Geschichte von Anfang an und auch wenn nicht alles so lief, wie ich es mir gewünscht hätte, so war ich doch sehr zufrieden, da ich gut unterhalten wurde und keine Langeweile aufkam. Außerdem gab das Buch Stoff zum Nachdenken und hat mich dazu animiert, mich gleich nach den anderen Büchern des Autors umzusehen. Der Titel ist gut gewählt und der Sprachstil spiegelt sich darin wieder. Man fühlte sich manchmal wie in der menschlichen Hölle und die Hitze des Landes und des Hasses brennen in den Seiten und machen Staubige Hölle zu einem spannenden Stück Literatur, das aber gerne auch als Thriller genossen werden darf.

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  • Afrikanische Hölle

    Staubige Hölle
    gagamaus

    gagamaus

    05. November 2014 um 15:07

    Da ich den Schauplatz Afrika in Thrillern sehr interessant finde, hat es mich sofort zu diesem Buch hingezogen. Außerdem bin ich hart im nehmen, was Gewalt in Büchern betrifft und dies konnte mich also auch nicht schrecken. Der Autor versteht es durch eine kraftvolle und doch kühle Sprache und kurze knappe Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven den Leser sofort an ein hohes Tempo zu gewöhnen und den Lesefluss zu steigern. Dazu kommt noch die Handlung, die stetig voranschreitet und trotz ihrer Verwicklungen nie unübersichtlich oder verwirrend ist. Die Brutalität ist wirklich hervorzuheben, da in jedem zweiten oder dritten Kapitel, also ungefähr alle 10 Seiten mindestens ein Mensch zu Tode kommt. Dies geschieht mit Härte und meist auf eine schnelle direkte Art, die überrascht und durch ihre Konsequenz schockiert. Dabei wird auch vor Babys und Kleinkindern nicht Halt gemacht, dieses Buch ist also tatsächlich nichts für zarte Gemüter. Frustrierend sind die politischen und sozialen Gegebenheiten und die Tatsäche, dass sich im Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß nichts gebessert hat und selbst die dunkelhäutigen Afrikaner sich untereinander bekriegen, verachten und massakrieren. Dazu kommt AIDS und abergläubische Riten, die beispielsweise durch den Verkehr mit einer Jungfrau von Heilung aller Krankheiten sprechen. Als Deon-Meyer-Fan, bei dem Südafrika auf einem guten Weg zu Frieden und Einheit scheint, ist bei Smith davon nichts zu spüren. Hier wird dem europäischen Leser ein grausames und gewalttätiges Land vorgeführt, in dem Korruption und Unterdrückung sämtlicher Schwachen an der Tagesordnung sind. Dennoch schafft Smith es zu fesseln und nicht abzustoßen, spanennd zu erzählen und zum Nachdenken anzuregen. Er verpackt große Gefühle in kurze Sätze, schafft es mit nüchternen Beschreibungen eine unter die Haut gehende Atmosphäre zu zeichnen, die einen gefangen nimmt und ungeduldig durch das Buch hetzen lässt, um zu erfahren, wie es weiter geht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl es wohl eher für Männer was ist und für Frauen die Bücher wie "Kein Land für alte Männer" lesen. Daran erinnert es tatsächlich ein wenig. Ich werde jetzt auf jeden Fall auch die ersten zwei dieses Autors ins Auge fassen. Danke für die Chance einen neuen Autor für mich zu finden.

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  • Leserunde zu "Die Bienen" von Laline Paull

    Die Bienen
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Und schon geht es in die nächste Leserunde! Wir möchten mit euch »Die Bienen«  von Laline Paull aus dem Tropen Verlag lesen. Seid ihr dabei? Infos zum Buch: Ihr Name ist Flora. Ihre Nummer 717. Sie ist ziemlich groß. Ihr Pelz ist struppig. Andere finden sie hässlich. Doch sie ist klug und mutig. Und sie kann sprechen! Flora 717 ist eine Biene. Laline Paull erzählt das ergreifende Abenteuer dieser außergewöhnlichen Biene in einer anderen und doch zutiefst vertrauten Welt. Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf sogar an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missachtung schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes zu bewahren. Laline Paull inszeniert gekonnt einen Roman über Aufstieg, Liebe und Gerechtigkeit. HIER FINDET IHR EINE LESEPROBE Kurzinfos zur Autorin: Laline Paull studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. »Die Bienen« ist ihr Debütroman. Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbet euch doch und gewinnt eines der zehn Leseexemplare von unseren Bienen! Am 02.10.14 ziehen wir die Gewinner.

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    • 297
    bookgirl

    bookgirl

    30. September 2014 um 16:56
  • Rezension zu "Staubige Hölle" von Roger Smith

    Staubige Hölle
    isag

    isag

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen – irgendwie hebt es sich doch in einigen Punkten ziemlich ab. Zunächst sind da die kurzen Kapitel – die einem wie ich finde sehr gut ermöglichen, auch bei wenig Zeit zwischendurch mal kurz ein Stück weiterzulesen oder einen doch abends, egal wie müde man ist, dazu animieren, doch noch ein Stück weiterzulesen ;) Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und auch die durchgehende Grundspannung hält einen zum Weiterlesen an. Die Spannung wird dabei allerdings niemals wirklich unerträglich, da doch bei den meisten Personen und in den meisten Situationen ein bißchen vorhersehbar ist. Nur ganz am Ende weiß man vorher nicht, wie die Geschichte für die guten , normalen Personen ausgehen wird – sofern man sie nach der Veränderung durch das Erlebte noch so nennen kann. Südafrika als Schauplatz ist ein sehr interessantes Land. Wirklich auskennen tu ich mich mit diesem Land nicht, aber der Autor macht die Probleme dieses Landes sehr gut deutlich. Als Tourist würde man diese wahrscheinlich nicht so wahrnehmen, und ich hatte auch den Eindruck, daß z.B. Dell bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontakte seiner Frau der ganzen Familie zum Verhängnis wurden, sich dort sicher gefühlt hat. In einem so korrupten Land hat man wahrscheinlich genau 2 Möglichkeiten für ein einigermaßen ruhiges Leben – für die richtigen Leute arbeiten oder durch nichts auffallen… Wobei die 1. Option auch nur so lange Garantie ist, wie man die richtigen Leute zufriedenstellt, wie es auch in der Handlung deutlich wird. Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn nicht eine Spannungsspitze die nächste jagt und es insgesamt meiner Meinung nach zu viele Tote und zu viel Gewalt gibt.

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    • 2
    Arun

    Arun

    14. July 2014 um 16:47
  • a man has to do, what a man has to do! viel spass im neuen süadafrika!hart, schnell, böse, .....

    Staubige Hölle
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    eigentlich hätte es so nett anfangen können.... eine nette kleine geschichte über erfolgreiche junge attraktive menschen im neuen südafrika. sozusagen herzlich willkommen im mulitkulti zauberland von könig philanthrops dem guten. herrn smith gelingt es aber wieder (kap der angst.volle acht sterne) einen menschen zu falschen zeitpunkt am falschen ort sein zu lassen. das gehört sich nicht.... in unserem speziellen fall ist es eine ehemalige künstlerin, verheiratet, die sich im bett ihres chefs befindet, als dieser erschossen wird. der jungen dame gelingt es vorerst über den strand im schutz eines rudels kiffender jugendlicher zu entkommen. den nächsten geburtstg ihres gatten, den die ganze kleine familie auf einem weingut feiert, werden sie und ihre kinder nicht überleben.... ein unfreundlicher pickup schiebt die familienkutsche von der strasse in eine flucht, nur ihr mann überlebt das attentat um sich in einer gefängniszelle wieder zu finden, nachdem er seine freu und die kinder identfiziert hat. dell ist der archetyp des gutmenschen..... pazifist, journalist, als sanitätssoldat beim militär, gegen apartheid engagiert und mehrfach inhaftiert und sohn eines texaners der in vietnam für dienste unterwegs war und im anschluss daran seinen tätigkeitsschwerpunkt in das süliche afrika verlegt hat. fachkraft für extralegale sicherheitsdienstleistungen im zwischenstaatlichen kontext 16 jahre hat er in einem südafrikanischen knast abgesessen, da er beim 1994er wahlkampf während eines anschlags auf eine gruppe von anc aktivisten, leider statt deren ein kaffeekränzchen liquidiert hat und dabei gefilmt wurde. in der anderen ecke des rings finden wir einen hiv-positiven zulu-warlord, der versucht dell zu liquidieren, um das offenlegen eines ozeans an korruption zu verhindern. die reise der beiden teams führt den geneigten leser quer durch ein staubtrockenes völlig verarmtes südafrika. den rollenbildern die der autor entwirft, haftet etwas sehr archaisches an, die protagonisten handeln hochgradig sexistisch und er spielt mist rassistischen stereotypen, die er so überzeichnet, dass diese wie eine karrikatur wirken..... mehr möchte ich nicht verraten, ausser ja ausser, dass gefangen genommene kubanische piloten stürze aus hubschraubern nicht überleben (veranschaulichung des berufsbildes von papa dell) und das hat mich wirklich enttäuscht, dass das lektorat auf seite 318 geschlafen hat. steht doch da: "dell blickte ofrt,,,,,,,"

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    • 3
  • Leserunde zu "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" von Kirsten Boie

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
    katja78

    katja78

    Poetisch, erschütternd und berührend: Kirsten Boies Afrika Kirsten Boie erzählt vier Geschichten von Kindern in Afrika, die viel zu schnell erwachsen werden. Ein wunderbar poetisches und dichtes Buch von berührender Schönheit, literarisch und sehr persönlich. Mit einem Nachwort der Autorin und wunderschönen Tafelbildern von Regina Kehn. Lungiles kleine Schwester Jabu braucht neue Schuhe, damit sie weiter die Schule besuchen darf. Da niemand Lungiles geflochtene Matten kaufen will, verkauft sie ihren Körper. Thulani spricht manchmal nachts mit seiner Mutter, die neben der Hütte begraben ist. Er könnte eigentlich zur Schule gehen, da Waisen kein Schulgeld bezahlen müssen. Aber niemand hilft ihm, den Totenschein zu besorgen. Zur Autorin © Paula Markert Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, machte dort ihr Abitur und studierte Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium, wechselte auf eigenen Wunsch später an eine Gesamtschule. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlagen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben, um sich ganz dem Kind widmen zu können. In dieser Zeit schrieb sie, inspiriert durch die eigene Situation, ihr erstes Kinderbuch mit dem Titel "Paule ist ein Glücksgriff". Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg ((Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, Bücher, die keinen Zweifel daran lassen, dass die Autorin auf Seiten der Kinder steht. Dass sie dabei auch die Erwachsenen nicht vergisst, macht ihre Figuren so wahrhaftig und sympathisch, ihre Bücher so liebens- und lesenswert. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt Kirsten Boie auch kleinere Drehbücher fürs Kinderfernsehen, außerdem Vorträge und Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur. In den letzten Jahren unternimmt Sie zunehmend Reisen ins europäische und nichteuropäische Ausland im Auftrag des Goethe-Institutes. 2007 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Kirsten Boie lebt mit ihrem Mann im Einzugsbereich von Hamburg. Zwei Dinge sind Kirsten Boie beim Schreiben besonders wichtig: Zum einen, dass Literatur für Kinder immer auch Literatur sein sollte; zum anderen, dass darüber nicht vergessen wird, an wen sie sich richtet, dass sie also Literatur für Kinder ist: "Bei dem Spagat zwischen beiden Anforderungen rutsche ich sicherlich einmal mehr zur einen, einmal zur anderen Seite hin aus. Aber hier die richtige Balance zu suchen, ist es gerade, was das Schreiben für Kinder für mich so aufregend macht." www.kirsten-boie.de Wir suchen nun 20 junge Leser, die Lust haben, dieses Buch gemeinsam in der Leserunde zu lesen und anschließend zu rezensieren. Schreibt uns als Bewerbung, euren Eindruck zum Buchcover! Das Buch ist diesen Monat beim Oetinger Verlag erschienen,und hat bereits 2 Auszeichnungen erhalten, auf die wir sehr Stolz sind. 10/2013 | LeseLotse (Buchjournal, Empfehlungsliste) 10/2013 | LUCHS Monat - LUCHS des Monats (Die ZEIT / Radio Bremen) Gerne könnt ihr auch dort mal schauen, was der Herbst noch neues zu bieten hat. *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

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    • 250
    MelE

    MelE

    27. November 2013 um 06:01
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    Grandville schreibt "Besonders fatal ist nach Einschätzung von "World Vision" die in mehreren Ländern des südlichen Afrika verbreitete irrige Vorstellung, Aids ließe sich durch Sex mit einer Jungfrau heilen. Dies ...

    Es gibt da ein Buch, welches ich gelesen habe "Staubige Hölle" da war das Jungfrau Thema auch ganz groß beschrieben. Es war so grausam, das da nicht genügend Aufklärung erfolgt. Besonders schlimm ...

  • Nur für starke Nerven

    Staubige Hölle
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    11. August 2013 um 16:36

    Das Buch "Staubige Hölle" von Roger Smith kann nur 5 Sterne bekommen! Hätte ich die Möglichkeit mehr Sterne zu vergeben, dieses Buch würde alle erdenklich-möglichen Sterne erhalten! Obwohl ich nicht glaube, dass jeder Leser damit glücklich wird, auch nicht jeder Thriller-Leser! "Staubige Hölle" beschreibt die Situation der Apartheid, der HIV-Problematik in Südafrika, der Gewalt und Unterdrückung, der wirklichen Macht Nelson Mandelas ohne Rücksicht auf Verluste! Offen und schonungslos wird der Leser mit einer nahezu aussichtlsosen Lage, einer Ungerechtigkeit und gewalt konfrontiert, auf dei der Klappentext so, in dieser Art nicht vorbereitet! Robert Dell ist ein ehrlicher Bürger, liebevoller Familienvater und treuer Ehemann. Aufgewachsen mit einem rohen und brutalen Vater, der als Auftrags-Killer der CIA und als Rassist oft für den Sohn nicht da war, nahm Dell den Namen der mutter na, um mit dem Vater nciht in Verbindung gebracht zu werden. Als Journalist ist Robert Dell sehr engagiert für die Gerechtigkeit , heiratete eine Schwarze und freute sich über die Zwillinge. Als er mit der Familie im Auto unterwegs ist und der Wagen von einem Jeep von der Strasse gedrängt wird, Robert als einziger den Sturz überlebt und mitansehen muss, wie seine Familie im Fahrzeug verbrennt, kann er sein Unglück nicht fassen. Als er kurz darauf festgenommen wird, ihm ein Mord unterstellt wird, und er nur Dank seines plötzlich aufgetauchten Vaters gerettet wird, will er lange nicht glauben, welchen unglaublichen Lügen er seitens des Staates, der Ehefrau und den Gestzen unbesehen geglaubt hat. Es eröffnet sich ihm eine Hölle ungeahnten Ausmaßes, ein Begreifen-Müssen der Wahrheit und ein Aufwachen in der realen Welt der Südafrikanischen Politik! Das Buch macht nicht Halt! Es ist gnadenlos, schonungslos und brutal zum Leser! Ich habe selten so ein aufwühlendes, aufrüttelndes Buch gelesen, wurde so krass konfrontiert mit den Vorgängen und der Situation in Südafrika, Atemlosigkeit und Übelkeit sind noch die harmloseren Dinge, die während des Lesens begleiteten. Ich hatte im Alter von 25 das Angebot nach Johannesburg auszuwandern, habe damals eingentlich mehr aus banalen Gründen dieses Abenteuer abgelehnt, Jahre später äusserte ich des Öfteren, dass ich froh sei, aufgrund der Unruhen, der Apartheid-Kämpfe nicht dort gelandet zu sein, denn ich hätte mich mit voller Kraft in die Kämpfe gemischt, immer für die Gerechtigkeit und die Gleichstellung der Schwarzen, manchmal denke ich, ich würde vermutlich schon lange nicht mehr leben, hätte ich damals nachgegeben, aber mit solch einer, hier beschriebenen Situation, hätte ich niemals gerechnet! Ich war komplett out-of-order während ich den Thriller las. Benommen, betäubt, sprachlos und durch und durch entsetzt! Vielen Dank dem Autor für ein solches Werk der Aufklärung, der schonungslosen Darstellung, mit einem Ende, das nicht anders zu setzen war!

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