Roger Willemsen , Ralf Tooten Bangkok Noir

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Inhaltsangabe zu „Bangkok Noir“ von Roger Willemsen

Etwa drei Monate lang lebte Roger Willemsen in Bangkok, verließ sein Zimmer am frühen Abend und kehrte im Morgengrauen zurück. In den Nächten durchstreifte er die Stadt: die Nachtclubs, Karaokebars und Massagesalons, die Kickbox-Studios, Nachtmärkte, Tempel und Baustellen. Er besuchte Wahrsager, Tätowierer und Aura-Fotografen, den Amulett-Markt, den Jahrmarkt der Gastarbeiter, das Straßenkino. Er aß bei den Insektenverkäufern, fand die geheimen Schlafplätze der Elefanten und kampierte unter den Demonstranten gegen die Regierung. Er fand Zugang zu Nobel-Clubs, aber ebenso zu den Glücksspielern aus den Armen-Wohnblocks.

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  • Melancholisch und bildgewaltig

    Bangkok Noir

    Lio-vanTale

    02. December 2015 um 21:48

    Nacht für Nacht hat Roger Willemsen das Leben in Bangkok beobachtet. Wer einen Reiseführer oder gar eine reißerische Aneinanderreihung von nächtlichen Eskapaden in einer exotischen Metropole erwartet, der wird enttäuscht werden. Der Erzählstil von Willemsen ist melancholisch, seine Beschreibungen sind bildgewaltig und komplex. Hat man einen komplizierten Satz in seiner Gänze erfasst, entfaltet sich vor dem inneren Auge die beschriebene Szene, als wäre man selbst dabei gewesen. Man kommt beim Lesen unglaublich langsam voran, wenn man alle heraufbeschworenen Bilder, Gefühle und Eindrücke voll auskostet. Eine Bewertung und Erklärung des Geschehens indes liefert Willemsen nicht, als Leser kann man die Szenen auf sich wirken lassen und sich seinen Teil denken. In meinem Regal steht "Bangkok Noir" in der Fischer Taschen-Bibliotheks Ausgabe von 2009. Es handelt sich dabei um eine besonders handliche und dennoch robuste Ausgabe mit abgerundeten Ecken, die perfekt zum Mitnehmen geeignet ist. Auf dem Cover ist eine asiatische Frau abgebildet, im Hintergrund sind schemenhaft die nächtlichen Lichter einer Stadt zu erkennen. Meiner Meinung nach ist diese Gestaltung gut gelungen und passt zur melancholischen und nachdenklichen Stimmung des Buches.

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  • Kryptische kleine Geschichten

    Bangkok Noir

    Tasmetu

    25. March 2014 um 13:02

    Eigentlich mag ich kryptische Sätze. Sätze, die nur Konturen zeichnen und den eigentlichen Inhalt offen lassen. Die so viel weglassen, dass sie alles heißen könnten nur nicht eine konkrete Situation. Ich verstehe solche Sätze und liebe sie. Aber nicht wenn die kompletten ersten 20 Seiten eines Buches ausschließlich daraus bestehen. Ich bin sehr froh, dass ich dem Drang das Buch nach 15 Seiten aufzugeben widerstanden und weitergelesen habe. Denn es wurde noch richtig gut. Zwar wechselt er manchmal ohne Vorwarnung die Szenerarie und bis man mal erraten hat wo und wann sich der Autor gerade aufhält, ist er auch schon wieder vorbei. Aber die Geschichten die er erzählt, das Bild das seine Worte von dieser Stadt malen und vor allem seine Ausdrucksweise beeindrucken mich. Auch aus ethnologischer Sicht ist es interessant, aber das werde ich jetzt hier nicht weiter ausführen. Aber ich denke dieses Buch beleuchtet sehr gut die kleinen, stillen Details in einer unglaublich riesigen und lauten Stadt. Und man lernt sogar ein wenig über die thailändische Geschichte, sogar die Anfänge der Demonstrationen finden sich in Willemsens Erlebnissen. Lesenswert, aber nur wenn man sich mit seinem Schreibstil anfreunden kann.

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  • More nights in Bangkok

    Bangkok Noir

    Duffy

    16. November 2013 um 10:36

    Hört sich an, als wenn man ins Paradies fährt. 3 Monate jede Nacht auf Bangkoks Straßen. Das hat  Willemsen gemacht und herausgekommen ist eine der sensibelsten Stadtporträts, die man lesen kann. Drei Monate durch den Sumpf, den Glamour, durch falsche Versprechungen und Illusionen zu gehen, strengt an. Doch Willemsen wusste, worauf er sich einließ und tat das mit offenen Augen und vor allem offenen Herzen. Der ohnehin schon großartig schreibende Autor hat sich seine Eindrücke so lebendig von der Fotoseele geschrieben, dass es für den Leser wie eine Decke ist, in die er sich einkuschelt, um dem einen oder anderen Schauer vorzubeugen. Willemsen hat die Stadt und das Leben aufgesogen, hat sich auf die Menschen und ihre Fassaden eingelassen, hat ihre Herzen und Seelen gesucht und teilweise gefunden, hat sich die Philosophie dieser Stadt erschlossen und versucht, eins mit ihr zu werden. Die Nächte sind die großen Lügen dieser Stadt und  Willemsen hat versucht, ein paar von ihnen aufzudecken und die schlafenden Hunde, deren Schlaf sehr tief ist, nicht aufgeweckt. So entstand ein spannender Verbalfilm mit Tausenden von Hauptdarstellern und einem aufmerksamen Erzähler in der Ich-Form. Ein großartiges Buch über einen Moloch von Stadt. Wer einen Stadtführer erwartet, sollte dieses Buch erst gar nicht anfangen zu lesen. Alle anderen: Eintauchen in die Nächte dieser Stadt mit ihren vielen Missverständnissen.

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  • Rezension zu "Bangkok Noir" von Roger Willemsen

    Bangkok Noir

    Eltragalibros

    30. August 2010 um 20:46

    Inhalt: Der deutsche Publizist Roger Willemsen beschreibt die thailändische Metropole Bangkok aus einem faszinierenden Blickwinkel. In Bangkok Noir hat er sich mit dem dort lebenden Fotografen Ralf Tooten auf Entdeckungstour begeben, sobald die Sonne am Horizont verschwunden ist. Der Bildband zeigt eine Stadt, die in der Nacht ein anderes Gesicht besitzt als am Tage. Meinung: Der Bildband Bangkok Noir zeigt eine Seite von Bangkok, die wohl nicht alltäglich ist. Der deutsche Publizist Roger Willemsen ist gemeinsam mit dem Footgrafen Ralf Tooten, der in Bangkok lebt, von Anbruch der Dunkelheit bis Sonnenaufgang durch die Straßen der Metropole gestreift. Dabei entstand ein faszinierendes Bild, das für Betrachter, die völlig ahnungslos von dieser thailändischen Stadt sind umso unglaublicher ist. Schon allein die Fotografien sind bemerkenswert. Sie wirken auf den Betrachter geheimnisvoll, andersartig und erschaffen eine Welt, die sich extrem von unserer westlichen Kultur unterscheidet. Auch Willemsens Text unterstützt dieses Bild zu hundert Prozent. Er zeigt eine Schnelllebigkeit, die dieser Stadt zu eigen ist, auch durch seine Worte. Das Buch ist nicht in Kapitel oder dergleichen eingeteilt. Lediglich Absätze zeigen dem Leser, dass es sich um neue Erlebnisse handelt. Alles ist viel, groß und schnell. Teilweise ist der Leser bei dieser Masse an Informationen allerdings überfordert. Die Fotos zeigen Abbildungen, die sich nicht von selbst erklären und nicht immer lässt sich das aus dem Text Willemsens erschließen. Ich glaube aber, dass Schwierigkeiten beim Lesen nicht nur durch das Fremdartige entstehen, das dem Leser in diesem Buch begegnet, sondern auch durch Willemsens Sprache. Er benutzt viele Fremdwörter, die – auch wenn die Wörter bekannt sind – doch irgendwie das Lesen stocken lassen und noch mehr Konzentration erfordern, als sowieso schon nötig ist. Am Ende des Buches gibt es zu jedem Foto eine kurze Erläuterung oder besser gesagt, einen Titel. Hier hätte ich mir als Leser, als Neugieriger, noch mehr Informationen gewünscht, denn Tootens Fotografien sind etwas Besonderes. Sie sind nicht gewöhnliche Fotos von Gebäuden, Straßen oder Menschen im Alltag, nein, sie sind etwas Außergewöhnliches, das man wohl nur vollständig begreifen kann, wenn man es selbst erlebt hat. Nichtsdestotrotz ist Bangkok Noir einer der beeindruckensten Bildbände, die ich je gesehen habe. Er ist eine Mischung aus Reisebericht und kultureller Überlieferung. Er zeigt eine Welt aus Katoys – den Ladyboys – Thai-Boxen, Karaoke-Bars, Garküchen, Gogo-Girls, aus sexuellem Verlangen und Scheu vor Intimität. Eine Vielfalt, die sich kaum in ein einziges Buch fassen lässt. Fazit: Roger Willemsen erzählt von Fremdartigen, vom Unbekannten, das schwer zu fassen ist für Leser, die noch nie in Asien waren. Auch die Fotografien von Ralf Tooten unterstützen diese Fremdartigkeit, zeigen Bilder, die Dinge beschreiben, mit denen der Betrachter wenig anfangen kann, aber dennoch gefesselt ist, und sich fragt „Was ist das?“. Man will automatisch mehr über Bangkok erfahren, wenn man dieses Buch entdeckt hat, das von den Geheimnissen einer unglaublich faszinierenden Metropole berichtet.

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  • Rezension zu "Bangkok Noir" von Roger Willemsen

    Bangkok Noir

    dyabollo

    30. December 2009 um 18:06

    Roger Willemsen schreibt keine Bücher, er philosophiert, er beschreibt was er sieht und das lyrisch. Seine Geschichten sind Gedichte, Gefühle und noch viel mehr. Bangkok, eine Stadt wie sie lebt und pulsiert ohne zu beschönigen, ohne zu beschreiben. Nur durch Bilder und Gefühle wird man da hineinversetzt. Es ist kein Reiseführer, es ist ein Buch für das "Hinterher" um noch einmal dort zu sein und noch einmal die Stadt zu erleben.

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