Roger Willemsen Gute Tage

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Inhaltsangabe zu „Gute Tage“ von Roger Willemsen

Roger Willemsen hatte das Glück, einigen großen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte an einem Wendepunkt ihres Lebens zu begegnen und manchmal Tage, sogar Wochen mit ihnen zu verbringen, bisweilen an erstaunlichen Orten. In den literarischen Porträts, die nach diesen Begegnungen entstanden sind, ist die Sicht auf jene »überlebensgroßen« Menschen immer persönlich, zuweilen intim, manchmal sogar innig, und schließlich schält sich aus der Summe der Beobachtungen, Gespräche und Gedanken fast ein Gesamtbild vom Menschen – seinen Möglichkeiten und Grenzen. Die hier beschriebenen Persönlichkeiten – Popstars und Politiker, Wissenschaftler, Schauspieler und andere – vereint, dass sie das Menschenmögliche neu gefasst und ihre Rolle in der Öffentlichkeit einzigartig interpretiert haben. Willemsens Porträts wiederum verbindet die Gabe ihres Autors, tiefer zu sehen und Erkenntnisse zu fördern, die oft genug selbst seine Gesprächspartner überraschen. In Arafats Badezimmer – In einem Kloster mit dem Dalai Lama – In der Badewanne von John le Carré – Mit John Malkovich auf der Burg des Marquis de Sade – In den Gemächern Margaret Thatchers – Auf der Verbannungsinsel von Mikis Theodorakis – Im Dschungel unterwegs mit einem Orang-Utan – In der Harald Schmidt Show – Mit einem japanischen Konzernchef in der Geisha Bar – In Vivienne Westwoods Werkstatt – Auf der Suche nach Jean Seberg in Paris – Sinead O’Connor mit Elbblick – Mit Tina Turner an der Côte d’Azur – In einem Boot mit Michel Piccoli – Bei Jane Birkin daheim – In der Bar von Henry Millers letzter Frau – Mittagessen mit einem »Kannibalen« – Am Sterbebett von Timothy Leary – Im Gespräch mit zwei Kosmonauten im Weltraum – Vor einem »Monster« in der Berliner Charité.

Brillant!! Assoziationen querfeldein, sprachlich ein Genuß allerhöchster Güte! Wunderbar, scharfsinnig, unverblümt. 10 von 5 Sternen!!!

— AnMich_09
AnMich_09

Begegnungen mit Menschen. Tiefgehende Gespräche und Einsichten.

— Salzechse
Salzechse

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  • Der sensible Befrager

    Gute Tage
    Duffy

    Duffy

    Nein, an dieser Stelle lesen wir nicht zum hundertsten Mal, wie schade es ist, dass Willemsen so früh gestorben ist. Es wird auch keine Lobhudelei oder ein Begeisterungssturm, obwohl doch das eine oder andere angebracht wäre. Was wir hier nur noch mal bestätigen wollen, was schon alle wissen, ist, dass Willemsen ein Journalist und Autor war, wie es so wohl keinen gegeben hat und so schnell auch keinen mehr geben wird. Er war nie schnelllebig, alle seine Interviewpartner hat er mit Sorgfalt, Einfühlungsvermögen und Respekt behandelt. Er hat recherchiert, überlegt, welche Fragen überhaupt Sinn machen und Neues über den Interviewten hervorbringen. Ihm ging es nicht um den bloßen Austausch von Frage und Antwort, er wollte Leben erfahren, wollte seine Partner kennenlernen, ohne sie zu entlarven. Er war der sensibelste Journalist, den man sich vorstellen kann, mit einer kindlichen Freude an der Entdeckung von Wesenszügen, die sich erst im Gespräch ergeben konnten. Er war nicht oberflächlich und nie verletzend, seinen Humor nahm er mit in die Arbeit und jedes Wort, das er schrieb, drückte zweierlei  aus: Die bedingungslose Liebe zu den Menschen und die aufrichtige Freude an seinem Beruf. Seine farbenfroh und herzlich geschriebenen Berichte und Reportagen, die "Begleittexte" zu den Treffen mit seinen Interviewpartnern und die ganz einfachen Stimmungen, die er an den Orten der Treffen vorfand, waren so transparent geschildert, als würde man neben ihm herlaufen. Willemsen hat seine Leser auf Augenhöhe mitgenommen, hat sie zu seinen Entdeckungen eingeladen und ihnen alles vermitteln können, was er selbst erlebt hat. Dafür liebt ihn sein Publikum und das macht seine Bücher zum Lesegenuss, ob es nun dieses ist oder eines der anderen zahlreichen Publikationen, die wortreich und immer frisch aus seiner Feder kamen. Nein, das ist jetzt kein Lobgesang, es ist einfach nur die Feststellung, dass es einen wie ihn heute gar nicht mehr geben kann, weil sich der Journalismus in diesen schnellen Zeiten auch geändert hat. Es ist nicht mehr so viel Zeit zum erzählen. deswegen sollte man auch die Lektüre von "Gute Tage" erst recht uneingeschränkt genießen.

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    • 3
  • Roger Willemsen

    SusanneUlrikeMariaAlbrecht

    SusanneUlrikeMariaAlbrecht

    20. December 2014 um 16:30

    Die Enden der Welt Emotionale Weitsicht Sie war eine Weitsichtige: Was noch fern war oder schon wieder verabschiedet, das sah sie scharf. Was aber nah war, was sie unmittelbar umgab, das konnte sie nicht genau erkennen und hüllte es deshalb in Stereotype. Ihre Rhetorik war leidenschaftlich in der Erwartung und im Abschied, also bei den Dingen, die noch nicht sind, und bei jenen, die nicht mehr waren. Was tun mit uns? http://delphinpaar.buecherbrett.org/2014/12/20/roger-willemsen/ Zunächst reisten wir aufeinander zu, um die Nähe, die wir in der Ferne empfunden hatten, mit körperlicher Gegenwart zu beleben, aber allmählich wuchs der Verdacht, dass wir am Ende einen Platz leer finden würden. Ja, wir http://delphinpaar.lifestylebloggo.de/197657/Roger-Willemsen/ reisten voller Verlangen, doch verlegen, weil jetzt ein Körper saß, wo ein Phantom gewesen war. Von außen waren wir ein Paar, von innen ein Arrangement. ROGER WILLEMSEN http://susanne-ulrike-maria-albrecht.over-blog.de

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    • 4
  • Rezension zu "Gute Tage" von Roger Willemsen

    Gute Tage
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 18:00

    Roger Willemsen hatte das Glück, einigen großen Personen der Zeitgeschichte zu begegnen und er lässt die Leser in diesen 23 Berichten daran teilhaben. Er erzählt von den Umständen, die zu den jeweiligen Treffen mit z.B. Madonna, Jane Birkin, Margaret Thatcher und John Malkovich führten, was sie zu berichten hatten und glücklicherweise bleibt er dabei alles andere als neutral. Ich habe bereits viele Bücher von Roger Willemsen gelesen, viele Interviews gesehen und mag ihn als Person sehr gerne - deswegen war mir auch vor allen Dingen seine persönliche Sicht der Dinge wichtig, seine kleinen Anekdoten und seine Liebe zu Details - manchmal auch überflüssig weit abzuschweifen. Ich suche immer nach solchen Interviews, so lernt man die "wichtigen" Persönlichkeiten auch mal aus einer anderen Sicht als der, der alltäglichen PR-Maschinerie kennen und ich fand in diesem Band Befriedigung. Leider gibt es zu den Interviews bzw. Berichten keine Datumsangaben und dies wäre für die Einschätzung mancher Gespräche wichtig gewesen. Personen der Zeitgeschichte sind schließlich mit gewissen Daten verbunden und so fehlte mir als Leserin eine für mich wichtige Information. Nicht jeder besitzt genug Allgemeinwissen um diese anhand der Beschreibung selbst einzufügen. Trotz alledem ein gelungenes Buch für alle Willemsen-Fans und eine Ergänzung für all diejenigen, die gerne über den Tellerrand hinausblicken und ein bisschen mehr wissen wollen.

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  • Rezension zu "Gute Tage" von Roger Willemsen

    Gute Tage
    cavaliafm

    cavaliafm

    03. March 2009 um 17:42

    Geschichten von einem Mann, der auszog, um die Welt - und die verschiedensten Menschen kennen zu lernen, um dann von ihnen zu berichten.
    Das Who-is-who der letzten Jahre im Gespräch mit Willemsen!

  • Rezension zu "Gute Tage" von Roger Willemsen

    Gute Tage
    sophisticated83

    sophisticated83

    26. November 2007 um 14:08

    Wunderbare Interviews mit vielen Stars und Sternchen. Der eigentliche Star dieses Buches ist aber Willemsen selbst, der mit sprachlicher Präzesion und messerschafem Verstand die Dinge genial umschreibt...