Roger Zelazny

 3.8 Sterne bei 189 Bewertungen

Lebenslauf von Roger Zelazny

Roger Zelazny (1937-1995) war ein mehrfach ausgezeichneter US-amerikanischer Autor. Besonders bekannt war er für seine Fantasy- und Science-Fiction-Romane, aber auch seine Kurzgeschichten und Gedichte wurden von der Kritik sehr gelobt. Zelazny wurde in Cleveland geboren und wuchs dort auf. Nach einem Psychologiestudium ging er nach New York und machte an der Columbia seinen Abschluss in englischer Literatur. Nach verschiedenen Tätigkeiten arbeitete er ab 1969 hauptberuflich als Schriftsteller. Zelazny hatte großen Einfluss auf mehrere jüngere Autoren, darunter beispielsweise George R.R. Martin, der auf seiner Homepage einen Nachruf auf Zelazny nach dessen Tod 1995 schrieb. In jüngster Zeit wird Zelaznys Werk den Lesern wieder ins Bewusstsein gerufen durch die Neuauflage seiner Amber-Chroniken, die ab Ende 2017 in der Hobbitpresse des Klett-Cotta Verlages erscheint.

Alle Bücher von Roger Zelazny

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Cover des Buches Die Gewehre von Avalon9783608981285

Die Gewehre von Avalon

 (18)
Erschienen am 11.11.2017
Cover des Buches Die Prinzen von Amber9783453312715

Die Prinzen von Amber

 (15)
Erschienen am 01.04.1995
Cover des Buches Im Zeichen des Einhorns9783608981292

Im Zeichen des Einhorns

 (10)
Erschienen am 09.12.2017
Cover des Buches Die Chroniken von Amber - Die Hand Oberons9783453305007

Die Chroniken von Amber - Die Hand Oberons

 (6)
Erschienen am 13.01.2018
Cover des Buches Herr des LichtsB002RF8A80

Herr des Lichts

 (4)
Erschienen am 01.01.1976
Cover des Buches Die Burgen des Chaos9783608981315

Die Burgen des Chaos

 (5)
Erschienen am 10.02.2018
Cover des Buches Straße der Verdammnis9783453304376

Straße der Verdammnis

 (3)
Erschienen am 01.09.1980

Neue Rezensionen zu Roger Zelazny

Neu

Rezension zu "Die Burgen des Chaos" von Roger Zelazny

Abschließender Band des 'Chroniken von Amber' Zyklus...
benfivor 3 Monaten

KURZBESCHREIBUNG:
Nach dem überraschten Auftauchen und Eingreifen von Oberon, dem Vater der Prinzen und Prinzessinen von Amber, wendete sich das Blatt vom Siegeszug Brands gegen seine Geschwister. Allerdings verschwindet der Herrscher von Amber ebenso schnell wieder, obwohl mit der 'schwarzen Straße' noch einige Probleme ungelöst sind. Immerhin wissen Corwin und seine Getreuen nun, dass diese von den Herrschern der Burgen des Chaos erschaffen worden ist und Brand sich mit ihnen verbündet hatte. Das Auftauchen der undurchsichtigen Dara macht die Situation nicht einfacher, immerhin zeugte sie mit Corwin ein Kind, was in den Burgen des Chaos aufgezogen wurde und somit wohl gegen seinen Vater stehen wird. Doch der eigenwillige Prinz lässt sich nicht entmutigen und handelt gegen die aus der Ferne erhaltenen Anweisungen seines Vaters, um Amber zum Sieg zu verhelfen - aber wird ihm dies gelingen?

KOMMENTAR:
Mit dem fünften Band 'Die Burgen des Chaos' wurde das Finale des Zyklus 'Die Chroniken von Amber' eingeläutet. Der Kampf um Amber und den Muster soll entschieden werden. Leider dauert dieses Finale etwas an, bis dahin muss sich der Leser durch gut einhundert Seiten arbeiten, bei denen Corwin ein wenig ziellos durch die Muster reist und der amerikanische Autor Roger Zelazny dies seitenlang mit Bruchteilen von Sätzen vollzieht - eine regelrechte Zumutung beim Lesen. In den End-Siebzigern des letzten Jahrhunderts hatte man noch gar nicht die heutigen Möglichkeiten wie Whats App und Co., doch diese Sätzfragmente hätten auch aus einem solchen Verlauf sein können. Die Entwirrungen, welche im letzten Band vollzogen wurden, werden hier sogar teilweise wieder etwas revidiert, dass man sich ernsthaft fragt, warum Zelazny so viele umständliche Wege beim Schreiben der Geschichte gewählt hat. Die Welt und die Ideen des Schriftstellers sind wunderbar und phantastisch - was er daraus gemacht hatte, ist meiner Meinung nach leider nicht mal befriedigend. Auch wenn das Finale doch nochmal etwas Spannung aufbaut und dem sich dem ganzen Roman lang androhenden und alles vernichtenden Unwetters getrotzt wird - ein Umstand, der wirklich nervtötend beim Lesen wirkte; es hatte den Anschein, als widmete sich der Autor immer diesem Unwetter, wenn er nicht weiter wusste - es konnte das Gesamtbild dieses Romans nicht mehr retten. Somit habe ich unter den 'Chroniken von Amber' mit sehr gemischten Gefühlen ein Fragezeichen versetzt. Ich weiß gerade aus Kooperationen mit anderen Autoren, dass Zelazny wirklich schriftstellerisches Talent hatte. In dieser Reihe jedoch wäre wohl etwas Unterstützung von außerhalb förderlich gewesen. Wirklich schade drum...

5,1 Sterne

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Rezension zu "Die Chroniken von Amber - Die neun Prinzen von Amber" von Roger Zelazny

Fantasy faszinierend anders
n8eulchenvor 4 Monaten

"Dann verzog sich der Nebel allmählich und etwas von dem, was Gedächtnis genannt wird, kehrte zurück."

Der Schlüssel zu allem liegt in Amber. Amber ist die unsterbliche Stadt, nach deren Vorbild alle anderen Städte geformt wurden. Alle anderen Welten, auch die Erde, wie wir sie kennen, sind nur ein Schatten dieser einen Realität.

Der Hauptprotagonist, Corwin, wacht in einem Krankenhaus auf. Er kann sich nicht erinnern, wer er ist, wie er in dieses Krankenhaus kommt und auch nicht was genau passiert ist. Er kann sich nur erinnern, dass er einen Autounfall hatte. Nach einer Weile beschleicht ihn das Gefühl, dass er gegen seinen Willen in diesem Krankenhaus festgehalten wird und dass der Unfall kein Unfall war.
Er flüchtet aus der Klinik zu einer Frau Namens Flora, die seine Schwester und für seine Einweisung in der Klinik verantwortlich sein soll.
Als er in ihre Haus aufgenommen wird, trifft er dort auf seinen Bruder Random. Durch Gespräche mit seinen Geschwistern erinnert sich Corwin schließlich, dass er ein Prinz von einer Stadt namens Amber ist. Außerdem
erfährt er, dass sein Vater Oberon, der König von Amber, verschwunden ist. Corwin hat 8 Brüder und auch einige Schwestern. Der Leser erfährt mit der Rückkehr von Corwins Erinnerungen, dass jeder der Brüder den Thron von Amber besteigen will. Der dominanteste Kandidat ist sein Bruder Eric. Es bilden sich also zwei Parteien, die um den Anspruch auf den Thron kämpfen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Es ist wirklich gut, aber gleichzeitig auch nur durchschnittlich, in manchen Bereichen sogar schlecht. Da es aber mein erstes Buch von Roger
Zelazny ist, und ich nicht sicher sagen kann, ob dieser Stil ihn vielleicht sogar ausmacht, versuche ich es eher wohlwollend zu bewerten.
Dieser Fantasyklassiker aus dem Jahr 1970 hat mich insgesamt sehr überrascht, denn ich hatte etwas anderes erwartet.
Die Geschichte beginnt wie ein Thriller, erst nach einigen Seiten werden die ersten Fantasyelemente sichtbar.
Das Buch kommt ganz ohne die, heutzutage, typischen Drachen und Monster aus.
Im ersten Band erfährt der Leser vorrangig wer die Hauptfigur, Corwin, überhaupt ist. Wer von der Familie ihm freundlich und wer feindlich gesinnt ist, wem er vertrauen kann und wem nicht. Wer gut und wer böse ist,
verschwimmt in dieser Geschichte völlig. Zelaznys Stil greift hier eher auf "Law vs Chaos" zurück.
Corwin ist ein Genie der Täuschung. Um seine Erinnerungen zurück zu bekommen gibt er Wissen vor, das er nicht hat. Er weiß nicht mehr als der Leser und so hat man ein einzigartiges Leseerlebnis, bei dem man
mit der Hauptfigur zusammen heraus findet, wer er ist und was passiert ist.
Der Leser muss einiges an Geduld mitbringen, bis er Antworten erhält. Und sowie die eine beantwortet ist, werden neue Fragen aufgeworfen. Ich war das ganze Buch über hinweg im Ungewissen darüber was eigentlich
genau los ist und was man erreichen will und dadurch wurde meine Neugier mit jeder Antwort aufs neue geweckt.
Zelazny schreibt teilweise recht oberflächlich. Sein Fokus liegt auf dem Vorantreiben der Geschichte. Handlung wird sehr kompakt zusammengefasst erzählt. Z. B. "Wir besiegten den siebten und achten Gegner, meine Gruppe wurde auf x Mann reduziert, ich zog mir zahlreiche, aber harmlose Verletzungen zu."
Leider wird auch das Magiesystem nur schwammig beleuchtet. Die Kinder von Amber haben wohl eine magische Fähigkeit, mit der sie anhand eines Kartenspiels der Familie, bestimmte Dinge ausrichten können.
In diesem Spiel sind die Prinzen von Amber auf einer Trumpfkarte abgebildet. Mit dieser Karte ist es möglich untereinander zu kommunizieren, aber auch gegeneinander zu kämpfen, den Aufenthaltsort und den gesundheitlichen Zustand herauszufinden. Außerdem werden die Karten als eine Art Reisesystem verwendet. So kann also ein Prinz an den derzeitigen Aufenthaltsort des anderen gelangen, wenn er es ihm gestattet.
So positiv faszinierend das alles auf mich wirkt, hat dieses Buch für mich auch einige Schwachstellen. Das schwach erklärte Magiesystem ist eine davon. Auch die Welt kommt mir insgesamt recht leer vor. Man liest
immer nur von den Brüdern und Schwestern. Andere Personen oder Wesen tauchen selten auf. Die Idee mit dem Kartenspiel finde ich zwar großartig, dadurch, dass aber Emotionen nur ganz sachlich wie die Feststellung eines Gefühlszustands geäußert werden, wirkt die ganze Geschichte durch dieses Kartenspiel auf mich als genau das. Ein Spiel, das es zu gewinnen gilt, mit Strategie und Taktik. Ziel des Spiels ist es auf den Thron zu steigen.
Nichts desto trotz hat mich dieser Auftakt des 5-teiligen Fantasyklassikers in seinen Bann gezogen, ich werde den zweiten Band auf jeden Fall lesen.
Neulingen oder Einsteigern in das Fantasy-Genre kann ich dieses Buch
allerdings nicht empfehlen, da der Autor auf ausführliche Beschreibungen seiner Regeln in seiner Welt und seinem Magiesystem verzichtet.


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Rezension zu "Die Chroniken von Amber - Die Hand Oberons" von Roger Zelazny

Der vierte Band der Chroniken von Amber
benfivor 10 Monaten

KURZBESCHREIBUNG:
Corwin macht sich auf den Weg, das Rätsel der 'schwarzen Straße' aufzudecken und diese gleichzeitig aufzuhalten. Allerdings werden er und sein Gefolgsmann Galenon gleichzeitig auf Lücken im 'Muster' aufmerksam, welche das Ende von Amber bedeuten könnten. Solche Zerstörungen sind eigentlich nur durch das Blut der Familie von Corwin möglich! Bei den Nachforschungen und den Entwirrungen der Machenschaften stellt sich heraus, dass es der eigenbrötlerische Brand ist, welcher das Muster und somit Amber vernichten sowie damit einen Neubeginn mit ihm als uneingeschränkten Herrscher starten möchte! Es gilt also seinen Bruder davon abzuhalten. Helfen könnte dabei Corwins Vater Oberon, doch dieser galt seit langer Zeit verschollen - oder gibt es einen Weg dessen Verschwinden aufzuklären?


KOMMENTAR:
Entwirrung ist in dem vierten Band von der Serie ‚Die Chroniken von Amber‘ angesagt. Auf über einem Drittel der etwas über 250 Seiten bündelt der amerikanische Autor Roger Zelazny die Geschehnisse der vorherigen Romane und bringt die Entwicklungen und Machtspiele von den Geschwistern der Hauptcharaktere Corwin in einen klaren Kontext. Als Leser der vorherigen Bände ist dies ein wenig langatmig, allerdings ist nun auch jedem die doch bis dato komplexe Geschichte verständlich gemacht worden. Danach geht es - wenn auch etwas knapp gehalten - einem spannenden Finale entgegen, welches mit einem starken Cliffhanger endet und nun wirklich Appetit auf den fünften und letzten Band der Serie macht. Zelazny hat mit der Amber-Reihe schon ein sehr eigenwilliges, phantastisches Machwerk aufgezogen, welches tatsächlich gewöhnungsbedürftig ist; allerdings auch soviel Stoff auf wenigen Seiten bietet, dass ein erneutes Lesen gewiss Sinn macht. Der Schreibstil ist tatsächlich ein leichter; die Handlung jedoch komplex gehalten - das sollten Neuleser mit auf den Weg in die Abenteuer nach Amber mitnehmen. Ich bin nun gespannt, wie der Autor den Zyklus um Corwin und seine fast unüberschaubaren Geschwister (hier hätte ein Auflistung aller Charaktere tatsächlich einen Vorteil gebracht) mit den letzten offenen Fragen wie Geschehnissen zu einem schlüssigen Abschluss bringt. 'Die Hand Oberons' lässt auf einiges Hoffen, was ich nach den letzten beiden Bänden kaum noch vermutet hätte...
7,3 Sterne

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Zusätzliche Informationen

Roger Zelazny wurde am 13. Mai 1937 in Cleveland, Ohio (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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