Roger Zelazny Das Friedhofsherz

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Inhaltsangabe zu „Das Friedhofsherz“ von Roger Zelazny

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  • Rezension zu "Das Friedhofsherz" von Roger Zelazny

    Das Friedhofsherz
    rallus

    rallus

    21. December 2010 um 14:15

    Das Buch ist ein Wendebuch - auf der einen Seite die Novelle von Zelazny "Friedhofsherz"; auf der anderen "Eine Elegie für Engel und Hunde" von Walter Jon Williams. Im Friedhofsherz von Zelazny verliebt sich ein Mann in eine Angehörige des Sets, dem Jetset der Zukunft. Diese Menschen leben nur an Festtagen und verbringen die Zwischenzeit im Kälteschlaf. Auf den Festen sind sie von Kameras umgeben, denn die normalen Menschen wollen teilhaben an diesem Traum vom ewigen Fest, den die Setmitglieder stellvertretend für sie ausleben können. Das Set ist eine zeitlose Welt. Die Werbung des Mannes gestaltet sich schwierig, denn beide leben in verschiedenen Welten. Sie ist gewissermaßen eine öffentliche Person. Die Liebe des Mannes ist jedoch so stark, dass er alles dran setzt, um ins Set aufgenommen zu werden, über die Aufnahme wacht Mary Maude Mullen, die Doyenne. Diese Dame verkörpert die Abgehobenheit dieser feinen Gesellschaft. Der Mann schafft es, und die Liebe wird zum einzigen Fixpunkt ihres Lebens, denn das Leben im Set nimmt ihnen die jede andere Orientierung. Doch ein Mordanschlag trennt sie und liefert sie wieder den Umständen aus. Eine düstere, in Zelazny eigenwilligem dichtem Stil erzählte Novelle. Der Wendekurzroman von Williams ist leichter, unterhaltender nicht so tiefgründend wie Zelazny. Der Held des Romans, Lamoral von Thurn und Taxis, ist aus finanziellen Erwägungen dem Set beigetreten. Die Menschen dieses exklusiven Kreises gehen ihrem Vergnügen nach, tragen ihre Rivalitäten aus und spinnen Intrigen, während sich die Welt draußen radikal wandelt. Dann geschehen Morde, in die der Held, der Stammhalter dieses berühmten Adelsgeschlechtes ist, verwickelt ist. Aber nicht nur damit muss er sich auseinandersetzen, er kämpft auch gegen das Set und die selbstherrliche Führung der Doyenne. Doch am Ende ist alles anders als erwartet. Auch durch die gelungene Aufmachung ein schönes Lesevergnügen nur knapp an den 4 Sternen gescheitert.

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