Roger de Weck

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Roger de Weck

Nach der Krise

Nach der Krise

 (2)
Erschienen am 16.11.2009
Schaffen wir die Integration?

Schaffen wir die Integration?

 (0)
Erschienen am 15.08.2010

Neue Rezensionen zu Roger de Weck

Neu
varietys avatar

Rezension zu "Nach der Krise" von Roger de Weck

Rezension zu "Nach der Krise" von Roger de Weck
varietyvor 8 Jahren

Ein ungemein wichtiges Buch, das eigentlich ALLE lesen müssten, die irgendwie mit dem Kapitalismus zu tun haben (und das sind ja wir alle). Roger de Weck, ehemaliger Chef der ZEIT und des "Tages-Anzeiger" sowie designierter Chef der SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft), schreibt in einem äusserst flüssigen Stil, was ihm zum Thema in den Sinn kommt.
Gut gefallen haben mir seine Schlussfazit-Gedanken der einzelnen Kapitel (ausgewogener, real existierender, demokratischer, stabiler, nachhaltiger... Kapitalismus). Auch sein Stil liest sich gut. Allerdings holt er manchmal etwas gar fest aus und seine Zitate aus Wirtschaftstheorien belegt er nicht mit Quellenangaben. Sie wirken teilweise auch willkürlich und nicht zwingend notwendig. Als müsste er beweisen, wie belesen und intelligent er ist (was sicher stimmt).
Viele seiner geäusserten Gedanken sind selbstverständlich altbekannt, so dass man sich fragt, weshalb er sie überhaupt aufschreibt. Werden sie wohl wirklich von den verantwortlichen Wirtschafts- und Politikführer/innen gelesen und umgesetzt? Leider kaum. Sonst gäbe es nämlich schon heute eine Begrenzung der Einkünfte für Bestverdiener (z. B. das Fünfzigfache des niedrigsten Gehalts im Unternehmen) oder Boni für Manager, die sich an den Durchschnittsleistungen der vergangenen fünf Jahre orientieren usw.!

Kommentieren0
13
Teilen
P

Rezension zu "Nach der Krise" von Roger de Weck

Rezension zu "Nach der Krise" von Roger de Weck
Pitt Nickelvor 9 Jahren

Gibt es einen anderen Kapitalismus. Ja, nach der Lektüre dieses Buches bejahe ich das. Der Kapitalismus ist keine Religion. Er ist eine interessengesteuerte Erscheinung. Schnell gibt er seine vermeintlichen Dogmen in Krisensituationen auf: Weniger Staat, weniger Regeln, weniger Rücksicht auf die Verlierer. In der derzeitigen Krise zählten diese Dogmen für die mit Kapital handelnden sehr wenig, sie sind beliebig. Der Staat musste regulierend eingreifen. Roger de Weck zeigt auf, wie schnell die ultraliberalen Marktteilnehmer ihre vorgeblichen Überzeugungen über Bord werfen, nur um zu retten was gerade noch zu retten ist. Der Staat tritt als Produktionsfaktor, neben Kapital und Arbeit, hinzu. Hellsichtig beschreibt er auch die Vernachlässigung des Faktors Arbeit zu Gunsten des Faktors Kapital. Die steuerlichen Entlastungen im Kapitalverkehr führten zu einer Umverteilung: Die Einnahmen des Staates resultieren zu einem immer größeren Maße aus dem Faktor Arbeit. Diese Einnahmen können aber auf Dauer die wachsenden Staatsaufgaben nicht finanzieren. Eine steigende Verschuldung des Staates ist die Folge. Karl Marx wird zitiert: Wodurch überwindet die Bourgeoisie ihre Krisen? Dadurch, dass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. Er erläutert, wenn wir weiter zulassen, dass Geld - Geld verdient und nicht die Arbeit eine notwendige Voraussetzung ist, wird die nächste Blase vorbereitet. Wenn Unternehmen, durch die erhebliche Senkung der steuerlichen Belastung in den letzten Jahren über immer größere Beträge verfügen, die sie nicht, wie die Theorie angenommen hat, in Arbeitsplätze investieren, sondern auf Kapitalmarkt die größeren Renditen erzielen, werden weitere Steuersenkungen ohne Wachstumswirkung bleiben. Roger de Weck zeigt am Schluss seines Buches Veränderungsmöglichkeiten für den Kapitalismus auf. Es handelt sich um dringend gebotene Veränderungen. Wer eine glasklare Analyse der derzeitigen wirtschaftpolitischen Situation lesen möchte, der möge dieses Buch lesen und am besten kaufen!

Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks