Rohini Singh Der kleine Vogel, der ausflog und zu sich selbst zurückfand

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Inhaltsangabe zu „Der kleine Vogel, der ausflog und zu sich selbst zurückfand“ von Rohini Singh

Ein Mädchen findet einen kleinen Papagei, der aus dem Nest gefallen ist. Sie nimmt ihn mit sich nach Hause und zieht ihn groß. Eigentlich könnte Shona, so heißt die junge Papageiendame, zufrieden sein. Sie hat ein behütetes Heim, Freunde und immer genug zu essen. Doch in ihr wächst die Unruhe: Irgendetwas fehlt. Und so fasst sich Shona eines Tages ein Herz und bricht auf in die Freiheit.
Rohini Singh gelingt eine wundervolle Parabel über das Leben mit all seinen Facetten. Vor dem Hintergrund des großen buddhistischen Weisheitsschatzes erzählt sie von den verschiedenen Stationen des Lebens: vom Kennenlernen der Freiheit, von der Freundschaft und der Liebe, von dem Wachsen einer Familie und der Gabe des Loslassens. Ein ebenso faszinierendes wie verzauberndes Buch.

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    Der kleine Vogel, der ausflog und zu sich selbst zurückfand

    Federchen

    05. February 2018 um 12:31

    Shona ist ein Alexanderpapagei, der als Junges aus dem Nest fällt und von Sheila, ihrem Engel in Menschengestalt gerettet und aufgezogen wird. Shona wächst behütet mit weiteren Tieren in einem Haus auf. Sitzt nachts in ihrem Käfig, knabbert ihr Obst und lernt schließlich auch fliegen. Immer mehr schleicht sich eine Stimme in ihren Kopf, die ihr sagt, dass da mehr ist, als nur diese ihr bekannte Welt. Anfangs skeptisch und voller Angst breitet sie dennoch ihre Flügel aus und fliegt ihrem Zuhause davon. Doch was wird sie finden? Wird sie es bereuen, die Sicherheit des menschlichen Heimes verlassen zu haben? Rohini Singh hat mit "Der kleine Vogel, der ausflog und zu sich selbst zurückfand eine Erzählung geschrieben, die einen lehrhaften Hintergrund hat. In ihrer Parabel gibt sie Denkanstöße an den Leser weiter. In Form eines Vogels versucht sie, uns klar zu machen, dass es wichtig ist, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen, dass wir entdecken, wer wir wirklich sind. Auf der Bilderebene des kleinen Vogels zeigt uns die Autorin, dass es trotz Unsicherheiten und Herausforderungen ein Leben gibt, mit dem wir vorher nicht gerechnet hatten. Ein Seelenheil und eine innere Wärme stellt sich ein, sobald wir uns selbst gefunden haben. Bequemlichkeit und Sicherheit kann nie dazu führen, dass wir unsere Träume leben. Jeder sollte seinen Horizont erweitern und aus gewohnter Umgebung gelegentlich nach vorne gehen, vielleicht auch ausbrechen. Die Autorin zeigt dabei auch, dass man nicht allein sein muss, um dies alles zu meistern. Erst durch weitere Menschen, die uns am Herzen liegen, kann man eine Form von Vollkommenheit erlangen. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und einfach. Die Zwiegespräche, die Shona führt, wirken durch ab und an vorkommende Wiederholungen gerade gegen Ende der Erzählung etwas holprig. Shona war mir von sehr sympathisch, nahm aber für mein Empfinden viel zu viele menschliche Züge an, auch wenn der Sinn dafür klar vorstellbar ist. Moralisch gesehen, schafft es Rohini Singh, ihre lehrhaften Anmerkungen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu tun. Sie versteckt die eigentliche Botschaft dennoch nicht. Im Gegenteil, der Leser wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, worum es ihr geht. Die Geschichte, die hinter der Parabel steht, ist im Ansatz wirklich so passiert. Allerdings hat sich die Autorin einige dichterische Freiheiten gegönnt, die dieser Erzählung sehr gut stehen. Im Anschluss an die Geschichte erklärt Rohini Singh, dass es keinen wirklichen Plot vorher gab, nur die Begebenheiten, die ihr ihre Freundin zu Shona erzählt hatte. Daraus flossen dann die eigentlichen Worte, die Geschichte hat sich laut Autorin selbst geschrieben.  "Der kleine Vogel, der ausflog und zu sich selbst zurückfand" ist eine wunderbare Erzählung, wenn es darum geht, Mut zum eigenen Leben und vor allem Mut zu seinen Entscheidungen und Träumen zu haben. Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass es im Leben nicht immer leicht ist, man aber dennoch sehr oft seiner inneren Stimme vertrauen sollte, auch wenn diese Dinge vorschlägt, die zunächst abwegig erscheinen. Leben ist immer Veränderung und jeder von uns kommt einmal an einen Punkt, an dem er nicht mehr so ist, wie er einmal war.(c) buchgefieder.blogspot.com

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