Rohinton Mistry

 4.4 Sterne bei 268 Bewertungen
Autor von Das Gleichgewicht der Welt, Die Quadratur des Glücks und weiteren Büchern.

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Rohinton MistryDas Gleichgewicht der Welt
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Das Gleichgewicht der Welt
Das Gleichgewicht der Welt
 (207)
Erschienen am 26.09.2012
Rohinton MistryDie Quadratur des Glücks
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Die Quadratur des Glücks
Die Quadratur des Glücks
 (20)
Erschienen am 01.01.2004
Rohinton MistrySo eine lange Reise
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So eine lange Reise
So eine lange Reise
 (17)
Erschienen am 01.06.1998
Rohinton MistryDas Kaleidoskop des Lebens
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Das Kaleidoskop des Lebens
Das Kaleidoskop des Lebens
 (9)
Erschienen am 01.02.2002
Rohinton MistryDas Gleichgewicht der Welt
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Das Gleichgewicht der Welt
Das Gleichgewicht der Welt
 (6)
Erschienen am 01.12.2014
Rohinton MistryA Fine Balance
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A Fine Balance
A Fine Balance
 (8)
Erschienen am 19.10.2006
Rohinton MistryTales from Firozsha Baag
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Tales from Firozsha Baag
Tales from Firozsha Baag
 (1)
Erschienen am 19.10.2006
Rohinton MistrySuch a Long Journey
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Such a Long Journey
Such a Long Journey
 (0)
Erschienen am 19.10.2006

Neue Rezensionen zu Rohinton Mistry

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Tulpens avatar

Rezension zu "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry

Furchtbares Buch, hat mich lange nicht losgelassen
Tulpenvor 2 Monaten

Durch den Gegensatz zwischen meiner Bewertung und der Überschrift meiner Rezension sei deutlich gemacht, dass eine einfache Bewertung des Buches für mich nicht möglich ist. Zweifellos ist dem Autor eine toll geschriebene Geschichte mit unterschiedlichen Erzählsträngen gelungen, die dem Leser ein sehr realistisches Bild von Indien vermittelt. Die Vielzahl an Eindrücken, Gegebenheiten, vorgestellten Personen und den vielen Einzelschicksalen lies mich staunen. Die Geschichte ist schriftstellerisch toll entwickelt und ineinander verflochten, die Personen wirken auf mich sehr authentisch. Dennoch: man muss in der richtigen Stimmung sein, um die harte Wirklichkeit Indiens zu ertragen. Von der Einschätzung, die Geschichte hätte auch viel Komik (so oder so ähnlich ab und zu in Rezensionen und auf einem alten Klappentext zu lesen) fühlte ich mich in die Irre geführt, denn viel Komisches konnte ich hier beim besten Willen nicht finden. Im Gegenteil ließen mich viele der beschriebenen Grausamkeiten lange nicht mehr los (und ich bin wirklich nicht besonders zartbesaitet). Verstärkt wird das durch die, irgendwie geniale, unaufgeregte Sprache, die von alltäglichen Geschehnissen genauso berichtet wie von kleinen und großen Tragödien. So hatte ich immer das Gefühl, dass die nächste Katastrophe schon auf der nächsten Seite lauern kann. Ein Gefühl, das vielleicht wirklich viele Menschen in Indien kennen. Am Ende des Buches wünschte ich eigentlich, ich hätte es nicht gelesen.

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BrittaRoeders avatar

Rezension zu "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry

Der vergebliche Traum vom Gleichgewicht der Welt
BrittaRoedervor 4 Monaten

Zwei Wochen lang hat mich der Roman ‚Das Gleichgewicht der Welt‘ begleitet.

Dass die Lektüre sehr intensiv werden würde, hatte man mir oft vorausgesagt. Dass der Roman mich nicht kalt lassen würde, hörte ich oft. Das Alles kann ich völlig bestätigen. Auf jeder der gut 800 Seiten dieses großartigen Romans hat mich der indische Autor gepackt gehalten.

 

Im Mittelpunkt stehen vier völlig unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten Indiens: die aus eher wohlhabenden Mittelstandsverhältnissen stammende junge Witwe Dina Dalal, der sehr behütet in einer Himalaja-Provinz aufgewachsene 18-jährige Kaufmannssohn Maneck Kohlah, der zum Studium in die Stadt kommt und die beiden Unterschichtler Schneider Ishvar Darji und sein Neffe Omprakash, die vor den unerträglichen Verhältnissen auf dem Land in die Stadt geflohen sind. Diese vier lernen sich kennen, achten und lieben und werden doch vom Schicksal wieder auseinandergerissen.

Müßte ich diesen Roman auf einen kurzen Nenner bringen, würde ich sagen Anne Gavaldas ‚Zusammen ist man weniger allein‘ trifft auf Carles Dickens’sche Opulenz. Aber natürlich ist das angesichts des weiten gesellschaftskritischen Bogens den Rohinton Mistry in diesem zu Recht als modernen Klassiker bezeichneten Werk spannt viel zu wenig.

Das Indien-Bild, das Mistry vor den Augen seiner Leserschaft entfesselt, strotzt nur so vor Leben und Dreck, vor Gewalt und Korruption. Hier gibt es für keinen echte Gerechtigkeit. Das Gleichgewicht der Welt ist eine Illusion.  Die Botschaft dieses Romans schockt durch seine gnadenlose Direktheit.

Was Mistry so sehr auszeichnet ist auch, dass er jeden seiner Charaktere, und sei er noch so klein, mit absoluter Würde ausstattet. Überhaupt lenkt er unser Augenmerk ohne Unterlass auf das Leiden der Armen und der Ärmsten der Armen. Sie sind es, die durch die Gewalt eines machthungrigen Staates, der keine Skrupel kennt, am stärksten leiden. Einem jeden von ihnen verleiht er ein individuelles menschliches Gesicht und verwehrt so dem Leser die schnelle Anonymisierung des Elends. Mistrys Roman ist in höchstem Maße unbequem und genau darum so kostbar.  Ein Buch, das – ganz im Sinne Kafkas –eine Axt ist gegen das gefrorene Meer in uns. Ein zeitloser Appell gegen die Gleichgültigkeit. Absolute Leseempfehlung!

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Rezension zu "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry

Ab einem Drittel kein Pageturner mehr.
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Dieses Ebook habe ich ausgewählt, weil mir der Klappentext spannend erschien und mir viel Potenzial versprochen hat. Leider war ich enttäuscht.

Bombay 1975. Vier Menschen treffen aufeinander. Ihre Schicksale verknüpft Rohinton Mistry meisterlich zu einem großen Roman. Wir bedgenen Dina Dalal, einer Frau Anfang Vierzig und Maneck Kohlah, einem Studenten aus dem Gebiet des Himalaja; dem unglaublich optimistischen Ishvar Darji und seinem widerspenstigen Neffen, zwei Schneidern, die vom Land in die Stadt geflohen sind.
Seine großen erzählerischen Bögen spannt Misty von den grünen Tälern des Himalaja bis in die Straßen von Bombay. Er erzählt von Rajaram, dem Haarsammler; dem geschäftstüchtigen Bettlermeister, Herr über eine Bettlerarmee; oder Mr Valmik, einem Korrekturleser, der eine Allergie gegen Druckerschwärze entwickelt.

Die Geschichte macht uns mit einigen Charakteren bekannt, die allesamt sehr dreidimensional gestaltet wurden. Ich konnte sie mir deshalb immer sehr gut vorstellen, das war auch der Grund wieso ich das Buch zu Ende gelesen habe, obwohl es mich ab einem gewissen Punkt nicht mehr gefallen hat. Leider kann ich Euch nicht sagen, wann genau das war, weil ich sonst spoilern würde, aber ich kann sagen, dass es ungefähr ein Drittel des Buches war, deswegen habe ich auch ein bisschen schneller gelesen und bin die ein oder andere Seite überflogen.

Dieses Buch war ein guter Kompromiss zwischen dem doch sehr deprimierenden Hörbuchs "Der weisse Tiger" und des Ebooks "Der Himmel über Darjeeling". Dieses Ebook hier ist von der Gesellschaftsschicht vielleicht in der Mitte anzusehen. Nicht ganz reich, aber auch nicht ganz arm. Auch durch dieses Buch konnte ich einen guten Eindruck von der indischen Lebensweise bekommen und habe viele Einblicke in das Land erhalten, sowohl politische, als auch landschaftliche.

Der Anfang hat mir noch sehr gut gefallen, ich mochte die kleine/junge Dina sehr gerne, die sich ständig gegen ihren Bruder aufgelehnt hat und sich von ihm nicht ihr Leben diktieren lassen wollte. Anfangs war das Buch für mich definitiv ein Page-Turner, das hat sich dann leider geändert. Trotzdem ist es ein Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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