Rohinton Mistry

 4,4 Sterne bei 297 Bewertungen
Autor*in von Das Gleichgewicht der Welt, Die Quadratur des Glücks und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Rohinton Mistry, 1952 in Bombay, Indien, geboren und aufgewachsen. Seit 1975 lebt er in Toronto, Kanada. Seine Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem kanadischen Staatspreis für »So eine lange Reise«, dem Commonwealth Writers Prize für »Das Gleichgewicht der Welt« sowie dem Kiriyama Pacific Rim Book Prize für »Die Quadratur des Glücks«. Im Fischer Taschenbuch Verlag liegt ebenfalls der Titel »Das Kaleidoskop des Lebens« vor.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rohinton Mistry

Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)

Das Gleichgewicht der Welt

(228)
Erschienen am 26.09.2012
Cover des Buches Die Quadratur des Glücks (ISBN: 9783104028934)

Die Quadratur des Glücks

(21)
Erschienen am 06.09.2015
Cover des Buches So eine lange Reise (ISBN: 9783104029344)

So eine lange Reise

(17)
Erschienen am 13.11.2013
Cover des Buches Das Kaleidoskop des Lebens (ISBN: 9783104028941)

Das Kaleidoskop des Lebens

(10)
Erschienen am 06.09.2015
Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: B00PLWYKE4)

Das Gleichgewicht der Welt

(11)
Erschienen am 01.12.2014
Cover des Buches A Fine Balance (ISBN: 9780571258192)

A Fine Balance

(10)
Erschienen am 19.10.2010
Cover des Buches Such a Long Journey (ISBN: 9780571245888)

Such a Long Journey

(0)
Erschienen am 05.05.2009

Neue Rezensionen zu Rohinton Mistry

Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: B00PLWYKE4)
A

Rezension zu "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry

angies_bücher
Bewegend,heftig, brutal

Das Buch hat mich tatsächlich extrem gefordert. Ich hatte zunächst echt große Probleme überhaupt ins Buch rein zu kommen. Es war für mich sehr verwirrend und hat mich auch nicht so richtig gepackt. Gleichzeitig sind es viele Namen und viele Lebenswege und Personen, auch wenn im Mittelpunkt vier Menschen stehen: Dina Dalal, Maneck Kohal, Ishvar Darji und Omprakash. Die Lebensumstände aller Personen sind sehr schwierig. Ich musste mehrmals das Buch unterbrechen und später weiterhören, weil es mich so bewegt und mitgenommen hat. Es ist mehr als heftig, brutal und voller abstoßender Gewalt, schlimmsten Verstümmelungen und Folter, polizeilicher und gesellschaftlicher Willkür. Ich fand es teilweise sehr schwer auszuhalten. 

Gleichzeitig hat das Buch gewisse Längen. Manchmal wollte ich nur noch, dass es endlich fertig ist. Deswegen ziehe ich einen Stern ab. Aber im Grunde ist es ein Meisterwerk. 

Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: B00PLWYKE4)
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry

sabatayn76
‚Wer die Kastengrenzen überschritt, der musste mit äußerster Strenge bestraft werden.‘

‚Wer die Kastengrenzen überschritt, der musste mit äußerster Strenge bestraft werden.‘ (Track 83)

Bombay im Jahre 1975: Hier treffen vier Menschen aufeinander, deren Wege sich kreuzen und deren Leben sich schicksalhaft miteinander verbinden. Dina Dalal ist eine Frau Anfang Vierzig, die seit fast zwanzig Jahren verwitwet ist und ein Zimmer an Maneck Kohlah, einen jungen Studenten aus dem Himalaya, vermietet. Dieser hat in seinem Studentenwohnheim Schlimmes erlebt und ist froh über die Rückzugsmöglichkeit, die sich ihm bietet. Dina Dalal stellt zwei Schneider ein - Ishvar Darji und seinen Neffe Omprakash, die ihr Dorf verlassen haben, um der Armut und erträglichen Zuständen zu entfliehen, und die in Bombay in einem Slum leben und ums Überleben kämpfen.

Ich habe das Buch vor mehr als fünfzehn Jahren mit großer Begeisterung gelesen, und der Roman hat mir Indien damals wie kein anderes Buch nahegebracht. Nun habe ich den Roman nochmals als Hörbuch gehört und bin über 27 Hörstunden hinweg in die Welt der vier Personen in Bombay eingetaucht.

Rohinton Mistry erzählt lebendig und detailreich. Beim Lesen und Hören ist man mit vor Ort, was einerseits atmosphärisch und stimmungsvoll ist, und andererseits immer wieder abstößt. Genau diese Mischung macht für mich Indien aus: das Faszinierende, was mein Interesse am Land weckt, und das Schockierende, was mich davon abhält, selbst nach Indien zu reisen.

Der Autor schildert in sehr detailreicher Weise vomn Leben der vier Hauptfiguren. Er ist dabei unterhaltsam, erzählt auf spannende Weise und versetzt den Leser mit allen Sinnen nach Indien. Dabei holt er sehr weit aus, nimmt den Leser und Hörer mit nach Indien, in den Alltag der verschiedenen Personen, aufs Land und in die Stadt, in verschiedene historische Epochen. Mistry verdeutlicht die Probleme des Landes, z.B. das Kastenwesen, die Konsequenzen der Teilung des Subkontinents, die Veränderung der Landschaften durch Raubbau.

Ich empfinde diesen Roman wirklich als das beste Indien-Buch ever. Auch die Lesung durch Richard Barenberg hat mir sehr gut gefallen: Der Sprecher liest eindringlich und einfühlsam, so dass die 27 Hörstunden wie im Fluge vergehen.

Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
Reisebaerens avatar

Rezension zu "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry

Reisebaeren
wunderbar, tragische Geschichte, gekonnt geschrieben

Der Autor flechtet das Leben vierer Inder kunstvoll ineinander. Zum einen ist da Diana, eine mittellose Witwe, die sich aus der Unabhängigkeit ihres Bruders kämpft. Maneck, ein junger Student, der  lieber zu Diana zieht, als in einer unzumutbaren Studentenwohung zu hausen. Und Ishvar und sein Neffe, die ein trauriges Schicksal in die Stadt verschlägt. 

Die vier beginnen eine Wohngeschmeinschaft, erst schlecht und aus der puren Not heraus. Doch Stück für Stück entwickelt sich wahre Freundschaft, Zuneigung und eine ungewohnte Hilfsbereitschaft zwischen den Bewohnern. 

Die Geschichte spielt in Bombay im Jahr 1975 und die Ungerechtigkeit, die den Bewohnern in dieser Zeit passiert ist zwischendurch schwer auszuhalten. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und es ist absolut unmöglich den weiteren Verlauf oder gar das Ende zu erahnen. Nebenbei treten noch skurrile, mal mehr mal weniger sympathische, Mitstreiter auf.

Es ist mein erster Roman von Rohinton Mistry und ich bin begeistert von seinem Schreibstiel und der Art, wie er die Personen zum Leben erwachen lässt. Die vier sind mir sehr ans Herz gewachsen und jeder ihrer Schicksalsschläge ist mir sehr nahe gegangen. Manche Passagen sind schwer auszuhalten. Die Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit der Protagonisten tut fast schon am eigenen Leibe weh. So war ich dann doch froh, als ich das Buch durch hatte und mich einem "fröhlicheren" Roman widmen könnte. Ein wunderbares Buch, aber eben ein hartes Schicksal. 

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