Rohinton Mistry Das Kaleidoskop des Lebens

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Inhaltsangabe zu „Das Kaleidoskop des Lebens“ von Rohinton Mistry

Jede Wohnung im Mietshaus am Firozsha-Platz ist für den jungen Kersi wie eine Zauberschachtel, in der sich Schicksale entfalten, mit anderen verbinden, überraschend kreuzen. Da ist der Rechtsanwalt Rustomji, der durch die Kapriolen seiner Wasserleitung zum Märtyrer seiner Verdauung wurde, aber zu geizig ist, einen Klempner zu organisieren. Da ist Najamai, die den einzigen Kühlschrank des Stockwerks besitzt und den Nachbarn darin Platz einräumt, um genauestens über deren Eßgewohnheiten, finanzielle Krisen und geplante Feste informiert zu sein. Da ist die Dienerin Jaakaylee, die einen Geist entdeckt und so erfolgreich Angst davor hat, daß ihm andere im Haus auch begegnen. Kersi ist zu Hause in dieser Welt, in der jeder jeden kennt, und doch träumt er mit seinen Freunden vom Studium im Ausland. Erst als er tatsächlich im kühlen Wohlstand Kanadas lebt, steigt die Erinnerung an den lebhaften, geräuschvollen, engen, stimmenerfüllten Firozsha-Platz in ihm auf - eine Sehnsucht, die ihn nicht mehr verläßt.Wie in einem kostbaren Gewebe sind die Schicksale der Menschen dieses Hauses verbunden, ein Muster, das sich durch die skurrilen, humorvollen, eigenwilligen und höchst individuellen Figuren erst langsam enthüllt. Von wohletablierten Honoratioren bis zu kleinen Dienstboten, die im Grunde alle nichts Schöneres kennen, als genußvoll die Angelegenheiten ihrer Nachbarn zu diskutieren: Rohinton Mistry zeigt die ganze Fülle Indiens.

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  • Rezension zu "Das Kaleidoskop des Lebens" von Rohinton Mistry

    Das Kaleidoskop des Lebens
    Bibliophil

    Bibliophil

    24. June 2012 um 20:21

    Rohinton Mistry wurde 1952 in Bombay, Indien, geboren und lebt nun in der Nähe von Toronto, Kanada. Seine mehrfach ausgezeichneten Romane wie zum Beispiel „Das Gleichgewicht der Welt“ handeln meist in der Metropole Bombay und erzählen viel vom Alltag der indischen Bevölkerung. Das ist auch in seiner Erzählung „Das Kaleidoskop des Lebens“ so. In diesem Buch stellt er uns einige Bewohner einer Wohnsiedlung am Firozsha-Platz in Bombay vor. Die Siedlung wird, bis auf eine Ausnahme – ein Muslim -, von Hindufamilien der unteren Mittelschicht bewohnt. Mistry erzählt uns unter anderem von Kersi, einem Jungen, der von einem Studium im Ausland träumt. Oder von Jaakalee, einer schon älteren Haushalthilfe, die von einem Geist verfolgt wird. Und da ist noch Najamai, eine in die Jahre gekommene Dame, die einen Kühlschrank besitzt, in dieser Siedlung eine Rarität. Grosszügig teilt Najamai ihren Kühlschrank mit zwei Mitbewohnern ihres Hauses, und bekommt so zwangsläufig einiges von deren Privatleben mit. Jedes Kapitel der Erzählung stellt uns einen Mitbewohner der Siedlung vor. Zu Beginn des Lesens dachte ich, dass es sich hier um Kurzgeschichten handelt. Aber der erste Eindruck täuscht. Immer wieder tauchen in den einzelnen Kapiteln Nachbarn vor, mit denen man bereits Bekanntschaft gemacht hat. Oder auch schon gelesene Ereignisse werden erwähnt. Und so lernt man beim Lesen die Mieter der Wohnungen der Firozsha-Siedlung immer besser kennen. Und es entsteht eben ein Kaleidoskop des indischen Lebens. Auch in diesem Buch erlebt man den indischen Alltag hautnah mit. Mistry hat das Talent so zu erzählen, dass man vergisst, dass man liest. Man lebt, leidet und freut sich zusammen mit Mistrys Figuren. Empfehlen würde ich diesen Roman aber nur Lesern, die mit Mistrys Werken schon vertraut sind. Sollte man noch nie ein Buch von Rohinton Mistry gelesen haben, da würde ich als Einstieg seine zwei Romane „Das Gleichgewicht der Welt“ und „Die Quadratur des Glücks“ ans Herz legen.

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