Roisin Fallon

 4.1 Sterne bei 13 Bewertungen

Alle Bücher von Roisin Fallon

Die Läuterung

Die Läuterung

 (12)
Erschienen am 01.08.2009
Kalte Vergeltung

Kalte Vergeltung

 (1)
Erschienen am 20.02.2012

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Rezension zu "Die Läuterung" von Roisin Fallon

Brutaler Psychothriller in neuen Gefilden
Buecherwaeldchenvor 5 Jahren

Inhalt:
Das schwule Paar Richey und Lysander quälen Beziehungsprobleme.
Lysander möchte das Leben der Beiden in die richtigen Bahnen lenken, weg von der Drogensucht und weg vom Straßenstrich. Doch Richey rastet aus, beendet die Beziehung und verlässt die Wohnung von Lysander.
Um nicht auf der Straße leben zu müssen, kommt er bei einem seiner Freier unter, ohne zu wissen, dass dieser ein Serienkiller ist, der schon unzählige Stricher gefoltert und getötet hat.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich anfangs meine Schwierigkeiten mit dem Szenario hatte.
Drogensüchtige, homosexuelle Stricher ist für mich eine völlig andere Welt und weit ab von den Büchern, die ich üblicherweise lese oder höre.
Doch sobald man sich darauf eingelassen hat zieht einen “Die Läuterung” in den Bann, eben gerade weil es etwas gänzlich Neues und Anderes ist.
Kein, auf irgendeine Weise, charismatischer Beamter der Mordkommission spielt die Hauptrolle sondern lediglich Täter und Opfer. Die Geschichte fängt mit einem großen Knall an um dann zunächst in die psychologischen Abgründe der Hauptpersonen abzutauchen und schließlich in einem wendungsreichen Finale dem Leser das zu bieten, was er überhaupt nicht erwartet und somit die Spannung bis zum letzten Satz aufrecht zu erhalten.
Für schwache Nerven oder junge Leser ist das Buch allerdings nicht geeignet, in erster Linie geht es um Sex, Gewalt und Verstümmelung ohne dabei aber sinnlos blutrünstig zu werden.

Fazit:
Ich hätte nie gedacht, dass mich dieses Buch wirklich begeistern kann – hat es aber!

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Tialdas avatar

Rezension zu "Kalte Vergeltung" von Roisin Fallon

Rezension zu "Kalte Vergeltung" von Roisin Fallon
Tialdavor 6 Jahren

x Autorin: Roisin Fallon
x Titel: Kalte Vergeltung
x Genre: Thriller/Horror
x Erscheinungsdatum: 20. Februar 2012
x 138 Seiten
x Asaro Verlag
x ISBN: 3941930796
x Erste Sätze: September 2010. Sie hatte den Wagen sofort wiedererkannt. Vor Jahre war es her, aber sie hatte kein Detail vergessen … den tiefen Kratzer am rechten Kotflügel, an dem sich mittlerweile der Roste festgesetzt hatte, die Delle in der Fahrertür, den kleinen Lackfehler neben der Heckscheibe. An all das erinnerte sie sich – und an viel mehr.

Klappentext:

Für ein paar unbeschwerte Campingtage in Hyena’s Creek sollen es werden.
Was für die vier Freunde als unbekümmerter Ausflug beginnt, endet in einem tödlichen Horrortrip in ihre brutale Vergangenheit.
Erlösen aus diesem Albtraum, diesem Wahnsinn … dieser Dunkelheit … diesen Schmerzen … könnte sie nur der Tod – und dessen Gesicht ist ihnen nur allzu vertraut.

Rezension:

Gleich zu Anfang dachte ich mir, ob man wohl auf nur 138 Seiten eine gute Geschichte packen könnte – denn “Kalte Vergeltung” von Roisin Fallon ist ein sehr dünnes Buch, während der Klappentext mit einem Horrortrip wirbt.

Der Schreibstil der Autorin ist okay. Zwar keine literarische Höchstleistung, aber auch nicht schlecht und übrigens in der dritten Person erzählt. Ich würde behaupten, das Buch besticht eher mit ungeschönter Grausamkeit, Brutalität und dem Motiv der Rache – vorausgesetzt man steht auf derartige Literatur.

Positiv fällt auf, dass man immer mehr mitfiebert, je weiter die Story fortschreitet und auch nicht so recht weiß, auf wessen Seite man sich schlagen soll – auf die Seite der vier Freunde oder die ihrer Peiniger, die nicht ohne Grund so rigoros handeln. Das Hauptgeschehen spielt 2010, während es einige Einblendungen aus dem Jahr 2006 gibt, dessen Ereignisse eine große Rolle spielen.

Dafür, dass “Kalte Vergeltung” aber so dünn ist, ist der Text in relativ großer Schrift gedruckt und somit ein Preis von 12,90 €, meiner Meinung nach, nicht wirklich gerechtfertigt. Der hohe Preis mag aber daran liegen, dass es sich um einen eher kleinen Verlag handelt.

Fazit:

Kurz, roh, brutal – ein Horrorsnack für zwischendurch.

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Rezension zu "Die Läuterung" von Roisin Fallon

Rezension zu "Die Läuterung" von Roisin Fallon
Seitenakrobatinvor 6 Jahren

Zur Inhaltsangabe (Klappentext):
»Du glaubst an Läuterung durch Strafe und . . .«
»Nicht ganz«, unterbrach Richey ihn und überlegte einen Moment. »Schon so ähnlich, aber Strafe ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich denke, dass Schmerz einen Menschen reinigt - aber mit Bestrafung hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Niemand wird auf einmal ein neuer Mensch, nur weil er bestraft wurde, nicht wahr? Strafe kann Dinge nur unterdrücken - eine Zeit lang. Aber Schmerz, Schmerz kann einen wirklich ändern. Weil Schmerz, wenn er eine bestimmte Dimension erreicht hat, alles herausbrennt. . . die ganzen schlechten Gedanken und Wünsche. Er tötet sie einfach.«

Als der abgemagerte Stricher Richey seinem Freier Ryan in dessen Haus folgt, ahnt er nicht, in welch tödliche Gefahr er sich begibt - denn Ryan ist ein Serienmörder, der in dem drogensüchtigen Jungen seinen lang ersehnten Seelenverwandten gefunden zu haben glaubt. Er zieht Richey immer tiefer in ein Gefühlschaos, aus dem er keinen Ausweg mehr sieht. Und am Rande des Wahnsinns erscheint es ihm schließlich vollkommen logisch, gemeinsam mit Ryan das zu tun, worin dieser seine Bestimmung sieht: zu töten.

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe schon einige Horror-Bücher gelesen aber >Die Läuterung< war ein wenig anders als ich es kannte. Die psychische und physische Folter die an den Protagonisten ausgeübt wurde war erschreckend - sei es nun Richey mit seiner furchtbaren Kindheit, die er mit Tätowierungen und Selbstverletzung versucht zu verarbeiten, oder die grauenhaften Qualen die Ryans Opfer durchleiden mussten. Was mich angewidert zurückließ war größtenteils der Gedanke der Prostitution, die Richey nachging, nur um seine Drogen zu finanzieren. Sein Körper zu verkaufen – für nichts, an Männer die ihn selber anekelten.
Richey war in einer Schwulenbeziehung, was nicht weiterhin schlimm ist, aber was mich nach einer gewissen Zeit gestört hat war das Verhalten von beiden, wenn sie zusammen waren. Lysander, der so besorgt um seinen Freund war, dass man denken konnte er sei sein Babysitter und Richey, dem anscheinend alles am Ar*** vorbeiging, wenn er nur seinen Schuss bekam.
Ryan war ein Charakter im Buch der dorthin passte. Er schien von der Beschreibung her, der nette Mann von nebenan zu sein. Wohlhabend, scharmant und beruflich hatte er es zu etwas gebracht. Dann diese dunkle Seite die man nicht vermutet, auch wenn man ihn kennen würde. Sein Verlangen nach Menschenfleisch und die sadistische Ader, die er als Läuterung hinstellt, führten dazu dass er sich seinen Keller als Folterwerkstadt aussuchte um dort seine Opfer zu töten.
Die Autorin hat es geschafft nur das Nötigste einfließen zu lassen. Das reduziert die Seitenzahl erheblich, aber es wird nicht lang drumherum geredet und trotzdem wird dem Leser was geboten. Die Kapitel passen sich dem Buch an und sind auf das Minimum beschränkt, so dass man das Gefühl hat schnell voran zu kommen.
Obwohl es viel um die Prostitution und Gewalt geht, war die Sprache die von der Autorin gewählt worden ist nicht vulgär. Alles war stimmig, auch das Ende hat zur Geschichte gepasst. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist es vorhersehbar was wohl als nächstes kommen wird, was den Spannung jedoch keinen Abbruch tat, denn am Ende gibt es (für mich) ein kleines Happy End.

Mein Fazit:
Ein Buch das mich sehr überrascht hat, allein durch die verschiedenen kleinen Themen die zusammen gefügt wurden und ihre ganz eigene Wirkung entfacht hat.

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