Roland Barthes

 4 Sterne bei 98 Bewertungen
Autor von Mythen des Alltags, Fragmente einer Sprache der Liebe und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Roland Barthes

Sortieren:
Buchformat:
Roland BarthesFragmente einer Sprache der Liebe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fragmente einer Sprache der Liebe
Fragmente einer Sprache der Liebe
 (17)
Erschienen am 24.10.2015
Roland BarthesMythen des Alltags
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mythen des Alltags
Mythen des Alltags
 (18)
Erschienen am 01.04.2012
Roland BarthesDie helle Kammer
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die helle Kammer
Die helle Kammer
 (15)
Erschienen am 23.02.2011
Roland BarthesDas Reich der Zeichen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Reich der Zeichen
Das Reich der Zeichen
 (9)
Erschienen am 06.03.2012
Roland BarthesDie Lust am Text
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Lust am Text
Die Lust am Text
 (9)
Erschienen am 16.10.2017
Roland BarthesDie Vorbereitung des Romans
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Vorbereitung des Romans
Die Vorbereitung des Romans
 (4)
Erschienen am 16.04.2008
Roland BarthesÜber mich selbst
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Über mich selbst
Über mich selbst
 (3)
Erschienen am 01.04.2010
Roland BarthesDie Sprache der Mode
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Sprache der Mode
Die Sprache der Mode
 (4)
Erschienen am 04.10.2010

Neue Rezensionen zu Roland Barthes

Neu
Schelmuffskys avatar

Rezension zu "Fragmente einer Sprache der Liebe" von Roland Barthes

Kalt erwischt
Schelmuffskyvor 5 Jahren

Vorweg: ich bin bekennender Fan von Roland Barthes, insbesondere der späteren Texte. Die "Fragmente" standen schon ewig im Regal, ich war aber mehrfach im Vorwort steckengeblieben. Neulich neuer Anlauf und endlich im Hauptteil - ein Lexikon der Liebe - angekommen. Irritierend, wir präzise Roland Barthes Gefühle, Sehnsüchte, Sorgen, Drohungen, versteckte Signale, die Interpretationswut usw. von liebenden Menschen beschreibt. Das Buch ist nicht für die übliche Lektüre gemacht, d. h. man kann bei irgendeinem Stichwort einhaken. Allmählich lüftet sich der Schleier, der über so vielen "von der Liebe geblendeten" Wahrnehmungen lag. Ein toller Text. Hier ein kleiner Auszug aus dem Stichwort "Szene":
"Wenn sich zwei Subjekte im Sinne eines regelrechten Austausches von Erwiderungen und in der Absicht, das „letzte Wort“ zu behalten, befehden, so sind sie bereits verheiratet: die Szene ist für sie die Wahrnehmung eines Rechtes, der praktische Umgang mit einer Sprache, deren Miteigentümer sie sind; immer der Reihe nach, sagt die Szene, und das soll heißen: du nie ohne mich und umgekehrt. Das ist der Sinn dessen, was man euphemistisch den Dialog nennt: sich nicht gegenseitig Gehör schenken, sondern sich gemeinsam einem egalitären Prinzip der Teilung der Sprachgüter unterwerfen. Die Partner wissen, daß der Zusammenstoß, auf den sie sich einlassen und der sie doch nicht entzweien wird, ebenso folgenlos ist wie eine perverse Wollust."

Wie wahr.

Kommentieren0
6
Teilen

Rezension zu "Die Lust am Text" von Roland Barthes

Aphoristischer Essay
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Mit seinem essayistischen Text versucht der Autor zu erklären, was Lust am Text ist, sein kann. Allen, denen Lesen (und auch Schreiben) Passion bedeutet, die sich mit Wirkung von Texten auseinander setzen, die hinter die Mechanismen blicken wollen, sei dieses Büchlein ans Herz gelegt. Viele fantastische, manchmal auch abenteuerliche oder originelle Thesen werden aufgestellt und begründet. Man muss nicht mit allem einverstanden sein oder nachvollziehen können, um Freude daran zu haben. Die Argumentationen bieten Unterhaltungswert.

S. 43
Der Text ist ein Fetischobjekt, und dieser Fetisch begehrt mich. Der Text erwählt mich durch eine ganze Vorrichtung von unsichtbaren Filtern, selektiven Hindernissen: das Vokabular, die Bezüge, die Lesbarkeit usw.; und ganz verloren mitten im Text (nicht hinter ihm wie ein Deus ex machina) ist immer der andere, der Autor.

Was den Stil anbelangt: Roland Barthes hatte beim Schreiben mit Sicherheit nicht die Bequemlichkeit seiner Leser im Sinn. Sperrige Satzgebilde treffen auf interessante Wortneuschöpfungen (z. B. „desorthographieren“. Ebenso ist es für die Lektüre des Textes vermutlich hilfreich, über literaturwissenschaftliches Vokabular zu verfügen. Wenn nicht, sollte man sich nicht scheuen, einige Begriffe nachzuschlagen, um den ganzen Sinngehalt des Textes verstehen zu können. (Ich spreche hier aus praktischer Erfahrung… *g*)

Man merkt dem Geschriebenen jedoch das tiefe Bedürfnis des Autors an, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

S. 58
Ich interessiere mich für die Sprache, weil sie mich verletzt oder verführt.

Ich hatte definitiv meinen Spaß mit diesem Büchlein.

Kommentieren0
5
Teilen

Rezension zu "Die helle Kammer" von Roland Barthes

Rezension zu "Die helle Kammer" von Roland Barthes
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Barthes' Bemerkungen zur Photographie sind eigentlich absolut überflüssig. Aus der Sicht eines Bildbetrachters - nicht eines Fotografen - schreibt er sehr subjektiv, wie Fotos auf ihn wirken. Immer wieder kreisen seine Gedanken um ein Foto seiner bereits verstorbenen Mutter, auf dem er ihr wahres Wesen zu erkennen glaubt. So wird dieses dünne Büchlein für Barthes zu einer sehr persönlichen Abhandlung, die dem außenstehenden Leser nur wenig bieten kann.

Ich war sehr überrascht, als ich das Erscheinungsjahr dieses Buches erfuhr - 1980. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich wirkte es auf mich, als wäre es zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben worden. Barthes' Sprache wirkt antiquiert und unnötig kompliziert, mit vielen Fremdwörtern gespickt, was den Lesefluss häufig etwas hemmt oder zumindest große Konzentration erfordert.

Inhaltlich wirkt das Buch vermutlich so alt, weil sich gerade im Bereich der digitalen Fotografie und der Bildbearbeitung in den letzten Jahrzehnten vieles weiterentwickelt hat. Dadurch kann man Barthes' Standpunkte oft nicht mehr nachvollziehen. Er argumentiert zum Beispiel, dass ein Foto auch immer ein Beweis ist dafür, dass etwas genau so gewesen ist, wie man es auf dem Bild sehen kann. In Zeiten von Photoshop beweist ein Foto einer Person an einem bestimmten Ort allerdings nicht, dass die Person wirklich dagewesen ist.

Positiv ist allerdings anzumerken, dass viele interessante Fotos im Buch enthalten sind und es sich auch lohnt über einige Argumente zu diskutieren oder nachzudenken. Ich hatte den Vorteil, das Buch im Rahmen eines Literaturkreises zu diskutieren und allein für die interessanten Gespräche, die aus der Lektüre der "hellen Kammer" entstanden sind, hat das Buch 3 Sterne verdient.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 108 Bibliotheken

auf 13 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks