Roland Buti

 3,6 Sterne bei 104 Bewertungen
Autor*in von Das Leben ist ein wilder Garten, Das Flirren am Horizont und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Roland Buti, geboren 1964 in Lausanne, arbeitet als Geschichtelehrer am Gymnasium und widmet sich daneben Forschung und Literatur. Sein Roman Das Flirren am Horizont (Nagel & Kimche 2014) war nominiert für den Prix Médicis pour le meilleur roman und wurde mit dem Schweizer Literaturpreis 2014 ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Roland Buti

Cover des Buches Das Leben ist ein wilder Garten (ISBN: 9783552059993)

Das Leben ist ein wilder Garten

 (89)
Erschienen am 16.08.2020
Cover des Buches Das Flirren am Horizont (ISBN: 9783312006366)

Das Flirren am Horizont

 (15)
Erschienen am 25.08.2014
Cover des Buches Le milieu de l'horizon (POCHE) (ISBN: 9782889273195)

Le milieu de l'horizon (POCHE)

 (0)
Erschienen am 04.05.2016

Neue Rezensionen zu Roland Buti

Cover des Buches Das Leben ist ein wilder Garten (ISBN: 9783552059993)
buchjunkies avatar

Rezension zu "Das Leben ist ein wilder Garten" von Roland Buti

Eine warmherzige Geschichte
buchjunkievor 2 Monaten


Das Leben des Landschaftgärtner Carlo gerät in Aufruhr. Seine Frau hat ihn verlassen, die Tochter studiert in London und Agon, sein Hilfsgärtner aus dem Kosovo wird plötzlich übelst zusammengeschlagen von Unbekannten.

Und dann verschwindet auch noch seine demente Mutter aus dem Seniorenheim.

Carlo macht sich auf die Suche und in einem Grandhotel in den Bergen kommt er der Vergangenheit seiner Mutter auf die Spur…


Nur 172 Seiten stark ist dieser Roman, der mir sehr gut gefallen hat. 

Voller Wärme, feinem Humor und auch etwas poetisch ist er. 

Genau das richtige für zwischendurch oder einen gemütlichen Lesesonntag😊



Cover des Buches Das Leben ist ein wilder Garten (ISBN: 9783552059993)
Lias_BücherGartens avatar

Rezension zu "Das Leben ist ein wilder Garten" von Roland Buti

Es ist leider nicht dass drin, was draußen erwähnt wurde
Lias_BücherGartenvor einem Jahr

In dem Buch von Roland Buti "Das Leben ist ein wilder Garten" geht es laut Inhaltsangabe um den Landschaftsgärtner Carlo und seiner Mutter, die aus einem Seniorenheim verschwindet. Mit der Flucht aus dem Seniorenheim kommt Carlos Leben in Bewegung und gemeinsam mit seinem Assistenten Agon macht er sich auf die Suche und entdeckt nicht nur die ungeahnt glamouröse Vergangenheit seiner Mutter. 

Nachdem ich diese Inhaltsangabe gelesen habe, erwartete ich ein Familienroman, das auf zwei Zeitebenen spielt und war neugierig auf die glamouröse Vergangenheit der Mutter. Es fängt interessant hat: Die Mutter belieferte während dem zweiten Weltkrieg als junges Mädchen mit dem Fahrrad die vornehmen Hotels in der französischen Schweiz. In einem dieser Hotels trifft sie auf einen deutschen Baron und sie verliebt sich in ihm. Gemeinsam beobachten sie die Vögel. Mehr erfahren wir nicht. Es gibt keine Rückblenden oder ähnliches. Ein Lehrer, der zur gleichen Zeit dort lebte, berichtete das oben genannte und dass wars. Dass fand ich sehr schade. Ich hätte so gern mehr über das Leben der Mutter zu dieser Zeit und über die Liebesgeschichte zu dem deutschen Baron erfahren. Auch die Suche nach der Mutter war unspektakulär und brachte eigentlich "Carlos Leben" nicht "in Bewegung". Denn statt die geflüchtete Mutter richtig zu suchen, fährt Carlo erst einmal nach London zu seiner Tochter. Es werden mehrere Nebenpersonen bzw. -Stränge angeschnitten und nicht zuende erzählt. Da ist zum einen die Geschichte des Assistenten Agon und zum anderen die Beziehung Carlos mit seiner Noch-Frau, die eine On-Off-Beziehung führen. Alles plätschert vor sich her. Ab etwa der Hälfte des Buches verlor ich daher leider das Interesse und "quälte" mich durch die letzten Seiten. 

Lichtblick im Roman war die Erzählweise. Das Buch ist stellenweise sehr poetisch geschrieben. 

Wer spezielle und poetische Kurzromane mag, dem könnte es gefallen. Mich hat es leider nicht berührt.



Cover des Buches Das Flirren am Horizont (ISBN: 9783312006366)
Emilis avatar

Rezension zu "Das Flirren am Horizont" von Roland Buti

Erwachsenwerden in der Zeiten der Not
Emilivor 2 Jahren

                                                                         

Hitzewelle 1976

Im Sommer 1976 war es zudem extrem trocken und die Landwirte beklagten enorme Ernteausfälle, Felder waren komplett vertrocknet. In weiten Teilen Europas gab es eine große Dürre. Im Westen und Südwesten Deutschlands gab es gebietsweise mehr als zwei Wochen am Stück 30 Grad und mehr!      

Ein Zitat von der Wetterkanal.com Seite. In dieser Zeit findet der Roman von Roland Buti statt.  Den Hof der Sutters in der französischen Schweiz trifft es besonders hart: Der Bauer und Familienvater hat sein ganzes Vermögen in die Hühnerzucht gesteckt, und die Küken, wie auch erwachsene Hühner sterben in der Hitze weg. Die ganze Familie kämpft mit der Hitze, doch der Kampf scheint vergeblich zu sein.

Die Hauptcharaktere des Romans sind Gus, der Junge von 13 Jahren, Ruby ein entfernter Verwandter, den der Vater bei sich aufgenommen hat, da Ruby an Downsyndrom leidet, und auf dem Hof dem Vater zur Hand gehen sollte. Wie auch die Mutter und die Schwester, die eine Rolle in der Erzählung spielen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Gus erzählt, der auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Dieser Sommer würde ihn grundlegend verändern. Denn die Sorglosigkeit, mit welcher er sein Leben auf dem Hof bislang betrachtet hatte, geht mit den Problemen und Schwierigkeiten dieses Sommers weg. Denn der Junge wie die ganze Familie haben nicht nur mit der Hitze und Verlusten zu kämpfen, sondern auch mit plötzlichem Ansinnen seiner Mutter wie auch tragischen Verlusten.

In einer bildhaften einerseits, und nüchternen andererseits Sprache beschreibt der Autor treffend die Vorkommnisse. Der Leser fungiert eher als ein Betrachter des Geschehens, Dank der kräftigen und präzisen Sprache des Autors, hat man ein treffendes Bild von der Natur, Tieren, Leben auf dem Hof und auch natürlich der Protagonisten.

Roland Buti ist ein überzeugender, sprachlich schöner Roman gelungen. Es ist einer der Bücher, die mit wenigen Seiten, ca. 200, viel vermitteln.  

Ausgezeichnet mit dem Schweizer Literaturpreis 2014 ist dieser Roman auf jeden Fall für die Liebhaber einer ruhigen Erzählung, die stellenweise dramatisch ist, zu empfehlen.

Von mir gibt es  4 Sterne.

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