Roland Buti Das Flirren am Horizont

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Inhaltsangabe zu „Das Flirren am Horizont“ von Roland Buti

976 herrscht Dürre in Europa, seit Wochen drückt eine wahnsinnige Hitze auf die Felder - eine Katastrophe für die Landwirtschaft. Den Hof der Sutters in der französischen Schweiz trifft es besonders hart: Der Bauer und Familienvater hat sein ganzes Vermögen in die Hühnerzucht gesteckt, und die Küken sterben in der Hitze weg; die Mutter quartiert eine geheimnisvolle Fremde auf dem Hof ein, die sich als ihre Geliebte herausstellt; der geistig zurückgebliebene Knecht Rudy wird, als ein fürchterliches Gewitter ausbricht, von einem Balken erschlagen; und für den 13-jährigen Gus ist es das Ende seiner Kindheit. Wuchtig, farbig, zum Anfassen plastisch lässt Butis Roman eine Welt entstehen im Moment ihres Untergangs.

Poetische Sprache. Sinnliches Gespür für Worte und exzellente Beobachtung des Lebens. Ich liebe es.

— DanielleOchsner
DanielleOchsner

ein alles verändernder sommer in der kindheit des 13- jährig. schweizer jungen gus..zu recht gewinner des schweiz. literaturpreises 2014..

— orchidee25
orchidee25

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  • Ein Buch voller Dramatik und Sinnlichkeit

    Das Flirren am Horizont
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    26. January 2015 um 13:18

      Der neue, mit dem  Schweizer Literaturpreis 2014 ausgezeichnete Roman von Roland Buti erzählt aus der Sicht der 13- jährigen Gus Sutter von einem denkwürdigen Sommer, einem Sommer, in dem sich für Gus alles ändert.   Wir schreiben das Jahr 1976. Es herrscht in ganz Europa eine lange nicht erlebte Dürre. Der Bauernhof, auf dem der jugendliche Ich-Erzähler lebt, zusammen mit seinen Eltern, seiner Schwester, einem Großvater und einem Knecht mit Down-Syndrom, wird am Ende der Dürre und des Buches nicht mehr der behütete Ort der Kindheit sein. Und Gus wird seine Kindheit zurückgelassen haben.   Roland Buti lässt Gus das Leben auf dem Bauernhof beschreiben. Die regelmäßigen Arbeiten, die klare Rollenverteilung zwischen Vater und Mutter. An seinem Vater orientiert sich der Junge, sein Fleiß und seine Auffassung von der Arbeit sind ihm ein Vorbild. Seine Mutter indes, zart und zerbrechlich, scheint gar nicht so richtig auf diesen Hof zu gehören. Sie bleibt in ihrem Wesen dem Bäuerlichen eher fremd.   Als die Hitze kommt, „das Flirren am Horizont“, beginnt für Gus` Vater ein harter Überlebenskampf, in dem er versucht, vor allen Dingen Tausende  von Hühnern, die er aufzieht, durchzubringen. Schafft er es nicht, wird er den Kredit für den neuen Stall nicht mehr bedienen können.   Alles verdorrt zusehends, als eines Tages eine Freundin der Mutter in dem kleinen Dorf auftaucht. Sie bringt - wie wird hier nicht verraten - das ganze gewohnte Leben auf dem Hof durcheinander. Alle, selbst der behinderte Knecht, geraten aus ihrem vorher so stabilen Gleichgewicht. Der sympathisch geschilderte Vater spürt zuerst nicht, was da an Veränderungen vor sich geht, während sein Sohn sehr wohl merkt, dass da etwas ganz anderes von ihrem Leben und auch ihm selbst Besitz nimmt. Eine moderne Zeit kündigt sich an. Das Ende des bäuerlichen Lebens, für das der Vater steht, steht vor der Tür. Und Gus spürt, dass seine Kindheit mit allen doch so sicher geglaubten Bindungen zu Ende geht und brüchig wird, und ihm steht das Bild als Erwachsener vor Augen, zunächst noch sehr verwirrend und beängstigend.   „Das Flirren am Horizont“ ist ein überzeugender, sprachlich schöner Roman über eine Zeitenwende im dörflichen Leben von Menschen in der Schweiz und ein Roman über das damit zusammenhängende Erwachsenwerden eines Jungen.   Es ist ein Buch voller Dramatik und Sinnlichkeit.      

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  • Das Flirren am Horizont

    Das Flirren am Horizont
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    In der Annahme es handele sich um eine Leseprobe, habe ich den vorhergehenden Kommentar geschrieben. Allerdings war das ein Irrtum - das war ein ganzer Roman. Als ebook ist er von der Einteilung her … Schrecklich? Irreführend? Es fällt mir kein passendes Wort dafür ein. Zur Erklärung: Mein Tolino zeigt 15 Seiten an und infolgedessen gehe ich von einer Leseprobe aus. Aber, und jetzt kommt das Ding, jede Seite liest man 13 Mal und hat somit den gesamten Roman mit seinen knapp zweihundert Seiten durch. Da versteh' mal einer den Sinn der Sache! Vom Inhalt her ist gegen das Buch kaum etwas Negatives zu sagen. Nur, dass irgendwie ein richtiger Schluss fehlt. Ich hatte das Gefühl, da müsste noch was kommen. Was ist aus der Mutter und ihrer Geliebten geworden? 1976 herrscht in Europa eine Dürre. Wochenlang drückt eine wahnsinnige Hitze auf die Felder – eine Katastrophe für die Landwirtschaft. Der Hof der Sutters in der französischen Schweiz ist besonders hart betroffen. Der Bauer und Familienvater hat sein ganzes Geld in die Hühnerzucht gesteckt, und in der brütenden Hitze sterben ihm die Küken weg. Die Mutter quartiert auf dem Hof eine geheimnisvolle Fremde ein, die sich als ihre Geliebte herausstellt … der geistig zurückgebliebene Knecht Rudy wird bei einem schweren Gewitter von einem Balken erschlagen … und für den 13-jährigen Auguste, genannt Gus, ist es das Ende seiner Kindheit. Butis Roman zeigt eine Welt im Moment ihres Untergangs. Wuchtig, farbig, zum Anfassen plastisch. Wahnsinnig gut beschrieben, man ist mittendrin. Eindeutig lesenswert.

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