Roland E. Koch Der Widerschein des Mondes

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Inhaltsangabe zu „Der Widerschein des Mondes“ von Roland E. Koch

Es war eine flüchtige, kurze Geschichte gewesen, ein paar Blicke, ein paar Sätze, ein paar Begegnungen, eilig, leise, schwebend oder wie ein kurzes Aufleuchten der Sonne zwischen den Wolken. Zuerst fällt sie ihm gar nicht auf, Mona, das Mädchen, das sich nie schminkt, das nach nichts riecht. Doch sie sitzen sich in einem Seminar gegenüber und je länger er sie sieht, desto schwieriger kann er sich ihr entziehen. Aber Mona ist wie ein scheues Reh, dem man sich langsam nähern muss. So langsam, dass er es kaum aushält, dass es beinahe wehtut. Und nach jedem zu schnellen Schritt zieht sie sich wieder zurück. Liegt es an ihrer Vergangenheit? An der Trauer, die sie mit sich herumträgt? Er könnte ihr helfen, er weiß es, aber er hat Angst sie zu verschrecken. Und schließlich läuft er Gefahr genau das zu tun, alles zu zerstören, was sie haben – und mehr noch: ihr jeweiliges individuelles Glück scheint am seidenen Faden zu hängen ... Über den Autor Große Katastrophen in kurzen Momentaufnahmen. […] Die Bruchstücke prallen aufeinander, wie Vergangenes eben auf Gegenwart prallen muss. – Sonja Lewandowski, Universität Siegen Seine Protagonisten sind keine Helden, keine Originale, sondern ganz normale Menschen, die in nicht ganz so normale Situationen geraten. Zugewandt und fast liebevoll begleitet Roland E. Koch die Menschen, die er beschreibt, ohne zu beschönigen, ohne ihre Nöte zu relativieren. – Beate Möllers, nrw-kultur.de Heißen wir diesen Beschwörer des kleinen unsagbaren Grauens, diesen geborenen Erzähler mit Pauken und Trompeten willkommen! – Die Weltwoche Über den Autor Roland E. Koch, geboren 1959, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Romane und wurde u.a. mit dem Bettina-von-Arnim-Preis ausgezeichnet.

Hab mir vom Klappentext mehr versprochen.

— Sancro82
Sancro82

Außergewöhnliches Buch, auf das man sich einlassen muss

— lina100
lina100

Hier habe ich mich mehr oder weniger durchgequält...

— jutscha
jutscha

Melancholisch, drückend, distanziert.

— Janinasmind
Janinasmind

Großartig! Einfach genial gemacht, Kochs unnachahmliche Verquickung von Poesie und Alltag. Eine Liebesgeschichte, wie ich sie mag.

— twistringen
twistringen

Eine leise, manchmal bedrückende aber dennoch schöne Geschichte...

— Suma2
Suma2
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  • Eine Geschichte 2er Menschen die nicht zueinander finden

    Der Widerschein des Mondes
    Sancro82

    Sancro82

    21. November 2016 um 13:48

    Im "Der Widerschein des Mondes" geht es um 2 Studenten, die sich anscheinend ineinander verlieben obwohl er in einer Beziehung ist. Allerdings scheint sie namens Mona ihn nicht an sich ran lassen zu wollen. Ob Mona Angst hat verletzt zu werden oder ob es ihr nur gefällt mit ihm zu spielen? Man weiß es nicht weswegen man am Ende der Geschichte nur spekulieren kann was der wahre Grund war , warum die 2 nicht zueinander finden. Die Stimmung ist eher melancholisch und Verzweiflung macht sich bei ihm breit, da er Mona's Herz nicht für sich gewinnen kann. Mit dem Erzählstil der Geschichte war ich nicht so zufrieden. Das es kein Happy End gibt finde ich jetzt nicht so schlimm, aber die ganze Geschichte war mir zu langatmig weswegen ich nur 3 Sterne vergebe.

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  • Außergewöhnliches Buch, auf das man sich einlassen muss

    Der Widerschein des Mondes
    lina100

    lina100

    08. November 2016 um 14:45

    Tja wo soll ich anfangen... Zuerst hat mir das Buch gar nicht gefallen. Der Schreibstil war auf Grund der fehlenden Zeichensetzung  sehr schwer zu lesen und ich wusste nie wer da grade spricht. Die Liebesgeschichte war gewöhnungsbedürftig und ich habe lange gebraucht bis ich mich in die Handlung eingefunden hatte. Ich habe mich mit dem lesen sehr schwer getan, doch als ich das Buch beendet hatte und grade am überlegen war was ich in meine Rezi reinschreiben wollte fiel mir auf, dass ich das Buch eigentlich doch gar nicht so schlecht fand. Es war einfach nur anders als alle anderen Bücher, die ich bis jetzt gelesen hatte. Man muss sich auf jeden Fall auf das Buch einlassen und wissen, dass es etwas besonderes und anderes ist. Eben keine typische Liebesgeschichte, sondern eine abgedrehte, verzweifelte und frustierende Liebe die jedoch gar nicht so Realitätsfern ist.

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  • Leserunde zu "Der Widerschein des Mondes" von Roland E. Koch

    Der Widerschein des Mondes
    EndeavourPress_Verlag

    EndeavourPress_Verlag

    Liebe Leserinnen und Leser, zuerst fällt sie ihm gar nicht auf, Mona, unscheinbar und mysteriös zugleich. Doch stille Wasser sind tief und in einem gemeinsamen Seminar beeindruckt sie ihn mit ihrem poetischen Schreibtalent nachhaltig. Es kommt zu einer ersten Annäherung - und plötzlich ist es um den Studenten geschehen. „Es war etwas, das ich noch nie vorher kennengelernt hatte, in diesem Moment schien es mir, als könne ich ganz weit in diesen anderen Menschen hineinsehen, wie ich noch nie in jemanden hineingesehen hatte, und gleichzeitig fühlte ich mich mit jedem Wort so verstanden, jemand, der alles über mich wusste, meine schlechten Seiten kannte, aber die gute mit neuer Energie versorgen konnte.“ Obwohl er sich in einer Beziehung befindet, spürt der Student eine Seelenverwandtschaft zu Mona, der er sich nicht verwehren kann. Doch nach wie vor bleibt sie für ihn ein Rätsel und entzieht sich immer wieder. Liegt es an ihrer Vergangenheit? An der Trauer, die sie nach wie vor prägt? Ratlos, wie er sich ihr gegenüber verhalten soll, läuft er zunehmend Gefahr, ihre fragile Beziehung zu zerstören … In seinem neuen Roman Der Widerschein des Mondes zeichnet Roland E. Koch auf einfühlsame und authentische Weise das Gefühlsleben seiner Figuren nach.  Über den Autor Roland E. Koch, geboren 1959, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Romane und wurde u.a. mit dem Bettina-von-Arnim-Preis ausgezeichnet. Zur Leseprobe Endeavour Press Germany verlost 20 E-Books von Der Widerschein des Mondes unter allen Lesern, die verpflichtend und aktiv an der Leserunde teilnehmen und abschließend eine Rezension auf LovelyBooks und Amazon (gerne auch weiteren Plattformen) schreiben möchten.  Bewerbt euch bis zum 20.10. für euer Wunschformat (epub, mobi, PDF), indem ihr folgende Frage beantwortet: Glaubt Ihr an Seelenverwandtschaft oder Liebe auf den ersten Blick?

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  • Hier habe ich mich mehr oder weniger durchgequält...

    Der Widerschein des Mondes
    jutscha

    jutscha

    06. November 2016 um 16:48

    Das Buch handelt von einem Studenten, der sich in seine Kommilitonin Mona verliebt. Diese ist unscheinbar und auch unnahbar. Und doch fasziniert sie ihn mit ihrem poetischen Schreibtalent. Nach einer ersten vorsichtigen Annäherung ist es um ihn geschehen. Obwohl er sich in einer Beziehung befindet, kreisen seine Gedanken mehr um mehr um Mona. Wie kann er sich näher kennen lernen? Mag sie ihn? Liegt es an ihrer Vergangenheit, ihrer Trauer, dass sie sich ihm immer wieder entzieht? Der Student weiß immer weniger, wie er sich verhalten soll, und er läuft Gefahr, sie zu verlieren, bevor er sie überhaupt gewonnen hat.Der Klappentext hat mich wirklich fasziniert. Doch ich kam einfach nicht in die Geschichte rein. Sehr gestört hat mich, dass der Leser noch nicht einmal den Namen des Protagonisten erfährt. Dadurch fühlte ich mich wie ein Beobachter von außen, der Distanz wahrt. Die Handlungsweisen des Protagonisten sind nur schwer nachzuvollziehen, vieles bleibt offen oder ungesagt. Auch Mona blieb mir ein Rätsel. Was mich ganz extrem gestört hat, sind die konsequent fehlenden Anführungszeichen der wörtlichen Rede. Mein Lesefluss kam dadurch ständig ins Stocken. Ich muss gestehen, dass ich zwischendurch einige Kapitel eines anderen Buches gelesen habe, was eigentlich gar nicht meine Art ist. Aber ich fand das Lesen der Geschichte durch den Schreibstil einfach sehr anstrengend. Oft passten auch die Antworten auch gar nicht richtig auf den Satz vorher. Das kam mir teilweise so vor, als wenn sich zwei schwerhörige Nachbarn unterhalten und jeder was ganz anderes versteht als das, was wirklich gesagt wird.Leider hat mich das Buch ziemlich kalt gelassen, mich nicht erreicht. Viele Fragen sind offen geblieben, nichts ist wirklich geklärt. Durch die Geschichte habe ich mich eher durchgequält und ich muss gestehen, zwischendurch mal ein anderes Buch gelesen zu haben. Das Ende ließ mich völlig unbefriedigt zurück.Als Bewertung gebe ich daher nur 1 von 5 Sternen. Eine Leseempfehlung kann ich leider nicht geben.

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  • Melancholisch, drückend, distanziert - Mona, die Unnahbare

    Der Widerschein des Mondes
    Janinasmind

    Janinasmind

    31. October 2016 um 19:27

    'Der Widerschein des Mondes' ist sehr passiv geschrieben, als wäre man durch eine Glasscheibe von der Geschichte getrennt. Es geht um einen Studenten, dessen Name nie genannt wird, und Mona, eine unscheinbare, mysteriöse Kommilitone, in die er sich verliebt. Der Schreibstil (indirekte Rede, keine Gänsefüßchen) lässt alles sehr unpersönlich wirken, sagte ich. Da hast du Recht, antwortest du. (Wenn ihr versteht, was ich meine.) Die Stimmung ist sehr drückend und melancholisch - selbst die glücklicheren Momente wirken sehr distanziert und weit weit weg. Pseudo-poetisch wäre ein Wort, das ich benutzen würde, um dieses Buch zu beschreiben. Die Charaktere - bestehend aus dem Erzähler, Mona, Sonja, Valerie, dem Professor und Janin - sind allesamt wie ein Umriss einer echten Person, niemand wirkte auf mich, wie ein echter Mensch, niemand war mir nah, ich habe mich nicht verbunden gefühlt. Es kam mir vor, als wären sie Luft, die ich nicht greifen kann. Ich muss leider zu geben, dass mir Janin in der Geschichte noch am liebsten war, da ich ihre Reaktionen noch am meisten nachvollziehen konnte. Der Erzähler verliebt sich in ein Rätsel, das er lösen will, ein Mädchen, das - so hat er es sich in seinem Kopf zusammengebaut - ihn versteht und das mehr zu bieten hat, als das, was man als Fassade sieht. Er steigert sich in seine Gefühle für sie herein, benimmt sich zwischenzeitlich regelrecht wie ein Stalker; schreibt ihr, obwohl sie keinen Kontakt mehr will, versucht sie nach dem Unterricht aufzuhalten, obwohl sie seinen Blicken ausweicht. Er kreiert diese Version von Mona in seinem Kopf, vernachlässigt seine Freundin deswegen, trinkt zu viel, hat intrusive thoughts. Er hat Probleme. Das alles hat bei mir für ein sehr schlechtes Gefühl gesorgt. Mona hat auch Probleme, ob sie nun Depressionen hat oder manisch-depressiv ist, wird nie ganz klar im Roman, aber sie hat Probleme und am Ende wird man nie so richtig aus ihr schlau - weder der Erzähler, noch Freundinnen von ihr oder der Leser selbst. Es ist ein sehr ernüchterndes Ende, dass ich nicht genauer beschreiben werde, um nichts zu spoilern. Allgemein ein sehr reservierter Roman, in dem jedes Gefühl sehr verstummt und gedämpft auf einen einwirkt. Ich bin weder mit der Geschichte, noch mit den einzelnen Figuren warm geworden. PS: I got a free copy in exchange for an honest review.

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  • Poesie der Liebe

    Der Widerschein des Mondes
    twistringen

    twistringen

    25. October 2016 um 12:40

    Großartig: Koch schafft es immer wieder auf wunderbare Weise, die verborgenen Gefühle des Verliebtseins zum Scheinen zu bringen. Mona heißt das Geschöpf, das wahrlich Kaskaden von poetisch zarten Empfindungen bei ihrem männlichen Gegenüber auszulösen vermag. Dabei ist es ziemlich egal, ob es sich um die Handhabung ihrer Handtasche oder um den nur einen Hauch zu dick aufgetragenen Kajalstrich handelt - Mona verzaubert den Kochschen Helden immer aufs Neue. Dass den Höhenflügen seiner Liebesgefühle unabweisbar die Zweifel folgen, ebenso wie der minutiös beschriebene Uni-Alltag, ist dann doch der Realität abgeschaut, auch dass richtige Helden schwach sein dürfen. Das dramatische Ende der Liebe schließlich offenbart, wie fragil diese ist. Genial gemacht, Kochs unnachahmliche Verquickung von feiner Poesie und Alltagsbeobachtung!

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  • bedrückend schön

    Der Widerschein des Mondes
    Suma2

    Suma2

    23. October 2016 um 14:37

    Ich muss sagen mir fehlen etwas die Worte um meine Meinung zu dieser Geschichte abzugeben. Und das nicht weil sie schlecht sondern nur absolut anders und besonders ist. Er (ein Student) trifft Sie Mona in einem Literaturseminar und ist von Seminar zu Seminar mehr fasziniert von ihr. Erst nur von ihrem grazilen, fast unscheinbaren Äusseren und später auch von ihrem Talent zu schreiben. Alle Treffen und eine besondere gemeinsame Nacht laufen platonisch ab und er ist verliebt. Trotzdem er sich in einer festen Beziehung befindet die ihm diedringend benötigte Stabilität im Leben bietet, fühlt er sich von Mona magisch angezogen. Die gemeinsamen Gespräche und die Gefühle für Sie übelagern für eine Zeit lang seinen Alltag. Immer wiede weisst Mona ihn scheinbar ab. Aus Angst grosse Gefühle zuzulassen oder liebt Sie ihn nicht?Die Geschichte ist leise und trotzdem intensiv erzählt. Der Leser erlebt die Gefühle des Protagonisten hautnah mit. Ich war glücklich wenn er glücklich war und ich war traurig wenn er am Boden zerstört war. Ich war wütend auf Mona ( und das nicht nur einmal) wenn Sie ihn wieder auf die eine oder andere Weise zurückgewiesen hat. Wahnsinnig viele Gefühle auf wenigen Seiten ohne auch nur einmal kitschig zu sein. Das war wirklich toll und hat diese Geschichte zu einem Leseerlebnis gemacht. Für meinen Geschmack etwas zu melancholisch aber dennoch sehr sehr lesenswert. Ob es für mich nun eine Geschichte zweier Seelenverwandter war vermag ich gar nicht zu sagen. Wohl eher zweier Menschen, die aus Angst vor Zurückweisung die Chance auf ein gemeinsames Glück verpasst haben. 

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