Roland Habersetzer Amakusa Shiro-Gottes Samurai

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Inhaltsangabe zu „Amakusa Shiro-Gottes Samurai“ von Roland Habersetzer

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es in Japan etwa 300000 Christen, unter ihnen mehrere daimyô. Doch das Tokugawa-Shôgunat, das seit 1603 Japan beherrschte, verbot die Ausübung der fremden Religion. Vor allem der dritte Shôgun der Dynastie, Tokugawa Iemitsu, sah darin eine Bedrohung für die ursprüngliche Kultur des Landes und nicht zuletzt auch für seine Herrschaft. Auf seinen Befehl wurden japanische Christen zu Zehntausenden gefoltert und hingerichtet. Besonders im Süden des Landes, wo die meisten Christen lebten, wurden die Lebensverhältnisse unerträglich. Doch im Geheimen wuchs der Widerstand gegen die Schreckensherrschaft. In seinem Zentrum standen fünf Rônin, die einen Aufstand planten. Als Anführer wählten sie einen 17-jährigen Jüngling, Shirô, von dem es hieß, er sei ein Gesandter des Himmels, ein neuer Messias. Ende 1637 brach der Aufstand aus und entwickelte sich rasch zu einer der größten Rebellionen, die das Reich der aufgehenden Sonne je erlebte. Zehntausende Bauern, Samurai und Rônin kämpften, beseelt von der Kraft ihres Glaubens, gegen die Macht des Shôgunats. Der französische Kampfkunstmeister Roland Habersetzer schildert in diesem Roman auf außerordentlich spannende und lebendige Weise sowie mit großer historischer Genauigkeit den Aufstand der Christen von Shimabara.

Welch grausames Stück fast unbekannter Geschichte.

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

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  • Religionskrieg am anderen Ende der Welt

    Amakusa Shiro-Gottes Samurai
    karatekadd

    karatekadd

    16. April 2015 um 18:21

    Religionskriege gab es viele in vielen Jahrhunderten. Selten wird von ihnen jedoch aus fernsten Ländern berichtet, damit meine ich die, welche wir zum Fernen Osten zählen. Vielleicht hat eine Leserin oder ein Leser die Romane des James CLAVELL gelesen. SHOGUN wurde mit Richard CHAMBERLAIN erfolgreich verfilmt. Und SHOGUN gibt auch das Stichwort, wir begeben uns in das alte Japan, in das 14. und 15. Jahr der Ära Kan´ei, oder in das Jahr 1637. Es regiert der Enkel des Begründers des Edo-Shogunats, Tokugawa Ieyasu (jap. 徳川 家康; * 31. Januar 1543; † 1. Juni 1616), und der heißt Tokugawa Iemitsu (jap. 徳川 家光; * 12. August 1604 in Edo; † 8. Juni 1651). Handelsgesellschaften der Portugiesen kamen bereits im 16. Jahrhundert nach Japan und errichteten Handelsstationen, die Japaner bekamen so Zugang zu Feuerwaffen wie Musketen und Kanonen. Aber es kam auch eine neue Religion in das Land, das Christentum, zu dem auch einige Daimyō (jap. 大名), regionale Provinzfürsten, deren Samurai und die ansässigen Bauern konvertierten. Unter den Tokugawa aber begann die Verfolgung der Christen und davon handelt der Roman AMAKUSA SHIRO – Gottes Samurai von Roland Habersetzer. Im Dezember des Jahres 1637 erhebt sich wieder mal ein Aufstand, wie er, eigentlich, des öfteren als Bauernaufstand auftritt und dann von den Provinzherrschern und den bakufu (Militärregierung des Shogunats) blutig und grausam niedergeschlagen wird. Dieser aber nun auf der Halbinsel Shimabara und Amakusashima, die zu Kyūshū (九州) gehören ist vor allem ein Aufstand von Christen gegen die unmenschliche Verfolgung durch die Vasallen des bereits erwähnten dritten Shoguns, Tokugawa Iemitsu. Nicht nur Bauern, sondern auch Samurai, christliche und solche, deren Herren christliche Daimyō waren, erheben sich und ziehen vor die Festungen Tomioka und Shimabara, bevor sie sich vor den heranziehenden Heeren des bakufu nach Hara begeben und dort eine alte Festung aufbauen. Angeführt werden sie von fünf Ronin: Ashikuza Chūemon, Mori Sōiken, Ōye Matsuemon, Ōye Matsuemon und Yamada Zenzaemon, der diesen Krieg überleben wird. Diese fünf haben ein Aushängeschild: Masuda Shirō Tokisada oder Amakusa Shirō – christlich erzogener und getaufter Abkömmling eines christlichen Samurai, er wird zum Tendō, zum Gesandten des Himmels ausgerufen, er verkörpert den „göttlichen Weg“. Er ist eine Art Messias. Zehntausende von Bauern, Kriegern, Samurai verteidigen die Festung Hara. Gegen die Armee des Generals Itakura Shigemasa können sie noch einen Sieg davon tragen… * * * Roland Habersetzer gewährt uns mit diesem Roman einen Einblick in eine Episode, die eher weniger bekannt ist. Zahlreiche Filme und Serien erzählen von den Samurai vor allem, dieser Kriegerkaste, die die Soldaten der Provinzfürsten stellten. Christen kommen eher selten vor, mit Ausnahme der erwähnten Bücher des James Clavell. Der französische Autor schreibt, dass er mit diesem Roman ein dreißig Jahre altes Versprechen erfüllt, denn er fand mit seinem japanischen Gastgeber einst mehrere Kisten mit Relikten des Kampfes auf Hara. Es ist für den Palisander – Verlag üblich, dass Sachbücher wie auch historische Romane durch umfangreiche Anhänge erweitert werden und so findet der geneigte Leser neben Kartenskizzen auch Abbildungen handelnder Personen und kurze Erläuterung zu deren Leben und Funktion. Historische Daten und ein Glossar der häufig gebrauchten japanischen Begriffe runden das Buch ab. Ein immenses Quellenverzeichnis finden wir am Schluss des Buches. Habersetzer hat schon viele Bücher über das alte Japan und seine Krieger geschrieben (Die Krieger des alten Japan) und so erzählt uns hier ein profunder Kenner und praktizierender Kampfkünstler die Geschichte des Endes der Christen auf Kyūshū. © KaratekaDD

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