Roland Hartmann spurlos verschwindet niemand

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Inhaltsangabe zu „spurlos verschwindet niemand“ von Roland Hartmann

Wie wird ein passionierter Orientierungsläufer und risikofreudiger Investment Manager zum gesuchten Ermittler? Indem er auf unkonventionelle Art heikle Fälle löst! Seine Frau versucht, ihm allzu schwierige Fälle auszureden, doch dann übernimmt er einen besonders komplexen Fall: Ein 43-jähriger ETH-Professor für Informatik verschwindet am helllichten Tage im Zentrum von Zürich – spurlos. Ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen, wie seine Frau vermutet? Oder hat er sich einfach abgesetzt, wie die Polizei mangels konkreter Hinweise annimmt? Ermittler Hausamann geht jedoch davon aus, dass ein sogenannter Schwarzer Schwan, ein unvorhersehbares Ereignis mit fatalen Folgen den Professor aus der Bahn geworfen hat. Hausamann und sein Team setzen deshalb auf eine besondere Methode der Fahndung. Hinter der honorablen Fassade des Professors treffen die Ermittler auf eine Reihe rätselhafter Umstände, die in abenteuerliche und prickelnde Konstellationen führen. Eine Spur weist schliesslich nach Boston, ins MIT, eine der renommiertesten Hochschulen der USA.

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  • Rezension zu "spurlos verschwindet niemand" von Roland Hartmann

    spurlos verschwindet niemand
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    15. August 2012 um 07:46

    Nachdem durch Hinweise des Investment-Managers Roman Hausamann, Hausi genannt, ein Kriminalfall gelöst werden konnte, wird er des öfteren um Mithilfe gebeten. So auch bei diesem Fall. Ein 43-jähriger Professor verschwindet spurlos. Die Polizei ermittelt, kommt aber nicht weiter, der Professor bleibt verschwunden. Als man sich an Hausi wendet, ist er sofort zur Mithilfe bereit. Nach einer großen Zusammenkunft aller möglichen Wissensträger, sei es Kollegen oder Familie, werden Fragebögen ausgeteilt, auf denen jeder kleine Hinweis aufgeschreiben soll. Anhand der Auswertung dieser Fragebögen erstellt Hausi 5 Szenarien, nach denen das Verschwinden von Professor Martin Straumann erklärt werden könnte. Es wurde ein Komitee gebildet und mit dem harten Kern geht Hausamann bei einem Treffen pro Woche jeweils eins der Szenarien durch. Die Ideen umfassen z.B. eine Entführung, ein Absetzen mit einer Geliebten, Geldprobleme u.a. Nach dem Aufstellen der jeweiligen These werden Lösungsschritte vorgeschlagen und wie ein weiteres Vorgehen bewerkstelligt werden kann. Wird es dem Komitee und Hausi gelingen, die Spur des verschwundenen Professors aufzunehmen? ... Der Autor Roland Hartmann lässt seinen Roman in einer Umgebung spielen, in der er sich selbst bestens auskennt. Er hat selbst an Orientierungsläufen teilgenommen und war ebenfalls zeitweilig als Skilehrer tätig. Diese Kenntnisse, über die er verfügt, lässt er spielend in seinem Roman einfließen. Es gelingt ihm mühelos, dem Leser die wunderbare Welt der schweizer Berge im Schnee nahezubringen. Ich hatte des öfteren das Gefühl, ich bräuchte mich nur umzusehen, um das zu sehen, was der Autor mich sehen lassen will. Die Idee des Autors, den Fall um das Verschwinden des Professors Straumann anhand von Szenarien zu lösen, empfinde ich als neuen Ansatz und interessant. Die Aufstellung der 5 Szenarien zeugen von Phantasie und Ideenreichtum. Es ist, als wollte man 5-gleisig eine Geschichte erzählen, zumindest die Wege dahin zeigen und dann erst das Problem angehen. Die Ideen sind gut durchdacht und lassen sich vom Ansatz her gut nachvollziehen. Was mich ein wenig störte, war die Tatsache, dass sich der harte Kern des Komitees nur einmal in der Woche getroffen hat und mehr oder weniger nur Anregungen gegeben wurden, wie man weiter verfahren kann, sollte man sich für das Szenario entscheiden. So sind 5 Wochen ins Land gegangen, ohne dass irgendwas passierte. Bewegung kam in die Geschichte erst, als man sich letztendlich auf eine Variante geeinigt hatte und die weiterverfolgte. Das erscheint mir nicht ganz realitätsnah, denn schon bei irgendwelchen Vermutungen hätte man was veranlassen können, auch wenn die Spuren im Sande verlaufen. Diese Abwartetaktik konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Das Buch ließ sich gut lesen, wenn es auch einige Längen hatte, gerade für mich beim Thema Banken, wo ich dann zugegebenerweise auch den ein oder anderen Hänger hatte, weil ich mich mit diesem Stoff noch nie wissentlich beschäftigt habe. Das war mir stellenweise zuviel Theorie. Für meinen Geschmack wurde zuviel erzählt und beraten, statt wirklich bei der Suche aktiv zu werden. Die Ansätze waren gut und hatten Potential, konnten aber leider nicht umgesetzt werden. Aber schon wie anfangs erwähnt, die Beschreibung der Berge in der Schweiz und die Liebe zum Skifahren, die der Autor phantastisch beschrieben hat, entschädigen den Leser für die viele Theorie.

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