Roland Jungbluth

 4.1 Sterne bei 129 Bewertungen
Autor von Remember.

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Remember

Remember

 (129)
Erschienen am 01.07.2012

Neue Rezensionen zu Roland Jungbluth

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Rezension zu "Remember" von Roland Jungbluth

Ein gelungenes Verwirrspiel
zuendegelesenvor 8 Monaten

Meinung

Dein Leben ist von der einen auf die andere Sekunde ein völlig anderes. Du erwachst in einer psychiatrischen Anstalt. Wie du dort hinkamst, ist dir ein Rätsel. Was, wenn dein Leben zu einem Albtraum wird und du glaubst, es wäre die Realität? Diese schwierige Frage kreiste mir unentwegt durch den Kopf, ohne eine wirkliche Antwort darauf zu finden.

So erging es Annabel, die in einer Anstalt erwacht und auf drei Jungs aus ihrer Schule trifft, die sie nur flüchtig kennt. Doch das ist noch nicht alles. Die Jungs sagen ihr, dass Leute kommen, die vorgeben ihre Eltern zu sein, um sie mitzunehmen. Annabel soll dieses Spiel mitspielen und so tun, als ob das stimmt, dass sie aus der Anstalt entkommt. Doch sie schafft es nicht, weil sie sich nicht mehr an ihre Eltern erinnern kann. Sie sind wie aus ihrer Erinnerung gelöscht. Damit beginnt die skurrile Geschichte der vier Hauptcharaktere. Da sie in der Schule nicht viel miteinander zu tun hatte, lernen sie sich im Laufe der Handlung besser kennen. So erfährt Annabel auch, dass die Jungs, die sich schon länger in der Anstalt befinden ebenfalls nicht mehr an ihre Eltern erinnern können und nach einer Möglichkeit suchen, die Anstalt zu verlassen. Die Sicht des allwissenden Erzählers macht es dabei ziemlich einfach, hinter die Fassade jedes Einzelnen zu blicken, und neben den Dialogen herauszufinden, wie die Teenager in die Lage gekommen sind.

Dieser Weg, den die vier Jugendlichen gehen, ist ein gefährlicher, der immer wieder durch verwirrende Geschehen undurchsichtiger wird. Der Autor spielt gekonnt mit eingebrachten Rätseln und neuen Herausforderungen, die richtig Spannung aufkommen lassen. Man fliegt dank des leichten Schreibstils regelrecht über die Zeilen.

»Das Spiel zwischen Gut und Böse wird nicht im Himmel ausgetragen und auch nicht in der Hölle. Es findet in dir selbst statt. Und wenn du ganz leise bist und in dich hineinhorchst, dann kannst du das Klirren der Schwerter auf dem Feld deiner Angst hören. Aber ich will nicht mehr kämpfen, ich will keine Schmerzen mehr spüren. Deshalb habe ich mich für eine Seite entschieden. – Für welche Seite hast du dich entschieden, […]?«

Seite 334

Beim Lesen erging es mir nicht anders als den vier Teenagern. Fragen, Antworten und wilde Theorien machten sich in meinem Kopf breit und veranlassten mich dazu, der Geschichte weiter zu folgen. Ich wollte unbedingt wissen, welchen Sinn das Ganze hat und wie das Puzzle zu einem Ganzen zusammengefügt wird. Es war fast unerträglich, mit jeder dazu gekommenen Wendung an ein Ende zu glauben. Die Story kreiert eine Welt, der man sich nicht entziehen kann und es fällt schwer sich davon zu lösen.

Als die Jugendlichen aus der Anstalt geflohen sind, verbrachten sie ihre Zeit in Richmond (London), bevor es weiter nach Willowsend zu einem Haus am See ging, dass den Eltern von einem der vier gehört. Zu diesem Zeitpunkt fällt besonders auf, dass die Erinnerungen der Charaktere nicht gänzlich verschwunden sind und sie immer wieder zutage gefördert werden. Diese Stelle ist ganz besonders, weil sie am Ende eine wichtige Rolle spielt, die ich nicht vorwegnehmen möchte.

Im letzten Teil des Buches gab es nur noch eine Aneinanderkettung von Ereignissen, denen ich ungläubig folgte und an einem Stück gelesen habe. Die einzelnen Glieder der Kette fügten sich zusammen und sorgten für einen gewaltigen „WOW-Effekt“, der noch lange nachhallen wird. Woran nicht zuletzt die Aktualität der Handlung schuld ist, die die Homosexualität thematisch ein bisschen aufgreift. Aber auch Themen wie Freundschaft und Vertrauen, sowie die Liebe bleiben nicht außen vor.

Das Geschehen wurde von einem fiktiven Interview unterbrochen. Dieses kommt zunächst wie ein zusammenhangsloser Teil daher, bei den man verzweifelt versucht eine Verbindung zur Haupthandlung herzustellen. Dieses Interview wird von Laura Finnagan (BBC-Inside) und Nicolas Hill (Pressesprecher Hillhouse Institut) geführt. Daraus geht hervor, dass das Institut eine wissenschaftliche Technologie hergestellt hat, die die Intelligenz der Menschen übersteigt. Es ist die Rede davon, diese Technologie wieder zu zerstören, weil man sich den Konsequenzen dieser nicht bewusst ist. Man erfährt aber noch nicht, was das Interview mit der Geschichte zu tun hat. Es taucht partiell auf und man gewinnt immer mehr Informationen dazu. Irgendwann ist dieses Interview spannender als die eigentliche Handlung. Dazu sollte man noch erwähnen, dass die eigentliche Geschichte in der Zeit der Mondlandung (1969) spielt und das Interview 50 Jahre danach, also 2019. Ein bisschen schade ist es, dass man das Jahr 1969 gar nicht so sehr bemerkt hat, außer an der erwähnten Apollo 11 Mission.

  

Fazit

Es ist nicht einfach, zu diesem Buch etwas zu sagen, ohne in Spoilern zu reden. Es handelt sich hierbei um eine deutliche Leseempfehlung für alle Leser ab 12 Jahren. Wer also einen atmosphärischen und spannenden Jugendthriller sucht, der gefüllt mit Wendungen und interessanten Verwirrspielen ist, liegt mit Remember genau richtig. Zudem bietet das Buch sehr eigenwillige Charaktere, die im Fokus liegen und durch die Handlung nochmals extra hervorgehoben werden. Wie, erfährt man im Buch. Man fiebert und rätselt mit und hofft des Rätsels Antwort zu finden – bis zum Schluss.

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queenmadis avatar

Rezension zu "Remember" von Roland Jungbluth

Was ist real?
queenmadivor 9 Monaten

Remember stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, sodass ich es sofort lesen musste als ich es endlich in den Fingern hatte. Ich kann nur sagen: das Warten hat sich gelohnt!

Man beginnt zu lesen und hat erst keinerlei Informationen darüber, was passiert ist oder warum. Auch weiß man nicht, ob die Protagonisten verrückt werden oder ob tatsächlich etwas nicht stimmt. So lernt man die Charaktere nach und nach kennen ohne einschätzen zu können ob sie oder ihre Geschichte real sind. Diese Unwissenheit zieht sich durch das gesamte Buch und macht es so unglaublich spannend. Ich habe beim Lesen alle paar Seiten meine Einschätzung der Realität geändert. Natürlich führt diese Spannung dazu, dass man das Buch am liebsten auf einmal lesen würde. Auch bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten, was nicht selbstverständlich ist. Viele Autoren schaffen es nicht die Spannung so lange aufrechtzuerhalten ohne dass es übertrieben wirkt.
Immer wieder gibt es kurze Einblicke in ein Interview, dadurch erhält man nach und nach Hinweise auf das Ende. Jedoch sind diese so subtil, dass man nicht gespoilert wird oder sich das Ende schon denken kann.
Besonders gut fand ich das letzte Kapitel nach der Auflösung des Rätsels (die ich hier natürlich nicht verraten will). Man erfährt nochmal einige Details über die Protagonisten und es ist ein super Abschluss zu einem super Buch.

Insgesamt war ich sehr begeistert. Ein spannendes Thema, das sehr gut umgesetzt wurde. Definitiv lesenswert!

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Geschichten-Welts avatar

Rezension zu "Remember" von Roland Jungbluth

Remember
Geschichten-Weltvor einem Jahr

Ehrlich gesagt hatte ich mir das Buch in erster Linie nur wegen des geilen Covers gekauft. Natürlich war der Buchklappentext auch interessant, aber am ausschlaggebendsten war wohl das Cover. Eine seltsame Art seine Bücher aus zu suchen, aber in diesem Fall hat es sich definitiv gelohnt.

Remember ist tatsächlich von Anfang bis Ende spannend. Bis zum letzten Kapitel wusste man eigentlich nicht genau was vor sich ging und das Ende ist doch ein wenig überraschend. Auch für jemanden wie mich, die gerne mal auf die letzten Seiten schaut mitten beim Lesen, hat sich erst ganz zum Schluss offenbart was passiert war.

Für Leute, die es spannend lieben, ist das Buch absolut empfehlenswert.

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Gespräche aus der Community

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Hey hey ihr Lieben,
AnnaBerlin und ich sind Mitglieder der Gruppe "SUB-ABBAU 2016 - Entdecker der verborgenen Schätze" und möchten in diesem Sinne mit jedem der Lust dazu hat im neuen Jahr dieses Buch hier gemeinsam lesen.

Das genaue Startdatum steht noch nicht so richtig fest. Angedacht ist aber Mitte/Ende Februar 2016 :) Wir freuen uns über jeden weiteren Mitleser und hoffen auf eine schöne Leserunde. Mal schauen ob sich das Buch als einen Schatz entpuppen wird ;) ich bin gespannt.

Bei Fragen oder Anregung schreibt einfach hier und wir kümmern uns drum :)
Die Kapieleinteilung ist immer um die 50 Seiten rum ;) finde das ist ne gute Seitenzahl um genug drüber schreiben zu könen aber nicht erschlagen zu sein.
Ist das euch zu viel? Soll die Einteilung bei weniger Seiten liegen?
Einfach Besched geben ist möglich zu ändern so, dass es für alle passt ;)
Schöne Leserunde uns allen <3

Glg Jana alias Prinzessin

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Letzter Beitrag von  Prinzessinvor 2 Jahren
http://www.lovelybooks.de/autor/Roland-Jungbluth/Remember-969828833-w/rezension/1262641202/ 4 Sterne von mir ;) nun lese ich eure Rezis :) Ich bin gespannt
Zur Leserunde

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