Roland Kachler Hypnosystemische Trauerbegleitung

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Inhaltsangabe zu „Hypnosystemische Trauerbegleitung“ von Roland Kachler

Trauer und Verlust gehören zu jeder Biografie, und so verwundert es nicht, dass beides auch im Verlauf vieler Therapien zum Thema wird. Vom herkömmlichen Ziel in der Trauerarbeit, einen Verstorbenen loszulassen, fühlen sich viele Betroffene jedoch nicht verstanden und unterstützt. Neuere Untersuchungen zeigen, dass der Trauerprozess ein zirkulärer, selbstbezüglicher und dynamischer Selbstorganisationsprozess ist. Trauernde pendeln zwischen dem Realisieren des Verlusts und der tiefen Sehnsucht, eine neue innere Beziehung zum Verstorbenen zu finden. Trauerarbeit kann deshalb als kreative Beziehungsarbeit verstanden und als solche therapeutisch genutzt werden. Roland Kachler stellt erstmals die systemischen, hypnotherapeutischen und hypnosystemischen Hintergründe und Vorgehensweisen dieses neuen Traueransatzes dar. Die vorgestellten Interventionen können unmittelbar für die Arbeit in der Trauerbegleitung angewandt werden. Zahlreiche Fallbeispiele illustrieren die Umsetzung sowohl in der akuten Trauerbegleitung als auch in der Psychotherapie. „Ich bin sehr froh, dass dieses Buch endlich erscheint, es ist aus meiner Sicht längst überfällig und stellt einen echten Meilenstein dar.“ Dr. med. Gunther Schmidt

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  • Rezension zu "Hypnosystemische Trauerbegleitung" von Roland Kachler

    Hypnosystemische Trauerbegleitung
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    28. March 2012 um 09:02

    Nach dem Tod seines Sohnes Simon sah sich vor Jahren der Psychotherapeut Roland Kachler gezwungen, sich als trauernder Vater und als Therapeut ganz neu mit dem Phänomen der Trauer auseinanderzusetzen. Er merkte, dass die psychoanalytisch geprägte Theorie der Trauer mit ihrem zentralen Pfeiler des „Loslassens“ ihn nicht mehr überzeugte und weiter führte. In der Folge schrieb er zahlreiche Bücher für Trauernde, die unendlich vielen Menschen seither in ihrer konkreten Trauer geholfen und vielen Seelsorgern und Therapeuten ganz neue Wege aufzeigten, wie sie trauernde Menschen begelten können. Es seien hier genannt: Meine Trauer geht – du bleibst, Kreuz 2009 Wie ist das mit der Trauer, Gabriel 2007 Damit aus meiner Trauer Liebe wird, Kreuz 2007 Meine Trauer wird dich finden, Kreuz 2009 In meiner Trauer wohnt die Liebe, Kreuz 2010 Für immer in meiner Liebe, Schwabenverlag 2010 Alle diese Bücher sind ausnahmslos zu empfehlen, auch für Trauernde, die sonst selten lesen. Sie sind verständlich und betonen alle, dass die Liebe zu dem Verstorbenen eben nicht losgelassen werde braucht, denn sie ist das tragende Element, das aus der Trauer heraus führt und eine dauernde Verbindung zu dem Verstorbenen aufrecht erhält, ohne dass die das weitere Leben des Trauernden behindern, einschränken oder verunmöglichen würde. Das nun hier vorliegende Buch zeigt mit vielen Beispielen aus der therapeutischen Theorien und Praxis den hypnosystemischen Theorie- Hintergrund der Arbeit Kachlers auf. Fußend auf der Arbeit und der Werken von Gunter Schmidt, der zu diesem Buch auch ein begeistertes Vorwort geschrieben hat, zeigt Roland Kachler hauptsächlich seinen KollegInnen in den verschiedenen Therapeutenschulen, wie sie bei den Trauernden unter ihren Klienten ( und das sind mehr als man denkt, denn die Trauer, kann sie nicht bearbeitet werden, macht die Seele krank) mit seinen Methoden und den von ihm entwickelten Ritualen und Therapieschritten erfolgreich arbeiten können. Es ist ein „Leitfaden für die Praxis“, der auch für Seelsorger und freie Trauerbegleiter ohne therapeutische Ausbildung in weiten Teilen geeignet ist und ihre Arbeit mit trauernden Menschen mit Sicherheit befruchten kann. Zum Einstieg in die nicht immer leichte Lektüre seien die oben erwähnten Bücher empfohlen.

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  • Rezension zu "Hypnosystemische Trauerbegleitung" von Roland Kachler

    Hypnosystemische Trauerbegleitung
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. April 2011 um 13:09

    Roland Kachler – Hypnosystemische Trauerbegleitung Mögliche Beziehungsgestaltung Nicht in erster Linie um den Tod und die abgrundtiefe Trauer betroffener Angehöriger geht es dem Buch, in erster Linie richtet Kachler seine Aufmerksamkeit, wie es Günther Schmidt im Vorwort treffend ausdrückt, auf ein „in Beziehung treten“, eine „Gestaltung von Beziehung“ gerade auch im Blick auf den oder die Verstorbene, auf die Entdeckung der eigenen, neuen Lebenskraft, die durch den Prozess der Trauer auch freigesetzt werden kann. Wohlgemerkt „in Beziehung“ zu dem oder der Verstorbenen. Trauer wird hier Verstanden als eine Emotion, einen Wunsch, „in Verbindung“ zu bleiben. Dieses „in Verbindung bleiben wollen“ der Emotion in die eigene Person, das eigene Selbst mit zu integrieren, ohne dass diese Trauer das Leben umfassend lähmt ist das Ansinnen des hypnosystemischen Ansatzes der Trauerbegleitung. Das Annehmen tiefer, oft unbewusster, emotionaler Vorgänge ist dabei der Schlüssel zur Integration statt des eher üblichen „dagegen Ankämpfens“ und die hypnosystemische Methode bietet für dieses „Annehmen“ eine Reihe von erwiesen wirksamen Techniken, Methoden und Haltungen. Im Rahmen des Ansatzes werden die Trauer selbst, die Bindungen zum Verstorbenen, der Wunsch, „in Verbindung zu bleiben“ zu machtvollen therapeutischen Ressourcen auf dem Weg, in sich einen „sicheren Ort“ für den Verstorbenen zu finden, ihn quasi in diesen Ort „freizulassen, ohne ihn zu verlieren“. Im rahmen dieser Überlegungen bietet Kachler zunächst im Buch die theoretischen Grundlagen des hypnosystemischen Ansatzes unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse der Hinforschung und der Neurobiologie. Darauf folgend stellt Kachler, ebenfalls unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse (hier aus der empirischen Trauerforschung), den Trauerprozess als „aktiven und kreativen Beziehungsprozess“ vor Augen. In diesem Bereich des Buches stellt er zudem eine Vielzahl von Interventionsmöglichkeiten, Ritualen und Übungen vor, die diesen Prozess der Beziehungsklärung zutiefst fördern können. Bei all seinen Einlassungen legt Kachler im Übrigen hohen Wert darauf, dass nicht nur der Klient im Mittelpunkt des Interesses und der begleitenden Beratungsarbeit steht, sondern der Berater, Therapeut, Trauerbegleiter selbst, am Besten natürlich bereits im Vorfeld, eine eigene, innere Klärung zu leisten hat. Auch in Fragen des eigenen Umgangs mit persönlicher Trauer, vor allem in Fragen der inneren Stabilität massiven Verlusterfahrungen anderer Menschen gegenüber. Im Kern geht es Kachler grundlegend und als roter Faden im Buch um das bereits angesprochene Finden eines inneren Ortes, an dem der Verstorbene im Rahmen der Gesamtpersönlichkeit des Trauernden einen Platz finden kann („Dortlassen“ statt „Fortlassen“). Im Rahmen des klassischen Umganges mit Trauer im Umfeld, aber auch im Rahmen professioneller Beratungen ist dies ein anderer, neuer, interessanter Ansatz. Nicht ein „Das wird schon wieder“ oder ein „Loslassen, seinen Frieden damit machen, hinter sich lassen“ steht und bleibt im Raum, also eine Art „Kampf gegen die Trauer“, sondern ein dauerhaftes „Mit sich tragen“, „In Beziehung bleiben“ zum Verstorbenen und somit ein konstruktives „In Beziehung bleiben“. Wobei diese Fortsetzung der Beziehung eben nicht bedeutet, dauerhaft nun wie gelähmt „in (aktiver) Trauer“ zu verbleiben. Diese Haltung entspricht durchaus übrigens auch realen Erfahrungen, denn alle Beziehungen, die den Menschen auf seinem Weg prägen, verbleiben ihm letztlich in der ein oder andern Form. Dieses Verbleiben nun nicht ohnmächtig als niederschmetternd erleben zu müssen, sondern in guter Weise als Teil der eigenen Geschichte und des eigenen Selbst annehmen zu können, dazu bietet die Methode der hypnosystemischen Trauerbegleitung eine adäquate eigene Haltung und eine Vielzahl von methodischen Möglichkeiten der Hilfe zur Integration der Trauer und des Verlustes. Ein Ansatz, der zumindest grundlegend bedacht werden sollte und sowohl den Prozess der Trauer als auch den Trauernden selbst aus einem anderen Blickwinkel heraus zu begleiten versteht.

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