Roland Mueller Das Erbe des Salzhändlers

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Inhaltsangabe zu „Das Erbe des Salzhändlers“ von Roland Mueller

Liebe, Treue und Macht – und das „weiße Gold“ des Mittelalters: Salz Im Sommer 1158 reißt ein Feuer den Salzhändler Anselm Zierl samt Familie in den Tod. Nur sein Sohn Kai wird in letzter Sekunde von Junker Gottfried gerettet. Gottfried nimmt sich des Jungen an, der sich außer an seinen Namen an nichts erinnern kann. Erst als ein Ritter in Kais Gesicht Züge von dessen Vater erkennt, lüftet sich nach vielen Jahren der Schleier um Kais Identität. So kann er auch endlich sein Erbe einfordern. Doch bei seiner Familie in Innsbruck erwarten ihn nur Intrigen, Habgier und Verrat. Dennoch wird Kai Salzhändler wie sein Vater – und kommt hinter das Geheimnis, das Gottfried so lange vor ihm verborgen hat …

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    Das Erbe des Salzhändlers
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    09. September 2015 um 16:29

    So sehr wie mir das Buch am Anfang gefallen hat, umso verärgerter war ich am Schluss. Mit einem guten Lektorat hätte es was werden können. Was wollte der Autor berichten? Eine Geschichte über den Salzhandel? Das Thema wird angerissen. Wollte er den Konflikt zwischen Barbarossa und Heinrich dem Löwen darstellen? Das wird angerissen und zum Ende verfälscht dargestellt. Hier werden zwei Themen nebeneinander behandelt, die miteinander nichts zu tun haben, die sich nicht zusammenweben lassen. Damit fehlt dem Roman der fließende Zusammenhang einer Geschichte. 1158 bricht auf einer Brücke ein Feuer aus, das den Salzhändler Anselm Zierl samt Knecht, Frau und Kind in den Tod reißt. Nur sein Sohn Kai wird lebend in den Fluss gestürzt und von Junker Gottfried gerettet. Gottfried, der Knappe von Heinrich dem Löwen, zieht den Jungen groß, der aber an sein Leben vor dem Sturz keine Erinnerung mehr besitzt. Viel später erfährt er, wer er ist und fährt nach Innsbruck um sein Erbe einzufordern. Hier fehlt mir das erste Mal die Logik in der Geschichte. Der Bruder seines Vaters weist Kai plump ab, er könne ja nicht beweisen, wer er sei. Auch später, als Kai den Beweis seiner Herkunft in der Hand hat, kehrt er nicht zurück und überlässt den großen Besitz seinem Onkel? Kai macht sich zusammen mit einem Mann auf den Weg, ein bestimmtes Salz in Italien zu finden. Hier wird die Gewinnung von Meeresalz in Becken beschrieben. Sie fahren in den kleinen, noch unbedeutenden Ort Munichen (später München) und verkaufen ihr Salz. Hier lernt Kai Lisa kennen, seine spätere Frau. Lisa wird der Hexerei verdächtigt und die Dörfler wollen sie töten. Die beiden fliehen. Hier endet die Geschichte von Kai mehr oder weniger. Bis hierher hat mir der Roman gefallen, bis hierher ist es spannend und ich hätte eventuell vier Sterne vergeben. Doch nun nimmt die Geschichte unverständlicherweise den Faden wieder bei Barbarossa und Heinrich den Löwen auf. Hier wird ellenlang von ritterlichem Machogehabe berichtet, von dem Feldzug gegen die Lombarden. Fälschlicherweise zieht Heinrich mit in den Krieg, was historisch nicht stimmt, denn er verweigert die Gefolgschaft, was Barbarossa später als Anlass nehmen wird, ihn zu verstoßen und ins Exil nach England zu schicken. An dieser Stelle fragte ich mich, was dieses Buch mir sagen will. Mich hätte die Geschichte der Salzgewinnung und der Handelswege interessiert. Allein die Kulisse Innsbruck hätte genügend Stoff zur Geschichte von Abbau und Vertrieb von Salz geboten. Leider bricht das Buch abrupt damit ab. Die Beziehung zwischen Barbarossa und Heinrich den Löwen ist ein eigener Stoff, der auch hier mittendrin anfängt und nicht zu Ende geführt wird. Warum war Heinrich verärgert? Das wird nur kurz angerissen. Barbarossa hatte ihm für seine langen treuen Dienste und die Mithilfe im Feldzug gegen die italienischen Städte Bayern geschenkt, wobei er Österreich abgekoppelt hatte, das zu dem Zeitpunkt zu Bayern gehörte. Heinrich wäre dem Kaiser sonst zu mächtig geworden, samt seiner Ländereien im Norden. Auch ist historisch in diesem Roman falsch berichtet, dass Barbarossa die Schlacht aufgibt und verhandelt. Er hatte die Schlacht schlicht verloren. Die Zwistigkeiten mit dem Papst werden kurz angerissen, leider nicht erörtert. Es wird nicht erklärt, wie die Geschichte zwischen Barbarossa und Heinrich den Löwen endet. Beide Themen des Buchs sind interessant, aber keine ist hier ausgegoren. Zusammengeklatscht wirken sie auf mich wie zwei angefangene Manuskripte, die unvollendet zusammengeklebt wurden. Genau das hat mich zum Ende maßlos geärgert. Aber es ging noch weiter. Das letzte Kapitel handelte als Nachspann dann wieder von Kai, ein paar Jahre später. Er wohnt nu, verheiratet mit Lisa, wieder in Munichen. Hier hat er mit seinem Freund in der kurzen Zeit ein riesiges Gebäude errichtet, mit Kontor und Wohnraum für mehrere Familien, großem Lagerplatz und Schlafstätte für Händler. Ich frage mich, wie das in der kurzen Zeit geschehen sein konnte und woher sie das Geld hatten. Lange Zeit konnte nicht vergangen sein, denn Lisa bekommt ihr erstes Kind. Sie gehen zurück in die kleine Stadt zurück, in der die Menschen erst kurz vorher Lisa verbrennen wollten? Nun ist sie keine Hexe mehr, sondern eine unbescholtene Händlersfrau? Hier liegen für mich zwei eklatante Plotfehler vor, die ich gar nicht nachvollziehen kann. Die Erinnerungslücke von Kai würde ich medizinisch anzweifeln, sie ist in dieser Form über die lange Zeit nicht möglich. Und dass er zum Schluss seine Erinnerung an die brennende Frau nicht auf seine Mutter bezieht ist unmöglich. Ein weiterer Fehler im Plot. Ich frage mich, wer hier das Lektorat gemacht hat? Da weder Lektor noch Korrektor erwähnt werden, gehe ich bei der Fülle von Fehlern davon aus, dass hier niemand dem Autor zur Seite gestanden hat. Der Autor gibt im Nachwort zu, einige historische Ereignisse zu Grunde gelegt zu haben und einiges erfunden zu haben. Es ist nichts dagegen einzuwenden, Figuren zu erfinden oder Ereignisse auszulegen. Es ist in Ordnung, zu vermuten, warum Heinrich sich von seiner ersten Frau trennte. Aber es ist für mich nicht ok., Geschichtsfakten zu verdrehen. Ein weiteres Manko an dem Buch ist für mich Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck. In jedem Buch werden Tippfehler gemacht. Hier geht es aber über ein normales Maß hinaus. Das ist peinlich für ein Verlagsbuch. Die letzten 10 % des Buchs haben nichts mit dem Roman zu tun. Hier wird schlicht Werbung für andere Bücher des Verlags betrieben. Auch das ist zu viel des Guten. Fazit: Ein Buch, das mit Spannung beginnt und interessant zu werden scheint. Leider kann dies nicht durchgehalten werden, da die eigentliche Geschichte, das Erbe des Salzhändlers abrupt endet. Der Titel ist nicht zielführend, da das Erbe gar nicht behandelt wird. Der zweite Hauptstrang wird mit dem ersten nicht logisch verwoben und Geschichtliches wird nicht unbedingt korrekt wiedergegeben. Ein langweiliges Ende, das mit zwei offenen Strängen im Nirwana endet. Mit einem unglaubwürdigen, zeitversetzten Kapitel wird versucht ein Strang zu kitten. Dieses Buch hätte interessant werden können.

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  • Leserunde zu "Der Goldschmied" von Roland Mueller

    Der Goldschmied
    Fabered

    Fabered

    Liebe Fans und Leser des Historischen Romans! Ganz herzlich möchte ich Euch zu einer vergnüglichen und sicherlich spannenden Leserunde einladen, bei der ein besonderes Buch im Mittelpunkt stehen wird:     "Der Goldschmied" Besonders deshalb, weil es die Geschichte eines Künstlers ist, dem im Mittelalter vermeintlich alles gelingt, was er anpackt. Aus dem ärmsten Stadtviertel Londons stammend, geht Gwyn Carlisle bei einem einstmals großen Goldschmiedemeister in die Lehre, unter dessen Anleitung er zum begnadeten Meister seines Handwerks aufsteigt. Aber sonst ist  das Leben nicht gerade fair zu ihm. Sein verehrter Meister verliert den Kampf gegen die Inquisition und die Frau, in die sich Gwyn unsterblich verliebt, macht ihm nach der Hochzeit ein schreckliches Geständnis. Spätestens jetzt ist das Leben des Goldschmieds dramatisch und voller Tragödien. In Gwyn`s Reise zu sich selbst erlebt der Leser das Mittelalter aus der Sicht der kleinen wie mächtigen Leute, mit all seinen Entbehrungen, Intrigen, Tragödien aber auch den kleinen kostbaren Momenten voller Glück. "Faber Gottes" nennt man ihn ehrfürchtig, den sein Weg von London über Augsburg und Venedig bis nach Rom führt. Doch dort wartet ein Gegner auf ihn, gegen den er eigentlich nicht gewinnen kann. Dass er den Kampf trotzdem aufnimmt, ist Gwyn nicht nur sich selbst schuldig.   Mehr Infos gibt es auf: http://www.dotbooks.de/e-book/209206/der-goldschmied Eine kurze Lesung gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=MHe7mzLAdzE Dies war in groben Zügen der Inhalt des Historischen Abenteuerromans über den Aufstieg eines Goldschmieds aus dem Mittelalter. Und wer jetzt Lust bekommen hat, in diese pralle Epoche einzusteigen, der sollte die ganze Geschichte lesen ... ! Bewerbt Euch doch einfach bis zum 20. September um eines der 20 gratis eBooks aus dem dotbooks-Verlag. Ich hoffe auf viele unterhaltsame Gespräche mit Euch. Viel Glück! Euer Roland Mueller

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  • Rezension zu "Das Erbe des Salzhändlers" von Roland Mueller

    Das Erbe des Salzhändlers
    saskia_annen

    saskia_annen

    28. June 2010 um 00:34

    Durchschnittlicher historischer Roman. Äußerst leichte Kost für eine längere Zugfahrt. Wert auf historisch korrekte Darstellung sollte man hierbei nicht liegen. Roland Müller gelingt dies nicht wirklich gut. Aber das Buch ist so flüssig und eingängig geschrieben -und auch spannend genug- um es zu lesen. Ein absolutes MUSS ist es aber wirklich nicht.