Roland Pauler Bärentöter

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Inhaltsangabe zu „Bärentöter“ von Roland Pauler

Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet, treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor heidnischen Ritualen zurück. Dem stellt sich der Vierzehnjährige beherzt entgegen. Nachdem er Bären und Wölfe bezwungen hat, hält man ihn für einen Auserwählten; als der Graf von Straubing in ihm seinen unehelichen Sohn erkennt und ihn als Erben einsetzt, scheint Wilfrieds Glück vollkommen. Doch mit seinem Eintreten für Gerechtigkeit und die Überwindung von Standesschranken verstößt er gegen die geltende Ordnung. Das ist nicht nur den Wotansbrüdern ein Dorn im Auge. Die Mitglieder des Geheimbunds holen zum tödlichen Schlag gegen Wilfried aus.

Ein historischer Roman, der Spaß macht!

— KristinSchoellkopf

Eine Heldensage für Jugendliche.

— ClaudisGedankenwelt

Tolles Jugendbuch

— Steph86

Die Geschichte eines bettelarmen Jungen, der zum Helden wird. Einfach fantastisch.

— Yoyomaus

Ein tolles Abenteuerbuch für Jungs, spannend und unterschwellig lehrreich, lässt die Leser (Alter 12 - 16 Jahre) eintauchen ins Mittelalter

— Wuestenfuchs

Vom armen Bauern zum Grafensohn - spannend erzählt!

— mabuerele

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  • Ein Mittelalterroman für Jugendliche

    Bärentöter

    histeriker

    30. November 2016 um 15:31

    Inhalt:Wilfried wird als Herdentreiber angeheuert, um seiner Familie helfen zu können. Auf seinem Weg pasieren ziemlich viele Abenteuer.Bewertung:Zuerst die positiven Sachen.Das Buch ist in einem flüssigen Stil geschrieben und ich habe es ziemlich schnell gelesen. Die dargebotenen Informationen sind interessant und die Atmosphäre des Mittelalters wird gut beschrieben. Man merkt zwar, dass es als Buch für Jugendliche gedacht ist, da die Charaktere dazu genutzt werden, die Besonderheiten, wie z.B. das Lehenswesen, zu erläutern. Ich finde, dass die erwachsenen Leser dies merken, es ist aber nicht sehr störend und es ist, wie ich es beurteilen kann, alles richtig. Auch die größeren Zusammenhänge in Europa werden erwähnt und dem Leser näher gebracht.Was mich störte, war die Geschichte. Es war deren Unglaubwürdigkeit in der Folge der Ereignisse, so dass mich die Geschichte mehr an ein Märchen erinnerte. Wie oft passierten damals solche Dinge? Wie viele Adlige würden sich ändern? Dadurch wird den Jugendlichen ganz anderes Bild des Mittelalters vermittelt und das finde ich nicht wünschenswert.Daher: Wer es als ein Märchen im glaubhaften Rahmen lesen will, dazu eignet sich dieses Buch hervorragend.

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  • Bärentöter

    Bärentöter

    Line1984

    17. August 2016 um 11:01

    Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden, ich schaute mir die Verlagsvorschau an und stolperte dabei über dieses Buch.Bald erscheint der zweite Teil und ich war gespannt was mich hier erwarten würde. Der Klappentext überzeugte mich sofort und auch das Cover wirkte geheimnisvoll und machte mich neugierig welche Story sich wohl dahinter verbirgt.Ich begann mit dem lesen und wurde in der Zeit zurück geworfen, ich fand mich im tiefsten Mittelalter wieder.Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und leicht zu lesen, die gewählte Sprache war für mich leicht verständlich. Der Autorschreibt sehr detailliert und unglaublich gut recherchiert, das beeindrucke mich.Es kam mir teilweise so vor als wäre ich selbst ein Teil der Story.Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet dadurch wirkten sie auf mich sehr authentisch.Die Handlung ist unglaublich fesselnd und sehr spannend. Teilweise gab es einige doch sehr blutige und brutale Szenen. Was mich aber nicht störte, im gegenteil zu der damaligen Zeit gehörte es denke ich einfach dazu.Ich für meinen Teil bin wirklich begeistert, ich hatte hohe Erwartungen und kann nun sagen das diese echt noch übertroffen worden. Ein Fantasyabenteuer welches mich völlig mitgerissen und mich nicht mehr losgelassen hat!Jetzt freue ich mich riesig auf die Fortsetzung die im September erscheinen wird.Klare und uneingeschränkte Empfehlung!Fazit:Mit "Bärentöter - Der Auserwählte" ist dem Autoren ein unglaubliches gut gestaltetes Fantasyabenteur gelungen welches meine Erwartungen bei weitem sprengte.Natürlich bekommt dieses Buch von mir die volle Punktzahl!

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  • Ein spannendes Buch

    Bärentöter

    Blacksally

    29. July 2016 um 06:57

    Das Cover:Ich mag das Cover, es ist geheimnisvoll gemacht. Ich nehme an man sieht dort unseren Protagonisten Wilfried. Im Hintergrund ist ein schöner Bogengang zu sehen. Auch die Farben finde ich sehr schön und passend zur Geschichte. Der Protagonist:Wilfried was mir von Anfang an sympathisch. Er ist ein armer junge, dessen Familie nicht viel Geld hat und oft Hungern muss. Er lebt bei seiner Mutter, sein Vater ist bereits vor Jahren gestorben und er sinnt nach Rache an dem Mörder seines Vaters. Als er mit einem Ungarn nach Nürnberg aufbricht ereilt ihm eine Glückssträhne, die fast schon ein bisschen zu viel des guten ist. Aber auch trotz seines Glückes bleibt Wilfried sehr Bodenständig, was mir gut gefallen hat.Der Schreibstil:Sehr Angenehm zu Lesen. Man kommt bereits auf den ersten Seiten sehr gut in die Geschichte rein, der Protagonist wird vorgestellt und man erfährt etwas über sein Leben vor der Geschichte. Die Personen im Buch sind schön ausgearbeitet und auch wenn man manche nur am Rande kennen lernt mag man die meisten davon. Was mir nicht so gefallen hat waren die langen Textabschnitte über Götter wie z.B. Wotan. Es war zwar interessant, aber das die "Bösen" im Buch so lange darüber reden, Rituale abhalten ect. war irgendwann etwas langweilig.Der Autor:Geboren 1954 in Bamberg, war nach dem Studium der Geschichte, Altphilologie und Germanistik Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut, Rom. Danach von 1985 bis 1996 Mitarbeiter der Universität München. 1992 erfolgte die Habilitation in Mittelalterlicher Geschichte; anschließend Vertretung von Professuren in Regensburg, München und Erlangen. Zahlreiche Veröffentlichungen zu historischen Themen, darunter »Der Kaiser und die Papessa« (1999), »Leben im Mittelalter« (2007) und »Karl der Große. Der Weg zur Krönung« (2009). „Der Bärentöter. Der Auserwählte“ ist sein erster Jugendroman, erschienen bei Fabulus.Roland Pauler lebt mit seiner Frau als freier Schriftsteller in Windorf bei PassauMein Fazit:Ein Spannendes Buch auf dessen zweiten Teil ich mich schon freue. Leider kommt dieser wohl erst nächstes Jahr raus. 

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  • Bärentöter

    Bärentöter

    xxxxxx

    24. July 2016 um 13:24

    Das Buch Bärentöter - Der Auserwählte von Roland Pauler erschien im Fabulus-Verlag. Der Titel ist passend und das Cover auch. Außen herum sind die Seiten grün, was gut aussieht. Das Buch spielt im Jahre 1348 und zeigt wie der vierzehnjährige Wilfried seine Mutter verlässt und wandernder Viehhirte wird.  Wilfried ist arm und hungert seit sein Vater von Räubern getötet wurde. Er träumt davon, Wölfe, Bären und Drachen zu töten, seine Prinzessin zu befreien und sogar Herrscher zu werden. Tatsächlich wird er schon bald von Wölfen und einem Bären angegriffen. Auch die Räuber sind eine Gefahr. Und dann landet er beim Grafen und es kommt zu einer Überraschung! Könnte der Traum die Wahrheit sein? Das Buch hat 20 Kapitel. Es ist spannend und verdient fünf Sterne! 

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  • "Bärentöter" - Ein Jugendbuch mir Klasse!

    Bärentöter

    KristinSchoellkopf

    02. May 2016 um 16:25

    Ich habe das Rezensionsexemplar, auf meine Anfrage hin, von Frau Grützner von Literaturtest erhalten und möchte mich herzlich bei Ihr, Literaturtest, dem Fabulus-Verlag und natürlich Herrn Pauler bedanken.Das Cover des Romans passt perfekt zur Stimmung im Buch und macht einfach neugierig. Zu sehen ist das Gesicht eines Jungen, welcher keinerlei Gesichtsregung zeigt. Er scheint in einem Umhang gekleidet zu sein, da nur der obere Teil davon zu erkennen ist. Der Junge ist durchsichtig und man kann durch ihn hindurch eine Art Bogen eines Gebäudes oder einer Brücke erkennen. Zudem ist das komplette Cover in einem dunklen Grünton gehalten, was es noch mysteriöser und spannender wirken lässt. Was mich an den Büchern des Fabulus-Verlags sehr begeistert, sind die colorierten Außenseiten der Bücher. Bei "Bärentöter" sind sie hellgrün und scheinen den Leser richtig an. Da liest man doch ein Buch umso gerner ;)Die Geschichte dreht sich um einen 14-jährigen Jungen, Wilfried, welcher für seine Familie sorgen muss, nachdem sein Vater auf grausame Weise zu Tode kam. Allerdings steht seine Familie, so sehr er sich auch bemüht, kurz vor dem Hungertod und er entschließt sich deshalb Viehtreiber zu werden, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, sind die Abenteuer, in welche er geraten und dass er als "Bärentöter" in die Geschichte eingehen wird...Der Hauptcharakter des Buches heißt, wie oben beschrieben, Wilfried. Seine Person und seine Denkweisen sind schön ausgearbeitet und man kann seine Entscheidungen nachvollziehen. Mir allerdings hat das "Innere" etwas gefehlt. Die Emotionen kamen meiner Meinung nach ein wenig zu kurz. Die anderen Personen im Roman sind auch eher oberflächlich beschrieben, allerdings werden vor allem Äußerlichkeiten sehr detailliert geschildert. Die Sprache in "Bärentöter" erinnert eher an ein Sachbuch, als an einen Roman für Jugendliche. In den meisten Sätzen ist so viel Information verarbeitet, dass, wie schon gesagt, das Gefühl auf der Strecke bleibt. Allerdings sind die Formulierungen sehr schön der damaligen Zeit angepasst. Man schmunzelt immer wieder über die Ausdrücke von damals...Wie Ihr wisst bin ich ein großer Geschichtsfan. Ich liebe es, alles über Zeiten wie das Mittelalter, das alte Ägypten, Deutschland im 20. Jahrhundert... zu erfahren.Aus diesem Grund war "Bärentöter" für mich eine Wonne, da der Leser sehr viel über die damalige Zeit (auch über die Pest!) erfährt und sich danach fühlt, als wäre er auf einer Zeitreise gewesen. Fazit:Der Roman hat mich aufgrund des geschichtlichen Aspekts und der historischen Genauigkeit sehr begeistert. Allerdings kamen mir die Charaktere etwas zu kurz, was aber auch an meinem persönlichen Geschmack liegen kann.

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  • gut gelungener Auftakt

    Bärentöter

    Biankas_Buecherkiste

    09. March 2016 um 11:11

    Dies ist der Auftakt der Bärentöter-Reihe. Die Story ist spannend, fesselnd geschrieben das man nicht aufhören konnte mit lesen. Man ist von der ersten Seite an gefesselt. Dies schafft nicht jedes Buch und deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch lesen durfte. Die Charaktereentwicklung ist sehr gut beschrieben, aber an sich auch nicht sehr realistisch in der Umgebung des Jahres 1348. Man sieht eine Steigerung der Charaktere und man freut sich auf die jeweiligen Eigenschaften eben dieser, da sie immer wieder neue Wendungen und Würzungen hineinfügen. Die Verbindung in den Träumen von Wilfried von Siegfried und den Drachentöter war sehr gelungen. Einfach Klasse gemacht von Roland Pauler, dem Autor. Die Umgebung war sehr realistisch geschrieben, so das man sich leicht hineinversetzen konnte. Ein negativer Punkt waren die teilweise sehr hart beschrieben Rituale oder andere Gewaltszenen, die selbst ein Erwachsener schlucken lassen haben. Und da ist das Buch für eine Altersgruppe um die 14 Jahre eher zu hart. Auch die schnelle Erhebung bzw. den Voranschreiten der Geschichte rund um Wilfried in die Adelskreise war etwas unglaubwürdig. Manche Charaktere hätten eine nähere Beschreibung gut getan, da sie sehr blass in der Geschichte waren. Unerwartete Wendungen und Überraschungen haben ihren Reiz an der Geschichte aus gemacht und lassen die Frage offen wie es denn weiter geht rund um Wilfried. Ich hoffe sehr bald. Der Schreibstil war leicht verständlich, sehr an die Jugendlichen angehaucht und das trotz der historischen Lage der Geschichte. Es war trotzdem sehr spannungsgeladen und interessant geschrieben. Auch die große Schrift und die kurzen Kapitel kamen sehr dem Lesereiz der Jugendlichen entgegen. Ein Pluspunkt bekommt das Buch für den Neongrünen Buchschnitt. Er ist sehr ausgefallen und gefällt mich sehr gut. Ansonsten ist das Cover sehr gut gelungen. Das Buch bekommt eine Leseempfehlung, da es sehr gut für Jugendliche ausgelegt wurde und sich leicht lesen lies. Danke an den Literaturtest und den Fabulus Verlag für das Zusenden eines Exemplares.

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  • Buchverlosung zu "Bärentöter" von Roland Pauler

    Bärentöter

    Waldschrat

    Inhalt: Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet, treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor heidnischen Ritualen zurück. Dem stellt sich der Vierzehnjährige beherzt entgegen. Nachdem er Bären und Wölfe bezwungen hat, hält man ihn für einen Auserwählten; als der Graf von Straubing in ihm seinen unehelichen Sohn erkennt und ihn als Erben einsetzt, scheint Wilfrieds Glück vollkommen. Doch mit seinem Eintreten für Gerechtigkeit und die Überwindung von Standesschranken verstößt er gegen die geltende Ordnung. Das ist nicht nur den Wotansbrüdern ein Dorn im Auge. Die Mitglieder des Geheimbunds holen zum tödlichen Schlag gegen Wilfried aus. Gewinnspiel: Im Zuge der Blogtour zum "Bärentöter" habe ich mich mit einem kurzen Interview beteiligt und darf ein Exemplar verlosen. Kommt einfach mal rum und schaut, ob das Mittelalter-Jugendbuch was für euch wäre: Interview mit Gewinnspiel: -->https://chaosqueeninaction.wordpress.com/2016/01/11/blogtour-baerentoeter-interview-mit-dem-baerentoeter-gewinnspiel/ Buchvorstellung und Rezension: ->https://chaosqueeninaction.wordpress.com/2016/01/09/rezension-zu-baerentoeter-der-auserwaehlte-von-roland-pauler/

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    Waldschrat

    15. January 2016 um 06:55
    Tulpe29 schreibt Das wäre unbedingt was für meine Nichte und mich. Wir lesen gern historische Jugendbücher. Die Leseprobe hat uns sehr gut gefallen. Gern würden wir mehr erfahren.

    dann schau bitte auf dem Blog vorbei und beantworte die drei Fragen! Die Chancen sehen im Moment noch sehr sehr gut aus :-D

  • Eine Heldensage für Jugendliche

    Bärentöter

    ClaudisGedankenwelt

    21. December 2015 um 20:18

    Inhalt: Im Jahre 1384 begleitet der 14-jährige Wilfried einen Viehtrieb quer durch Bayern um etwas zu verdienen, damit seine Mutter und Geschwister nicht mehr Hunger leiden müssen und über den Winter kommen. Sein Vater wurde ermordet und so ist die Familie auf die Gnade anderer angewiesen, weil das Essen meist kaum zum Leben reicht. Doch unterwegs treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen, wilde Tiere greifen den Treck an und die heidnischen Wotansbrüder wollen Wilfrieds Tod. Wird der Junge die Gefahren überstehen? Rezension: Mir ist der Roman gleich aufgrund seines tollen Covers aufgefallen. Im Vordergrund sieht man Wilfried, der mysteriös durchscheinend wirkt. Der Buchschnitt ist in einem hellgrün gehalten und das Buch ist einfach ein toller Blickfang im Regal. Wilfried ist eine Heldenfigur wie aus einer Sage. Unerschrocken und selbstlos stellt sich der Junge allen Gefahren entgegen und hat meist nicht mehr als ein kleines Messer und eine Steinschleuder als Waffen zur Verfügung. Dennoch schafft es Wilfried den Gefahren zu entkommen. Der Autor schafft es dem Jungen immer neue Gefahren in den Weg zu stellen und Wilfried so eine Prüfung nach der anderen aufzuerlegen. Aber auch ein paar unerwartete Wendungen sind in die Geschichte eingeflochten, die Wilfried auf ganz neue Wege bringen werden. Wilfried wird hier im wahrsten Sinne vom Bettelknaben zum Helden und fast zu einer Sagengestalt emporgehoben. Genau solche Geschichten lieben junge Leser und das Buch versteht es durchaus zu fesseln. Mir persönlich liefen einige Dinge zu glatt. Ich hatte ab und an den Eindruck der junge Wilfried hat mehr Glück als Verstand. Aber das gehört in einer Heldensage irgendwie dazu. Denn die Helden dieser Geschichten scheinen immer einen ganz besonderen Schutzengel zu haben. Bei allem vergisst Wilfried aber nie wo er her kommt und setzt sich selbstlos für die weniger Begünstigten der Gesellschaft ein. Er kann ein herrschendes Unrecht nicht stillschweigend erdulden, sondern wirft sich mutig vor die Armen und Benachteiligten. Der Autor hat es geschafft Wilfried als Vorbild für junge Menschen zu erschaffen und dabei auch einige historische Fakten einfliessen zu lassen, sodass das Buch auch ein Bild der damaligen Zeit wiederspiegelt. Junge Leser können also menschlich und historisch einiges aus dem Buch mitnehmen in ihr Leben. Fazit: Ein Helden-Epos für Jugendliche über Mut, Einsatz und Selbstlosigkeit. Dennoch hätte ich mir ein paar mehr schwierigerer Hindernisse gewünscht um die Spannung zu erhöhen und nicht alles so glatt laufen zu lassen. Insgesamt ein gutes Buch, das in sich abgeschlossen gelesen werden kann, aber ein Türchen für einen zweiten Band offen lässt.

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  • Leserunde zu "Bärentöter" von Roland Pauler

    Bärentöter

    Fabulus_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Leser, eine spannende, neue Leserunde wartet auf Euch! Roland Pauler erzählt in „Bärentöter. Der Auserwählte“ die abenteuerliche Geschichte eines Bauernjungen, der im Spätmittelalter aufwächst und zum Kämpfer für das Gute wird.   Worum geht es genau? Wir schreiben das Jahr 1348. In Italien wütet die Pest. Päpste führen Kriege. Im südlichen Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation treiben Raubritter und Räuber wie der Schinderjaggl ihr Unwesen, überfallen Dörfer und morden.  Es ist eine düstere Zeit im Umbruch, in deren Mittelpunkt Wilfried steht. Nach dem Tod seines Vaters macht er sich auf die Suche nach Abenteuern und Heldentaten, nach einer jungen Liebe und sucht Antworten auf die Fragen, wer man eigentlich ist, wer man sein will. Dabei schließt sich Wilfried als Viehtreiber dem ungarischen Adeligen und Viehhändler Zoltán an. Es wird eine gefährliche Reise, auf der Wilfried aber tapfer und mutig sogar den Kampf gegen Wölfe und Bären besteht. So hält man ihn für einen Auserwählten.  Und da ist noch Rosalinde, die schöne Tochter des Gutsherrn von Posching, in die Wilfried verliebt ist. Sie scheint wegen der Standesunterschiede unerreichbar zu sein ...   Doch dann wendet sich das Schicksal und Wilfried könnte Rosalinde gewinnen: Der Graf von Straubing erkennt ihn als seinen unehelichen Sohn an und setzt ihn als Erben ein. Doch Wilfried will mehr, er kämpft für die Gerechtigkeit aller Menschen – und dies jenseits von Standesgrenzen. Damit macht er sich nicht beliebt und bringt die Wotansbrüder gegen sich auf.  Eine tödliche Gefahr … Wir stellen für die Leserunde wieder 15 Printbücher zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 21. September 2015. Der Autor Roland Pauler wird an der Leserunde teilnehmen! Wir freuen uns auf Eure Beiträge, auf Diskussionen und natürlich auch auf Rezensionen. Euer Fabulus-Team

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    • 216
  • Bärentöter

    Bärentöter

    Steph86

    20. November 2015 um 17:17

    Buchinhalt Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet, treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor heidnischen Ritualen zurück. Dem stellt sich der Vierzehnjährige beherzt entgegen. Nachdem er Bären und Wölfe bezwungen hat, hält man ihn für einen Auserwählten; als der Graf von Straubing in ihm seinen unehelichen Sohn erkennt und ihn als Erben einsetzt, scheint Wilfrieds Glück vollkommen. Doch mit seinem Eintreten für Gerechtigkeit und die Überwindung von Standesschranken verstößt er gegen die geltende Ordnung. Das ist nicht nur den Wotansbrüdern ein Dorn im Auge. Die Mitglieder des Geheimbunds holen zum tödlichen Schlag gegen Wilfried aus. Leseeindruck Das Cover ist schon mal der erste Blickfang des Buches. Es ist sehr mysteriös und lässt der Phantasie viel Spielraum. Das Buch lässt sich durch den angenehmen Schreibstil des Autors sehr flüssig lesen. Auch die Spannung wird schnell aufgebaut und hält lange an. Durch die vielen handelnden Personen ist es gut, dass das Buch in der dritten Person erzählt wird. Es werden viele interessante Thematiken angesprochen und abgehandelt. Für ein Jugendbuch behandelt es schon sehr erwachsene Themen und für mich wirkt es manchmal ein wenig sehr realitätsfern. Aus diesem Grund gabe es vier Sterne. Was ja dennoch ein sehr gutes Ergebnis ist und es gibt auch von mir die volle Leseempfehlung.

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  • Die Geschichte eines bettelarmen Jungen, der zum Helden wird. Einfach fantastisch.

    Bärentöter

    Yoyomaus

    09. November 2015 um 19:14

    Wir befinden uns mitten im tiefsten Mittelalter. In Italien wütet die Pest. Die Bauern sind Leibeigene und haben regelmäßig Abgaben zu machen. Wer etwas zu essen hat, kann sich glücklich schätzen. Viele Familien leben am Rande des Existenzminimums und können sich kaum Nahrung leisten. Die Äcker tragen nur karge Erträge. Es reicht hinten und vorne nicht.  Als Leibeigener des Poschinger, lebt Wilfried ein bettelarmes Leben mit seiner Mutter Lisa und seinen beiden kleinen Geschwistern. Der Vater wurde ein Jahr zuvor von Räubern ermordet, als diese das letzte Vieh der Familie raubten. Einen Lichtblick verspricht der Tiertrek des Ungarn Zoltan, welcher jedes Jahr Halt bei der Familie macht. Auf Drängen des dreizehnjährigen Wilfrieds, nimmt dieser ihn unter Lohn und Brot mit, damit dieser für sich und seine Familie etwas dazu verdienen kann. Für Wilfried beginnt eine abenteuerliche Reise, in der er sich bewähren muss. Er trotzt Wölfen und gar Bären, was ihm den Respekt seiner Mitreisenden sichert. Seine Geschichten werden begeistert erzählt und ausgeschmückt. Als der Trek in einen Hinterhalt gerät, liegt es an Wilfried Hilfe aus der nächsten großen Stadt zu holen. Doch was ihn dort erwartet, hätte er in seinen kühnsten Träumen wohl nicht zu träumen gewagt. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass ich von der Geschichte ganz hin und weg war. Sogar etwas traurig war ich, als das Buch beendet war. Die Fortsetzung wird es hoffentlich bald geben, denn ich kann es kaum abwarten, die Geschichte um Wilfried und seine Familie weiter zu verfolgen. Schön fand ich an diesem Buch die detaillierte Darstellung des Lebens im Mittelalter. Der Autor hat alles bis ins kleinste Detail beschrieben, selbst wenn es darum ging, was mit den Leichen der zum Tode Verurteilten passiert. Roland Pauler eröffnet dem Leser eine Welt, die finster, grausam, aber auch fantastisch sein konnte. Es macht Spaß den jungen Wilfried auf seiner Reise zu erleben, seine Heldentaten zu begleiten. Auch die gütige Art des Protagonisten hat ihn mir wirklich ans Herz wachsen lassen. Wilfried zeigt, dass man, wenn man jemanden etwas Gutes tut, es immer wieder zurück bekommt. Etwas, was auch sein Umfeld zu schätzen lernt und dadurch viele Handlungsweisen noch einmal überdenkt. Wilfried schafft es durch seinen Mut nicht nur, die zu beschützen, die er liebt und mag, er schafft es auch die noch so kleinen Gesten zu ganz Großen zu machen. Ein Held, wie er im Buche steht. Wortwörtlich. Das Buch kann ich nicht nur Jungs, sondern auch Mädchen empfehlen - es gibt in diesem Buch jede Menge zu lernen, sei es zwischenmenschlich oder geschichtlich. Auch Erwachsenen kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Es macht wirklich Spaß diese wunderbare Geschichte zu lesen!

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  • Ein bisschen wie ein Märchen..

    Bärentöter

    LiberteToujours

    09. November 2015 um 15:55

    Wilfried musste in seinen jungen Jahren schon viel Leid erdulden. Seine Familie war nie reich, aber seitdem der Vater von Räubern ermordet wurde, können sie kaum genug zu Essen erwirtschaften. Er sieht seine Chance, als eine Gruppe Viehtreiber nach Verstärkung sucht und so begleitet er sie durch's Land. Und schneller als er es sich jemals hätte Träumen lassen macht er sich einen Namen unter den Männern.. Der Einstieg wird für den Leser durch den wundervollen, lockeren Schreibstil denkbar einfach gemacht - man rutscht quasi direkt in die Geschichte rein. Auch Wilfried als Protagonist ist gut gestaltet - er wirkt durchweg authentisch. Seine Gedanken sind genau die, die sich ein Junge in dem Alter eben macht - nicht nur im Mittelalter, auch heute noch. Wer will da schon nicht nach den Sternen greifen und selbst den Helden spielen? Am Anfang habe ich mich allerdings ein bisschen schwer getan, was die Welt außerhalb von Wilfrieds Gedanken betrifft - sein Weg zum ECHTEN Helden ging mir einfach ein bisschen zu leicht und reibungslos von statten. Nach einigen Seiten konnte ich mich darauf allerdings einlassen, dann war es ok. Man muss das Ganze einfach ein bisschen wie ein Märchen betrachten - ohne Feen und böse Hexen, aber doch mit einem klaren Gut und Böse und einem großen Helden mit einem reinen Herzen. Außerdem muss man in diesem Kontext ja bedenken, dass man hier ein Jugendbuch in den Händen hält. Um hier den Autor zu zitieren "Mir ging es einerseits darum, ein wenig Wissen über den Alltag im Mittelalter zu vermitteln, andererseits darum, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gegenüber den Erwachsenen zu wecken und stärken... ....Welche Träume haben die Jugendlichen heute? Haben sie noch den Mut, ihre Verwirklichung zu betreiben? Dieses Buch soll Mut machen."  Das ist hier absolut gelungen - und mit diesem schönen Hintergedanken lässt sich doch ein bisschen Heldenmut jenseits des Realistischem gut ertragen, oder? Das Buch hat also ein bisschen was von einem Mittelalter - Märchen, wenn man mal reingerutscht ist. Einfach zum wohlfühlen. Und dennoch gleichzeitig noch mit Mehrwert!

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  • abenteuerliches Jugendbuch

    Bärentöter

    Mrs. Dalloway

    30. October 2015 um 11:02

    Protagonist dieses spannenden Jugendbuches, das im Jahr 1348 spielt, ist der Bauernjunge Wilfried. Er lebt zusammen mit seiner Mutter Lisa und seinen kleinen Geschwistern in Armut.  Bis eines Tages ein Retter in der Not erscheint: Zoltan. Ihn begleitet Wilfried mit seinem VIehtreck durch Bayern und erlebt dabei allerhand Abenteuer. Das Buch sieht schon von außen sehr hochwertig und interessant aus. Das Cover ist ein wahrer Eycatcher und der knallig grüne Schnitt des Buches ist einzigartig und macht es zu etwas Besonderem. Auch vom Inhalt her wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch liest sich sehr schnell und die Handlung wird flott vorangetrieben, was mir gut gefällt. Das liegt sicherlich daran, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Auch für Erwachsene ist es gut zu lesen und man merkt kaum, dass es für Jüngere geschrieben wurde. Zumindest fällt es nicht negativ auf. Wilfried ist ein toller Protagonist, mit dem sich sicherlich viele junge Burschen identifizieren können. Auch die anderen Charaktere sind einzigartig gezeichnet und ich denke, jeder Leser wird hier einen Liebling finden. Mein Fazit: Ein durchweg spannendes und rundum gelungenes Jugendbuch, das auch erwachsenen Lesern gefällt.

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  • Trotz Wissensvermittlung zum Thema Mittelalter hat mich die Geschichte leider nicht überzeugt.

    Bärentöter

    Bücherfüllhorn-Blog

    29. October 2015 um 12:09

    Ein Blickfang an diesem Jugendbuch ist das mysteriöse Cover: Ganz in nebligen Grüntönen gehalten, mit einem alten Steinbogen und dem fast durchsichtigen Gesicht eines Jungen mit Kapuze. Mir kamen Assoziationen zu Ritter, Bugen und Mittelalter. So war es dann auch. Die Geschichte handelt von Wilfried, einem vermeintlichen Bauerssohn, der Zeiten größter Hunger und größter Armut miterleben muss. Mehr als einmal gibt es nur Grassuppe, für die Mutter manchmal nicht mal das. Alle sind ausgemergelt vor Hunger. Wilfried hat zwei kleinere Geschwister und sein Vater wurde brutal von Räubern ermordet. Als wie jedes Jahr ein alter Freund der Familie, der adlige und reiche Ungar Zoltan mit seinem Viehtreck bei ihnen Halt macht, bittet Wilfried seine Mutter so lange, bis er als Treiber mitziehen darf. Bisher hatte sich immer sein Vater so das bisschen Geld verdient, um mit der Familie über den Winter zu kommen. Mit Max, dem alten Freund seines Vaters und jetzt sein Mentor findet er sich rasch in die Gruppe ein. Zunächst eher skeptisch beäugt, dann aber zunehmend ernst genommen, entwickelt sich Wilfried zu einem richtigen Mann. Er lernt schnell, zu kämpfen, und hilft dem Trupp der Viehtreiber im Kampf gegen Wölfe, Räuber, Bären. Er wird daraufhin der Bärentöter genannt. Weitere Zufälle beweisen seine Kampfkunst und er wird zu einem Helden stilisiert, fast schon zu einer Sage, seine Taten sprechen sich in der Bevölkerung herum. Als sie ein zweites Mal von Räubern angegriffen werden, schickt Zoran ihn und Max in die nächst größere Stadt den „Richter“ und Lehnsherren holen, damit er sie gegen die Räuber unterstützen soll. Dies klappt auch. Allerdings ist Max schwer verletzt und der Lehnsherr stellt fest, dass Wilfried ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist. So nach und nach kommt eine klitze-kleine Liebesgeschichte über Wilfrieds Mutter Lisa ans Tageslicht. Ziemlich schnell erkennt der Lehnsherr, der keine eigenen Söhne hat, Wilfried als seinen Sohn an und parallel dazu gelingt es ihnen in einer listigen Aktion, in der auch die Bettler des Ortes involviert werden, die Räuber fast alle in eine Falle zu locken und zu besiegen. Fast alle, denn der Anführer überlebt und will natürlich Rache. Das ist der Cliffhanger für den nächsten Band.  Zum guten Schluss lernt Wilfried seinen Großvater mütterlicherseits kennen. Dieser will sich auf eine Reise zum König machen und es wird beschlossen, dass Wilfried mit ihm reist, damit die Anerkennung als Sohn von höchster Stelle abgesegnet wird.   Ich bin seit einiger Zeit viele Fantasy-Geschichten am lesen und bin dadurch wahrscheinlich sehr vorbelastet an dieses ja eher realistisch-fiktive Buch über die Welt im Mittelalter heran gegangen. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit der Geschichte halbwegs warm wurde. Auf den ersten Seiten erzählt der Autor sehr interessant in vielen Einzelheiten, wie das Leben im Mittelalter wirklich war. Dieses Vermischen von Fakten und Handlung um Wilfried war bis zum Schluss gut eingepasst in die Geschichte. Den Leser erwarten viele Einsichten ins echte Leben im Mittelalter. Vieles davon war gewöhnungsbedürftig und passt natürlich nicht mehr in die heutige Zeit. Z.B. das einem Dieb die Hand abgehackt wird, wenn er aus Hunger stielt oder wildert. Im ersten Drittel wird eine Szene beschrieben, in der Wilfried einen Traum hat. Der Traum hat zu Wilfrieds Gedanken gepasst, war mir aber viel zu ausführlich beschrieben und in die Länge gezogen.  Die weitere Geschichte wird ziemlich rasant und für mich allzu „glatt“ erzählt. Wie der 14 jährige Bauer Wilfried, der noch nie woanders war, der nie kämpfen und reiten gelernt hat, dies alles in gefühlten 3 Tagen erlernt. Unterwegs mit den Viehtreibern kämpft er alleine gegen Wölfe, tötet mehrere Räuber und schließlich noch einen Bären. Immer ist er der Held. Das ist in einer Gruppe von gestandenen und erfahrenen Männern für mich einfach nicht glaubwürdig und es ging mir beim Lesen „gegen den Strich“.  In einem Nachwort auf Seite 287 fragt der Autor: „Stell dir vor das Schicksal schenkt dir von heute auf morgen Reichtum um Macht. Du kannst dadurch deine unmittelbare Umgebung nach deinen Vorstellungen verändern. Was tust du?“  Diese Frage beantwortet sich in Wilfrieds Fall in der zweiten Hälfte des Buches, die für mich angenehmer zu lesen war. Das wirkt auch schon recht glaubhaft aus Wilfrieds Perspektive, da er weiß, was Armut bedeutet und auch mit seinem neuen mächtigen Vater die eigene Herkunft nicht vergisst. Allerdings werden mir Wilfried und sein Vater zu sehr als „Gut-Mensch“ dargestellt. Vor allem die Wandlung  von Wilfrieds Vater geschieht zu schnell. Auch dass er plötzlich nach Wilfrieds Mutter schicken lässt und ihr einen Bauernhof schenkt, ist zwar erklärt und auch einleuchtend, aber es war so abgehackt, es traf mich als Leser so unvorbereitet. Wilfried wandelt sich für meinen Geschmack auch zu schnell von einem Bauern in einen Burgherren-Sohn. Er kann auf einmal schreiben, auch wenn es dann so erklärt wurde, dass seine Mutter ihm „Zeichen“ mit einem Stöckchen in den Dreck malte. Er stellt kluge Fragen, und die Erwachsenen sind stolz auf ihn, weil er diese Fragen stellt. So geht es an vielen Stellen auch um Gott, den Papst und den Glauben. Es soll wohl damit angedeutet werden, dass seine Abstammung schon immer in ihm geschlummert hat. Er hilft den Armen und Schwachen, und scheut sich auch nicht, vor einer Menschenmenge zu sprechen. Die Einwohner der Stadt jubeln ihm zu, und er genießt das Bad in der Menge wie ein Popstar Stellenweise empfand ich Wilfried als naiv und zu sehr darauf aus, den Erwachsenen zu gefallen..  Auch am Schluss gibt es für mich zu viele glückliche Wendungen, die einfach zu schnell daher kommen. Ich dachte gerade daran, evtl. wäre eine ausführlichere Entwicklungsgeschichte vom Kind zum Mann eingehender gewesen. Dann hätte man aus diesen Band locker drei Bände machen können, etwas, dass viele ja auch wiederum immer wieder bemängeln.   Fazit: Das Setting und die Idee dieser Geschichte (aus Bauerssohn wird Gutsherren-Sohn) mit vielen Fakten zum Mittelalter gefiel mir sehr gut. Allerdings ging mir als Erwachsene die Entwicklung von Wilfried von „Kind zu Mann“ viel zu rasant daher und war daher nicht ganz nachvollziehbar für mich. Zu viele Heldentaten, zu viele „Gut-Mensch“-Taten in kürzester Zeit. Die Geschichte ist mir zu glatt und konnte mich daher leider nicht so ganz überzeugen. Kinder oder Jugendliche werden das Buch sicherlich aus einer anderen Perspektive als ich erleben. Der Verlag gibt das Lesealter mit 14-16 Jahre an. Es gibt einige rabiate Szenen, dennoch denke ich, dass diese Altersgruppe aus medialen Medien schon „Schlimmeres“ gesehen hat und daher wäre meiner Meinung das Buch auch für lese-erfahrene (!!) 12-jährige geeignet. Trotz der 287 Seiten ist es leicht zu lesen, und sicherlich gefallen Jungens die Kämpfe und Heldentaten von Wilfried. Sehr positiv bewerte ich das wie „nebenbei“ vermittelte Wissen über eine mittelalterliche Lebensweise. Mit einer Bewertung habe ich mich schwer getan. Da stand auf der einen Seite die gelungene Vermittlung von Wissen übers Mittelalter und das aus der Sicht eines Kindes/Jungen. Die Geschichte wird von Kindern/Jugendlichen anders bewertet als ich es aus meiner erwachsenen geprägten Lesesozialisation rezensiere. Ich erkenne schon die pädagogische Wissensvermittlung an, aber letztendlich ist mir die Geschichte an sich zu glatt. Ich werde auch nicht den Folgeband lesen. Leider. Ich habe zwischen 3 Sterne (Pädagogisch) und zwei Sterne tendiert und habe mich jetzt schweren Herzens für die zwei Sterne entschieden.

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  • Ein Mittelalter-Abenteuer, das fasziniert!

    Bärentöter

    Wuestenfuchs

    28. October 2015 um 22:34

    Wenn man als Senior von einem Buch für Kinder/Jugendliche (Zielgruppe 12 bis 16 Jahre) begeistert ist, könnte man fast den Verdacht hegen, bereits am Übergang zur vielfach zitierten prä-senilen Lebensphase zu stehen. Also rede ich mir mal ein, dass ich das Buch bewusst „mit den Augen und der Seele eines Jungen“ gelesen und deshalb so genossen habe! Bereits wenn man das schön gestaltete Buch in die Hand nimmt, beginnt die Reise in eine fast magische andere Welt. Das mystisch-grüne Cover wie auch der Farbschnitt versprechen schon äußerlich, was das vom Fabulus-Verlag sehr feinfühlig gewählte Schriftbild, besonders jenes der Kapitelüberschriften, und der Satz halten: Ein wertiges Buch, das einen Ehrenplatz im Regal finden und vielleicht auch ein zweites Mal gelesen wird. „Der Bärentöter“ von Roland Pauler ist ein Abenteuerbuch ganz nach den Herzen solcher Jungs, die noch von Heldentaten träumen und sich in einen gleichaltrigen Protagonisten hineinversetzen können, sprich über jene Fantasie und Begeisterungsfähigkeit verfügen, die mit dem Altern dann irgendwann langsam nachlässt. Dem Autor gelingt es, dies seinen Lesern auf wunderbare Weise einfach zu machen, denn er findet traumwandlerisch genau die für diese Altersklasse passende Sprache, verzichtet auf zu komplexe Winkelzüge und bindet die spannende Handlung angenehm unauffällig in ein Geflecht aus historischen und sozialen Fakten und Impressionen zum Mittelalter ein. Mit allen schonungslosen Merkmalen dieser Zeit, also ein realistischer Geschichtsunterricht mit Spaßfaktor! Natürlich kann man als Erwachsener bei der Lektüre die anderen Beobachtungen nicht ganz ausblenden: Man bemerkt etwas zu rasche Persönlichkeitsentwicklungen bei einigen der handelnden Personen, manchmal sehr übertriebene Kraftakte und geistige Leistungen des jugendlichen Helden, zuweilen auch schwer glaubhafte moralische Wunderheilungen an Gegenspielern. Ob dies die eigentliche Zielgruppe jedoch als Defizite empfindet, wage ich zu bezweifeln. Wer sich mit dem jugendlichen Helden identifizieren, mitleiden und mitsiegen will, dem wird dies sicher nicht zu viel. Und auch dem Rezensenten nicht, denn solche kleinen Schwächen werden überkompensiert durch das, was zwischen den Zeilen steht und bei den jungen Lesern, vielleicht unbewusst, nachklingen wird. Der Text verbindet heutiges soziales Empfinden und Wertevorstellungen mit mittelalterlichen Rahmenbedingungen, schlägt quasi einerseits eine Brücke und schafft Verständnis für das damals Andersartige und arbeitet dennoch andererseits auch eine wünschenswerte Distanz zum in manch anderen Mittelalterromanen romantisierten Heldenkult heraus. Besonders wünschenswert wäre aus meiner Sicht, wenn viele Söhne dieses schöne Buch gemeinsam mit ihren Vätern oder Lehrern lesen und hinterher besprechen. Es bietet ausreichend Stoff hierzu! Mein Fazit: Sehr empfehlenswert, ein tolles Buch für Jungs, die noch träumen können!

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