Roland Preuß Guttenbergs Fall

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Inhaltsangabe zu „Guttenbergs Fall“ von Roland Preuß

Ein Skandal und seine Folgen: Die Affäre »Guttenberg« als Präzedenzfall Ein spannendes und notwendiges Buch, das zeigt, woran künftig nicht nur politische Führungskräfte gemessen werden, geschrieben von den beiden Journalisten, die den Stein ins Rollen gebracht haben.

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  • Rezension zu "Guttenbergs Fall" von Roland Preuß

    Guttenbergs Fall
    Kiritani

    Kiritani

    12. March 2012 um 18:43

    Wie gesagt fand ich Guttenberg immer unsympathisch. Für mich war er das Paradebeispiel eines schleimigen Politikers - diesen Eindruck verstärkte auch sein Erscheinungsbild. Politisch mag er einiges auf dem Kasten gehabt haben, aber von der Person her mochte ich ihn nie. Mir war es auch ein Rätsel, wie er so beliebt sein konnte. Als dann rauskam, dass seine Dissertation - mit der er sich einen Doktortitel verdient hatte - mit Plagiaten gespickt war, brachte das einen großen Stein ins Rollen. Ich muss gestehen, dass ich nicht mehr viel davon mitbekommen habe. Einzig mein Satz 'Ich wusste es!' hallt mir noch immer in den Ohren :) Und als ich das Buch las, schockte mich ein Punkt nach dem anderen. Wie konnte Guttenberg mit einer Dissertation einen Doktortitel erhalten, wo man auf 371 von 393 Seiten Plagiate gefunden hat? Nicht mal seine Einleitung hat er selbst verfasst! Wie konnte die Uni Bayreuth diese Plagiate übersehen? Immerhin hat Guttenberg mit der Bestnote bestanden. DER BESTNOTE! Unglaublich. Eigentlich sollten sich die Leute an der Uni doch mit dem Thema aukennen und dann wäre dies aufgefallen. Aber nein, es war nicht die Uni Bayreuth, die den Skandal aufdeckte, sondern Andreas Fischer-Lescano - Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Universität in Bremen. Er plante die Doktorarbeit von Guttenberg für die Fachzeitschrift Kritische Justiz zu besprechen. Und so kam alles ins Rollen. Ich war unglaublich erschrocken zu sehen, wie viel der feine Freiherr abgekupfert hat und das dies so lange unentdeckt blieb. Auch die Tatsache dass er seinen Fehler nicht zugab, war ein Schuss ins Knie für ihn. Wer glaubt solch einem Politiker noch? Fazit: Ein sehr interessantes Buch, welches sich nicht nur um die Guttenberg-Affäre dreht. Es zeigt den Blick hinter die Kulissen, in die Politik - finde ich sehr gut. Mir hat es sehr gefallen.

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  • Rezension zu "Guttenbergs Fall" von Roland Preuß

    Guttenbergs Fall
    shao

    shao

    15. January 2012 um 18:16

    Wer hat nicht mitbekommen, wie die Plagiatsaffäre durch die Medien ging? Und je nachdem, mit was für Menschen man sein Leben teilt, dürften jedem die unterschiedlichsten Meinungen zu dem Fall begegnet sein von „Der arme Mann, lasst den in Ruhe“ über „Aber als Minister ist er doch toll“ bis zu „Richtig so und am besten noch hart bestrafen dafür“. In diesem Buch wird der Fall nochmal von Beginn an aufgerollt und dargelegt und auch all jene Schauplätze beleuchtet, denen vermutlich nicht jeder Aufmerksamkeit geschenkt hat. * Herausgekommen ist ein Buch, dass sich deutlich auf die Seite der Wissenschaft stellt, soviel möchte ich gleich sagen, aber auch ein Buch, das versucht, Antworten zu finden auf die Frage nach dem „Warum“. Warum setzt ein erfolgreicher Mann mit einer glänzenden Zukunftsprognose seinen Ruf, sein Ansehen, seinen Job aufs Spiel indem er so eine Dummheit begeht? Warum stellt er sich, wenn alles an die Öffentlichkeit kommt, noch hin und dementiert? Warum sind die Reaktionen so erfolgt und welche Folgen hatte die ganze Affäre, die mit dem Rücktritt Guttenbergs ja lange nicht beendet ist? * Um all diese Dinge dreht sich das Buch. Sicher ist der Blick der Autoren, die ja über die Vorfälle berichtet haben, nicht menschenneutral Herrn Guttenberg gegenüber, der die wissenschaftliche Ehre verletzt hat, wohl aber sehr faktenneutral den Geschehnissen gegenüber. Und somit auch durchaus lesenswert für diejenigen, die nach wie vor daran festhalten, dass unser „Wunderminister“ ungerecht behandelt wurde. * Mich hat das Buch erschreckt, weil ich vieles einfach nicht wusste, was im Vorfeld passiert ist und weil ich das genaue Ausmaß der Affäre nicht kannte, denn ehrlich gesagt, haben mir damals die gröberen Berichterstattungen genügt, um mich aufzuregen, ins Detail wollte ich da gar nicht gehen. Beruhigend hingegen war zu sehen, dass die Wissenschaft ganz klar Stellung bezieht. Um in einer sachlichen Rezension ins Persönliche zu rutschen: Mir sind durchaus Menschen begegnet, die selber akademische Grade besitzen und sich damit eigentlich am ehesten eignen, das ganze ungeheuerliche Ausmaß zu begreifen, die sich aber an dem „er hat einen guten Job gemacht“-Argument festgebissen haben und denen es völlig egal war, wie mit dieser Doktorarbeit umgegangen wird. * Natürlich muss man zwischen dem Verfasser der unumstritten fehlerhaften Arbeit und dem Minister unterscheiden, ein anderes Licht auf die Glaubwürdigkeit wirft die Sache meiner Meinung nach dennoch, weswegen ich mich ganz schwer tue mit den Aussagen, die nur abwiegeln und beschwichtigen und Herrn Guttenberg lieber heute als morgen wieder in Amt und Würden gesehen hätten. * Wobei ein anderer prominenter Fail-Kandidat da ja schon die wahrscheinlichste Entwicklung vorausgesagt hat: „In einem Jahr ist alles vergessen“. Wohl wahr und diejenigen, die sich von über Boulevardzeitungen ausposaunten Begeisterungsstürmen dann mitreißen lassen und für die alles vergeben und vergessen ist, werden vermutlich die Mehrheit darstellen. * Dennoch wäre es schön, wenn auch diese sich das Buch zu Gemüte führen würden, denn es wird mehr als deutlich, wer den Fall Guttenbergs tatsächlich verursacht hat: Er selber. * Anzumerken ist, dass sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden und keinesfalls nur auf die Medienberichte verlassen sollte, die ohnehin die eigene Meinung zeigen. Aber das ist ohnehin immer so und betrifft nicht nur diesen Fall, wenn er auch reichlich spektakulär und wegweisend ist. * Von meiner Seite eine eingeschränkte Leseempfehlung (s.o.) für beide „Lager“ für die Fans und die Gegner, für diejenigen, die die ganze Angelegenheit verfolgt haben und für jene, die alles nur am Rande mitbekommen haben. Für Politiker als Mahnung, für Wissenschaftler ebenso, für Studenten und Professoren, für Lehrer und Schüler. * Denn das Grundthema, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Selbstdarstellung eigener Leistungen betrifft uns doch irgendwie alle.

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  • Rezension zu "Guttenbergs Fall" von Roland Preuß

    Guttenbergs Fall
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    14. November 2011 um 13:18

    Die Öffentlichkeit vergisst schnell. Seit der ehemalige Verteidigungsminister Guttenberg wegen seines Umgangs mit den gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Erstellen seiner Dissertation zurücktreten musste, haben sich schon zig andere Skandale und Krisen durch die Zeitungen und über die Bildschirme gequält. Dennoch ist es sinnvoll, den ganzen Fall, „Guttenbergs Fall“, noch einmal genau anzuschauen, vom allerersten leisen Verdacht, über die verschiedenen Stadien der Leugnung bis hin zum schlussendlichen Rücktritt, der von Guttenberg noch sauber und stilgerecht inszeniert wurde. Die beiden Autoren des vorliegenden Buches, die beiden Journalisten Roland Preuß und Tanjev Schultz, waren maßgeblich an der systematischen Aufdeckung des Betrugs beteiligt, deren Geschichte sie noch einmal ausführlich beschreiben. Das hat mich stellenweise gelangweilt, und ist dennoch wichtig, um zu begreifen, in welchem Klima ein solcher Betrug gedeihen konnte. Wichtiger fand ich die Stellen, wo es darum geht, warum ein Mann, der nicht nur eine kleine Schlamperei gegangen hat, weil er großen familiären Stress hatte, wie er zu seiner Rechtfertigung einmal vorbrachte, sondern der die Wissenschaft und die Öffentlichkeit wissentlich getäuscht hat. Eine Wissenschaft und eine Öffentlichkeit, die sie aber auch täuschen lassen wollte, und die lange, viel zu lange bereit war ( einige sind es bis heute) dies als Lappalie durchgehen zu lassen einem Menschen, dessen zunehmende Verehrung etwas absolut Irrationales hatte. Nun ist Guttenberg hierzulande kein Thema mehr, er ist Mitglied in einem wichtigen amerikanischen Think-Tank. Dort, so prophezeie ich, wird er in den nächsten Jahren eine große, absolut wasserdichte Dissertation schreiben und, geläutert und mit neuen wissenschaftlichen Weihen versehen, irgendwann zurückkehren in die deutsche Politik. Eine Politik und eine Öffentlichkeit, die gerne Menschen krönt. Die gegenwärtige Hype um Peer Steinbrück, der sich unter der Hilfestellung von Helmut Schmidt „Zug um Zug“ als zukünftiger Kanzler ins Rennen wirft, hat Züge, die mit rationaler Politik nichts mehr zu tun haben, Aber vielleicht geht es ja darum schon seit langem nicht mehr, und das Volk ist mehr daran beteiligt als es selbst denkt.

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