Roland Schimmelpfennig

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Alle Bücher von Roland Schimmelpfennig

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Die Sprache des Regens

Die Sprache des Regens

 (2)
Erschienen am 24.08.2017
Trilogie der Tiere

Trilogie der Tiere

 (1)
Erschienen am 01.11.2007
Der goldene Drache

Der goldene Drache

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Erschienen am 11.11.2011
Die Frau von früher

Die Frau von früher

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Roland Schimmelpfennig - Ja und Nein

Roland Schimmelpfennig - Ja und Nein

 (0)
Erschienen am 01.08.2014
Arabian Night

Arabian Night

 (0)
Erschienen am 01.08.2003

Neue Rezensionen zu Roland Schimmelpfennig

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wbetty77s avatar

Es ist Januar. Schnee und Kälte beherrschen Deutschland. Ein einsamer Wolf kommt von Osten her und sein Weg führt ihn Richtung Berlin.

Der Weg des Wolfs verknüpft sich mit Momentaufnahmen verschiedener Personen. Ein Junge und ein Mädchen beschließen von zu Hause wegzulaufen, weil das Mädchen von ihrer Mutter geschlagen wird. Ein junger polnischer Mann wohnt mit seiner Freundin in Berlin und sehnt sich nach Polen. Ihr Leben in Berlin besteht vor allem aus Arbeit. Ein Kioskbesitzer begibt sich auf die Suche nach dem Wolf. Eine Volontärin eines Zeitungsverlages soll über den Wolf berichten. Der Vater des Jungen ist alkoholkrank. Er verfolgt die Spur der beiden Jugendlichen bis Berlin. Auch die Mutter des Mädchens macht sich auf den Weg nach Berlin, um ihre Tochter zu suchen. Einige Male kreuzen sich die Wege der Figuren.

Der Roman ist minimalistisch und nüchtern erzählt. Emotionen werden kaum und wenn, nur aus einer Distanz heraus geschildert. Aufgrund dessen ist es schwierig einen Zugang zu den Figuren und ihren Geschichten zu finden.
Für mich ist die Erzählung zu unterkühlt. Ich bekam auch kein Gefühl für Figuren, denen es meiner Ansicht nach an Tiefe fehlt. Manche Handlungen blieben für mich schwer nachvollziehbar. Die letzten Seiten habe ich mehr oder weniger nur noch überflogen. Ich hatte anderes erwartet.

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Schelmuffskys avatar

Rezension zu "An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts" von Roland Schimmelpfennig

Deutschland im Winter
Schelmuffskyvor 10 Monaten

"Deutschland im Herbst" war ein sehr zwiespältiger Episodenfilm über die Bundesrepublik in der Zeit der Terrorgruppe RAF. Auch der Roman von Schimmelpfennig erzählt episodisch, aber von der Melancholie der Berliner Republik: Deutschland im Winter. Ausgangspunkt ist ein Unfall, bei dem auf der eingeschneiten und eisglatten Autobahn zwischen Frankfurt an der Oder und Berlin ein Tanklastwagen explodiert. Die Explosion bleibt das einzige laute Geräusch in diesem so stillen Roman, es ist die Stille des Schnees, durch den ein Wolf unterwegs ist, der immer wieder in der Geschichte auftaucht und die einzelnen Schicksale des Romans lose verbindet. Obwohl die Personen kaum einmal benannt, nur mit "Vater des Mädchens", "Mann" oder "Frau" bezeichnet werden, treten sie plastisch aus dem weißen Untergrund hervor, wecken unsere Sympathie, so wie das nur großen Erzählern gelingt. Alles wirkt ein wenig konstruiert, aber das stört nicht. Die gleichsam im Schnee aufscheinenden Spuren, die kurz hintereinander erzählten Episoden entwickeln einen Sog, dem man lesend hinterhereilt. Alle Figuren suchen nach einem kleinen Glück, nach etwas Wärme. Beides wird kaum gewährt. Beziehungen fallen auseinander, Begegnungen bleiben Blitzlichtaufnahmen. Am dauerhaftesten scheint die Liebe eines uralten Paares, das in einer Wohnung in einem Haus ausharrt, das von Immobilienhaien erworben und bereits rundherum entkernt wurde. Ohne Wasser und Strom leben die beiden gleichsam wie Philemon und Baucis im Raubtierkapitalismus.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Kommentare: 1
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c_awards_ya_sins avatar

Rezension zu "An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts" von Roland Schimmelpfennig

Ein Wolf der alles zusammenführt
c_awards_ya_sinvor einem Jahr

An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts kommt ein Wolf über die polnische Grenze nach Deutschland. Dieser Wolf ist der rote Faden der Geschichte und er bringt uns ein in das Leben der verschiedensten Leute. Menschen, die den Wolf gesehen haben, ihn noch sehen werden oder auch nur von ihm lesen oder über ihn schreiben.

Jeder dieser Menschen hat sein eigenes kleines Päckchen zu tragen, sehr realistisch und nicht übertrieben oder gar dramatisch. Es kommt zu Begegnungen und Trennungen. Zu Saufgelagen und Unfällen. Alles im Großraum Berlin - die Stadt, die Anonymität zu verkörpern scheint.

Geschrieben in einer sehr nüchternen und kühlen Art. Ein wunderbares Buch der leisen Klänge, ideal für graue oder schneeweiße, kalte Winterabende.

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