fischer baumler

Roland Schimmelpfennig An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

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Inhaltsangabe zu „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ von Roland Schimmelpfennig

Der erste Roman von Deutschlands meistgespieltem Dramatiker

Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2016

Nachts auf einer eisglatten Autobahn, achtzig Kilometer vor Berlin: Ein Tanklaster kippt um und legt sich quer. Auf dem Standstreifen, für den Bruchteil einer Sekunde: ein einzelner Wolf. Bis Berlin folgen wir seinen Spuren, und sein Weg kreuzt sich immer wieder mit den Wegen und Schicksalen unterschiedlicher Menschen. Wie in einem Schwarzweißfilm, in dem gelbes Winterfeuer flackert, ziehen die Bilder und Geschichten dieses Romans an uns vorbei. Sie erzählen vom Suchen und Verlorensein, von der Kälte unserer Zeit und der Sehnsucht nach einem anderen Leben.

Die unterschiedlichsten Lebensgeschichten verbunden durch einen Wolf auf dem Weg nach Berlin.

— c_awards_ya_sin

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  • Ein Wolf der alles zusammenführt

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    c_awards_ya_sin

    24. November 2017 um 19:44

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts kommt ein Wolf über die polnische Grenze nach Deutschland. Dieser Wolf ist der rote Faden der Geschichte und er bringt uns ein in das Leben der verschiedensten Leute. Menschen, die den Wolf gesehen haben, ihn noch sehen werden oder auch nur von ihm lesen oder über ihn schreiben. Jeder dieser Menschen hat sein eigenes kleines Päckchen zu tragen, sehr realistisch und nicht übertrieben oder gar dramatisch. Es kommt zu Begegnungen und Trennungen. Zu Saufgelagen und Unfällen. Alles im Großraum Berlin - die Stadt, die Anonymität zu verkörpern scheint. Geschrieben in einer sehr nüchternen und kühlen Art. Ein wunderbares Buch der leisen Klänge, ideal für graue oder schneeweiße, kalte Winterabende.

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  • Lesewochenende im November mit dem FISCHER Leseclub

    Lesewochenende im November mit dem FISCHER Leseclub

    Marina_Nordbreze

    Lesewochenende im November mit dem FISCHER Leseclub Herzlich willkommen bei unserem Lesewochenende im November! Vom 17. bis 19.11.2017 möchten wir gemeinsam die Gelegenheit nutzen, um uns zum Jahresende noch einmal intensiv mit den Büchern aus dem FISCHER Leseclub auseinanderzusetzen.Beim Lesen, Austauschen und Plaudern könnt ihr so sicherlich das ein oder andere Highlight aus dem FISCHER Leseclub entdecken, welches vielleicht ansonsten verborgen geblieben ist! Und das ist noch nicht alles! Ihr könnt zusätzlich ein ganz besonderes "Buch des Monat"-Abzeichen erhalten.Was ihr dafür tun müsst?Schreibt Rezensionen zu den FISCHER-Büchern, die ihr während des Wochenendes gelesen habt und löst die drei Aufgaben, die wir euch während des Lesewochenendes stellen bis zum 30.11.2017!Bitte beachtet, dass nur Rezensionen zu Büchern aus dem Stöberbereich des FISCHER Leseclubs gelten, das heißt, die Bücher müssen 2017 erschienen sein! Unter allen Usern, die das Abzeichen erspielen, verlosen wir 50 Wunschbücher aus den FISCHER-Verlagen!

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    • 656
  • Starker Roman

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Fornika

    02. November 2016 um 11:10

    Der Wolf ist zurück in und um Berlin. Er zieht seine einsamen Kreise in den kalten Wintertagen und berührt dabei die Leben unterschiedlichster Leute. Das junge Pärchen aus Polen, das seit Jahren daran scheitert sich ein neues Leben aufzubauen. Die zwei Teenager, die ihr Glück in Berlin versuchen wollen, weil sie in ihrem Heimatdorf keine Perspektive sehen. Die gescheiterte Künstlerin, der Alkoholiker, die ungeliebte Tochter… Schimmelpfennig nimmt uns mit seiner episodenhaften Erzählung mit in den ganz normalen Alltag ganz normaler Leute. Ein melancholischer Unterton begleitet die Erzählung, klare Worte findet der Autor um den Leser in den Bann zu ziehen, eine kühle Atmosphäre zu zeichnen. Die Charaktere sind vielseitig und echt gestaltet, die Einzelschicksale mehr oder weniger spannend. Bewusst wird oft auf Namen verzichtet, wie auch der Autor an anderer Stelle reduziert schreibt um vieles offen zu lassen. Mich hat sein Roman überzeugt und ich hoffe, dass dies kein einmaliger Ausflug Schimmelpfennigs in die Romanwelt war.

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  • Bilderreiche Atmoshpäre durch wenige Worte

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Weltensucher

    04. August 2016 um 13:06

    „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ ist der Debütroman des meistgespielten Gegenwartsdramatiker Deutschlands, Roland Schimmelpfennig, so heißt es im Klappentext. Er handelt von einem Wolf, der mitten im kalten Winter aus dem Osten, aus Polen, bis nach Berlin wandert und auf seiner Reise viel Aufsehen erregt. Immer wieder wird er gesichtet, von den unterschiedlichsten Menschen, deren Leben sich einerseits unterscheiden, andererseits auf seltsame Weise verknüpft zu sein scheinen. Es wird von ihren Schicksalen erzählt, von ihrer Vergangenheit, von ihrer Suche nach einem Sinn – und zwar vor dem Hintergrund unserer heutigen Zeit, einer Skizze der Gegenwart. „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen...“ ist ein kurzes Buch, mit kurzen Kapiteln und vielen Leerseiten, welches man in geringer Zeit, sogar in Einem, schnell durchlesen kann. Auch der Schreibstil trägt dazu bei – knapp und bündig die Sätze, viele einphrasige Dialoge. Durch diesen Aufbau wird bereits eine bestimmte Atmosphäre geschaffen, die für mich ab der ersten Seite zu dem Buch dazugehörte und sinnbildlich dafür steht, eine Atmosphäre, die distanziert und kalt, aber gleichzeitig direkt und bildhaft den Inhalt der Geschichten unterstreicht. Die Perspektiven wechseln häufig. Mal begleitet man zwei Jugendliche auf der Flucht aus ihrem Dorf hinaus in die Stadt, dann ihre Eltern, jeder mit seinen eigenen Problemen, auf der Suche nach ihnen; ein junges Pärchen aus Polen, das viel arbeitet und wenig spricht; einen Jäger, einen Bildhauer, zwei Kioskbesitzer. Die Spur des Wolfes kreuzt jeden ihrer Wege, die von Roland Schimmelpfennig authentisch und gleichzeitig kühl beschrieben werden – eine konstant präsente Traurigkeit liegt über den vielen Schicksalen, die Melancholie unserer Zeit. Mir hat „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen...“ aufgrund seiner Andersartigkeit und Aussagekraft sehr gefallen. Man merkt beim Lesen die beruflichen Hintergründe des Autors in der Theaterszene; das Buch selbst überliefert durch seine prägnanten Worte Bilder und Szenen, die sehr echt und deutlich wirken. Obwohl von einer konstanten Traurigkeit begleitet, wurden viele Probleme der heutigen Zeit gut verarbeitet. Der Wolf als Symbol der Einsamkeit, auf seinem Weg in die Stadt und Verknüpfungen zwischen all den Menschen ziehend war hierbei ein besonders gelungenes Motiv. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen; eine kurze, aber sehr dichte und bilderreiche Geschichte voller stiller Atmosphäre.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Ein sehr kühler, distanzierter Stil

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Buchraettin

    26. July 2016 um 07:38

    Es ist Winter in Deutschland. Rund um Berlin liegt Schnee. Ein Wolf aus Polen wandert nach Deutschland ein. Ein Mädchen und der Nachbarjunge beschließen von zu Hause weg zu laufen. Der Vater des Jungen begibt sich auf die Suche nach ihnen. Ein Mann ist auf dem Heimweg aus Polen zu seiner Frau in Berlin, er fotografiert den Wolf als erstes. Was verbindet diese Menschen? Es sind kurze Kapitel in denen jeweils eine Erzählperspektive behandelt wird. Momentaufnahmen, Augenblicke werden hier vorgestellt. Einige der Perspektiven sind sehr neutral, die Figuren werden selten beim Namen benannt. In diesem Buch wird wörtliche Rede nicht durch die Zeichen der wörtlichen Rede gekennzeichnet, sondern nur anhand von kleinen Bindestrichen. Auch die Perspektive des Wolfes wird erwähnt. Er ist eine Art Bindeglied zwischen den verschiedenen Erzählern. Der Stil ist durch kurze Sätze gekennzeichnet. Mir war der Stil hier zu kühl. Der passt vielleicht zum Januar, aber für mich wurde es sehr nüchtern erzählt. Mir fehlte die Wärme und ich bekam keinen wirklichen Bezug zu den Figuren. Die Distanziertheit wurde auch dadurch aufrechterhalten, dass kaum Namen verwendet wurden, sondern von „ dem Jungen“ und „ der Mutter“ usw. gesprochen wurde. Mich konnte diese Aneinanderreihung der Perspektiven leider nicht fesseln. Gut gefallen hat mir, das jedes Kapitel für eine Erzählung steht, damit kann ich als Leser es gut einordnen. Es scheint, als verbinde eine Suche die Figuren. Die Suche nach den Jugendlichen, die Suche nach Futter beim Wolf, die Suche nach Geborgenheit, Sicherheit, es macht schon etwas nachdenklich die Geschichte. Die beiden Ausreißer, es wird zwar auf ihre Gründe eingegangen, aber als Figuren blieben sie für mich an der Oberfläche. Das ging mir auch bei den anderen Figuren so. Die Vergangenheit wird kurz skizziert, aber es bleibt für mich alles oberflächlich. Für mich war der Stil zu kühl, die Figuren blieben zu distanziert und es ist insgesamt ein Buch, das mich nicht gefangen nahm, es hielt mich auf Distanz.

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    • 2
  • Konnte mich leider nicht begeistern

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Pocci

    20. July 2016 um 20:04

    Der Leser lernt eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere in und um Berlin kennen. Da ist der junge, polnische Bauarbeiter, der Panikattacken bekommt, sobald er alleine ist, das Mädchen, das mit seinem Freund vor der prügelnden Mutter nach Berlin flüchtet, oder auch das Pärchen, das einen Kiosk besitzt - sie alle und noch einige mehr begenen uns in diesem Buch. Zum Teil überschneiden sich ihre Lebenswege und ihnen allen ist gemeinsam, dass sie früher oder später auch den Weg eines Wolfes kreuzen, der sich von der polnischen Grenze nach Berlin aufgemacht hat. Diese Idee, dass der Leser eigentlich den Wolf begleitet und dabei die unterschiedlichen Personen kennenlernt, war es, die mich beim Lesen des Klappentextes vom Buch überzeugt hat. Leider entspricht die Erzählweise jedoch nicht meiner Vermutung. Der Wolf ist zwar ein wiederkehrendes Motiv, doch steuert sein Weg weniger die Handlung. Stattdessen wird immer wieder zwischen den einzelnen Charakteren und Handlungen hin und her gesprungen - häufig schon nach ein oder zwei Seiten. An sich bin ich zwar ein Fan von wechselnden Perspektiven, doch hier ist es auch mir zu viel geworden. Da eine Vielzahl der Personen erst im späteren Verlauf (wenn überhaupt) mit einem Namen versehen wird, ist es relativ schwierig die einzelnen Handlungsstränge sowie die redenden Personen in den einzelnen Abschnitten auseinander zuhalten. Bei den ganzen "das Mädchen, die junge Frau, die Mutter des Mädchens, die Frau usw." kann man schon einmal durcheinander kommen. Durch die kurzen, klaren Sätze und den schnörkellosen Erzählstil ist das Buch zwar gut zu lesen, abgeholt hat es mich jedoch leider nicht.

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  • Ein melancholischer Winterspaziergang durch Berlin

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Ambermoon

    Nachts auf einer eisglatten Autobahn, 80 Kilometer vor Berlin: Ein Tanklaster legt sich quer und kippt um. Auf dem Standstreifen, kurz im Blaulicht der Feuerwehr: ein einzelner Wolf. Bis Berlin reichen die Spuren des Wolfs, und sein Weg kreuzt sich immer wieder mit den Wegen und Schicksalen unterschiedlicher Menschen. Mit zwei Kindern, die von zu Hause weggelaufen sind und durch Wald und Stadt irren. Mit dem polnischen Bauarbeiter, der verzweifelt nach seiner Freundin sucht. Mit der Frau, die morgens auf dem Balkon die Tagebücher ihrer Mutter verbrennt. Wie in einem Schwarzweißfilm, in dem gelbes Winterfeuer flackert, ziehen die Bilder und Geschichten dieses Romans an uns vorbei. Sie erzählen vom Suchen und Verlorensein, von der Kälte unserer Zeit und der Sehnsucht nach einem anderen Leben. Ein Roman von großer visueller Kraft, dessen Poesie und Schönheit man sich nicht entziehen kann...(Klappentext) ------------------------------------------ Diesen Roman zu beschreiben ist schwierig, da er so anders ist. Er beinhaltet einen ungewöhnlichen Schreibstil - abgehackt, nüchtern, ohne richtige Dialoge. Es hat weder Anfang noch Ende und im Grunde ist es kein richtiger Roman...und trotzdem, er hat mich während des Lesens gefangen und nach dem Lesen befangen zurückgelassen. In einem kalten Winter treibt es einen einsamen Wolf nach Berlin. Er taucht aus dem Nichts auf. Ebenso die Protagonisten und ihr Geschichten. Angefangen von einem jungen Polen, der mit seiner Freundin sein Glück in der großen Stadt sucht, über ein jugendliches Pärchen, welches von zu Hause ausreißt und sich zu Fuß nach Berlin durchschlägt, den Eltern dieser Kinder, die sich auf die Suche nach ihnen machen (oder auch nicht), bis hin zu einem jungen Berliner Pärchen mit einem Kiosk mitten in Berlin. Sie haben nichts gemeinsam, außer die Trauer, Einsamkeit und den Wolf. Der Wolf ist der rote Faden in dieser Geschichte, der entweder deren Weg kreuzt oder sie gedanklich beschäftigt. Und doch bleibt er im Hintergrund, während die Geschichten dieser Menschen in den Vordergrund rücken. Manchmal kreuzen sich die Wege dieser Protagonisten - zufällig, ohne Konsequenzen und nur kurz. Dieses Gefühl hat man auch als Leser. Als würde man bei einem Spaziergang durch das kalte und verschneite Berlin den Weg dieser Protagonisten kreuzen, ein kurzes Stück mit ihnen gehen, um dann einfach wieder zu verschwinden und sie mit ihrem Schicksal, ihrer Trauer und Einsamkeit alleine weitergehen zu lassen. Und wie auch der Wolf dann plötzlich verschwindet, verschwinden auch die Protagonisten mit ihren Geschichten. Die Sprache dieses Romans ist schnörkellos, melancholisch, bedrückend, einfach und doch beinhaltet der Roman so viel Tiefe und hält uns unsere kalte Gesellschaft vor Augen. Fazit: Ein melancholischer Gesellschaftsroman in einem ungewöhnlichem Schreibstil - still und doch so laut, oberflächlich und mit doch so viel Tiefe. Wenn man sich als Leser darauf einlässt, eröffnet sich einem ein Meisterwerk der Gegenwartsliteratur der ganz anderen, einer neuen Art. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung. Und nun halte ich es wie der Wolf - entschwinde wieder so plötzlich wie ich gekommen bin und lasse Euch mit Eurem Schicksal und meiner Rezi allein.

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    • 11
  • Ein melancholisch kaltes Berlin

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Nil

    Dieses Buch hat sicherlich den längsten Titel in dieser Saison mit „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunders" und dieser Titel ist auch zugleich der Beginn des Romans von Roland Schimmelpfennig. Hier passiert in einem kalten Januar in und um Berlin viel und doch auch sehr wenig. Der rote Faden des Romans ist ein Wolf, der über die Grenze von Polen nach Deutschland kommt und immer mal wieder gesichtet wird, selbst in Berlin! Der Roman hat viele Figuren, da sind zwei Jugendliche, die aus einem Dorf bei Berlin abhauen, dann gibt es ein polnisches Pärchen, dass in Berlin arbeitet, dann gibt es die türkischstämmige Journalistin, die Kioskbesitzer und viele viele mehr. Man glaubt kaum, dass man den Überblick bei der Fülle verliert, aber dem ist nicht so. Auf den knapp 254 Seiten, die der Roman umfasst, finden alle ihren Platz. Der Clou an den handelnden Personen sind die Überschneidungen, Begegnungen untereinander oder den zufälligen Bekanntschaften. Ein toll geschriebener Roman, der eine ganz besondere klamme Atmosphäre im kalten Berlin und Brandenburg vermittelt. Der Autor schafft es trotz weniger Sätze einem das ganze Schauspiel, die Interaktionen und inneren Bewährungsproben aufzuzeigen. Großartig. Einzig schade und weniger gut, fand ich das sehr offene Ende des Romans, da hätte ich doch mehr erwartet. Fazit: Ein Roman für alle Berliner, alle die es werden wollen oder die Stadt und ihre Straßen im Prenzlauer Berg besonders gut kennen. Und natürlich für alle, die gerne ein gutes Buch lesen!      

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    • 4

    Nil

    31. May 2016 um 11:09
  • Hast du den Wolf gesehen?

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    leucoryx

    16. May 2016 um 14:36

    In dem Buch wird ein Wolf in der Umgebung von Berlin gesichtet. Die Geschichte erzählt von den Menschen, die diesen Wolf gesehen haben oder sich in der Nähe von ihm befinden. Tomasz und Anieszka sind von Polen nach Berlin gekommen, um dort ihr Glück zu finden. Zwei Jugendliche laufen von Zuhause weg. Eine Frau verbrennt die  Tagebücher ihrer Mutter. Was machen diese Leute? Und wozu?Das Cover ist nicht sehr prägnant, passt aber mit seiner Stimmung zu dem Buch. Der gesichtete Wolf verbindet die unterschiedlichen Lebensausschnitte sich völlig fremder Menschen miteinander. Wie ein roter Faden zieht er durch die Geschichte bis sich seine Spur verliert. Man bekommt Szenerien aus den verschiedensten Leben vorgeführt. Man erfährt nicht immer die Beweggründe der Leute und einige davon fragen sich wohl auch selbst was sie eigentlich tun und warum. Der Schreibstil ist kurz, distanziert und die Dialoge sind recht eintönig und monton. Es wird ein recht tristes Bild des 21. Jahrunderts gezeichnet. Die Atmosphäre ist damit sehr eigen und individuell, durchaus passend und beschreibt eine gewissen Sehnsuchtshaltung nach Mehr. die meisten erwarten einfach mehr vom Leben. Man denkt sich, das kann noch nciht alles gewesen sein. Es wird aber einfach dieses Bild gezeichnet ohne Hilfestellung, Lösungsvorschläge oder Happy End.Die Geschichte ist sicherlich nicht aussagelos, aber sehr trist und monton. Es vermittelt genau die Stimmung, die der Autor erreiche möchte, verhindert damit aber das Lesevergnügen.

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  • An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    photovivie

    12. May 2016 um 08:16

    Roland Schimmelpfennig ist Deutschland meist gespielter Dramatiker. Dies ist sein erster Roman, mit dem er direkt für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Am Rand von Berlin taucht ein Wolf auf. Erzählt wird von verschiedenen Personen, die im Laufe ihrer kurzen Geschichte auf den Wolf treffen oder mit jemandem zu tun haben, der ihm begegnet. Ein junger Pole begegnet dem Wolf auf der Autobahn, als er hinter einem Stau hält. Er ist auf dem Weg zu seiner Freundin nach Berlin, wo diese als Putzfrau arbeitet – und eine Affäre hat. Zwei Jugendliche reißen von Zuhause aus. Sie wollen sich nach Berlin durchschlagen. Beide wuchsen in schwierigen Verhältnissen auf. Trotzdem machen sich ihre Eltern in Berlin auf die Suche nach ihnen. Die verschiedenen Charaktere begegnen und verpassen sich. Ein paar der Personen fand ich nicht so interessant wie andere; sie erschienen mir flacher als andere Charaktere. Doch darüber halfen mir dann zwei Dinge hinweg: Zum Einen die Verknüpfungen zwischen Charaktere, zum Anderen der stets interessante Schreibstil Schimmelpfennigs, der den Eindruck erweckt, das jederzeit etwas Spannendes passieren könnte. So viel passiert aber eigentlich nie; zumindest nichts, das uns in der heutigen Welt noch stark schockiert (sind doch Ehebruch, Alkoholismus, Autounfälle, angeschossen werden und weggelaufene Kinder in der heutigen Zeit und mit unseren Medien beinahe schon Alltag). Mich hat das Buch stark an Bernhard Aichners Schnee kommt erinnert, in dem Menschen durch einen Autounfall in einem Tunnel festsitzen und nach und nach aufgedeckt wird, dass diese Menschen eine Verbindung zueinander haben, von der sie teilweise selbst nicht wissen. Mag einer eines der Bücher, sollte er unbedingt auch das andere lesen! Mir hat An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts sehr gefallen. Meiner Meinung nach absolut begründet für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Überaus lesenswert! Schau gerne für weitere Rezensionen auch auf meinem Blog www.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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  • Nicht Fisch, nicht Fleisch, nur etwas Brühe ...

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    Monsignore

    16. April 2016 um 20:26

    Laut Klappentext handelt es sich um den Erstlingsroman des meistgespielten Gegenwartsdramatikers Deutschland. Nun ja, die dramaturgischen Fähigkeiten des Autors sind unübersehbar - und letztlich wirkt das Buch wie eine Regiearbeit für das Bildungsbürgertum und dessen Rezensenten.Gelungen ist das Wolfs-Motiv. Der einsame und hungrige Wolf bewegt sich im Winter vom Osten her nach Berlin, kommt in die Stadt. Mit ihm kommen diverse Personen aus unterschiedlichen Motiven ebenfalls nach Berlin. Wie ein Theaterensemble werden die Personen in knapp und prägnant geschriebenen Schlaglichtern in Richtung Wolf zusammengezogen.Gelungen ist ebenfalls die Sprache, vor allem die Bildersprache. Da sind einige Seiten, an denen sich der Leser regelrecht besaufen kann. Aber das ist es dann auch. "Roman" steht vorne drauf. Aber ein Roman ist mehr, viel mehr, z.B. fehlen sich entwickelnde Figuren, eingebettet in einen Zeitzusammenhang.Wie es sich für diese Modetexte gehört, wird einem auch gleich erklärt, um was es geht - meine Güte, wie oft habe ich das schon gelesen oder gehört: die Kälte unserer Zeit, das Verlorensein, die Sehnsucht nach einem anderen Leben, die Suche als vergebliches Lebensmotiv ... Na dann "Prost-Mahlzeit!" wie der Rheinländer sagt.

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  • Was ein Buch ! Meisterstück!

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    marpije

    Das Buch hat so simple Schreibweise, kurze deutliche Sätze, kühle Stimmung, distanzierte Beobachtung, trostlose Atmosphäre und vielleicht darum ist so fesselnd wie die beste Thriller. Das Buch beginnt mit großen Unfall auf dem Autobahn, der junge Pole Tomasz ist gerade auf die Heimreise aus Polen nach Berlin wo er wohnt mit Freundin Agnieszka, welche ist schwanger aber nicht mit ihm. Er muss mehrere Stundenwarten bis die Autobahn frei ist, in diesem Stunden sieht er ein abgemagerte Wolf und macht Fotos von ihm. Im fast gleichen Zeit zwei Jugendliche-ein  Junge und ein  Mädchen-laufen von zuhause weg, ein Jäger stirbt im Hochsitz im Wald. Die Eltern von der Jugendlichen machen sich auf die Suche, ein Inhaber von Kiosk im Berlin will der Wolf unbedingt treffen und töten. So viele verschiedene Puzzle-Teile , jede zweite Seite wechselt sich das Thema, aber später alle Teile vernetzen sich zusammen. Im laufe der Geschichte kriegen wir Leser ein Blick auf das Leben von die Protagonisten : das große was herrscht bei allem ist unbegrenzte Einsamkeit, die alle teilen das Leben mit jemandem aber sind einsam wie eine Eremit auf die Wüste, das ist leider auch Gewalt im Familien, das sind Alkoholprobleme, das sind Ehen welche sind in Bruch gegangen. Alle haben außer Einsamkeit noch etwas gemeinsames - Distanz zu dem Menschen mit welche sind zusammen, die alle sind auf irgendwelche weise verloren und ziehen sich zurück wie eine Schildkröte im eigenem Haus. Großes Kopfkino beim lesen, absolut Lesenswert .

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    • 2
  • An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    photovivie

    25. March 2016 um 12:31

    Roland Schimmelpfennig ist Deutschland meist gespielter Dramatiker. Dies ist sein erster Roman, mit dem er direkt für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Am Rand von Berlin taucht ein Wolf auf. Erzählt wird von verschiedenen Personen, die im Laufe ihrer kurzen Geschichte auf den Wolf treffen oder mit jemandem zu tun haben, der ihm begegnet. Ein junger Pole begegnet dem Wolf auf der Autobahn, als er hinter einem Stau hält. Er ist auf dem Weg zu seiner Freundin nach Berlin, wo diese als Putzfrau arbeitet – und eine Affäre hat. Zwei Jugendliche reißen von Zuhause aus. Sie wollen sich nach Berlin durchschlagen. Beide wuchsen in schwierigen Verhältnissen auf. Trotzdem machen sich ihre Eltern in Berlin auf die Suche nach ihnen. Die verschiedenen Charaktere begegnen und verpassen sich. Ein paar der Personen fand ich nicht so interessant wie andere; sie erschienen mir flacher als andere Charaktere. Doch darüber halfen mir dann zwei Dinge hinweg: Zum Einen die Verknüpfungen zwischen Charaktere, zum Anderen der stets interessante Schreibstil Schimmelpfennigs, der den Eindruck erweckt, das jederzeit etwas Spannendes passieren könnte. So viel passiert aber eigentlich nie; zumindest nichts, das uns in der heutigen Welt noch stark schockiert (sind doch Ehebruch, Alkoholismus, Autounfälle, angeschossen werden und weggelaufene Kinder in der heutigen Zeit und mit unseren Medien beinahe schon Alltag). Mich hat das Buch stark an Bernhard Aichners Schnee kommt erinnert, in dem Menschen durch einen Autounfall in einem Tunnel festsitzen und nach und nach aufgedeckt wird, dass diese Menschen eine Verbindung zueinander haben, von der sie teilweise selbst nicht wissen. Mag einer eines der Bücher, sollte er unbedingt auch das andere lesen! Mir hat An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts sehr gefallen. Meiner Meinung nach absolut begründet für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Überaus lesenswert! Weitere Rezensionen von mir findest auf meinem Blog www.buchstuetze.wordpress.com

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  • Roland Schimmelpfennig - An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

    miss_mesmerized

    06. March 2016 um 13:45

    An einem klaren, eiskalten Januarmorgen steht ein einsamer Wolf am Rande einer schneebedeckten Autobahn. Ein Teenager-Pärchen flüchtet vor den zerrütteten Elternhäusern. Die Eltern suchen sie und suchen auch ihre eigene verloren Jugend. Eine Frau sieht die Überbleibsel ihrer jüngst verstorbenen Mutter durch. ein polnisches Pärchen sieht sich nach Wochen wieder und kann sich doch nicht finden. Die Inhaber eines Berline Spätis spüren eine schwer greifbare Unzufriedenheit und warten auf den großen Augenblick ihres Lebens. Sie alle irren durch die deutsche Hauptstadt, inklusive Wolf, und begegnen sich, sehen sich und verlieren sich wieder. Träumen von einem anderen Leben, denn das, das sie leben, kann niemals ihres sein. Ein wundervoller Roman, der so geschickt die Einzelschicksale ineinander verschränkt, mit dem Wolf, der sich der Stadt näher und der zugleich fasziniert und Angst macht, als starkem verbindendem Element und Leitmotiv. Ebenso eine Waffe, die die Hände wechselt und von einer zur nächsten Figur wandert, um mal auf die Menschen, mal auf den Wolf gerichtet zu werden. Ein Blick in den Alltag durchschnittlicher Menschen, die sich einfach mehr erwartet hatten vom Leben und sich nur halbherzig zufriedengeben oder Auswege suchen in Alkohol, Flucht oder einer neuen Liebe. Überzeugend erzählt, scharf beobachtet und in der Summe der Einzelschicksale zwischen erschreckend und hoffnungslos.

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