Roland Spranger Kriegsgebiete

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Inhaltsangabe zu „Kriegsgebiete“ von Roland Spranger

Schwer traumatisiert kehrt Daniel aus seinem Afghanistan-Einsatz zurück in die Heimat, in der er sich nicht mehr zurechtfindet. Seine Ehe geht in die Brüche, seine Frau Melanie zieht mit der gemeinsamen Tochter zu ihrem neuen Freund. Daniels Leben hat einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Da geschehen in seinem Umfeld mehrere grausame Morde. Von der Polizei als Täter verdächtigt, beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren, wer hinter den Verbrechen steckt. Oder ist er tatsächlich der Mörder? Ist er wirklich so schizophren, dass ein Teil seiner Persönlichkeit Verbrechen begeht, an die sich der andere Teil nicht erinnern kann? Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2013 für den besten deutschsprachigen Kriminalroman

Ein Krimi der Extraklasse! Spannend, hervorragend konstruiert und recherchiert, und toll geschrieben!

— Stefanie_Gregg

Als Leser taucht man schnell ein in die Ängste und Zwänge der Hauptfigur Daniel. Spannend und bisweilen amüsant.

— Peter80636

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  • Superspannend, Superinteressant!

    Kriegsgebiete

    Stefanie_Gregg

    31. January 2017 um 11:03

    Kein Wunder, dass dieses Buch den Glauser-Krimipreis bekommen hat! Es ist gleichermaßen spannend und tiefgehend geschrieben. Der traumatisierte Kriegsrückkehrer, der langsam selbst nicht mehr weiß, was er getan hat. Posttraumatische Belastungsstörungen nach Kriegseinsätzen werden hier fundiert und menschlich beschrieben. Dazu eine absolut spannende und im Nachhinein sehr logische, gut konstruierte Handlung. Ein Krimi der Extraklasse!

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  • Highway to Hell

    Kriegsgebiete

    R_Manthey

    13. July 2015 um 12:04

    Daniel Schramm hatte sein Land am Hindukusch verteidigt. Dafür bezahlt man nun seinen Psychotherapeuten bei der Bekämpfung seiner posttraumatischen Belastungsstörung. Frau und Tochter haben ihn verlassen, die Möbel seines Hauses haben schwer unter seinem Trauma gelitten. Bis auf sein Ledersofa. Das genießt jetzt die frische Gartenluft, denn dort schläft Daniel. Im Freien fühlt er sich wohler. Seine Woche ist klar geregelt. Jeder Tag hat ein Programm. Dienstag geht Hauptfeld Schramm joggen. Doch diesmal findet er eine Frauenleiche und kommt schnell in den Kreis der Verdächtigen. Schließlich ist er nicht ganz dicht und kennt sich mit dem Töten aus. Weitere Morde geschehen in seinem Umfeld. Daniel beginnt eigene Überlegungen. Aber sein Verstand arbeitet nicht mehr so richtig mit und spielt ihm Streiche. Das ist die Ausgangssituation, aus der Roland Spranger seinen Thriller entwickelt. In diesem Buch fasziniert nicht nur die spannende Handlung, sondern auch der sarkastische Erzählstil, der nicht ins Bittere abgleitet, obwohl dafür ausreichend Gründe vorhanden wären, sondern der eher komische Züge annimmt. Männer werden wohl einen leichteren Zugang dazu finden als Frauen. Wenn Spranger die Idee hatte, das ganze Unheil einer deutschen Beteiligung an diesem fernen Krieg und seine Folgen erfahrbar zu machen, dann scheint mir ihre Umsetzung eindrucksvoll gelungen zu sein. Man ahnt zwar beim Lesen langsam, wer die Fäden der unerklärlichen Handlung in der Hand hält. Das heftige Ende überrascht dann aber doch. Obwohl dieser Thriller von Dienstag bis Freitag im beschaulichen Hof abläuft und obwohl er auf einer sehr persönlichen Ebene geschieht, transportiert er auch ganz beiläufig einige interessante Einsichten in eine Wirklichkeit, die man vielleicht so noch nicht wahrgenommen hat.

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  • Kriegsgebiete

    Kriegsgebiete

    odenwaldcollies

    19. August 2013 um 21:23

    Das Buch ist komplett aus der Sicht des traumatisierten Soldaten Daniels geschrieben, Randfiguren bleiben teilweise schemenhaft, was mich hier allerdings kaum stört, sondern Raum für eigene Spekulationen läßt. Sehr gelungen finde ich die Beschreibung der Person Daniels: häufig wirkt er eigentlich ganz normal und überlegt, und dann bricht wieder diese Aggression bei ihm durch, die nicht ohne ist. Und auch diese Erinnerungslücken, die er ab und an hat. Insgesamt wirkt er ziemlich unberechenbar. Gleichzeitig kann er tieftraurig und sarkastisch sein. Außerdem leidet er an einem Verfolgungswahn, der seine Wurzeln in den traumatischen Ereignissen in Afghanistan hat: hinter harmlosen Dingen vermutet er immer wieder Winkelzüge der Taliban. Aber dennoch ist mir Daniel nicht unsympathisch und auch bis auf wenige Situationen, nicht fremd. Die kurzen Sätze, in denen der Roman geschrieben ist, passen daher sehr gut zu Daniels innerer Zerrissenheit. Neben Daniel hat mir sein Freund Maik sehr gut gefallen, der immer auf der Suche nach dem passenden Soundtrack für die jeweilige Situation ist. Die Handlung ist sehr spannend - trotz der ruhigeren Mitte - und hat mich mit einigen Wendungen überrascht, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Ebenso finde ich den Schluß sehr gelungen und passend für den ganzen Thriller. Schade ist lediglich, daß das Buch so schnell zu Ende ist.

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. September 2012 um 18:35

    Eindringlicher Roman über Kriegsheimkehrer und ihre psychischen Belastungen * "Maik starrte weiter auf den Flachbildschirm, während Daniel seinen Blick wandern ließ. Antrainierte Routine. Immer aufmerksam bleiben. Der Garten war verwildert. Sah ein bisschen so aus, als würde Dornröschen schon ein paar Jahre in einem Einfamilienhaus mit Zinkdach und Solaranlage schlafen. Am Anfang hatten sich ein paar Nachbarn beschwert wegen des Unkrauts, das andere Grundstücke infiltrierte. Seit alle wussten, dass Daniel Deutschland am Hindukusch verteidigt hatte, verhielten sie sich ruhig." (S. 20) * Als Daniel aus dem Afghanistan-Einsatz zurück kommt ist nichts mehr wie es mal war. Er hat Menschen sterben sehen und musste selbst töten. Daniels Psyche ist schwer angeschlagen und durch seine Veränderung ist die Beziehung mit seiner Frau Melanie in die Brüche gegangen. Seine Tochter darf er nur unter Aufsicht sehen. Als ob das noch nicht reicht, tauchen bald Leichen auf, die mit einem Kampfmesser umgebracht wurden. Seinem Messer... * Der Autor Roland Spranger hat sich hier an ein wirklich schwieriges und schwer gewichtiges Thema gewagt. Kriegsheimkehrer und ihre psychischen Belastungen und die Konsequenzen und Folgen, die sie wieder daheim erwarten. * Er hat einen sehr bildlichen und eindringlichen Schreibstil und schafft es dem Leser einen Einblick in die Gefühle und Ängste des Hauptprotagonisten Daniel zu verschaffen. Ein Soldat, der im Afghanistan Krieg zu viel Leid und Kaltblütigkeit miterleben musste und nie wirklich zu hause angekommen ist. Er fühlt sich immernoch vom Feind beobachtet, kann nicht in geschlossenen Räumen leben und muss sich an einen straffen Wochenplan halten um nicht den Halt in der Realität zu verlieren. * "Kriegesgebiete" beginnt mit einem Prolog, der in Afghanistan in Kunduz spielt und ein Jahr vor der Handlung des Romans anzusiedeln ist. Dort wird der Wahnsinn und die Grausamkeit des Krieges beschrieben, der Verlust von Kameraden und der Verlust von Hoffnung. Die restliche Handlung spielt in vier Tagen. Vier Tage, die für die Protagonisten die Hölle sind. Vier Tage, die Daniel an seinem Verstand zweifeln lassen und vier Tage, die aufzeigen, wozu ein Mensch fähig ist. "Kriegsgebiete" zeigt aber nicht nur auf, was mit dem Menschen passiert, der sich jeden Tag von Mord und Tod umgeben sieht, sondern auch von seinen Mitmenschen, seiner Familie. * Aber neben der Psyche geht es dennoch um ungeklärte Mordfälle, mehrere Frauenleichen werden aufgefunden und immer ist Daniel in der Nähe. Ist er abgedriftet und verdrängt die Erinnerung an seine Taten oder will ihm jemand etwas böses? Mit viel Spannung und plötzlichen Wendungen schafft es Roland Spranger immer wieder den Leser zu verwirren und wirklich in die Irre zu führen! * "Kriegsgebiete" ist ein spannender Thriller, der sich mit dem Thema Krieg und den psychischen Belastungen der Soldaten beschäftigt - ein Buch, das gut unterhält, einen nach dem lesen aber auch nachdenklich zurücklässt!

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    Spatzi79

    16. July 2012 um 12:56

    Der Prolog startet mit dem Einsatz von Daniel Schramm in Afghanistan. Er und sein Team sind auf dem Weg, einen Arzt von einer Hilfsmission abzuholen. Eigentlich ein Routineeinsatz, doch dann geht alles schief. Zurück in Deutschland, nach einem recht harten Schnitt in der Geschichte, ist Daniel immer noch schwer gezeichnet von den Vorfällen. Er hat sich sein Leben auf recht eigenartige Weise organisiert, jeder Tag hat einen festen Ablauf. Er wohnt in seinem Garten, denn die Enge des Hauses erträgt er nicht mehr. Seine Frau hat ihn verlassen und die gemeinsame Tochter darf er nur unter Betreuung sehen. Halt geben ihm sein Kriegskamerad Timo, mit dem er jeden Abend telefoniert, sein Kumpel Maik und sein Therapeut. Doch das mühsam erkämpfte fragile Gleichgewicht wird erneut gestört, als er eine Frauenleiche in einem Teich findet. Für die Polizei ist er aufgrund seines instabilen Geisteszustands und seines teilweise recht bizarren Verhaltens eher ein Verdächtiger als ein Zeuge. Und ganz sicher ist sich Daniel selbst nicht – hat er vielleicht wirklich irgendwas mit dem Tod der Frau zu tun? Das Buch macht es dem Leser anfangs nicht so ganz leicht. An die Schreibweise mit vielen kurzen, eher abgehackten Sätzen, muss man sich ein bisschen gewöhnen. Wenn einem dies gelungen ist, fand ich gerade diese Art der Formulierung sehr passend zu Daniel und seinen Gedanken und Gefühlen. Obwohl man als „Normalmensch“ ein derartiges Trauma sicher kaum nachempfinden kann, ist man als Leser ganz dicht dabei. Gegen Ende packt der Autor dann einige Überraschungen aus, aber es bleibt alles stimmig. Für mich war es daher ein absolut spannendes Buch!

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    Mika2003

    10. July 2012 um 18:10

    Bei diesem Buch, gelesen in einer Runde bei Leserunden.de bin ich sehr zwiegespalten. Von Anfang an hatte ich mit dem Schreibstil des Autors Probleme – kurze abgehackte Sätze. Dazu der abrupte, übergangslose Break am Anfang des Buches und der schnelle Wechsel des Schauplatzes von Afghanistan nach Deutschland. Dazu viele Hinweise auf Musiktitel / Interpreten, die mir nichts sagten und dadurch den Lesefluss behinderten, auch wenn ich irgendwann versuchte darüber hinweg zu lesen. Ein weiterer „Kritikpunkt“ war für mich, dass das Verhalten der Soldaten in Afghanistan nicht so nachvollziehbar war. Mehr will ich hier nicht ins Detail gehen, da ich ja nichts verraten will. Der Autor machte es mir wahrlich nicht leicht. Allerdings war die Story an sich recht spannend. Es gab viele Überraschungen und Wendungen, mit denen man nicht rechnete. Dazu Persönlichkeiten, die schwer zu durchschauen sind und deren Handlungen nicht immer logisch nachvollziehbar sind. Das Ende des Buches konnte mich fast mit dem Buch versöhnen – es war eine totale Überraschung. Sowohl was den Täter als auch das eigentliche Motiv anging. Hier führt der Autor den Leser total auf’s Glatteis. Damit „zauberte“ er ein Ende, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Und dem Leser bleibt im Abschluss des Buches die Möglichkeit, selbst zu überlegen wie es weitergeht. Es ist nicht alles bis auf’s I-Tüpfelchen ausgereizt.

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    Sternenstaubfee

    06. July 2012 um 18:42

    Daniel ist seit seinem Afghanistaneinsatz traumatisiert. Seine Frau Melanie hat sich inzwischen von ihm getrennt, seine Tochter Lea darf er nur noch im Beisein von Betreuern sehen. Daniel kann nicht mehr in geschlossenen Räumen wohnen, so dass er sein Wohn- und Schlafzimmer in den Garten verlegt hat. Als er in einem Fischteich eine Frauenleiche entdeckt und den Fund meldet, ist er auch gleich der Hauptverdächtige. Erschwerend zu seiner verschrobenen Art kommt noch hinzu, dass er die Frau kannte und sein Kampfmesser plötzlich verschwunden ist. Hat Daniel tatsächlich in einem unbedachten Moment die Frau getötet und die Tat verdrängt? Oder will ihm da jemand etwas unterschieben? * Meine Meinung * Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Die Handlung ist spannend und nachvollziehbar, man kommt recht schnell in die Geschichte hinein, und das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Die Figuren wirken authentisch und sind gut herausgearbeitet. Besonders gut hat mir Maik gefallen mit seiner Schallplattensammlung. Die Beschreibungen zum Krieg in Afghanistan sind sehr beklemmend und stimmen nachdenklich. Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema einmal in einem Krimi verarbeitet wurde. So ganz konnte ich mich nicht immer in Daniel hineinversetzen und seine Handlungen akzeptieren, aber das kann man wohl wirklich auch nur dann, wenn man erlebt hat, was er erlebt hat, und das wünscht man natürlich niemanden! Insgesamt hat dieses Buch mich sehr gut unterhalten können. Es gab überraschende Erkenntnisse und Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, und somit war das Buch eigentlich immer spannend und kurzweilig.

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    irismaria

    05. July 2012 um 09:52

    Der Bundeswehr-Hauptfeldwebel Daniel Schramm gerät während seines ISAF-Einsatzes in Afghanistan in einen Hinterhalt, bei dem einige seiner Leute ums Leben kommen. Schwer traumatisiert versucht er, sein altes Leben in Bayern wieder aufzunehmen. Er besucht einen Psychotherapeuten, hält mühsam Kontakt zur Frau, die ausgezogen ist und einen neuen Partner hat, und Tochter Lea, zum Kameraden Timo und dem musikliebenden Freund Maik. Sein Haus hat Daniel verwüstet, er lebt im Garten, da er sich dort besser fühlt. Daniels Woche ist genau geregelt mit einem festen Programm. Eines Dienstags beim Joggen findet er eine Frauenleiche, sein Einsatzmesser ist verschwunden und Daniel gerät in den Kreis der Verdächtigen. Er selbst weiß nicht mehr, wem er trauen kann – nicht einmal sich selbst… oder hat es jemand auf Daniel abgesehen und will ihm den Mord unterschieben? „Kriegsgebiete“ ist kein normaler Krimi oder Thriller, sondern eher ein "Gesamtkunstwerk" mit Elementen von Krimi, Thriller, Psychostudie und Sozialkritik und Musik etc., die toll eingewoben werden. Der Autor führt den Leser quasi mit kurzen „Kameraschwenks“ durch die Szenen, die Geschichte liest sich spannend und flüssig, oftmals sind – trotz der bedrückenden Thematik – humorvolle Szenen eingebaut. Neben der fesselnden Geschichte wird für mich deutlich, welche Folgen für einen Menschen und sein Umfeld ein Kriegseinsatz hat. Ich kann „Kriegsgebiete“ sehr empfehlen – als ein Buch, das mehr ist als ein spannender Thriller!

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    Tialda

    29. June 2012 um 20:09

    x Autor: Roland Spranger x Titel: Kriegsgebiete x Genre: Thriller x Erscheinungsdatum: Mai 2012 x 224 Seiten x Bookspot Verlag x ISBN: 3937357548 x Erste Sätze: Prolog. Provinz Kunduz (Afghanistan). Serpentine für Serpentine tasteten sich die drei Mowag Eagle talwärts. Langsam. So langsam, dass die Fahrer jeden Stein auf der Piste nach seinen wahren Absichten befragen konnten. Selbst dem afghanischen Dreck war nicht zu trauen. Das ganze Land war minenverseucht. Klappentext: Schwer traumatisiert kehrt Daniel aus seinem Afghanistan-Einsatz zurück in die Heimat, in der er sich nicht mehr zurechtfindet. Seine Ehe geht in die Brüche, seine Frau Melanie zieht mit der gemeinsamen Tochter zu ihrem neuen Freund. Daniels Leben hat einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Da geschehen in seinem Umfeld mehrere grausame Morde. Von der Polizei als Täter verdächtigt, beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren, wer hinter den Verbrechen steckt. Oder ist er tatsächlich der Mörder? Ist er wirklich so schizophren, dass ein Teil seiner Persönlichkeit Verbrechen begeht, an die sich der andere Teil nicht erinnern kann? Ein packender Thriller vor dem aktuellen Hintergrund weltweiter Krisenherde und den psychischen Belastungen der Soldaten, die Extremes erleben müssen. Rezension: In mattem blau und grau gehalten sieht “Kriegsgebiete” von Roland Spranger von außen bei Weitem harmloser aus, als einem schließlich mit der Geschichte entgegenschlägt. Der Schreibstil des Autors ist einfach zu lesen und sehr spannend. Immer wieder werden Bilder aus dem Krieg in Afghanistan, in dem sich Protagonist Daniel befand, heraufbeschwört. Roland Spranger braucht dazu nicht viele Worte – im Gegenteil. Kurze aber harte Sätze bedrücken den Leser viel mehr, als es ausgeschmückte Sätze an dieser Stelle jemals könnten. Über eine besonders lange Zeit erstreckt sich die Handlung auch gar nicht – von Dienstag bis Freitag – und dafür ist man umso intensiver im Geschehen. Neben der Schilderung, was Soldaten in Kriegsgebieten sehen und durchmachen müssen und wie sich dies auf ihre Psyche, ihr soziales Umfeld in der Heimat, ja, ihr ganzes Leben auswirkt, befinden wir uns in einem Thriller, bei dem bis zum Ende des Buches nicht wirklich klar ist, was wirklich passiert und ob Daniel schizophren ist und die Morde selbst begeht, oder ob ihm jemand etwas anhängen will. Wobei ich aber zugeben muss, dass ich zumindest ahnte, worauf es hinauslaufen könnte – aber Gewissheit bekommt man eben erst am Ende und das auf eine recht erschreckende Art und Weise. Geeignet ist “Kriegsgebiete” für Fans von Psychothrillern auf jeden Fall. Allerdings würde ich das Buch auch Menschen ans Herz legen, die überlegen, sich für die Bundeswehr auf lange Zeit zu verpflichten und sich somit auch für Auslandseinsätze bereit stellen. Idioten, die sich mit Sprüchen alá “Yeah, Krieg ist geil.” brüsten, werden nach diesem Buch garantiert – und wenn nur heimlich für sich alleine – nachdenken. Fazit: Packender Thriller mit der erschütternden Nebengeschichte, was der Krieg aus einem Soldaten und seinem Leben machen kann.

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  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    Natasha

    22. June 2012 um 17:43

    Ein großartiger Thriller, der gleichzeitig viel mehr ist als das: ein sensibel geschriebener Einblick in eine zerstörte Seele, ohne Pathos und Effekthascherei in eine spannende Handlung gebettet. Unbedingt lesen!

  • Rezension zu "Kriegsgebiete" von Roland Spranger

    Kriegsgebiete

    baronessa

    16. June 2012 um 12:58

    Ein schwertraumatisierter Soldat kommt aus Afghanistan zurück. Sein Leben ist ein Scherbenhaufen, denn nichts ist ihm geblieben. Seine Ex-Frau und ihre gemeinsame Tochter wohnen inzwischen in einer schicken Villa. Ein Held ist er schon lange nicht mehr, denn er ist in psychiatrischer Behandlung. Der Krieg hat ihn nicht nur an seine Grenzen gebracht, sondern ihn zerstört. Den Tod wollte er hinter sich lassen, aber auch hier steckt er auf einmal mittendrin. Leichen werden gefunden und alle Indizien deuten auf ihn. Ist er wirklich so gestört, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann? Daniel zweifelt immer mehr an sich. Als seine Tochter entführt wird, greift er zur Selbstinitiative und versucht die Ereignisse zu klären. Sein Handwerk war schließlich der Tod, also beginnt er, zu recherchieren. Mit seinem Freund stößt er auf eine Gruppe „Leute gegen den Krieg“. Aber was hat das mit den Todesfällen zu tun? Und was hat das mit ihm zu tun? Sehr viel, denn ein Vater gibt ihm die Schuld an dem Tod seines Sohnes in Afghanistan. Eine sehr spannende Geschichte, die gerade in der heutigen Zeit sehr aktuell ist. Wie viele Soldaten kehren aus Afghanistan zurück und können das Geschehen nicht verarbeiten. Der Druck des Krieges ist sehr einleuchtend dargestellt. Ihr Leben gerät aus den Fugen, genauso wie das Leben der Familien, die auf ihre Söhne, Männer, Väter warten. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Dazu ist auch die Schrift schön groß. Der Inhalt lässt sich flüssig lesen und man will es nicht mehr aus der Hand legen. Sehr lesenswert!

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