Roland Topor Der Mieter

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Inhaltsangabe zu „Der Mieter“ von Roland Topor

An für sich ein spannendes, verstörendes Buch, jedoch ist in diesem Fall die Verfilmung deutlich besser.

— Beverly_Marsh

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  • Rezension zu "Der Mieter" von Roland Topor

    Der Mieter

    Babscha

    08. October 2010 um 17:05

    Trelkovsky, alleinstehender Mann um die Dreißig, sucht dringend in Paris eine neue Wohnung und findet sie im dritten Stock eines herunter gekommenen Mietshauses. Er erfährt, dass die Vormieterin, eine junge Frau, Selbstmord durch Sprung aus dem Fenster dieser Wohnung begangen hat. Von Beginn an fühlt sich Trelkovsky von dem Hausbesitzer und den Nachbarn in den Wohnungen ringsum massiv unter Druck gesetzt, selbst bei geringster Lärmbelästigung wird ihm mit Kündigung gedroht. Die beklemmende Atmosphäre des Hauses setzt ihm psychisch immer stärker zu, eigenartige, unerklärliche Vorgänge und Entdeckungen in seiner Wohnung führen zu der Erkenntnis, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Der Mieter igelt sich immer mehr ein, kappt zunehmend seine sozialen Bindungen. Erst nach und nach merkt er, welche Geheimnisse das Haus wirklich birgt, aber da ist er bereits Mittelpunkt eines Albtraums. Der bereits in den 60er Jahren in leicht antiquierter Sprache und trotz der düsteren Thematik irgendwie sachlich und nüchtern geschriebene Roman ist ungeachtet dessen in einer Mischung aus Psychogramm und Horrortrip spannend zu lesen, das unterschwellige Grauen und dessen Auswirkungen auf den Protagonisten ist eingängig dargestellt. Das furiose Finale hält dann noch einen überraschenden und ganz besonderen Clou bereit. Weithin unbekanntes, jedoch durchaus lesenswertes Buch, das einen auch in der seinerzeitigen Verfilmung von und mit Roman Polanski in den Kinosessel bannte.

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