Rolf-Bernhard Essig

 4,3 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor*in von Holy Shit!, Da haben wir den Salat! und weiteren Büchern.
Autorenbild von Rolf-Bernhard Essig (©)

Lebenslauf

Rolf-Bernhard Essig, Jahrgang 1963, wurde in Hamburg geboren, wuchs in Kulmbach auf und lebt in Bamberg. Sein Ziel ist es, ob als mehrfach prämierter Autor, Kritiker, promovierter Literaturwissenschaftler, Historiker oder Entertainer, Lust und Wissen zu verbinden, Philologie und Stil, Ernst und Spiel. Er arbeitete für die wichtigen deutschsprachigen Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen und ist seit 1990 als Dozent tätig. Darüber hinaus moderiert er Konzerte sowie literarische Veranstaltungen und bildet Journalisten fort. Seine Bücher und Hörbücher für Erwachsene und Kinder widmen sich eingewanderten Wörtern, Helden und Heldenbildern, Sprichwörtern und Redensarten, dem „Rausch der Meere“, „Schreiberlust und Dichterfrust“, Karl May, Regensburg, Hermann Essig, Film, dem Offenen Brief und Schipfwörtern. Viele Werke entstanden in Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Schriftstellerin Gudrun Schury.

Neue Bücher

Cover des Buches Dr. Essigs Sprichwort-Apotheke (ISBN: 9783451397134)

Dr. Essigs Sprichwort-Apotheke

Neu erschienen am 10.03.2024 als Gebundenes Buch bei Verlag Herder.

Alle Bücher von Rolf-Bernhard Essig

Cover des Buches Da haben wir den Salat! (ISBN: 9783446260597)

Da haben wir den Salat!

 (20)
Erschienen am 22.07.2018
Cover des Buches Holy Shit! (ISBN: 9783352008504)

Holy Shit!

 (22)
Erschienen am 05.10.2012
Cover des Buches Ach, wie gut, dass niemand weiß ... (ISBN: 9783411770908)

Ach, wie gut, dass niemand weiß ...

 (4)
Erschienen am 11.09.2023
Cover des Buches Warum die Schweine pfeifen (ISBN: 9783378011014)

Warum die Schweine pfeifen

 (2)
Erschienen am 06.03.2009
Cover des Buches Alles für die Katz (ISBN: 9783423625524)

Alles für die Katz

 (1)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Butter bei die Fische (ISBN: 9783442157037)

Butter bei die Fische

 (2)
Erschienen am 20.02.2012

Videos

Neue Rezensionen zu Rolf-Bernhard Essig

Cover des Buches Ach, wie gut, dass niemand weiß ... (ISBN: 9783411770908)
Gwynnys avatar

Rezension zu "Ach, wie gut, dass niemand weiß ..." von Rolf-Bernhard Essig

Leider sprachlich nicht gut aufbereitet, so bleiben jüngere Lesende leider auf der Strecke.
Gwynnyvor 4 Monaten

In diesem Buch über Sprichwörtliches im Märchen geht es natürlich hauptsächlich um die schönsten, bekanntesten und rätselhaftesten Formeln in Märchen und deren Erklärung.

Aus „Ach, wie gut, dass niemand weiß …: Sprichwörtliche Redensarten aus dem Märchenreich“ von Rolf-Bernhard Essig aus dem Duden Verlag

 

KURZMEINUNG
 Ein schöner Fundus, leider sprachlich nicht so zugänglich für jüngere Lesende.

 

SCHREIBSTIL & MEHR
 Das Buch ist eine gute Unterstützung für Leute wie mich, die sich mit der Sprache und ihrer Herkunft auseinandersetzen. Gerade als Lektorin ist das ein schönes Werk für mich, um zwischenzeitlich darin Blättern zu können. Auch wenn man einfach wissen möchte, ob man eine märchenhafte Redensart eigentlich korrekt nutzt, kann man sich an dieses Büchlein wenden.

Wissenswert ist hierbei auch, was wir alles in unseren Sprachgebrauch aufgenommen oder gar abgewandelt haben. Wie alt manch ein Sprüchlein ist und dass es ursprünglich einmal etwas gänzlich anderes aussagen sollte.

Thematisch ein wenig sortiert, kann man sich gut orientieren und auch gezielt lesen. Das Buch muss man aus diesem Grund nicht von vorne bis hinten durchlesen, sondern kann sie je nach Wissbegierde einlesen. Hinten im Werk gibt es dafür auch ein Register, in dem die Sprüche nach dem Alphabet sortiert zu finden sind. Dafür muss man allerdings auch wissen, wie sie wirklich lauten.

Was ich sehr schade finde, wofür ich auch wirklich Abzug geben muss, ist die sprachliche Aufbereitung oder Erreichbarkeit für unsere jungen Leser. Gerade interessierte Kinder im Alter ab 9 Jahren (und ja, die gibt es!) werden sich hier sehr schwertun. Die Sprache ist für mich nicht problematisch, aber für viele Lesende unnötig gestelzt und amtlich. Sehr schade, denn die Lektüre wäre für die Schule gar nicht schlecht. Ich denke da etwa an die 4. Klasse, die hier in Bayern das Thema Märchen durchnimmt und auch selbst eines schreiben muss. Sicher kann die Lehrkraft das aufarbeiten, aber wir alle wissen, wie viel eine Lehrkraft heutzutage leisten muss. Es wäre schön, wenn Wissen wie dieses auch jüngeren Menschen zugänglich gemacht, statt mit einer sprachlichen Barriere ausgestattet werden würde. Natürlich gibt es in jedem Alter Ausnahmen. Einige werden es verstehen, andere daran verzweifeln. Aber im Großen und Ganzen hätte man das Konzept ein wenig anders gestalten können. Denn Märchen begeistern Jung und Alt – und so sollte man an das Thema auch herangehen, finde ich.

 

FAZIT
 Ein schönes Werk für erwachsene Lesende, leider sprachlich nicht gut aufbereitet, so bleiben jüngere Lesende leider auf der Strecke. Dennoch eine schöne Ergänzung für die fachliche Bibliothek.


©Teja Ciolczyk, 21.01.2024

Cover des Buches Ach, wie gut, dass niemand weiß ... (ISBN: 9783411770908)
oceanlovers avatar

Rezension zu "Ach, wie gut, dass niemand weiß ..." von Rolf-Bernhard Essig

Funke sprang bei mir leider nicht über
oceanlovervor 8 Monaten

Eindeutig von jemandem geschrieben, der Märchen liebt und sich reichlich belesen hat - der Funke sprang bei mir jedoch leider nicht über. Kein mustread, aber für Märchenfans durchaus ein kurzweiliger Zeitvertreib.


Zur vollständigen Rezension: https://oceanlove--r.blogspot.com/2023/10/ach-wie-gut-dass-niemand-weiss.html


Sprache finde ich ja grundsätzlich faszinierend und gerade die Herkunft von Sprichwörtern interessiert mich, sodass ich bei diesem Büchlein nicht nein sagen konnte. Witzigerweise ist mir erst jetzt beim Rezensionschreiben aufgefallen, dass ich vom Autor mit Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt vor fünf Jahren schonmal ein Buch gelesen habe.

Genau wie damals punktet das Buch wieder mit charmanten Illustrationen und das reduzierte Farbkonzept war auch stimmig. Inhaltlich ist es ganz grob thematisch sortiert - Märchenausrufe zu Natur, Geschlechterrollen, Familie oder Hilfsmitteln etwa und auch Reime und Verse. Es gibt dann stets ein paar einleitende Worte und anschließend zu verschiedensten Sprichworten samt unterschiedlichen sprachlichen Ausprägungen ihre Bedeutung und märchenhafte Herkunft. Unterbrochen wird das Ganze ab und an durch Einschübe in Kästen - entweder weitere Ausführungen zu einem spezifischen Thema oder Listen und Aufzählungen.

Obwohl ich so vorfreudig war, fiel mir das Lesen des Büchleins schwer; leider schaffte Rolf-Bernhard Essig es nicht, mich mit seiner offensichtlichen Begeisterung für Märchen anzustecken. Ganz offensichtlich kennt er sich aus und hat auch fundiert recherchiert - bringt das dann aber fast schon hochnäsig rüber. Es kam mir vor wie Namedropping, wenn er auf Märchen nur á la "sollte ja allen bekannt sein; trivial" verwies und ich von diesen im Leben noch nicht gehört hatte. Hätte er gerne ein paar Worte zum Inhalt verlieren können, wenn er sie schon erwähnt.

Auch die Auswahl der Sprichworte an sich haute mich nicht vom Sockel - die einen waren unspektakulär, offensichtlich aus bestimmten Märchen und in ihrer Aussage klar; die anderen hatte ich teilweise noch nie gehört bzw. sind nicht im allgemeinen Sprachgebrauch. Darauf weißt Essig teilweise hin und schlägt sie zur Sprachbereicherung vor - charmant. Trotzdem habe ich leider nicht viel aus dem Buch mitgenommen.

Was mir neben der offensichtlichen Liebeserklärung an das (Vor-)Lesen von Märchen gefiel, war die Auseinandersetzung mit dem Vorbildspotential dieser teilweise uralten Geschichten. Gerade was Rollenklischees angeht, stehen Märchen ja oft in der Kritik - und Essig verweist darauf, dass nicht nur passive Prinzessinnen und Haudrauf-Kerle die Geschichten bevölkern, sondern dass durchaus inspirierende Darstellungen zu finden sind und überhaupt Fantasie Lesenden aller Altersgruppen das Leben bereichert. 

Cover des Buches Ach, wie gut, dass niemand weiß ... (ISBN: 9783411770908)
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Rezension zu "Ach, wie gut, dass niemand weiß ..." von Rolf-Bernhard Essig

Wie Märchen unsere Sprache beeinflussten - ich fand es total interessant!
_Dark_Rose_vor 8 Monaten

„Spieglein, Spieglein an der Wand …“, „Kreide fressen“ oder das „hässliche Entlein“ – unseren Märchen verdanken wir bis heute viele Redewendungen und geflügelte Worte. Man könnte sagen: „Und weil sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.“

 

Ja, dieses Intro passt, wie die Faust auf’s Auge. Man könnte das Buch aber auch wie folgt beschreiben: Die Wahrheit über „Es war einmal“.

 

In diesem Buch geht es um unsere Sprache und darum, wie Märchen aller Art sie geprägt haben. Bei manchen Redewendungen wissen wir, dass sie aus Märchen stammen, bzw. uns dank Märchen im Gedächtnis geblieben sind, wie „Spieglein, Spieglein an der Wand …“ oder das „hässliche Entlein“, ebenso „Es war einmal“ – aber es gibt noch zahlreiche mehr, die so tief in unserem Sprachgebrauch verwurzelt sind, dass wir keine Ahnung haben, wo sie eigentlich mal herkamen.

 

Ich als Lektorin, Buchbloggerin und begeisterte Leserin liebe Sprache. Ich spiele gern mit ihr, haben einen recht großen Wortschatz und liebe alles, was mit Sprache und deren Entwicklung zu tun hat. Daher war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

 

Rolf-Bernhard Essig klatscht einem hier nicht einfach bloß hin, dass diese oder jene Redewendung aus einem Märchen stammt, er erklärt uns ganz genau wo sie herkommt, wo ihre Wurzeln liegen, wie sie sich vermutlich entwickelt hat. 

 

Ursprünglich hatten Märchen den Zweck Lehren zu vermitteln und Wissen weiterzugeben. Die Märchen, die wir heute aus unserer Kindheit kennen, sind stark zensierte Fassungen, die Originale sind weitaus brutaler und blutiger und zahlreicher. Nicht nur die Gebrüder Grimm haben Märchensammlungen zusammengetragen, auch andere taten dies, allerdings sind ihre Namen heute weitaus weniger bekannt.

 

Märchen haben heute den Hauptzweck zu unterhalten, aber die erhalten auch einige Worte und Redewendungen, die wir heute so sonst nicht mehr verwenden. Sprache ist lebendig, sie entwickelt sich ständig weiter und genauso wie immer wieder Begriffe hinzukommen, gibt es auch welche, die verloren gehen und von der Realität des Sprachgebrauchs ausgemustert werden.

 

Heute finden sich in klassischen Fassungen der Märchen, die also nicht dem modernen Sprachgebrauch angepasst wurden, immer noch Redewendungen und Begriffe, die einem so kaum noch im Alltag begegnen. Trotzdem finde ich sie faszinierend, ebenso wie ihre Herkunft. Oder hättet ihr gewusst, dass die berühmteste Märcheneinleitung „Es war einmal“ eigentlich gar nicht so oft im Original vorkam, wie sie es heute tut? Heute fängt gefühlt jedes Märchen mit dieser Einleitung an, bei den Grimmschen Hausmärchen nur ein Viertel. Dennoch hat sie sich uns allen als DIE Einleitungsformulierung für Märchen eingeprägt.

 

 

Fazit: Ich fand das Buch unheimlich interessant. Ich liebe Sprache und finde es so spannend, wie sie sich entwickelt hat. Gerade in diesem Zusammenhang gab es einige Überraschungen. Bei manchen Redewendungen wissen wir, dass sie mit Märchen in Verbindung stehen, aber es gab hier zahlreiche, bei denen mir das nicht klar war, oder auch wie sehr Märchen die Bedeutung eines Begriffes prägen können.

 

Ich fand das Buch sehr gut und übersichtlich aufgebaut, die Informationen keineswegs langweilig oder trocken formuliert. Ich habe die Lektüre echt genossen und möchte das Buch jedem ans Herz legen, der sich für Sprache oder Märchen interessiert.

 

Von mir bekommt es volle 5 Sterne.

Gespräche aus der Community

Verdammt schwer, wenn man nicht bewundernswert wie Käpt'n Haddock fluchen kann, liebe Leserunde, die ich hiermit gern initiierte, und doch über ein Fluchbuch schreiben möchte, ja sogar eins geschrieben hat: verflucht langer Satz!
Ich jedenfalls hatte als Autor höllisch Spaß an der Recherche zu "Holy Shit! Alles übers Fluchen und Schimpfen", vor allem wenn antike, mittelalterliche und neumodische Autoren derartig vom Leder zogen, daß man die Luft durch die Zähne zog: "Du verdammter kuttelgesichtiger Halunke!" Wer möchte schon so als Eingeweidefresse beschimpft werden? Ist immerhin Shakespeare. Aber auch im Bereich des Sports, der Politik, des Straßenverkehrs gab es für mich viel zu entdecken, ganz zu schweigen von den psychologischen Hintergründen, den Gangstan (oder Gangstas?), Tourettlern und - tatata! den Dialektschimpfern! Großartig, wie Hessen, Bayern, Sachsen etc. mit Kraftausdrücken kreativ umgehen!
Na, und da dachte ich, vielleicht haben Leserinnen und Leser hier ähnliche Freude dran, vielleicht erfahre ich von Ihnen und Euch mehr über die Schimpfwörter, die gerade so beliebt oder neu oder ungewöhnlich sind, vielleicht hat jemand Lust, ein Buch zu bekommen, denn 25 Stück verlost mein Verlag.
In jedem Fall wäre ich todtraurig, wenn niemand bei dem Mordsspaß mitmachte, sich mal vergnügt über dies - natürlich auch ernste - Thema zu äußern. Shit-Storms und (Cyber)Mobbing, um die es im Buch ebenfalls geht, werden hier hoffentlich nicht die Folge sein.

In diesem Sinne verflucht gespannte Grüße in die hoffentlich große Leserunde!

Ihr und Euer

Rolf-Bernhard Essig 
339 Beiträge
Rolf-BernhardEssigs avatar
Letzter Beitrag von  Rolf-BernhardEssigvor 11 Jahren
Vielen Dank für die ausführlich preisende Besprechung! Ja, Mat wäre auch noch was gewesen, aber der Verlag bat mich, als ich abgeben wollte, unbedingt noch zu kürzen, dabei wollte ich eigentlich um Erweiterung bitten. Um so schöner, wenn Leser neugierig geworden, sich selbst auf die Reise machen und neue Entdeckungen machen! Schöne Grüße und ein gutes 2013 nach Moskau!

Zusätzliche Informationen

Rolf-Bernhard Essig im Netz:

Community-Statistik

in 91 Bibliotheken

auf 8 Merkzettel

von 1 Leser*innen aktuell gelesen

von 1 Leser*innen gefolgt

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