Rolf Arnold Wie man führt, ohne zu dominieren

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Inhaltsangabe zu „Wie man führt, ohne zu dominieren“ von Rolf Arnold

Ob im Beruf, im Ehrenamt oder sonstwo – beim Versuch, Menschen zu „führen“, kann man schnell an Grenzen stoßen – an die eigenen und die der anderen. Wie überwindet man sie? Wie kann man Führung beanspruchen und dabei seine Ziele in der Kooperation mit anderen umsetzen? Kluge Führung fördert Kontexte, sie gestaltet Beziehungen und schafft „Spirit“, indem sie die Eigendynamik von Gruppen, Teams oder Organisationen stärkt. Klug Führende greifen nur selten zu Machtworten oder gar Machtmitteln, auch wenn sie diese kennen und zu handhaben wissen. Kluge Führung ist (und bleibt) riskant, denn wer nach ihr handelt, bewegt sich nicht in einer Welt der Wenn-dann-Gewissheiten. Rolf Arnold stellt das Handwerkszeug für eine wirksame Gestaltung „typischer“ Führungsanforderungen in dieser Welt bereit. Er stützt sich zum einen auf aktuelle Erkenntnisse aus der Führungsforschung, und zum anderen auf seine umfangreiche Praxiserfahrung, die er während fast dreier Jahrzehnte in unterschiedlichen Führungsfunktionen sowie als Berater und Supervisor von Unternehmen und Organisationen weltweit gesammelt hat. Der Autor erwartet von seinen Lesern, die 29 Regeln nicht als Rezepte zu verstehen, sondern als Aufforderung zur Selbstreflexion. So ist die letzte der 29 Regeln zugleich bezeichnend für einen klugen Führungsstil: Misstrauen Sie Regeln und erforschen Sie Ihre eigene Regelhaftigkeit!

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  • Rezension zu "Wie man führt, ohne zu dominieren" von Rolf Arnold

    Wie man führt, ohne zu dominieren

    WinfriedStanzick

    18. April 2012 um 10:59

    Er mag die Zahl 29, der in Kaiserslautern lehrenden Pädagogikprofessor Rolf Arnold. Im Jahr 2011 hatte er in seinem Buch „Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren“ 29 Regeln für eine kluge Erziehung aufgestellt und , inspiriert und geprägt von der systemisch-konstruktivistischen Theorie und Praxis, einen verständlichen Ratgeber für Eltern und Erzieher geschrieben. Dabei lehnte er das "Lob der Disziplin" ebenso als nicht hilfreich und weiterführend ab, wie die zahlreichen vermeintlichen Erziehungsideale von der partnerschaftlichen Erziehung, in der die Kinder unsere Freunde seien, die in den letzten Jahren sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Meiner Meinung nach deshalb, weil sie es den Erwachsenen einfach machen und kein eigenes Erwachsensein von ihnen fordern. Mit erheblichen Folgen für die Reifung der Kinder. Rolf Arnold ist hingegen fest davon überzeugt, dass Kinder unsere erwachsene(!) Stimme brauchen (kein kindliches "könntest du vielleicht mal?"). Sie brauchen unsere erwachsene Zuwendung und sie brauchen Führung. Erziehung muss den Kindern Sicherheit geben und ihnen sowohl Perspektiven schaffen als auch Grenzen setzen. In seinen beiden neuen Büchern hat er die Zielgruppe gewechselt. Waren 2011 Eltern und Lehrer angesprochen, richten sich die „29 Regeln für eine kluge Lehre“ nun an Menschen in Schule, Universität und Erwachsenenbildung, die, wieder systemisch-konstruktivistisch beeinflusst, lernen wollen „wie man lehrt, ohne zu belehren.“ LENA steht dabei für Lebendigkeit und Nachhaltigkeit. Orientiert an diesen beiden Parametern sollen Lehrende in diesem Buch anschaulich erfahren, wie Lernen funktioniert, damit sie in die Lage versetzt werden können, Lernprozesse zu initiieren, zu arrangieren, zu beraten und zu begleiten. In der zweiten Neuerscheinung, die hier angezeigt werden, kann man lernen, „wie man führt, ohne zu dominieren“. In seinen „ 29 Regeln für ein kluges Leadership“ zeigt Arnold, wie Führungspersönlichkeiten ihre Macht und die entsprechenden Machtworte zwar zu gebrauchen wissen, wenn es Not tut, hauptsächlich aber damit arbeiten, dass sie Beziehungen gestalten, Zusammenhänge sichtbar machen und die Eigendynamik von Gruppen, Teams und Organisationen stärken. Der so geschaffene „spirit“ sei das A und das O jedes Führens. So wie in seinen anderen oben erwähnten Büchern auch, versteht Arnold auch seine Regeln für ein kluges Leadership nicht als Rezepte, sondern als eine Aufforderung und Einladung zur kritischen Selbstreflexion, die hinführt zu einer „emotional resonanten Führung.“ „Emotionale Führung ist die Fähigkeit, von der emotionalen Welt des anderen her zu führen. Hierfür ist die Fähigkeit, die emotionale Lage des anderen in möglichst viele Facetten zu erspüren und zu erkennen, eine grundlegende Voraussetzung, welche man aber nur entwickeln kann, wenn in sich selbst die Einfärbungen durch das Emotionale in der eigenen Innenwelt aufgespürt hat.“

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