Rolf Dobelli Massimo Marini

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Inhaltsangabe zu „Massimo Marini“ von Rolf Dobelli

Es ist der Höhepunkt in der Karriere eines Mannes, als am 17. Oktober 2007 der erste große Durchstich des längsten Tunnels der Welt, des Gotthard-Basistunnels, gefeiert wird. Aber dieser Tag ist zugleich ihr Ende. Ein packender Gesellschafts- und Entwicklungsroman.

ein tolles Buch über Migration, Depressionen...

— Pat82
Pat82

Eine toll geschriebene Geschichte über Migranten in der Schweiz, den Bau des Gotthardtunnels und Aufstieg und Fall des Massimo Marini.

— Barbara62
Barbara62

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    Massimo Marini
    Barbara62

    Barbara62

    10. April 2015 um 19:19

    Als Säugling wird der kleine Massimo von seinen Eltern, Saisonarbeitern aus Süditalien, in die Schweiz eingeschmuggelt. Es dauert Jahre, bis die Familie offiziell als Familie in der Schweiz leben kann. Die Eltern bringen es von rechtlosen Fremdarbeitern zu einem eigenen Tunnelbauunternehmen, aber der Sohn rebelliert. Er beteiligt sich zu ihrem Entsetzen an den gewalttätigen Opernhauskrawallen, die 1980 die Schweiz erschüttern, und an den militanten Atomkraftprotesten in der Bundesrepublik. Erst nach dem Tod des Vaters kehrt Massimo zurück und übernimmt das erfolgreiche Familienunternehmen. Der Auftrag für den Gotthardtunnel und der Durchstich könnten sein größter Triumph sein, doch es wird sein Untergang. Rolf Dobelli, Schweizer Schriftsteller und Max-Frisch-Verehrer, hat mit Massimo Marini den ersten Roman vorgelegt, der nicht ausschließlich in der ihm vertrauten Businesswelt spielt. Gekonnt verknüpft er die Geschichte der Migranten in der Schweiz, des Gotthardtunnelbaus und Aufstieg und Fall des Massimo Marini zu einem spannenden, temporeichen und leichtfüßig geschriebenen Roman. Definitiv einer meiner Favoriten unter den zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren!

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  • Rezension zu "Massimo Marini" von Rolf Dobelli

    Massimo Marini
    SunshineRose

    SunshineRose

    15. February 2011 um 18:24

    Schon eine kurze Leseprobe, in welcher der kleine Massimo auf abenteuerliche Weise über die Grenze ins Land geschmuggelt wird, hatte mich in ihren Bann gezogen. Der Roman als Ganzes konnte dies noch steigern. So wird nicht nur Massimos unglaubliche Lebensgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen erzählt, sondern auch die seiner Eltern. Obwohl der Roman eine unglaubliche Zeitspanne abdeckt, enthält er keine Seite zu viel. Die „Entführung“ und der Mord an Massimos Sohn stellen auf den ersten Blick den Kern der Geschichte dar. Doch schnell wird dem Leser klar, hier geht es noch um viel mehr. Rolf Dobelli hat mit diesem Werk eine umfassende Gesellschaftskritik verfasst und gezeigt, wie tief menschliche Abgründe sein können. Was allein hätte alles verhindert werden können, wenn man offen und ehrlich miteinander umgehen gegangen wäre? Erzählt aus der Sicht von Massimos depressivem Anwalt, und eigentlich auch einzigem Vertrauten, wird die Geschichte erzählt. Dieser schreibt nämlich all sein Wissen über die Familie Marini im Rahmen einer Therapie nieder – offensichtlich hat er sein ganzes Leben dem Dienste für die Marinis aufgeopfert. Dadurch wird deutlich, dass die eigene ganz persönliche Geschichte auch noch andere Menschen betrifft und mit in den Abgrund ziehen kann. Zahlreiche Lehren können durch die Lektüre dieses Romans gezogen werden, wenn diese auch für jeden unterschiedlich ausfallen mögen. Auf jeden Fall regt dieser Roman zum Nachdenken an, ob über das eigene Leben oder die Gesellschaft im Allgemeinen. Lesenswert ist er auf alle Fälle!

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  • Rezension zu "Massimo Marini" von Rolf Dobelli

    Massimo Marini
    walli007

    walli007

    27. December 2010 um 10:02

    Fremdarbeiter In den 1950er Jahren kommt der Giovanni der Vater Massimos als Gastarbeiter in die Schweiz. Er muss in einer Baracke leben, darf nicht länger als neun Monate dort bleiben, darf seine Familie nicht nachholen. Dennoch der Verdienst ist höher als in Italien, also nimmt er jedes neue Vertragsangebot an. Während eines seiner dreimonatigen Italienaufenthalte lernt er Giulietta kennen. Die beiden verlieben sich und Giuletta wird schwanger. Was nun? Giovanni darf ja in der Schweiz keine Familie haben. Er verschafft Giulietta einen Job in der Nähe von Zürich und gemeinsam schmuggeln die beiden das Kind in die Schweiz. Neun Jahre lang verheimlichen sie den kleinen Massimo. Erst dann haben sie einen Aufenthaltsstatus, der ihnen erlaubt eine Familie zu sein. Die beiden arbeiten fleißig und sind sich immer ihrer Position bewußt. Massimo ist ein intelligenter Junge und als Giovanni die Schweizer Staatsbürgerschaft erwirbt und eine eigene Firma gründet scheint alles perfekt. Was sich daraus entwickelt ist die allerdings überhaupt nicht perfekte Lebensgeschichte des Massimo Marini. Die wird aus der Sicht seines Anwalts Wyss geschildert, der sich so sehr mit Massimo identifiziert, dass er bald kein eigenes Leben mehr hat und deshalb wegen eines Burnout in eine Klinik geht, wo er Massimos und damit auch einen Teil seiner Geschichte aufzeichnet. Dabei kommen immer mehr Ereignisse zu tage, die die beiden verbinden oder entzweien. Massimos Leben besteht zu Teil aus Lügen, Selbstbetrug, Betrug.... Kaum einer vermag da richtig durchzublicken. Unheilvolle Verbindungen, die über Jahrzehnte auf einen Höhepunkt hinführen, den wohl niemand so gewollt haben kann, der jedoch auch wieder aus Lügen und Verschleierungen besteht. Dennoch werden am Ende sämtliche Knoten gelöst und Massimo findet so etwas wie Wahrhaftigkeit. Ein Buch, in das ich mich erst etwas hineinlesen musste, das aber mit jeder Seite packender wird und mich am Ende nicht mehr losgelassen hat.

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  • Rezension zu "Massimo Marini" von Rolf Dobelli

    Massimo Marini
    traumwald

    traumwald

    08. December 2010 um 04:39

    Rolf Dobelli lässt die Schicksale vieler italienischer Zuwanderer nicht in Vergessenheit geraten. In der Schweiz angekommen, wurden diese Familien geradezu von der Gesellschaft ausgegrenzt. Lediglich als Gastarbeiter wurden sie geduldet und hatten so ihre Daseinsberechtigung. Die Einreise von Kindern war nicht gestattet. In einem alten Koffer wurde Massimo Marini als vier Monate alter Säugling auf bizarrste Art und Weise in die Schweiz geschmuggelt. Kein Einzelfall! Dort angekommen, wird er wegen der Aufenthaltsbewilligung der Eltern neun Jahre lang versteckt gehalten. Giovanni (der Vater), ist ein Malocher wie er im Buche steht. Er hat es mit den Jahren durch seinen eisernen Willen zum erfolgreichen Unternehmer geschafft. Massimo soll es einmal besser haben, so die Worte des ehrgeizigen Vaters. Diese Prophezeiung sollte sich tatsächlich bewahrheiten. Jedoch verläuft zunächst einmal alles anders als erwartet. Statt Architektur studiert er hinter dem Rücken seines Vaters Philosophie und dennoch findet er mit seinem nicht wirklich gradlinigen Weg das Sprungbrett zum erfolgreichen Bauunternehmer. Massimo genießt seinen kometenhaften Aufstieg in vollen Zügen. Hier ein kleiner Auszug der beschriebenen Karriereleiter, welche auf dem Klappentext auf der Innenseite des Buchumschlags vorzufinden ist: Vom italienischen Immigrantenkind zum Züricher Gesellschaftslöwen - vom Opernhausdemonstranten zum Opernhaussponsor - vom Existenzphilosophen zum Bauunternehmer - vom Linken zum Rechten - vom Tiefen zum Hohen - vom Süden zum Norden. Hinzu kommt das Glück in der Liebe, die nicht lange währt. "Nach dem Aufstieg kommt der tiefe Fall in den Abgrund!" Meinung: Rolf Dobelli hat mit Massimo Marini ein Werk geschaffen, dass das Leben erzählt. Kurzum - es geht um Ausgrenzungen in der Gesellschaft, um Erfolg, Macht, Liebe und Verrat. Ein Buch voller Tragik und Lebensweisheiten. Rolf Dobelli lässt die Geschichte des Massimo Marini durch dessen Rechtsanwalt Wyss erzählen - einem eigenbrötlerischen Kanzleihengst, der sich wegen massiven Depressionen in eine psychiatrische Klinik begibt. Aufstieg und Fall von Marini werden über Wyss dokumentiert, was auch Bestandteil der therapeutischen Maßnahme ist. Dem Leser fällt allerdings auf, dass der Ich-Erzähler Wyss zeitweise über Geschehnisse berichtet, die er so zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kennen kann. Einer der schwerwiegendsten Kritikpunkte, so dass ich mit meiner Bewertung hin und her gerissen bin. Allerdings hat mich Rolf Dobelli mit seinem eloquenten Sprachstil mehr als überzeugt. Wenn man ein Buch nicht mehr zur Seite legen kann dann hat dieses Werk für mich 4 Sterne verdient. Fazit: Fesselnd & spannend zugleich!

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  • Rezension zu "Massimo Marini" von Rolf Dobelli

    Massimo Marini
    CeliaTallis

    CeliaTallis

    07. October 2010 um 21:05

    Für alle Suterfans!
    Dobelli ist ein gut geschriebenr, sehr unterhaltsamer Familienroman/ Thriller gelungen.
    Als Schweiz - Kennerin kann ich nur sagen, dass er die Gesellschaftsstrukturen der Schweiz sehr gut getroffen hat.
    Ein perfekter Roman für die Reise und Leseabende nach einem anstrengenden Tag.
    Toll!

  • Rezension zu "Massimo Marini" von Rolf Dobelli

    Massimo Marini
    Stephenie

    Stephenie

    02. October 2010 um 15:31

    Eine interessante, leicht zu lesende Geschichte über den einzigen Sohn einer italienischen Immigraten-Familie in der Schweiz. Über die Höhen & Tiefen im Leben von Massimo Marini, größtenteils erzählt vom Anwalt der Marinis, der sich gerade in einer Züricher Nobelklinik befindet, zur Behandlung seines "Burnout". Ebenfalls eine sympathische Figur, wenn auch etwas schrullig. Das einzige das mich an dem Buch etwas gestört hat, waren die extremen "Liebesbeweise" bzw Aufopferung von Massimo für seine zweite Ehefrau. Es gehört zwar zur Geschichte, war aber für mich aber teilweise schon fast "peinlich" zu lesen. Zuviel will ich aber dazu nicht sagen, das müsst ihr selbst lesen.

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  • Rezension zu "Massimo Marini" von Rolf Dobelli

    Massimo Marini
    Merleperle

    Merleperle

    10. August 2010 um 22:46

    Ein absoluter Knaller!!!!!!!!!!!!!!!!
    Da noch nicht erschienen, leider auch noch keine ausführliche Rezi. Die kommt aber noch - versprochen! Und he ... das ist das erste Buch, das mir von diesem Autoren so richtig gefallen hat.