Das Format als Tagebuch fand ich sehr gelungen und passend. Die Darstellung der Depression und wie Bou damit umging, wirkte sehr realistisch. Mit Bou konnte man stets mitfühlen und sein Verhalten nachvollziehen. Toll fand ich auch den feinen gelungenen Humor trotz des schweren Themas.
Da das Buch aus dem Jahr 2015 ist, ist es natürlich schon in die Jahre gekommen. Unabhängig vom Veröffentlichungsjahr fand ich jedoch einige Sätze sehr unrealistisch für einen 16-jährigen. So hätte kein Teenager geschrieben. Zudem hat es mich irritiert, dass Bou sich mit dem „Tagebuch“ nur selbsttherapiert und zu keiner Psychotherapie geschickt wurde. Das Ende war etwas zu abrupt.
Insgesamt war es dennoch ein intelligenter Roman, der geschickt und realistisch den Umgang mit Depressionen thematisiert.








