Rolf Erdorf

Lebenslauf von Rolf Erdorf

Rolf Erdorf, 1956 in der Eifel geboren, hat u. a. Germanistik und Niederländische Philologie studiert. Heute lebt er in Bad Oldesloe und arbeitet hauptberuflich als Übersetzer aus dem Niederländischen. Für seine Arbeit in der Kinder- und Jugendliteratur wurde er 2005 mit dem renommierten niederländischen Martinus-Nijhoff-Preis des Prins-Bernard-Cultuurfonds ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Tag, an dem der Drache verschwand (ISBN: 9783772529382)

Der Tag, an dem der Drache verschwand

Neu erschienen am 01.10.2021 als Hardcover bei Freies Geistesleben.
Cover des Buches Schattenbruder (ISBN: 9783772531118)

Schattenbruder

 (3)
Neu erschienen am 25.08.2021 als Hardcover bei Freies Geistesleben.

Alle Bücher von Rolf Erdorf

Cover des Buches Zwischen uns die Flut (ISBN: 9783841503510)

Zwischen uns die Flut

 (144)
Erschienen am 01.05.2015
Cover des Buches Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod (ISBN: 9783836953672)

Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod

 (35)
Erschienen am 27.06.2011
Cover des Buches Du gehörst mir (ISBN: 9783772530135)

Du gehörst mir

 (30)
Erschienen am 21.08.2019
Cover des Buches Das hier ist kein Tagebuch (ISBN: 9783772528613)

Das hier ist kein Tagebuch

 (26)
Erschienen am 01.05.2017
Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783423712484)

Gelöscht

 (25)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches 1:0 für die Idioten (ISBN: 9783407810571)

1:0 für die Idioten

 (23)
Erschienen am 07.12.2009
Cover des Buches Der Himmel kann noch warten (ISBN: 9783815798713)

Der Himmel kann noch warten

 (22)
Erschienen am 30.06.2010

Neue Rezensionen zu Rolf Erdorf

Cover des Buches Schattenbruder (ISBN: 9783772531118)KinderLeseWunders avatar

Rezension zu "Schattenbruder" von Iris Hannema

Eine Geschichte, die unter die Haut geht
KinderLeseWundervor 20 Tagen

Eine leise und doch gewaltiges Geschichte über Abschiede von Menschen, Vorstellungen und Gewohnheiten und das Sich-Selbst-Finden. 

 

Ein Anruf zerschneidet Hebes Leben in „ein Davor und ein Danach“. Es ist die Nachricht über den Tod ihres Bruders, die ihre Welt aus den Angeln hebt. Er ist Freitaucher und ständig unterwegs. Den immer präsenten Abschied feiern die beiden Geschwister wie ein Fest, exzessiv. „Statt das Pflaster abzureißen, lösen wir es schmerzhaft Millimeter für Millimeter von der Haut.“ Bei jeder seiner Abreisen hatte ihr Bruder Hebe eine Botschaft hinterlassen. Diesemal ist es ein Rästsel in Form eines Haikus. Die Nachricht der ersten Zeile ist Hebe schnell klar. Sie soll nach Japan fliegen, in ihr gemeinsam „geliebtes Fantasieland“. Diese Reise ist ihre erste Reise alleine und stellt sie vor ganz neue Herausforderungen. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die sie tief im Herzen schon kennt. 

 

Diese wunderbares Buch, das sich mit jedem Satz weiter entfaltet, hinterlässt bei mir sicher auch wegen den tief emotionalen Abschnitten bleibenden Eindruck. Es ist eine wunderbare Coming-Age-Geschichte mit so vielen wertvollen Gedanken über das Leben, das Am-Leben-sein-Wollen, die Trauer und den Tod. Japan und die japanische Kultur werden sehr genau beschrieben, sodass es nicht nur für Japankenner interessant ist. Allein die kulinarischen Erlebnisse lassen dem Leser das Wasser im Mund zusammen laufen. 

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Cover des Buches Schattenbruder (ISBN: 9783772531118)Anni121s avatar

Rezension zu "Schattenbruder" von Iris Hannema

Reise zu sich selbst
Anni121vor 2 Monaten

"Schattenbruder" von Iris Hannema hat mich vom Cover her sofort angesprochen. Die große Wellte von Kanagawa des japanischen Künstlers Hokusai ist eines meiner Lieblingsbilder.


Die Geschichte um Hebe und ihrer Reise nach Japan hat mir sehr gut gefallen. Für mich haben Bücher oder Dokumentationen über Japan immer etwa sehr Entspanntes. Der Einblick in die japanische Kultur und die Lebensweise wurde gut dargestellt und hat mir gut gefallen. Dieses Buch hat auf jeden Fall meine Reiselust und meinen Hunger auf japanisches Essen geweckt.


Aber "Schattenbruder" ist nicht nur die Erzählung einer Reise nach Japan, sondern auch ein Buch über Trauer und Verlust und der Frage nach dem Warum. Man begleitet Hebe auf der Suche nach Antworten zu dem Tod ihres Bruders, aber auch ihre Suche nach ihrem wahren Ich.


Das Einzige, was mir an diesem Buch nicht so sehr zugesagt hat, war die Einführung dieser mysteriösen Fremden, die Hebe seltsame Nachrichten zukommen lässt. Vom Klappentext her hätte ich auch erwartet, dass sie eine größere Bedeutung hat, im Buch selbst hat sie aber keine große Rolle gespielt. Für mich war diese Figur nicht nötig.


Es ist ein sehr vielschichtiges Buch, für das man sich wirklich Zeit und Ruhe nehmen sollte. Fürs nebenbei Lesen ist es nicht geeignet. Ich finde, dieses Buch hatte etwas Entschleunigendes.

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Cover des Buches Schattenbruder (ISBN: 9783772531118)Nasuadas avatar

Rezension zu "Schattenbruder" von Iris Hannema

Flucht nach Japan
Nasuadavor 2 Monaten

Es ist erst einige Monate her, dass Hebe ihren Bruder Alec bei einem Tauchunfall verloren hat. Seitdem ist nichts mehr, wie es einmal war; das alltägliche Leben und auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin fallen ihr zunehmend schwerer. Also bricht Hebe nach Japan auf, das Land der Träume für die beiden Geschwister. Hier will Hebe neue Dinge sehen und neue Menschen treffen – vor allem Menschen, die sie nicht so sehr an Alec erinnern. Und hier möchte sie auch wieder zu sich selbst finden. Doch in Japan liegt auch der Ort, an dem ihr Bruder verunglückt ist und für Hebe sind noch so viele Fragen offen.

„Schattenbruder“ wird aus Hebes Perspektive erzählt, beginnend nach dem Tod ihres Bruders. Der war leidenschaftlicher Freediver und jedes Mal, wenn er zu einem Wettkampf aufbrach, gab er seiner Schwester vorher eine Postkarte mit ein paar Worten darauf. Diese Worte geben jedem Kapitel die Überschrift – bis sich eines Tages in Japan für Hebe etwas grundlegend ändert. Das Buch ist in sanfter, poetischer Sprache verfasst und es gelingt der Autorin gut, die Trauer und Verlassenheit der Protagonistin einzufangen. Hebe muss erst einmal herausfinden, wer sie ohne ihren Bruder eigentlich ist und sich von Dingen und Menschen befreien, die sie belasten.

Der Roman ist definitiv auch etwas für Japanfans und das war für mich – neben dem Verlag – auch der vorrangige Grund, ihn zu lesen. Hebe spürt eine tiefe Verbundenheit zu Japan und ihre Reise dorthin verändert sie. In ihrer Heimat, den Niederlanden, hat sie das Gefühl, von der Reaktion der anderen erdrückt zu werden. In Japan sind die Menschen sehr diskret und Hebe kann selbst entscheiden, ob sie sich gerade mit dem Tod ihres Bruders beschäftigen möchte oder eben nicht. Ein besonderes Rätsel gibt ihr dabei Alecs letzte Karte an sie auf – eines, das sie unbedingt lösen muss, wenn sie ihren Frieden machen will.

„Schattenbruder“ ist düster und emotional, aber auch voller Hoffnung auf einen Neuanfang – ein faszinierender Roman der zeigt, dass wir alle auf unsere ganz eigene Art trauern und das auch völlig in Ordnung ist.

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