Rolf Hochhuth

 3,6 Sterne bei 85 Bewertungen
Autor von Der Stellvertreter, Die Berliner Antigone und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rolf Hochhuth

Rolf Hochhuth, geboren am 1. April 1931 in Eschwege, war Verlagslektor, als er 1959 während eines Rom-Aufenthalts sein erstes Drama „Der Stellvertreter“ konzipierte, das, 1963 in Berlin von Erwin Piscator uraufgeführt, weltweites Aufsehen erregte. Hochhuth blickt auf ein umfangreiches dramatisches, essayistisches und lyrisches Werk zurück. Er lebt in Berlin. Ausgezeichnet wurde Hochhuth u.a. mit dem Kunstpreis der Stadt Basel (1976), dem Geschwister-Scholl-Preis (1980), dem Lessing-Preis der Freien Hansestadt Hamburg (1981), dem Elisabeth-Langgässer-Preis (1990) und dem Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache (2001).

Alle Bücher von Rolf Hochhuth

Cover des Buches Der Stellvertreter (ISBN: 9783499004636)

Der Stellvertreter

 (21)
Erschienen am 23.03.2021
Cover des Buches Die Berliner Antigone (ISBN: 9783150083468)

Die Berliner Antigone

 (16)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Sämtliche Werke (ISBN: 9783570104736)

Sämtliche Werke

 (9)
Erschienen am 28.02.2022
Cover des Buches Alan Turing (ISBN: 9783499269974)

Alan Turing

 (7)
Erschienen am 30.01.2015
Cover des Buches Die Monthiver-Mädchen (ISBN: 9783596302437)

Die Monthiver-Mädchen

 (1)
Erschienen am 15.05.2015
Cover des Buches Wessis in Weimar (ISBN: 9783423118491)

Wessis in Weimar

 (2)
Erschienen am 01.05.1994
Cover des Buches Anekdoten und Balladen (ISBN: 9783150181126)

Anekdoten und Balladen

 (1)
Erschienen am 15.11.2011

Neue Rezensionen zu Rolf Hochhuth

Cover des Buches Sämtliche Werke (ISBN: 9783570104736)
SilvisKopfkinos avatar

Rezension zu "Sämtliche Werke" von Wilhelm Busch

Beide enthaltene Bücher konnten mich begeistern, sowie zurück in meine Kindheit versetzen.
SilvisKopfkinovor 4 Monaten

Bitte alle einmal die Hand heben, die als Kind schon Wilhelm Busch Bücher geliebt haben? 

Ich hatte schon als Knirps ein Buch mit den besten Geschichten von Wilhelm Busch und liebte diese einzigartigen Zeichnungen. Oft habe ich mir nur diese Zeichnungen angesehen und gelacht. Max und Moritz sind die Buben die immer Streiche gespielt haben, aber auch Fipps der Affe oder die Fromme Helene waren mir ein Begriff. 

Die Bücher bieten besondere Einblicke in das Skizzenbuch von Wilhelm Busch, diese machen den Schuber zu einem kleinem Schatz. Ebenso die Briefe an Maria Anderson vom Januar bis Oktober 1875 sind enthalten. Insgesamt haben die beiden Bücher eine Seitenanzahl von 2.228 , es lädt dazu ein, immer mal wieder rum zu blättern und zu lesen. 

Ein wunderschöner Schuber, welches bekannte und nicht so bekannte Geschichten enthält. Beide enthaltene Bücher konnten mich begeistern, sowie zurück in meine Kindheit versetzen. Wer auf Klassiker und etwas Nostalgie steht, ist mit dem Wunderschönen gestalteten Schuber, sehr gut bedient. Auch als Geschenk kann ich es mir wunderbar vorstellen.

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Cover des Buches Sämtliche Werke (ISBN: 9783570104736)
Jessica_Dianas avatar

Rezension zu "Sämtliche Werke" von Wilhelm Busch

literarisches Schmuckstück
Jessica_Dianavor 7 Monaten


Meinung



Zunächst einmal sind die Ausgaben und der Schuber einfach wunderschön. Ich muss bei diesem Verlag immer wieder staunen, welche Hingabe in den einzelnen Werken steckt. 






Inhaltlich fiel mir der erste Band leichter. Hier wurde zunächst Max und Moritz behandelt, sowie andere bekannte Geschichten, welche man in den gängigen Sammlungen erhält.






Mit Witz, wundervollen Grafiken und einen Blick auf Skizzen, sowie Gemälden des Autors lud hier der Klassiker ein.






Der zweite Band fiel mir deutlich schwerer. Dies lag nicht wirklich am Inhalt der Geschichten an sich, sondern vielmehr der Gestaltung der Texte. So mancher Auszug war in der alten deutschen Schrift geschrieben und da investierte ich schon bei der Entzifferung eine etwas längere Zeit in die einzelnen Passagen. Auch sprachen mich hier nicht die Erzählungen ganz so an, wie es beim Vorband der Fall war. Dennoch hielt das Gefühl ein literarisches Meisterwerk in den Händen zu halten bis zum Schluss an. Ich staunte über die Vielschichtigkeit der Geschichten und auch die Aktualität so mancher Lehre. 






Fazit



Eine wunderschöne Sammlung, die nicht nur äußerlich was her macht, sondern auch inhaltlich größtenteils punkten konnte. Bekannte Geschichten, treffen auf weniger Bekannte und auch der ein oder andere HIntergrund des Autors wird näher beleuchtet. Aus diesem Grund 4 von 5 Sternen 


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Cover des Buches Alan Turing (ISBN: 9783499269974)

Rezension zu "Alan Turing" von Rolf Hochhuth

Genie, Hexenjagd und viel aufgewirbelter Staub
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Seit ein paar Jahren hat die Öffentlichkeit Alan Turing und seine tragische Lebensgeschichte wiederentdeckt. Der „Vater des Computer“, wie der geniale Mathematiker genannt wird, hat erst kürzlich den Film „The Imitation Game“ inspiriert. Dass nicht alle Werke auf dem Markt, die den Turing-Hype nutzen, entstaubt werden müssen, zeigt Buchstaplerin Maike. Sie hat Rolf Hochhuths Erzählung „Alan Turing“ von 1987 unter die Lupe genommen, das in diesem Jahr in einer Neuausgabe erschienen ist.

Der britische Mathematiker Turing knackt während des Zweiten Weltkrieges die Enigma der Deutschen. Doch als Kriegsheld kann er nicht gefeiert werden: Homosexualität ist zu dieser Zeit kriminalisiert und Turing wird verurteilt und durch chemische Katration bestraft. Ein grausamer Eingriff in seinen Körper und Geist, der zu seinem Selbstmord führt.
Soweit Turings Geschichte. Doch Hochhuth konstruiert sie undurchsichtig, indem er sie größtenteils durch fiktive Tagebücher einer Vertrauten Turings präsentiert. Diese Monica ist unglücklich in den Mathematiker verliebt und sinniert über sein Gefühlsleben und seinen Einfluss auf die Nachwelt.

„Einer, der drei Minuten braucht, einen Brief zu schreiben – aber anderthalb Stunden, um ein Kuvert dafür zu suchen.“

Das Buch kommt als ein sehr kopflastiges Werk daher, das die Lesenden wenig packt. Auch sprachlich verstärkt sich der zähe Eindruck: Die gestelzte Sprache und der komplexe, verschachtelte Satzbau entfremden eher von den handelnden Figuren, als dass man ihnen näher kommt. Der Aufbau der Erzählung – Versatzstücke aus fiktiven Tagebüchern und Notizen – ergibt kein vollständiges Bild über Turings Arbeit an der Enträtselung der Enigma und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Unzählige Verweise auf Philosophie und Literatur sowie Kriegsanekdoten lenken ab und machen die Lektüre langatmig. Fast meint man den Staub zu riechen, der aus Monicas Tagebüchern aufsteigt.

„Will ich ein künstliches Kind, weil ich kein natürliches haben kann […]?“

Man merkt dem Buch seine fast 30 Jahre an. Die Art und Weise, wie Turings Homosexualität und die daraus resultierende gesellschaftliche Ächtung dargestellt werden, wirkt veraltet und bevormundend. Nur durch die Aufzeichnungen der fiktiven Monica kommt man Turing nahe, und auch das ist oft zumal so verklärt, dass man mit den Augen rollen muss.
Die Reiseaufzeichnungen Turings – ebenfalls rein fiktiv – sind gespickt von hochintellektuellen Überlegungen, sodass Turing sich als Mensch völlig den Lesenden entzieht. Erfrischend positiv dagegen tun sich die Anekdoten über Turings unkonventionellen Charakter hervor, der so herrlich verschroben wirkt, dass sofort Sympathie für ihn erweckt wird. Auch der Gedanke, dass Geist und Körper nicht getrennt, sondern zusammen die besten Resultate erzielen können, wirken dem Klischee des enthaltsamen Wissenschaftlers entgegen. Packend sind die Überlegungen, wie Mensch und Maschine zusammenwirken und die Zukunft beeinflussen können, nicht zuletzt, da viele Voraussagen 2015 schon längst eingetroffen sind.
Getrübt wird das schnell wieder, wenn in der Verzweiflung Turings, keine Kinder haben zu können, geschwelgt wird. Auch, dass Monica und nicht Turing die Hauptfigur ist, verzerrt die Annahme, dass es in dem Buch rein um den Informatiker geht.

Wer eine Biographie über Turing sucht, wird hier nicht fündig. Schade: Gerade, da Alan Turing durch den Film „The Imitation Game“ und nicht zuletzt durch die Rehabilitierung 2013 wieder stark in den Fokus der Medien gerückt ist, habe ich mir von dieser Erzählung mehr versprochen. Stattdessen musste ich mich durch ein vergeistigtes Werk kämpfen, dem ich nie trauen konnte, welche Aussagen Fakt und welche Fiktion sind.

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Gespräche aus der Community


Ja, der Januar hat es in sich. Anlässlich des Kinostarts von The Imitation Game mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley könnt ihr bei uns von Rolf Hochhuth die literarische Vorlage "Alan Turing" gewinnen. Wir haben 2x je ein Buch und ein Filmplakat auf den Gewinnspieltisch gelegt. Mitmachen könnt ihr hier:
www.booknerds.de/2015/01/the-imitation-game-vorlage-gewinnspiel/
Filmplakat © SquareOne Entertainment

Hinweis: Beim Gewinn handelt es sich um die 2015er Neuauflage des Buchs, deren Cover von oben abgebildetem Cover abweicht.
5 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
Ich kämpfe mich noch immer durch das Buch. Ist nicht besonders einfach geschrieben und obwohl ich den Film gesehen habe, sind die Zusammenhänge manchmal nicht so einfach. Aber ich bleibe dran.

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