Rolf Kießling Umweltgeschichte in der Region

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Inhaltsangabe zu „Umweltgeschichte in der Region“ von Rolf Kießling

An regionalen Fallbeispielen aus Oberschwaben und den angrenzenden Regionen wird diskutiert, in welchem Ausmaß in historischen Zeiten Klimaveränderungen stattfanden und wie die Menschen in der Agrarwirtschaft auf sie reagierten. Die Erschließung der Ressourcen Wald und Moorland werden dabei ebenso behandelt wie die Bewältigung des wachsenden Energiebedarfs. Die Auseinandersetzung mit auftretenden Epidemien, die Wahrnehmung der Außenwelt und der Umgang mit Tieren sind weitere Fragestellungen der Tagungsbeiträge des ›Memminger Forums‹. Angesichts gegenwärtiger Umweltkatastrophen lohnt der Blick in die Vergangenheit unseres Klimas, um Antworten auf zukünftige Fragen zu finden.

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  • Rezension zu "Umweltgeschichte in der Region" von Rolf Kießling

    Umweltgeschichte in der Region

    michael_lehmann-pape

    13. December 2011 um 10:22

    Regionalgeschichtlicher Blick auf den Umgang mit der Umwelt Eine sich verändernde Umwelt, ein sich änderndes Klima und der Versuch, sich diesem einerseits anzupassen und andererseits Maßnahmen gegen eine allzu starke Veränderung des Klimas und eine Schädigung der Umwelt zu ergreifen sind hoch aktuelle Themen. Und waren dies durchaus bereits in der Vergangenheit, was man in der aktuellen Diskussion doch allzu oft nicht mit einbringt. Rolf Kießling und Wolfgang Scheffknecht haben nun als Herausgeber im vorliegenden Band, basierend auf einer Tagung des „Memminger Forums“ 2009 sich dieser „Umgangsgeschichte“ mit Umwelt und Klima regional begrenzt auf Regionen Oberschwabens, zugewendet. Wobei ihre Betrachtungsobjekte sich nicht allein in klimatischen Bedingungen erschöpfen. Pest und Bedrängung, „kleine Eiszeit“ und Raubbau an den Wäldern durch den Bergbau stehen hier als Ereignisse der Geschichte, auf welche die jeweils konkret zu jener Zeit lebenden Menschen reagiert haben. Techniken der Waldschonung oder Gedanken des Tierschutzes auch schon in vergangenen Jahrhunderten zeigen auf, dass eine Sensibilisierung im Umgang mit dem eigenen ökologischen Lebensraum durchaus nicht erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts „erfunden“ worden ist. So zeigt schon der Einstieg in das Buch auf, dass eine intensive Klimabeobachtung (und der Versuch, daraus Handlungsfolgen abzuleiten) bereits im 15. Jahrhundert durchaus rege betrieben wurde. Korrekturbedürftig, sicherlich, aber danach durchaus mit vielfältigen Aussagen in der Langzeitbeobachtung des Klimas. Klimaveränderungen, die durchaus drastische Konsequenzen nach sich zogen, wie eine paneuropäische Hungerkrise im 14. Jahrhundert. Mit Folgen im Rahmen langfristiger Veränderungen in der Landwirtschaft (auch fast modern anmutende Instrumente des materiellen Ausgleichs (Schadenausgleich zwischen Grundherren und Bauern) zeigen einmal mehr im Buch auf, dass viele der gegenwärtigen Probleme nicht unbedingt neu sind und Menschen zu allen Zeiten Wege suchten, dieses sozial und technisch zu bewältigen. Dazu gehören auch andere Einflüsse des „Umfeldes“, nicht nur klimatische Bedingungen. Hier greift die medizinhistorische Forschung, die sich im Buch auch den Ursachen und Folgen epidemischer Krankheiten zuwendet (Pest) und diese in Relation zum gesamten „Umweltstatus“ setzt (Schwieriges Klima = Fehlernten = Hunger = erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten). Besonders hervorgehoben wird das „heilige Feuer“, heute als „Mutterkornbrand“ bezeichnet.. Exemplarisch an dieser „Geißel des Mittelalters“ vollzieht Peer Friess im Buch Ursachen und Verbreitungswege nach. Insgesamt setzen die Herausgeber und Autoren die „Umweltgeschichte“ in breiter und differenzierter Form als Teil der geschichtlichen Forschung in den Fokus ihrer Betrachtungen und fundieren so den Stellenwert dieser Disziplin. Zudem wird im Buch nachvollziehbar deutlich, dass die Geschichte des Menschen mit seiner Umwelt im Spannungsfeld des Ausgeliefertsein einerseits und den Versuchen des steuernden Eingreifens andererseits eine lange Tradition aufzuweisen hat. Traditionen, Erkenntnisse, Umgangsweise, die nicht in direkter Form auf gegenwärtige Problematiken (weder in den Ursachen noch in den Handlungsweisen) übertragen werden können, durchaus aber Linien aufzeigen, anhand derer wichtige Erkenntnisse auch für die Gegenwart möglich sind. In erster Linie ist das Buch für historisch forschende Leser von Interesse. Ob der starken regionalen Einschränkung der Betrachtung und des hohen wissenschaftlichen Anspruches als rein „allgemein“ Lektüre weniger zu empfehlen. Dennoch aber trägt das Buch durchaus interessante Erkenntnisse zur bereits lange Währenden Auseinandersetzung des Menschen mit unwirtlichen Umweltereignissen in sich.

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