Rolf Lappert

 3.9 Sterne bei 263 Bewertungen
Autor von Nach Hause schwimmen, Pampa Blues und weiteren Büchern.
Rolf Lappert

Lebenslauf von Rolf Lappert

Rolf Lappert wurde am 21. Dezember 1958 in Zürich, Schweiz geboren. Gemeinsam mit seinem Bruder wuchs er in den Kantonen Aargau und Solothurn auf. Nach der Schule machte Lappert eine Ausbildung zum Grafiker. Bereits im Alter von 20 Jahren begann er Kurzgeschichten, Romane und Erzählungen als freier Autor zu verfassen. 1982 erschien sein Debütroman "Folgende Tage". 1984 folgte sein zweite Roman - "Passer". Neben Romanen veröffentliche er in den 80er Jahren zudem Gedichtbände. Für die Gründung eines Jazz Clubs legte Rolf Lappert das Schreiben für einige Zeit auf Eis. Im Jahr 1994 meldete sich Lappert mit dem Roman "Der Himmel der perfekten Poeten" zurück. 2008 erschien sein fünfter und bis dahin erfolgreichster Roman "Nach Hause Schwimmen". Das Buch wurde von deutschen Kritikern hochgelobt und Lappert wurde mit großen amerikanischen Schriftstellern, wie John Irving, auf eine Stufe gestellt. Im selben Jahr stand das Buch im Finale um den deutschen Buchpreis, konnte sich aber letztendlich nicht durchsetzen. Wenige Wochen später wurde Lappert jedoch der "Schweizer Buchpreis" verliehen. Der Autor verbrachte einige Zeit in der irischen Stadt Listowel als freier Autor. Neben dem Schreiben seiner Romane und Gedichtbände, arbeitete er dort auch für Literaturzeitschriften, Zeitungen und Magazine. Im August 2015 erscheint sein neuer Roman "Über den Winter" beim Hanser Verlag. Heute lebt Rolf Lappert wieder in der Schweiz.

Alle Bücher von Rolf Lappert

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Nach Hause schwimmen

Nach Hause schwimmen

 (116)
Erschienen am 01.12.2009
Pampa Blues

Pampa Blues

 (69)
Erschienen am 01.11.2013
Über den Winter

Über den Winter

 (27)
Erschienen am 13.01.2017
Auf den Inseln des letzten Lichts

Auf den Inseln des letzten Lichts

 (25)
Erschienen am 01.04.2012
Der Himmel der perfekten Poeten

Der Himmel der perfekten Poeten

 (7)
Erschienen am 01.11.2010
Die Gesänge der Verlierer

Die Gesänge der Verlierer

 (8)
Erschienen am 01.04.2009
Nach Hause schwimmen

Nach Hause schwimmen

 (7)
Erschienen am 03.11.2008
Pampa Blues

Pampa Blues

 (3)
Erschienen am 22.02.2012

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Neue Rezensionen zu Rolf Lappert

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Rezension zu "Pampa Blues" von Rolf Lappert

Es war ok...
Antoninavor einem Jahr

Die Geschichte selbst fand ich jetzt nicht sehr schlecht.Am meisten störte mich jedoch der Klartext im Zusammenhang mit dem Buch, da man so viel mehr erwartet als man bekommt. Ich finde das buch hat nicht sein volles Potential erreicht, und auch wenn ich manche Stellen echt lustig fand und diese auch sehr gemocht hatte, störte mich am meisten der Teil mit dem Romance am meisten. Die Beziehung zwischen den Charakter entwickelt sich viel zu schnell, und dann wird diese irgendwie vollkommen absurd... Man entwickelte eine viel tiefere Beziehung zu den Nebencharactern als zu dem Protagonisten. Das find ich traurig, dabei hat dieser eine sehr Interessante Geschichte hinter sich. 
 Ich würde es den Leuten empfehlen die einen Quickread suchen mit ein paar klischeehaften geschehenissen. Wer Humor mag würde das ganze auch wahrscheinlich sehr mögen, da dieser echt nice in diesem Buch ist.

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Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

Rolf Lappert | NACH HAUSE SCHWIMMEN
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

INHALT: Wilbur Sandbergs Leben ist eine Aneinanderreihung von Fehlgriffen und Schicksalsschlägen. Unglück und Ausgrenzung begleiten den klein gewachsenen aber hochintelligenten Iren seit seiner Geburt vor zwanzig Jahren. Die Mutter stirbt noch im Kindbett, der Vater ist seitdem verschwunden. Die Großmutter kommt bei einem Autounfall ums Leben (den sein einziger Schulfreund indirekt zu verschulden hat), der Großvater, seit jeher ein Sonderling, verliert sich im Delirium. Im Laufe der Jahre gehen Wilbur, einem nach dem anderen, die Bezugspersonen aus und auch die Suche nach seinem Vater verläuft im Sand. Vorläufiger Tiefpunkt in seiner Vita ist dann der mehrmonatige Aufenthalt in einer Jugendbesserungsanstalt (nach unbeabsichtigter Brandstiftung), bevor ihn Alice Krugshank (die Frau, die sich nach Wilburs Geburt um ihn gekümmert hatte, bis er zu seinen Großeltern kam) nach New York City holt. Zusammen machen sie sich erneut auf die Suche nach dem verschwundenen Vater – und haben Glück! Doch die nächsten Hiobsbotschaften lauern schon und Wilbur kommt an den Punkt, an dem er sich im Meer vor Coney Island das verkorkste Leben nehmen will. Aber auch das misslingt…

FORM: Rolf Lappert ist mit NACH HAUSE SCHWIMMEN ein Entwicklungsroman nach perfekt amerikanischem Vorbild gelungen. John Irving grinst hier auf jeder Seite durch die Zeilen. Die vielen schrulligen Charaktere, die von Glück und Pech bestimmte Handlung, die Fabulierlust mit dem leisen Humor, die Themenwahl in den Bereichen zwischen Liebe und Verlust – alles erinnert an Irvings große Romane wie OWEN MEANY, DAS HOTEL NEW HAMPSHIRE oder GARP UND WIE ER DIE WELT SAH. Wer also auf diese Art von Geschichten steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

NACH HAUSE SCHWIMMEN ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die alternierend erzählt werden. Wilburs Erlebnisse ab dem gescheiterten Selbstmordversuch sind in der Ich-Form geschrieben. Die Kapitel dazwischen, die sein Leben von der Geburt bis zur Seebrücke von Coney Island umfassen, werden auktorial erzählt. Diese Kapitel tragen die Originaltitel der Filme mit Bruce Willis (Wilburs heimlichem Idol) die in dem jeweiligen Jahr in die Kinos kamen. Mit manchmal mehr und manchmal weniger Phantasie überschreiben sie die dann folgende Handlung ganz gut.

FAZIT: Für mich war NACH HAUSE SCHWIMMEN diesmal ein Re-Read. Bereits kurz nach Erscheinen des Buches war ich (angefixt durch die Besprechung beim DLF-Büchermarkt) Feuer und Flamme und konnte mich sehr für die Geschichte erwärmen. Und auch der erneute Durchlauf hat mir nichts von der Begeisterung genommen. Mit Freude vergebe ich also zum zweiten Mal (nur diesmal öffentlich): Fünf Sterne!

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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Babschas avatar

Rezension zu "Über den Winter" von Rolf Lappert

Mann außer Gleichgewicht
Babschavor 2 Jahren


Lennard Salm, Endvierziger, Single, Aktionskünstler, sammelt als Vorbereitung für sein neues Projekt gerade im Nirgendwo der lampedusischen Küste Treibgut gestrandeter afrikanischer Bootsflüchtlinge, als ihn die Nachricht vom Tod seiner ältesten und von Geburt herzkranken Schwester Helene in Hamburg erreicht. In seiner Heimatstadt angekommen, lässt er sein Leben und das seiner Familie noch mal an sich vorüberziehen, taucht ab in den erinnernden Mahlstrom familiärer Probleme, Unzulänglichkeiten. Missverständnisse und Sprachlosigkeiten. Alle sind sie nochmal da zu Ehren von Helene, sein langsam erblindender und von einer polnischen Pflegekraft versorgter Vater, seine verschrobene Mutter, die sich schon vor langem von ihrem Mann getrennt hat und seit Jahren in Florida lebt, seine jüngere, immer noch rastlos überdrehte Schwester Sybille, und sein jüngster Bruder Paul, als Einziger gesellschaftlich solide etabliert, mit dem es allerdings etwas ganz Besonderes auf sich hat, was man aber erst im Laufe der Geschichte erfährt. Salm lässt sich treiben, alles einfach auf sich einwirken, und versucht, den Blick nach vorne zu richten, endlich eine Struktur, einen Sinn, einen klaren Blick für sein weiteres Leben zu gewinnen. 
  
 Im typisch lappertschen, gemächlichen und mit feinem Blick für Einzelheiten und Zwischentöne ausgestatteten Erzählstil wird hier die Geschichte eines äußerlich erwachsenen Jungen ausgebreitet, der in einer in sich gescheiterten Familie aufwächst, in der jeder so gerne seine Lebensträume verwirklicht hätte, aber durch die bloße Existenz und die Eigenarten seiner Familienmitglieder daran gehindert wird und in logischer Folge dann irgendwann einfach nur erstarrt. Natürlich in Verbindung mit offener oder stiller Schuldzuweisung an die Anderen. Wir begleiten Salm hier einfach im ruhigen Fahrwasser seines Lebens, das kraft der speziellen Erzählkunst des Autors auch ohne große Wirrungen und Wendungen Seite für Seite an Form gewinnt und gerade dadurch in Bann zu ziehen vermag. Zumindest gilt dies für den allergrößten Teil des Buches. Erst zum Ende hin hätte ich mir dann doch noch ein ganz klein wenig mehr Entwicklung gewünscht, aber da hängt nichts von ab. Insgesamt ein überzeugendes, irgendwie melancholisches Buch, so lapidar wie messerscharf in seiner Pointierung einer Familie, wie sie so oder ähnlich in tausenden deutschen Blutszwangsverbindungen Realität sein dürfte. Emotional nachvollziehbar nur durch eigene Lektüre.

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Gespräche aus der Community

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TinaLiests avatar


Seit dem 19. August steht es fest: Die Jury des Deutschen Buchpreises 2015 hat die Longlist aus 20 Büchern zusammengestellt.
Hier seht ihr die komplette Liste!

Wir haben für euch nun wie im letzten Jahr eine besondere Aktion erdacht: Ihr habt in den ersten Septemberwochen die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen & auch ihre Bücher zu gewinnen!

Wir haben bereits Zusagen von Autoren aus dem Klett-Cotta Verlag, dem Verbrecher Verlag, dem Literaturverlag Droschl, dem Verlag Matthes & Seitz und dem Hanser Verlag. Diese Liste ist aber noch nicht final und wird womöglich noch um weitere Fragerunden und Termine ergänzt.

Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen:

Dienstag, 1. September 2015:
Anke Stelling - "Bodentiefe Fenster"
Hier geht es zur Fragerunde!

Montag, 7. September 2015:
Gertraud Klemm - "Aberland"
Hier geht es zur Fragerunde!

Dienstag, 8. September 2015:
Monique Schwitter - "Eins im Andern"
Hier geht es zur Fragerunde!

Mittwoch, 9. September 2015:
Steffen Kopetzky - "Risiko"
Hier geht es zur Fragerunde!

Donnerstag, 10. September 2015:
Frank Witzel - "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"
Hier geht es zur Fragerunde!

Sonntag, 13. September 2015
Rolf Lappert - "Über den Winter"
Hier geht es zur Fragerunde!

Dienstag, 15. September 2015
Vladimir Vertlib - "Lucia Binar und die russische Seele"
Hier geht es zur Fragerunde!

Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten. Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen möchtet, achtet bitte darauf, dass ihr eure Fragen über den blauen "Jetzt Bewerben"-Button stellt. Bitte beachtet außerdem, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind.

Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 1 riesiges Buchpaket mit ALLEN Büchern aus der Longlist 2015:
Hier im Thema könnt ihr zwar keine Fragen stellen, aber ganz wunderbar diskutieren! Habt ihr schon eines oder sogar mehrere der Bücher gelesen? Welches ist euer Favorit für den Buchpreis?

Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei den Fragerunden und bin gespannt auf eure Meinungen!

vielleser18s avatar
Letzter Beitrag von  vielleser18vor 3 Jahren
Danke, hatte ich noch gar nicht gesehen !
Zum Thema
Fussel1986s avatar

Fragerunde mit Rolf Lappert, dem Autor von "Über den Winter"

Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 habt ihr die Chance, den Autoren, die mit ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen!

Wir freuen uns sehr, am Sonntag, dem 13.09. Rolf Lappert in unserer Fragerunde begrüßen zu dürfen! Sein Roman "Über den Winter" ist ein eindrückliches Buch über das fragile und doch so unverwüstliche Gebilde, das man Familie nennt.

Habt ihr Lust, mehr über den Autoren, seine Arbeit oder seinen zarten, großen Familienroman zu erfahren? Dann verpasst nicht die Chance, eure Fragen in hier in unserer Fragerunde loszuwerden!

Mehr zum Buch
Lennard Salm ist fünfzig und als Künstler weltweit durchaus erfolgreich. Als seine älteste Schwester stirbt, kehrt er zurück nach Hamburg und in die Familie, der er immer entkommen wollte. So schnell wie möglich will er wieder zurück in sein eigenes Leben. Aber was ist das, das eigene Leben? Salms jüngere Schwester Bille verliert ihren Job, sein Vater nähert sich immer schneller der Hilflosigkeit. Einen funkelnden Winter lang entdeckt Salm, dass niemand jemals alleine ist. Er lernt seine Eltern und Geschwister neu kennen. Rolf Lappert erzählt vom Wunder der kleinen Dinge und von dem, was heute Familie bedeutet.

Lust auf mehr? Hier geht es zur Leseprobe!

Mehr zum Autor
Rolf Lappert wurde am 21. Dezember 1958 in Zürich, Schweiz geboren. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Grafiker. Bereits im Alter von 20 Jahren begann er Kurzgeschichten, Romane und Erzählungen als freier Autor zu verfassen. 1982 erschien sein Debütroman "Folgende Tage".  Neben dem Schreiben seiner Romane und Gedichtbände arbeitete er auch für Literaturzeitschriften, Zeitungen und Magazine. Im August 2015 erscheint sein neuer Roman "Über den Winter" im Hanser Verlag.

Zusammen mit dem Carl Hanser Verlag verlosen wir unter allen, die Rolf Lappert über den blauen "Jetzt bewerben"-Button mindestens eine Frage stellen, 3 Exemplare von "Über den Winter"! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht, hat zusätzlich die Chance auf ein großes Buchpaket, vollgepackt mit allen nominierten Werken!

Rolf Lappert wird am Sonntag, dem 13. September 2015 voraussichtlich bis ca. 20 Uhr eure Fragen beantworten - die Fragerunde wird also gegebenenfalls nicht bis Mitternacht geöffnet sein! Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend auch schließen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß und freuen uns auf eure Fragen!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Rolf Lappert wurde am 18. Dezember 1958 in Zürich (Schweiz) geboren.

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