Rolf Lappert Nach Hause schwimmen

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Inhaltsangabe zu „Nach Hause schwimmen“ von Rolf Lappert

Wilbur, gerade einmal 1,50 Meter groß, ist wirklich kein Glückskind: Seine Mutter stirbt bei der Geburt, sein Vater macht sich aus dem Staub, und sein erstes Zuhause ist der Brutkasten. Als seine Großeltern ihn zu sich holen, erfährt er endlich, was Heimat ist. Doch das Glück währt nicht lang: Sein bester Freund kommt in die Erziehungsanstalt, und seine Großmutter Orla stirbt bei einem Unfall. Wilbur gerät aus der Bahn. Gern wäre er so stark wie Bruce Willis, doch er hält sich für einen ewigen Verlierer. Erst die charmante Aimee bringt ihm etwas anderes bei: Wilbur muss endlich lernen, zu leben.Schweizer Buchpreis 2008 und Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008!

Herrliches Buch

— boekenwurm
boekenwurm

"Mein Leben hat einen starken Hang zum Tragischen, nicht ich." --- Ein Buch voller wundervoller Zitate und Lebensmut.

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

Im kalten Wasser lernt man schwimmen! Wilburs Geschichte ist toll geschrieben und ein gelungener Schmöker zum Versinken. ;)

— BluevanMeer
BluevanMeer

Toller Schreibstil. Schräge aber packende Geschichte. Sehr zu empfehlen

— ErichPuedo
ErichPuedo

Warum kommt das Buch hier eigentlich so schlecht weg? Eines der besten Bücher 2009.

— Karin1970
Karin1970

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    Nach Hause schwimmen
    parden

    parden

    01. January 2017 um 20:43

    LEBEN LERNEN...Wilbur Sandberg ist gerade einmal zweiundzwanzig Jahre alt, als er als suizidgefährdet in eine Klinik eingewiesen wird. Der festen Überzeugung, dort fälschlicherweise eingeliefert worden zu sein, beobachtet Wilbur zunächst einmal das Geschehen und versucht, sich an die Ereignisse vor dem Krankenhaus zu erinnern. Was hatte er als Nichtschwimmer und mit einer fast panischen Angst vor Wasser im Meer verloren? Wilbur merkt, dass ihm die Auszeit vom Alltag gut tut und beschließt, erst einmal in der Klinik zu bleiben."Ich bin nicht mehr und nicht weniger ein Fall für den Psychiater als die meisten Menschen, denen ich begegnet bin (...) Für mein Alter besitze ich eine umfangreiche Sammlung von Macken. Ich bin komplex, nicht verrückt (...) Mein Leben hat einen starken Hang zum Tragischen, nicht ich."Wilbur ist in seinem bisherigen Leben tatsächlich nicht vom Glück verfolgt worden. Seine Mutter starb gleich bei seiner viel zu frühen Geburt, sein Vater war darüber so geschockt, dass er auf Nimmerwiedersehen verschwand. Nach Wochen im Brutkasten kam Wilbur für einige Zeit in ein Kinderheim, bis die Eltern seiner Mutter ihn zu sich nach Irland holten. Dort fasste der verschlossene aber hochintelligente Junge ganz allmählich Vertrauen zu seiner Großmutter Orla, die für ihn einige Jahre lang den Mittelpunkt der Welt darstellte. Die Schule behagte Wilbur dagegen nicht. Immer kleiner geraten als die anderen Kinder, war es für ihn schwer, Anschluss zu finden, und seine geistigen Fähigkeiten waren dem Schulstoff weit voraus. Ausgerechnet sein einziger Freund Conor verursachte schließlich auch noch einen Unfall, bei dem Wilburs Großmutter starb. Der Freund kam in die Erziehungsanstalt, Wilbur zu Pflegeeltern, in Kinderheime, schließlich auch in die Jugendbesserungsanstalt."Er war elf Jahre alt. Und das Leben schien ihm nicht mehr der Mühe wert zu sein (...) Nichts von dem, was jetzt noch geschehen mochte, würde von Bedeutung sein. Den Monaten und Jahren, die vor ihm lagen, fehlte alle Wärme und jeder Funke Hoffnung."In wechselnden Zeitsträngen erzählt Rolf Lappert die Geschichte dieses zu klein geratenen jungen Mannes (ohne Schuhe ist er gerade einmal 1,62 m groß), der auch im Leben stets zu kurz gekommen ist. In der Gegenwart erfährt der Leser von Wilburs Erlebnissen nach der Einweisung in die Klinik, in der Vergangenheit rollt der Autor chronologisch die Kindheit des Jungen vor den Augen des Lesers auf. Doch obwohl Wilbur eindeutig auf der Verliererseite des Lebens steht, ist dies kein bedrückender Roman. Im Gegenteil - Wilbur hadert nie mit den Menschen, die in sein Schicksal verstrickt sind, nur mit dem Schicksal selbst, das es oftmals nicht gut mit ihm meint. Tragikomisch und in einem ruhigen Erzählfluss lässt der Autor Wilburs Geschichte entstehen, starke Bilder prägen die Erzählung, und bis hin zu den Nebenfiguren sind die Charaktere fein gezeichnet, so dass beim Lesen Verständnis für alle Figuren entseht."Aber die Zeit hatte längst aufgehört unendlich zu sein und voller Versprechen."Rolf Lappert schildert die Notlage einer menschlichen Seele, doch gelingt es ihm dabei gleichzeitig stets, seinen unbeschwerten Erzählstil beizubehalten. Andere Rezensenten vergleichen Lapperts Stil mit dem von John Irving, doch da ich immer noch kein Buch des Amerikaners gelesen habe, kann ich zu diesem Vergleich nichts sagen. In jedem Fall nahm mich der melancholisch-heitere Ton der Erzählung gefangen, berührte mich vieles von dem, was ich da las, und ich hätte seitenweise Zitate herausschreiben können, da viele der Formulierungen so unglaublich poetisch-kraftvoll waren.Ein Zufallsfund, der mich darin bestärkt, Bücher nach dem Bauchgefühl auszuwählen. Titel und Klappentext sprachen mich an, und der Inhalt hielt, was ich mir davon versprach. Erst nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, erfuhr ich, dass der Roman den Schweizer Buchpreis 2008 gewann und auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008 stand. Für mich eines der Lese-Highlights des Jahres!© Parden

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    • 9
  • Leserunde zu "Scheiß auf die anderen" von Rebecca Niazi-Shahabi

    Scheiß auf die anderen
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Lass dich nicht verbiegen! Kennt ihr das? Ihr seht Facebook-Postings eurer Freunde und im Vergleich zu deren Leben kommt euch euer eigenes sehr langweilig vor? Während andere Menschen Urlaub in der Karibik machen, sitzt ihr mit Jogginghose auf der Couch und esst Milchreis. Müsst ihr euch deswegen schlecht fühlen? Nein, sagt Rebecca Niazi-Shahabi und zeigt in ihrem neuen Ratgeber "Scheiß auf die anderen", dass der Blick in Nachbars Garten gar nicht notwendig ist. Das Gras auf unserer Seite ist genauso grün! Wer Lust hat, mehr darüber zu erfahren, wie man es schafft, sich ohne den Vergleich zu anderen besser zu fühlen, kann sich jetzt für unsere Leserunde bewerben! Mehr zum Buch: Haben Sie das Gefühl, dass immer dort, wo Sie nicht sind, das Leben aufregender und schöner ist? Dass andere mehr Abenteuer, Glück und Liebe erleben? Auf Facebook sieht Ihr normales Leben oft ziemlich armselig aus? Lehnen Sie sich zurück, denn ab heute ist Schluss mit dem schlechten Gefühl, dauernd das Falsche zu wollen. Pfeifen Sie auf Ratschläge, die schwer mit der Realität vereinbar sind, und übernehmen Sie nicht leichtfertig Ideale, die in Wirklichkeit völlig unerreichbar sind! Denn niemand ist glücklicher, beliebter oder spiritueller als Sie selbst - und schon gar nicht jene, die einem ständig erzählen, was man wollen soll.  Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe! Mehr zur Autorin: Die deutsche Autorin Rebecca Niazi-Shahabi wurde 1970 in Bremen geboren und stammt aus einer deutsch-iranisch-israelischen Familie. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane. Heute lebt sie in Berlin und arbeitet unter anderem als Werbetexterin und Journalistin. Zusammen mit dem Piper Verlag vergeben wir 25 Exemplare von "Scheiß auf die anderen" unter allen, die sich bis zum 07.10. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, und folgende Frage beantworten: Von welchen Vorstellungen eines perfekten Lebens habt ihr euch bereits verabschiedet?  Wir sind schon ganz gespannt auf eure Beiträge und drücken die Daumen für die Verlosung! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.

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    • 400
  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 1 austauschen!

    • 52
  • Hat man eine Wahl zwischen Schwimmen und Untergehen?

    Nach Hause schwimmen
    Code-between-lines

    Code-between-lines

    17. February 2014 um 22:08

    Zum Inhalt: Die Handlung des Romans "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert umfasst zwei Erzählschienen: In der Gegenwart ist der Protagonist Wilbur Sandberg in eine Klinik für Suizidgefährdete, von den Insassen "Stadt der Selbstmörder" genannt, eingeliefert worden. Wie er dorthin gelangt ist, bleibt bis fast zum Ende der Geschichte im Dunkeln, auch die Frage, ob Wilbur sich tatsächlich selbst umbringen wollte, oder ob es eine andere Erklärung dafür gibt, dass der Anfang-Zwanzig-jährige Nichtschwimmer, der vor (fast) nichts so viel Angst hat, wie vor Wasser, bewusstlos aus dem Meer gefischt wurde. Wilbur selbst kann sich lange Zeit nicht an die Geschehnisse, die dazu geführt haben, erinnern. Der Erzählstrang in der Gegenwart wird immer wieder unterbrochen von Kapiteln, in denen Wilburs bisheriges Leben geschildert wird. Und schnell wird dem Leser klar, dass in der Vergangenheit des Jungen, dessen Mutter bei der Geburt starb und dessen Vater danach spurlos verschwand, der bei seiner über alles geliebten Großmutter und dem wunderlichen, in sich gekehrten Großvater aufwuchs,  der  Schlüssel für die Ereignisse in der Gegenwart liegt. Am Ende des Buches laufen beide Erzählschienen zusammen und nicht nur für den Leser, sondern auch für Wilbur werden wichtige Knoten aus fernerer und näherer Vergangenheit aufgelöst. Eigene Meinung: Durchgängig habe ich mich beim Lesen dieses Buches an den Stil von John Irving erinnert gefühlt. Dies manifestiert sich meiner Meinung nach in der Art des Erzählens, der  Beschreibung der Umgebung und vor allen Dingen der Zeichnung der Figuren und ihrer Beziehungen untereinander. Da ich John Irving für einen großartigen Schriftsteller halte, war dies somit schon mal ein dicker Pluspunkt für Rolf Lappert, von dem ich bisher noch kein anderes Buch gelesen habe. Wilbur selbst ist ein Protagonist, den man, so schwer er sich auch selbst mit sich tut, einfach sofort liebgewinnen muss: "Ich bin komplex, nicht verrückt. Niemand soll sich anmaßen, in mir lesen zu wollen wie in einem Buch. Ich bin kleingedruckt, mein Titel verschwindet unter dem Staub einer verlassenen Bibliothek." Gut gefallen haben mir immer wieder die wortgewaltigen und eindrucksvollen Schilderungen der unterschiedlichen Szenerien, in denen die Handlung spielt, von der nordirischen Atlantikküste bis in die Straßenschluchten von New York, und die oftmals ein Spiegelbild des Innenlebens der unterschiedlichen Figuren sind. So wird z.B. die innere Leere und Zerrissenheit von Wilburs Großvater Eamon in Absätzen wie diesen:  "In wütenden Anläufen zerrte der Wind Wolkenfetzen über eine See, die in bleierner Ruhe versunken war." / "Die Kälte aus dem Boden wuchs in Eamon empor, aber er spürte sie nicht." sehr deutlich. Ein weiterer prägnanter Aspekt von Lapperts Erzählstil ist, dass es keine "Statisten" in seiner Geschichte gibt, niemanden, der in das Buch hineingeschrieben wurde, "nur" um die Handlung vorwärts zu treiben. Hinter jeder der wirklich zahlreichen im Buch auftretenden Figuren verbirgt sich eine liebevoll erzählte Geschichte, jede scheint ihr eigenes dramatisches und berührendes Schicksal zu haben. Während ich dies zu weiten Teilen genossen habe, wurde es mir an einigen wenigen Stellen allerdings auch etwas zu viel, und ich hatte das Bedürfnis, mich wieder mehr dem Hauptplot der Geschichte widmen zu können. Inssgesamt hat mich die Geschichte von Wilbur, der sich so sehr nach Stabilität und einem Zuhause sehnt, dessen Schicksal seine Lebensumstände aber wieder und wieder auf den Kopf stellt und ihm immer wieder Neuorientierungen abverlangt, gut unterhalten und an vielen Stellen auch sehr berührt. Lappert schildert große Nöte der menschlichen Seele, und während er dabei immer glaubwürdig bleibt, gelingt es ihm gleichzeitig, seinen unbeschwerten Erzählstil zu erhalten. Am Ende war mir die Geschichte dann allerdings fast ein bisschen zu schnell fertig erzählt (dies kontrastiert sehr mit der Ruhe und Gründlichkeit, die der Autor sich an anderen Stellen für die Entwicklung seiner Figuren und deren Schicksal nimmt). Auch sind für mich am Ende zwei, drei Fragen offen geblieben, was aber bei der Fülle an unterschiedlichen Figuren, deren Schicksal zum Teil über zwei Jahrzehnte nacherzählt wird, nur ein kleiner Kritikpunkt sein soll.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Wundervoll

    Nach Hause schwimmen
    Julinuss

    Julinuss

    03. January 2014 um 21:10

    Dieses Buch ist gefühlvoll, poetisch und sehr bewegend. Es ist toll geschrieben und liest sich sehr gut. Ich habe mich jeden Tag auf den Moment gefreut, in dem ich endlich wieder in die Welt von Wilbur eintauchen darf. Wer Unterhaltung und Spannung sucht, ist hier falsch beraten - ein Buch zum abtauchen!

  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    Golondrina

    Golondrina

    12. January 2013 um 12:04

    Es geht um den zu kleingeratenen, mit dem Leben hadernden Wilbur, ein Leben dessen erste 20 Jahre Lappert in seinem mehr als 500 Seiten dicken Buch beschreibt. Beschreibungen gibt es zahlreiche, Zustandsbeschrei-bungen von Wilburs Seelenleben aber eben immer nur Zustände - Wilbur mag den nicht mehr sehen, Wilbur flüchtet vor diesem. Aber das Warum bleibt im Dunkeln, Lappert verschwendet keine Zeile darauf und so fiel es mir schwer, den Entscheidungen der Personen Verständnis entgegenzubringen ganz zu schweigen davon, dass irgendeine Figur mir beim Lesen näher ans Herz wachsen konnte.... Zum Beispiel konnte ich nicht nachvollziehen, warum dieser harsche Bruch mit Wilburs erstem gleichaltrigen Freund Connor nötig war und sich diese Beziehung auch nach Jahren, nach einer Aussprache und der Bitte um Vergebung nicht erneuern ließ: ist Wilbur wütend auf seinen Freund, weil er mittelbar den Tod seiner geliebten Oma verursachte, hasst er ihn, bewegt ihn Gleichgültigkeit???? Lappert bleibt mir eine Erklärung schuldig. Und über 70 Gegenstände über eine Buchseite aufzuzählen, um einen Ramschladen zu beschreiben oder 50 Kindernamen in epischer Ausführlichkeit ebenfalls seitenlang dem Leser zuzumuten, zeugt in meinen Augen nicht von literarischer Qualität sondern von der Ratlosigkeit des Autors; diese sich zahlreich wiederholenden Füllsel haben mich beim Lesen ermüdet und genervt. Ähnlich erging es wohl einem Leser vor mir, der das Bibliotheksbändchen mit Bleistift von den zahlreichen orthografischen und grammatikalischen Fehlern bereinigt hat.... Warum schließlich Lappert seine Geschichte in 2 parallelen Zeitsträngen erzählt, die zum Ende des Buches zusammenfinden? Der Versuch, den Leser mühsam doch noch bei der Stange zu halten? Schadenfreude, weil eine langsame Annäherung des Lesers an die Personen jäh durch einen Bruch im Erzählfluss unterbrochen wird? Ich weiß es nicht, für die Handlung, für die Bewerggründe der Personen hat dieser Aufbau keinen erkennbaren Nutzen und angenehm zu lesen war es ohnehin nicht. Aber hey, das erste Buch in 2013 - es kann nur besser werden!

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was für eine fesselnde Lektüre! Die Lebensgeschichte (die ersten 22 Jahre...) Wilbur's, dessen Mutter bei der Geburt stirbt, dessen Vater reissaus nimmt und der Zeit seiner Jugend/seines Lebens, auf der Suche nach Familie, Nähe, Liebe und sich selbst ist. Immer wieder findet er Teile davon, immer wieder verliert er aber auch alles. Ruhe- und rastlos verläuft die Erzählung in zwei Strängen. Einerseits wird Wilburs Leben chronologisch aufgezeigt, andererseits erzählt er selbst seine Gegenwart nach einem gescheiterten Selbstmordversuch. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, weil Rolf Lappert so mitfühlend und nachvollziehabr erzählt/beschreibt und alle Personen, die eingeführt werden, einen eigenen Kurz-Lebenslauf verpasst bekommen, dass es eine Wonne ist. Wer Spaß an Coming-of-Age Geschichten, kunterbunten Lebenslinien loser, oder fester mit der Hauptperson verbundenen Beziehungspersonen hat und wer ein wenig Sympathie für Bruce Willis empfindet, den Wilbur sehr vereehrt und nach dessen Filmen die einzelnen Kapitel benannt sind, wird dieses Buch lieben.

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    TA_Wegberg

    TA_Wegberg

    20. September 2012 um 13:57

    Wilbur ist mein Freund. Er hat genau jene Eigenschaften, die ich an einem Menschen schätze: Humor, Mitgefühl, Intelligenz, musische Begabung. Und obwohl er in seinem jungen Leben wirklich schon einiges mitmachen musste, bewahrt er sich eine bewundernswerte Würde und steht nach jedem Tiefschlag wieder auf. Natürlich haben diese Schicksalsschläge ihm im Laufe der Zeit ein paar kleine Macken beschert, seine Wasserphobie beispielsweise, weshalb er Getränke grundsätzlich nur per Trinkhalm zu sich nimmt. Aber ehrlich gesagt mag ich ihn dafür noch viel mehr. Wilbur wohnt leider nicht in Berlin, sondern zwischen den Buchdeckeln von Rolf Lapperts Roman Nach Hause schwimmen, was unsere Freundschaft womöglich ein bisschen einseitig gestaltet. Aber ich habe den kleinen Kerl so ins Herz geschlossen, dass ich diesen Umstand in Kauf nehme. Der Junge ist wirklich nicht gerade vom Glück verfolgt. Seine Eltern verliert er bereits bei der Geburt in Philadelphia: Die Mutter stirbt, der Vater flüchtet geschockt aus dem Krankenhaus und lässt sich nie wieder blicken. Das winzige Frühchen wird von ständig wechselnden Säuglingsschwestern betreut, kommt in ein Kinderheim und wird schließlich von seinen leiblichen Großeltern nach Irland geholt. Hier hat er ein paar glückliche Jahre, doch schließlich reißt der Tod ihn erneut aus seiner Umgebung, und er muss zu Pflegeeltern, schließlich sogar in ein Heim für jugendliche Delinquenten. Immer wieder trifft Wilbur auf Erwachsene, die ihm Liebe, Vertrauen und Unterstützung geben, insofern hat er es womöglich doch besser als viele Schicksalsgenossen. Allerdings geht er auch respektvoll und hilfsbereit mit anderen um, was es nicht schwer macht, ihn zu mögen. Bei Gleichaltrigen hat er es wegen seiner geringen Körpergröße und seiner Schmächtigkeit deutlich schwerer. Da kann er sich nur durch Cleverness, in einem Falle sogar durch nackte Gewalt Anerkennung verschaffen. Wilbur ist seinem biologischen Alter geistig um etliche Jahre voraus, vermutlich schließt er deshalb meist Freundschaften mit deutlich Älteren. (Da bin ich ja keine Ausnahme.) Zu meiner Erleichterung ist es nicht die vielbeschworene große Liebe, die am Ende alles zum Guten wendet. Klar, ein Mädchen tritt irgendwann auf den Plan, und Wilbur ist ihr auch durchaus zugeneigt – aber es ist eben nicht diese hollywoodartige Zauberknall-Begegnung, die alle Probleme löst. Was für eine Freude, wenn ein Autor mal die Kraft hat, dieses Klischee auszulassen! Und Wilbur ist wegen seiner klaren Haltung in meiner Achtung noch weiter gestiegen. „Wenn Sex so flüchtig und in solchen Kulissen stattfindet, werde ich auch die nächsten zwanzig Jahre der unerfahrene Wichser bleiben, der ich bin“, sagt er. Da kann ich ihm nur anerkennend auf die Schulter klopfen. Es ist eine lange Reise, die Wilbur bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr führt, und sie ist geprägt von kuriosen Ereignissen, wechselnden Schauplätzen von New York über Irland bis hin nach Schweden, zeitgeschichtlichen Denkmälern der Popkultur wie Sinead O’Connor oder Wilburs großem Helden Bruce Willis – und natürlich den Begegnungen mit Menschen, von denen jeder Einzelne wiederum seine eigene Geschichte mit sich herumträgt. All diese Erzählstränge verknüpfen sich mit dem roten Faden von Wilburs Biografie zu einem prachtvollen bunten Tuch, das man sich am liebsten übers Bett hängen möchte. Gibt es auch etwas Negatives über Nach Hause schwimmen zu sagen? Das fällt ziemlich schwer. Wenn überhaupt, so hat mich am ehesten die ungeheure Vielzahl an Namen verwirrt, von denen manche auch noch recht ähnlich klingen – Elwood und Elroy zum Beispiel oder Conor, Colm und Callum. Bei 544 Seiten kann man da schon mal ein bisschen den Überblick verlieren. Zwei weitere Kritikpunkte gehen gar nicht auf Kosten des Autors, sondern sind dem Verlag anzulasten: Das Cover mit dem trübsinnig übers Wasser blickenden Schimmel hat wenig bis gar nichts mit diesem Buch zu tun und führt ziemlich in die Irre. Das Bild drückt eine schwermütige Innerlichkeit aus, die dem charmanten Witz dieses Romans nicht mal annähernd gerecht wird. Und mich hat geärgert, dass Wilburs Körpergröße im Klappentext (verfasst von einer Lektoratsvolontärin?) mit „gerade mal eins fünfzig“ angegeben wird, obwohl er es zum Zeitpunkt des Erzählens – also im Alter von zwanzig Jahren – immerhin auf eins zweiundsechzig bringt. Vielleicht ist es nur ein Detail, aber für meinen Freund Wilbur bedeuten zwölf Zentimeter fast die Welt!

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    28. April 2012 um 22:23

    Mit großer Anteilnahme habe ich den Werdegang des zu früh geborenen Jungen Wilbur verfolgt.dessen nach Amerika ausgewanderte irische Mutter bei der Geburt stirbt und dessen Vater danach verschwindet um sich nicht um das Kind kümmern zu müssen.Das Baby kommt in ein Heim wo sich viele Hände um ihn kümmern.Er bekommt den willkürlichen Namen Wilbur und er hat das Pech, ein zu klein geratens Kind zu sein,das immer jünger als sein wirkliches Alter eingeschätzt wird.Immer wenn das Kind eine besonders liebevolle Pflege erfährt bricht diese ab und er wird weitergeben, zu letzt in eine Pflegefamilie,die sich eigentlich rührend um ihn kümmert bis unerwartet der irische Großvater auftaucht un d den Sohn seiner Tochter mit nach Irland nimmt.Die Großmutter und ihr Enkel vestehen sich prächtig und Wilbur blüht auf bis eines Tages die geliebte Großmutter verunglückt und er steht wieder alleine da,denn der Goßvater kümmert sich nicht um ihn.Nach diesen diversen Schicksalschlägen hat der Junge das Gefühl,dass das Leben es nicht gut mit ihm meint und er bittet den lieben Gott ihn sterben zu lassen.Er versucht auch mehrmals sich das Leben zu nehmen,wird aber immer wieder von netten älteren Menschen aufgefangen.Er ist ein sehr intelligentes und musikbegabtes Kind,lernt Cello spielen und die Betreuer hoffen dass er eine Musiker-Karriere einschlagen wird.Er reisst wiederum aus um seinen verschollenen Vater zu suchen und wird dann zur Strafe in eine spezielle Klinik eingeliefert.Eines Tages hat ihn die frühere amerikan ische Pflegemutter ausfindig gemacht und holt ihn nach Amerika,aber die beiden verstehen sich nicht besonders gut.Erst als er Anfang 20 nach Irland zurückkehrt in das Dorf der Großeltern,da scheint er durch einige Erbschaften sein Lebensglück zu finden in dem er dann tun und lassen darf was ihm gefällt.Das ist die anrührende Geschichte eines einsam en Jungen der sich alleine durchkämpfen muss.Diese Geschichte erinnert mich ein bisschen an Oliver Twist,der auch immer wieder Leute getroffen hat die ihm weitergeholfen haben!

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. December 2011 um 17:25

    Zu sich selbst zu finden, ist schwer. Wenn man kleinwüchsig und schmächtig ist, seine Mutter schon bei der Geburt verliert und seinen Vater nie gesehen hat, wahrscheinlich noch schwerer. Und wer darüber hinaus, wie Wilbur, der ungewöhnlich schnell lernt, Cello zu spielen, sich manchmal als Wunderkind fühlt, aber keines ist, weiß sicher nicht gleich, wie er seinen Weg finden soll. Zu seinem Vater, zu seinen Schulkameraden, zu Mitmenschen ganz allgemein, zur Liebe und zu einer vernünftigen Lebensweise schlechthin. Über eine solche Figur hat Lappert einen Roman geschrieben, der ohne Zweifel streckenweise gut unterhält. Fast süchtig, wie auf der hinteren Umschlagseite der dtv-Taschenbuchausgabe werbewirksam ein Kritikerurteil wiedergegeben wird, hat er mich freilich zu keiner Zeit gemacht. Eher fand ich ihn gelegentlich ermüdend und ein wenig unübersichtlich wegen der schwer überschaubaren Zahl von Personen. Oft meinte ich, literarisch aufbereitete Zeitungsnachrichten aus der Boulevardpresse zu lesen. Überhaupt machte ich mir immer wieder Gedanken, ob Lappert die Geschichte über seinen wasserscheuen (und deshalb gerne zündelnden?), selbstmordgefährdeten, als Großmuttersöhnchen und später bei spießigen Zieheltern bzw. in einer seltsamen Erziehungsanstalt aufwachsenden Unhelden nicht aus „kuriosen Meldungen aus den Zeitungen“ (so Lapperts eigene Worte an einer Buchstelle), Synonymen aus Suchmaschinen und Lexika und aus anderen Quellen zusammengebastelt hat. Spricht dafür oder gar auch noch für autobiografische oder den Lebensweg von Bruce Willis berührende Einsprengsel etwa der mehrmalige Wechsel der Erzählweise von einer Ich-Erzählung in die Beobachterperspektive? Wenn es so sein sollte, dann handelt es sich jedenfalls um eine meisterliche, zu keiner Zeit guttenbergische Collage. Daher selbst als Collage nicht ohne Grund mit dem Schweizer Buchpreis 2008 ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    mehrsonntag

    mehrsonntag

    20. January 2011 um 19:39

    Wilbur ist klein. Viel kleiner, als alle anderen. Und Wilbur ist anders. Er hat einen starken Willen. Er hat Ideen, viele verrückte Ideen. Wilbur hat keine Freunde, fast keine, bis auf Conor. Wilbur hat keine Eltern, seine Mutter stirbt bei seiner Geburt (wofür er sich ewig die Schuld zuschreibt), sein Vater verschwindet, er landet im Waisenhaus und schließlich auf dem Land, bei Orla, seiner Großmutter und ihrem in sich gekehrten, mehr und mehr verrückt werdenden Mann. Wilbur erwacht, nachdem er gar nicht versucht hat zu schwimmen, sondern einfach nur untergehen wollte, in einer Klinik für.. nun, nennen wir es irreversible Andersartigkeit, in der er mit Trotz und eisernem Willen auf Therapievorschläge reagiert. Zuerst spricht er nicht, dann steckt er die Bibliothek der Anstalt in Brand, nur um nicht schon wieder, da er sich aufgrund guter Führung seine Entlassung eigentlich verdient hätte, zu einer ihm nahezu unbekannten Person, seiner ehemaligen Lehrerin abgeschoben zu werden. Niemand ist mehr da aus seiner Verwandtschaft, der sich ihm annehmen könnte, Orla tot, der Pflegevater im Heim - die Restfamilie, die er nie gesehen hat in Amerika. Wilbur ist ein netter Kerl, der nie gelernt hat, mit seinen Gefühlen klar zu kommen. Aimee, die Krankenschwester aus dem Heim lässt ihn ihre Brüste anfassen und lockt ihn aus der Reserve. Es entwickelt sich eine zarte Freundschaft, die aber, nachdem Wilburs grundlose Eifersucht ihn ein ganz klein wenig überreagieren lässt, in ihrem Keim erstickt. Wilbur wohnt in einem Hotel für alte Männer. Lauter Käuze, deren Freundschaft er sich verdient, bis er ihnen zu jung wird. Hinter allem aber steckt die Suche Wilburs nach Nähe, Zuneigung und Geborgenheit und die unendlich scheinende Suche nach seinem Vater. Eine feine Geschichte, eine traurige, melancholische, nachdenklich stimmende Geschichte, die sich über viele Seiten erstreckt und die Geduld erfordert um das alles erfassen und verarbeiten zu können, was uns Rolf Lappert hier serviert. Es ist ein wenig wie bei einem 7-Gänge-Menü, man isst, macht Pause, denkt nach der zweiten Vorspeise schon, danke, es reicht ich bin satt wie soll ich das alles schaffen, man isst weiter, gewinnt neuen Appetit. Ein Buch das Zeit benötigt und Zeit fordert. Nicht einfach aber einfach schön. Eigentlich.

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    Lesemann

    Lesemann

    18. January 2011 um 13:25

    Super, supergut! Lappert gelingt ein Roman, wie man ihn sonst nur von angloamerikanischen Erzählern gewohnt ist. Präzise, emotional, das Buch entwickelt einen starken Sog. Sehr empfehlenswert.

  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    ninchen1809

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:16

    Der Roman besteht aus zwei unabhängigen Erzählsträngen, d.h. einem Wechsel zwischen der Perspektive eines unabhängigen dritten Erzählers in der Vergangenheit und der Perspektive des Ich-Erzählers aus der Sicht von Wilbur in der Gegenwart. Folglich ist das Ende des ersten Erzählstranges der Anfang des zweiten. 1. Erzählstrang Wilbur wird im Jahre 1980 in Philadelphia, USA, geboren. Die Mutter stirbt bei der Geburt und der Vater verflüchtigt sich. Zu Anfang kommt Wilbur in ein Waisenhaus und die dortige Erzieherin Alice und ihr Mann hätten ihn gerne adoptiert, wären da nicht die Großeltern in Irland, die ihn zu sich holen. Dort wird er von seiner Großmutter Orla über alles geliebt und er verbringt bei ihr vielleicht die glücklichste Zeit seiner ersten 20 Lebensjahre. Nach einem schrecklichen Unfall verstirbt seine Großmutter, der Großvater kann sich nicht um Wilbur kümmern und Wilbur wird von einer Pflegefamilie aufgenommen, mit denen Wilbur aber nie richtig warm wird. In dieser Zeit lernt er Matthew kennen, der selbst ein schweres Schicksal erlitten hat. Von Matthew lernt Wilbur Cello spielen und ist sehr begabt. Er ist sogar so begabt, dass er an einem Wettbewerb in Schweden teilnehmen darf. Da sieht Wilbur die Gelegenheit seinen Vater zu suchen, der sich nach seinem Wissen in Schweden aufhält. Kurz nach der Rückkehr zurück nach Irland bringt er sich selbst in eine Erziehungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Nach mehrmonatigem Aufenthalt wird er von Alice nach New York geholt und die sich liebevoll um ihn kümmert. Dort geht die Suche nach seinem Vater weiter. 2. Erzählstrang Wilbur schildert als Ich-Erzähler die Zeit nach seinem Selbstmordversuch, seinen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und sein Leben in einem Hotel für Männer, in das er sich verkriecht. In der Psychiatrie für Selbstmörder lernt Wilbur die liebenswürdige Aimee kennen und verliebt sich in sie. Aimee ist es letztendlich auch, die Wilbur dazu bringt, seine bisherige Lebensweise in Frage zu stellen. Rolf Lappert ist ein bemerkenswerter Geschichtenerzähler mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Tragikomik, mit einer schönen, klaren und schnörkellosen Sprache. Jeder mit Wilbur in enger Beziehung stehender Charakter wird von Lappert eindrucksvoll beschrieben, die Charaktere sind ausgefeilt und vielschichtig. Damit scheint die Figur „Wilbur“ noch realistischer. Die Überschriften des Erzählstranges der Vergangenheit sind Filme aus den entsprechenden Jahren mit Bruce Willis, dem großen Vorbild von Wilbur. Beide Erzählstränge sind so gekonnt miteinander verwoben, dass sie eine regelrechte Sogkraft entwickeln. Begriffe wie Meer, Wasser, schwimmen etc. und die Art wie Lappert mit diesen immer wiederkehrenden Wörtern bzw. Bildern umgeht, durchziehen den gesamten Roman. Ich habe das Jahr 2010 mit einem herausragenden, wunderschön traurigen und doch mit HappyEnd endenden Roman begonnen. Ich hoffe, dass es so weitergeht.

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  • Rezension zu "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen
    crooks

    crooks

    05. December 2010 um 17:51

    Eigentlich hat dieses Buch das Potential zum Bestseller, hätte der Autor auf die Durchkontruiertheit seines Plots verzichten können. So fand ich es zeitweise anstrengend bis verwirrend die beiden aufeinander zulaufenden Zeiterzählstränge auseinander zu halten. Auch tiefer Emotionalität stand der intellektuelle Anspruch des Autors im Wege, die bei mir eine seltsame Distanziertheit zum Schicksal Wilburs erzeugte und es mir nicht leicht machte "dranzubleiben". Ich habe es zu Ende gelesen, fand es gut aber eben nicht berauschend obwohl es das Zeug gehabt hätte. Es bleibt ein leicht unzufriedenes Gefühl - ob ich mich in 6 Monaten noch an Wilbur erinnern kann?

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