Rolf Ulrici Giganto meldet: Vorstoß in die Erde

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Inhaltsangabe zu „Giganto meldet: Vorstoß in die Erde“ von Rolf Ulrici

Für die entsprechende Altersgruppe sehr spannend

— paulsbooks
paulsbooks
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    Giganto meldet: Vorstoß in die Erde
    paulsbooks

    paulsbooks

    27. October 2016 um 13:46

    ... dass dieses Buch (eigentlich die Serie) zu mir fand. Genauer gesagt war es in den 70ern im zarten Alter von 10 Jahren. Damals habe ich Rolf Ulricis Werke verschlungen, nachgespielt, in mein nachmittägliches Spiel eingebaut. Weshalb ich das nach fast 40 Jahren noch so genau weiß? Nun, wenn man im Leben etwas Beeindruckendes erfährt, vergisst man es nicht mehr. Im Grunde waren dies - neben verstaubten Werken meines Bruders - meine ersten eigenen Science-Fiction-Bücher. Es handelt sich bei der GIGANTO-Serie um eine Fortsetzung der MONITOR-Serie. Diese fand naturgemäß zuerst ihren Weg zu mir, damals war ich noch 9, also eigentlich zu jung laut Empfehlung. Gestört hat mich das jedoch nie, denn die Bücher sind lebendig aus der Perspektive einer Gruppe von 5 Kindern (bzw. Jugendlichen) mit ihrem relativ neuen Freund "Superhirn", einen älteren Jungen mit gewaltigem Denkapparat, geschrieben. Statt ins Weltall oder unter Wasser entführt uns diese Serie jedoch ins Erdschiff Giganto, ein ungefähr salzstreuerförmiges Vehikel, welches die Fähigkeit hat, sich dank ausgefeilter Technologie in ungeahnter Geschwindigkeit durch die Erde hindurchzufressen. Entwickelt wurde es vom eierköpfigen, aber großherzigen Prof. Charivari, dem genialen Wissenschaftler und väterlichen Freund, von dem abgesehen die sechs Freunde praktisch komplett autark handeln und agieren. Da sind wir auch schon bei der ersten Besonderheit dieser Geschichten. Der Grund für die Abenteuerfahrten in die Erde, bei denen die Position des Erdschiffs jeweils durch einen leuchtenden Punkt in einem Hologramm der Erde dargestellt wurde, war durchaus ernst: Der sogenannte "Ragamuffin", ein unterirdisch lebender Bösewicht, droht mit Hilfe gewaltiger Gedankenkraft die Menschheit ins Chaos und in die Vernichtung zu stürzen. Natürlich kann nur Prof. Charivaris Technologie dafür sorgen, dass man überhaupt in der Lage ist, nach diesem Unhold zu suchen. Für tatsächliche Details ist die Lektüre doch ein wenig länger her. Ich erinnere mich jedoch gut an gewisse Schilderungen, die aus Sicht der beschriebenen "wissenschaftlichen Phänomene" nicht einer gewissen Skurrilität entbehren. Physikalische Unmöglichkeiten wie das "Springen" des Schiffes über Hunderte Kilometer durch flüssiges Gestein hindurch (ganz ohne pseudowissenschaftliche Erklärungen wie Wurmlöcher o.ä.) kamen mir schon damals seltsam vor. Wenn man solche Dinge aber einmal ausblendet (was mit 10 oder 11 Jahren natürlich noch deutlich leichter fiel), dann waren diese Werke von Band 1 bis 6, die ich vermutlich sogar in der Erstausgabe besessen habe, mit ihrem spannenden Schreibstil absolut wegweisend. Allerdings, so muss ich zugeben, war die Existenz des Ragamuffins - einer Art unnahbaren, dunklen, seelischen Bedrohung mit paranormalen Fähigkeiten, für mich weniger greifbar als die Gefahren in der "Monitor"-Serie; im Gegenteil, die Vorstellung hat mir damals ziemliche Angst gemacht. Somit erinnere ich "Giganto" im Nachhinein als ein wenig schwächer als seine Vorgängerserie und gebe daher 4 Punkte. Die Nachfolgewerke und -serien habe ich dann übrigens nicht mehr gelesen. Ich fand danach das Universum von DC Comics ansprechender :). Fazit: Heute vermutlich ein wenig angestaubt, aber auf jeden Fall ein Meilenstein des Genres. Danke dem Autor noch einmal post mortem ganz herzlich!

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