Rolf Waller Noch ist es Zeit

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Inhaltsangabe zu „Noch ist es Zeit“ von Rolf Waller

Ein Roman, und doch erlebt, erfahren, erlitten: Zürich, Mitte der 50er Jahre. Im "Niederdorf", der legendären Amüsiermeile mit der "Pigalle-Bar" und dem Rolls-Royce des "Reeperbahn-Zuhälters", tummeln sie sich, die vom Leben Gezeichneten, von den Lichtern und Verlockungen Angezogenen. Auch Roger, der klassische "Verlorene Sohn", geflüchtet aus der dörflichen Enge seiner Jugendjahre, dringt tief hinein in den sagenumwitterten Glanz, den all die Bars, Restaurants, Dancings und Cabarets anzubieten haben, Frauen, Freuden und Freiheiten inklusive. Lange ist Roger mit den erwachenden Trieben und Begierden überfordert gewesen. Der Umgang mit dem anderen Geschlecht war im strengkatholischen Milieu seiner Jugendzeit kein Thema gewesen, das offen diskutiert wurde. Zweifel und Verzweiflung wuchsen, Gott und die Welt wurden infrage gestellt. Die Auflehnung richtete sich gegen alles. Er fühlte sich verletzt, weidwund. Jetzt bricht er aus, will sich in den rauchgeschwängerten Etablissements und mit ausschweifendem Lebensstil neu erfinden. Aber Glück? Nein, Glück, findet er kaum. Gnade vielleicht?

Roger erliegt den ganzen Verlockungen der Großstadt, bevor er zu sich selber findet.

— Waschbaerin
Waschbaerin

Für mein Geschmack zu philosophisch und schwer zu lesen

— marpije
marpije

Leider zu Beginn sehr langatmig. Der Protagonist treibt durch die Tage und bleibt undurchsichtig wie ein Geist.

— gst
gst

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  • Etwas langatmig

    Noch ist es Zeit
    Curin

    Curin

    30. April 2017 um 19:58

    Zürich in den 50er Jahren: Der junge Roger kommt aus einem Dorf in die Großstadt und verspricht sich davon ein besseres und aufregendes Leben. Schnell merkt er jedoch, dass sich viele seiner Träume in der Realität nicht verwirklichen lassen. Bald verliebt er sich in Simone, doch es verläuft alles anders als gedacht... .Das Buch beginnt etwas schwerfällig und mir fiel es nicht leicht,richtig in die Handlung einzusteigen. Ohne viele Erklärungen ist man direkt mit Roger im ,,Niederdorf", der sogenannten Amüsiermeile in Zürich und erlebt, welchen Eindruck die verschiedenen Orte auf ihn machen, wen er dort alles trifft und vor allem, was er darüber denkt.Anders als ich nach dem Klappentext erwartet habe, ist Roger nicht der gedankenlose ,,verlorene Sohn", sondern ein junger Mann, dem ziemlich viel durch den Kopf geht. Alles, was ihm begegnet, wird genau reflektiert und von ihm durchdacht. Dabei wundert man sich manchmal, dass er dennoch viele Dinge erst spät durchschaut und sehr lange braucht, um aus gewonnenen Erkenntnissen seine Schlüsse für sein Leben zu ziehen. Die Nebenfiguren im Buch fand ich relativ farblos und auch mit dem Mädchen Simone konnte ich nicht richtig warm werden.Den Schreibstil habe ich als sehr ungewöhnlich empfunden und musste mich lange daran gewöhnen. Vor allem die geführten Gespräche und die Gedanken von Roger wirkten oft sehr künstlich und irgendwie unecht. Oft konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich wirklich jemand so unterhält. Was das Buch allerdings besonders macht, ist die enthaltene Botschaft, dass bestimmte Vorstellungen und Versprechungen, die uns gemacht werden, der Realität nicht stand halten können. Letztendlich zeigt mir Rogers Geschichte, wie man mit dieser Erkenntnis umgehen kann und das nur der Glaube an Gott wahre Freiheit und wahres Glück schenken kann.Auch wenn ich mich persönlich nicht so ganz mit ,,Noch ist es Zeit" anfreunden konnte, denke ich doch, dass das Buch auf jeden Fall lesenswert ist. Daher empfehle ich es gerne hier weiter.

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  • Dieses Buch sucht sich seine Leser selbst aus

    Noch ist es Zeit
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    25. April 2017 um 11:09

    Bei dem Roman „Noch ist es Zeit“ von Rolf Waller handelt es sich um ein sehr spezielles Buch. Wäre es ein Film, man würde diesen sicherlich im Programmkino oder unter der Bezeichnung „der besondere Film“ auf die Leinwand bringen. „Noch ist es Zeit“ spricht daher eher ein spezielles Klientel an und wird wohl weniger von der breiten Masse gelesen werden. Dazu kommt noch diese teilweise sehr altmodische Sprache, die mich mitunter mehr an Shakespeare erinnerte als an ein Buch des 20. Jahrhunderts. Doch dann muss ich wiederum sagen, dieses Buch hat etwas, was man in vielen Romanen der heutigen, schnelllebigen Zeit vermisst – Tiefgang und eine Seele. Je stärker man sich auf die Handlung einlässt, umso tiefer taucht man ab in menschliche Zweifel und Abgründe. Im Mittelpunkt des Romans steht Roger, ein junger Mann vom Lande, der in den 50ern des letzten Jahrhunderts nach Zürich kommt. Aus der ländlichen Beengtheit in dieses weite und pralle Leben der Großstadt. Es sind keine Eltern mehr zur Stelle die Ermahnungen aussprechen und Roger sagen, was gut oder schlecht für ihn ist. Anfangs ist dieser Protagonist nicht recht greifbar in seinem äußeren Erscheinungsbild. Der Leser weiß nicht einmal, welchen Beruf er nun ausübt. Das erfährt man erst später - so nach und nach. Was man weiß ist, dass er in einer Pension wohnt und die Besitzerin großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre in ihrem Hause legt. Oft genug ist sie Zuhörerin und Seelentrösterin ihrer Gäste. Roger, geblendet von dem Nachtleben der Großstadt, erliegt der Faszination des schönen Scheins, der Leichtigkeit des Seins unter Alkoholeinfluss. Er trifft auf Frauen die sich verkaufen um selbst zu überleben oder ihren Kindern eine Zukunft zu ermöglichen, jedoch für ihre Arbeit die Freier verachten, die wiederum selbst keinerlei Achtung vor diesen Frauen haben. Siehe S. 141: „... Oder haben Sie sich vielleicht in den Kopf gesetzt, das Schlechte aus der Welt zu schaffen? Dann verpuffen sie ihre Kräfte allerdings am falschen Ort. Denn mein Verschwinden würde bestenfalls ein neues, vielleicht noch unverdorbenes Geschöpf auf die Bühne locken. Und glauben sie nicht, dass eine Schließung der Lokale oder die Verhaftung all meiner Kolleginnen Sie Ihrem Ziel näherbringen würde. Wir existieren ja nur, weil man uns sucht, nimmt, bezahlt – und wieder stehen lässt. Und man wird uns immer brauchen – solange es Männer gibt. Um dem Übel Herr zu werden, müssten Sie an die Ausrottung des männlichen Geschlechts denken. Nun, vielleicht beginnen Sie am besten mit sich selbst.“ Wir begegnen den Herren in dunklen Anzügen,  weißen Kragen und Krawatten. Zu Hause biedere Ehemänner, aber zu Tode gelangweilt und sich deshalb in zwielichtigen Kreis ihre aufregenden, erotischen Abenteuer suchend. Aber wir lesen auch von der Liebe, der falschen Moral der damaligen Zeit, in der sich ein Mädchen als gefallen und minderwertig betrachtet, sich selbst nur deshalb schuldig fühlt, weil ein Mann ihre Liebe und ihr Vertrauen ausnützte. Das Opfer sieht sich als Täter. Wie anfangs gesagt, es ist ein vielschichtiges Buch mit Blick in die Abgründe des menschlichen Verhaltens und der menschlichen Psyche. Ein Ehemann (S. 64) der die Bedürfnisse seiner Frau ignoriert und sich später wundert, dass sie sich von ihm trennt. Wie oft kommt dies im realen Leben vor? Ein Partner ist so mit sich selbst und seinem eigenen Tun beschäftigt, dass er den anderen nicht mehr sieht. Wie oft spielen Menschen nur eine Rolle, in der sie sich selbst gefallen? Seite 81 unten: „Aber hatten seine spontanen Äußerungen auch tatsächlich seinen wahren Gedanken entsprochen, fragte er sich nun. Und gab es unter den vielen Anklägern auch nur einen einzigen, der im Verborgenen nicht selber tat, was er in der Öffentlichkeit, ja, selbst in seiner vertrauten Umgebung, entschieden zu verheimlichen pflegte?“ Auf S.  89 geht es um den Stierkampf. „... der für viele Spanier nichts ist als eine Zwiesprache mit dem Tod...... Was wollen wir sie deshalb verachten, wir zivilisierten Tierfreunde, die wir uns nicht scheuen, Pferde und Hunde zu unserem Vergnügen zu Tode zu hetzen..... Dabei behandeln wir unsere Tiere nicht anders. ... Wir genießen vakuumverpacktes Fleisch, bei dem der Tod des Tieres gewissermaßen weggepackt wurde.“ Der Autor dieses Romans legt an vielen Stellen seine Finger in Wunden, dass der aufmerksame  Leser den Schmerz bis in die tiefsten Winkel seiner Seele verspürt. Es werden Dinge und Wahrheiten angesprochen, von denen man im Grunde nichts hören will. Es ist eben ein etwas altmodisches Buch.  Erst im Gespräch mit Francois findet Roger wieder sich selbst, sieht einen Weg, der zu ihm passt und den er gehen kann. Wie ich schon zu Beginn schrieb, dies ist kein Buch für die großen Massen, sondern ein Roman, der sich seine Leser selbst aussucht. Jedoch, der interessierte Leser, der sich finden lässt, wird mit vielen Denkanstößen belohnt werden.    

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    • 3
  • in der Schweiz der 50er Jahre

    Noch ist es Zeit
    irismaria

    irismaria

    17. April 2017 um 18:29

    Rolf Wallers Roman "Noch ist es Zeit" handelt von einer Jugend in der Schweiz der 50er Jahre. Roger kommt vom Land in die Stadt und erlebt in Zürich eine neue ungewohnte Welt. Seine kleinkarierte Erziehung macht ihm das nicht leicht und die Liebe zu einem Mädchen scheitert letztlich daran, dass sich beide nicht als wert für diese Liebe erleben.Mich konnte das Buch leider nicht begeistern. Die Sprache hat mich gar nicht angesprochen, ich konnte mich nicht in die Zeit eindenken und die Handlung war nicht spannend. Vermutlich bin ich von dieser Zeit zu weit entfernt.

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    • 2
  • Mutig sein - dem Buch eine Chance geben

    Noch ist es Zeit
    eskimo81

    eskimo81

    17. April 2017 um 12:48

    Roger «flieht» von seinem Dorf in die Stadt. Da muss alles besser sein. Frauen, Freuden und Freiheiten, aber irgendwie. Es passt nicht zu seinem Charakter. Lässt er sich verderben?Um das Buch schmackhaft zu machen, erlaube ich mir, den Link zur Leseprobe hier zu veröffentlichenhttps://www.fontis-verlag.com/buch/rolf-waller-noch-ist-es-zeit/Ich persönlich hatte meine Schwierigkeiten. Der Schreibstil ist sehr schwermütig und irgendwie «altmodisch» aber doch wieder modern. Ganz schwer zu beschreiben. Ich bin überzeugt, Leser, die genau das spezielle, das andere suchen, werden hier fündig werden. Junge Leser wie ich, sind etwas überfordert, möglicherweise. Zumindest kam ich mir oftmals vor, als ob ich noch nie ein Buch in der Hand gehabt hatte. Zurückblättern, neu lesen, nachschlagen. So oft habe ich mich in dem Buch nicht wohlgefühlt weil ich den roten Faden nicht fand. Aber ich gebe zu, ich bin sonst eher Lektüren gewohnt, die leicht und flüssig zum lesen sind. Nicht viel nachdenken, einfach nur lesen und aufsaugen. Aber mal etwas hochstehendes wäre ja nicht falsch. Im Gegenteil. Vielleicht las ich es auch zur falschen Zeit. Zu einem Zeitpunkt wo meine Gedanken sowieso schon kreisten. Ich werde es versuchen und das Buch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals lesen, wer weiss, wie ich es dann auffassen werde? Leser die von Oz’s Werk Judas begeistert waren, werden auch dieses lieben. Oftmals hatte ich nämlich das Gefühl, den Zwilling davon zu lesen. Fazit: Wenn man den Stil gewohnt ist, wird es vermutlich eine Bereicherung sein. Umso mehr liegt es mir am Herzen, die Rezi nicht nur negativ dastehen zu lassen sondern Neugierige zu ermutigen. Gebt dem Buch eine Chance, vielleicht ist es für Dich genau das richtige. Genau das, was du gesucht hast. Die Herausforderung.

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    • 3
  • Gerade noch rechtzeitig

    Noch ist es Zeit
    Martinchen

    Martinchen

    14. April 2017 um 14:04

    "Zürich, Mitte der 50er Jahre. Im "Niederdorf", der legendären Amüsiermeile mit der "Pigalle-Bar" und dem Rolls-Royce des "Reeperbahn-Zuhälters", tummeln sie sich, die vom Leben Gezeichneten, von den Lichtern und Verlockungen Angezogenen. Auch Roger, der klassische "Verlorene Sohn", geflüchtet aus der dörflichen Enge seiner Jugendjahre, dringt tief hinein in den sagenumwitterten Glanz, den all die Bars, Restaurants, Dancings und Cabarets anzubieten haben, Frauen, Freuden und Freiheiten inklusive. Doch Prägung und Realität prallen aufeinander. Und was sich zuerst so voller Licht und Leben präsentiert hat, hält offensichtlich nicht, was es verspricht. Die Freunde nicht. Die Frauen nicht. Und er selbst auch nicht." - soweit der Klappentext. Rolf Waller, in Luzern geboren und in Hergiswil am See aufgewachsen, kennt die Zeit, über die er schreibt, aus eigener Erfahrung. Er war Personalchef der Stadt Basel, referierte an Hochschulen im In- und Ausland über Führungs- und Personalfragen und hat nach einem Fachbuch Kurzgeschichten und zwei Romane veröffentlicht. Rolf Waller schreibt einen etwas "sperrigen" Stil. Seine Dialoge klingen oft sehr gestelzt, es ist eher eine Schriftsprache, die dort eingesetzt wird. Der Schreibstil passt zu der Zeit, über die er schreibt. Es hat jedoch eine Weile gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Der Roman setzt kurz nach der Ankunft des Protagonisten Roger in Zürich ein. Erst spät erfährt der Leser, was Roger beruflich macht, denn dass er einer geregelten Arbeit nachgeht, ist bereits zu Beginn klar. Hingegen wird ausführlich und teilweise etwas langatmig geschildert, wie er seine Freizeit verbringt, seine erste Liebe (ist es wirklich eine?), seine Suche nach Freunden (sind es die richtigen?) und sein Leben in der Pension, in der er ein Zimmer hat. Rolf Waller lässt den katholisch erzogenen Roger viele, sehr unterschiedliche Menschen treffen, mit denen er teilweise tiefgründige, auch philosophische Gespräche führt. Der Leser hat das Gefühl, es passiert nicht viel. Zum Ende hin ändert sich das: vieles, was vorher zwischen den Zeilen zu lesen war, wird plötzlich klarer. Und es passiert etwas, dass Rogers Leben verändert, was dann auch endlich den Buchtitel erklärt. Fazit: ein tiefgründiges Buch über das Leben, das sich nicht leicht erschließt und auf das man sich einlassen muss.

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    • 3
  • Leserunde zu "Noch ist es Zeit" von Rolf Waller

    Noch ist es Zeit
    Arwen10

    Arwen10

    Ein etwas anderer Roman ist gerade im fontis Verlag erschienen. Ich danke dem Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Rolf Waller Noch ist es Zeit Zum Inhalt: Zürich. 50er Jahre. Im „Niederdorf“, der legendären Amüsiermeile, tummeln sie sich: die vom Leben Gezeichneten, von den Lichtern und Verlockungen Angezogenen. Auch Roger. Der verlorene Sohn ist aus der dörflichen Enge seiner Jugendjahre geflüchtet. Er dringt tief hinein in den sagenumwitterten Glanz, den all die Bars und Clubs anzubieten haben. Frauen, Freuden und Freiheiten inklusive. Prägung und Realität krachen ineinander. Aufgewachsen im strengkatholischen Milieu, fehlt ihm jegliches Handwerkszeug, um im Leben der Stadt zu bestehen. Zweifel und Verzweiflung wachsen. Alles wird infrage gestellt. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Infos zum Autor: Rolf Waller wurde mit 29 Jahren Personalchef im Warenhaus „Globus Basel“ mit 900 Angestellten, sieben Jahre später erster Zentraler Personalchef von Basel-Stadt, um beim größten Betrieb der Region (mit 20.000 Mitarbeitenden) ein modernes Personalwesen aufzubauen. Er schrieb ein Fachbuch über Personalmanagement, außerdem Kurzgeschichten und zwei Romane. Der Link zur Leseprobe: https://www.fontis-verlag.com/buch/rolf-waller-noch-ist-es-zeit/ Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 15. März 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 59
  • Die Wahrheit

    Noch ist es Zeit
    marpije

    marpije

    07. April 2017 um 15:27

    Zürich, Mitte der 50 Jahre, hier ist Roger angekommen aus seiner Dorf, er will im Niederdorf ein neues Leben anfangen. Zusammen mit seine Freunden er wandert fast jede Nacht von Bar zum Bar, dort die treffen das ganze Glanz und die Freiheiten von die modernen Welt und dort die trinken zu viel. Am Anfang Roger findet diese Still von leben aufreizend , sein Glückgefühl geht noch weiter nach oben wenn er sich in Simone verliebt, doch nach kurze zeit die Liebe ist verblässt und die glamuröse Welt ist immer mehr grau. Roger merkt dass das neue ist nicht besser als die alte, dass die Realität in die großen Stadt ganz anders ist - am besten seine Enttäuschung beschreibt diese Zitat - " Die Menschen hasten an mir vorbei . Sie kennen ihre eigenen Probleme und beschäftigen sich mit diesen, ohne sich um den Nächsten, seine Freunde und Leiden zu kümmern ".Rolf Waller hat ein Buch geschrieben wo die Träume nichts gemeinsames mit Realität haben, wo der junge Mensch ist mit harten Leben konfrontiert und wo alle seine Hoffnungen auf das bessere Zukunft langsam lösen sich im Luft.Das Buch hat eine seltsame Atmosphäre , die Emotionen sind gedämpft und die Gefühle durch die außergewöhnlichen Schreibstil unterdrückt. Hier ist viel Nostalgie und Philosophie , Roger ist ein Mann welche macht sich sehr viel Gedanken über Leben , er ist ein Mann welche lieber denkt als etwas macht.Mit die Nebenfiguren war ich leider bis zum Ende nicht warm geworden , die wecken bei mir keine Sympathie , fast gar keine Gefühle , die alle sind blass und hochnäsig.Der Schreibstil ist schwer zu lesen, sehr dicht , der Autor bringt in diese Geschichte zu viel Philosophie rein und dadurch ist die Lektüre langatmig.

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  • In einen Roman gepackte Lebenserfahrung

    Noch ist es Zeit
    gst

    gst

    06. April 2017 um 10:50

    Rolf Waller war Personalchef der Stadt Basel, bevor er als Pensionär zum Romanautor wurde. Mit gut 70 Jahren verfügt er über eine Menge Lebenserfahrung und hat viele Menschen kennengelernt. Das zeigt sich in diesem Roman, der mir vorkommt, als hätte er sein gesammeltes Wissen darin verarbeitet.Selbst in engen dörflichen Verhältnissen aufgewachsen, lässt er seinen jungen Protagonisten Roger in den 50er Jahren dem Land entfliehen und in Zürich nach dem Glück suchen. Dort dringt er tief in den anrüchigen Glanz ein, den alle die Bars und Clubs anzubieten haben. Es dauert lange, ehe Roger endlich seinen eigenen Weg einschlägt …Und genau diese ausführliche Schilderung seiner Sturm- und Drangzeit, seiner Alkoholexzesse und Infragestellung aller Erfahrungen, machte mir das Lesen schwer. Dazu kamen umständliche wörtliche Redewendungen, die niemals so gesprochen werden. Nach der Hälfte des Buches hätte ich am liebsten abgebrochen, wenn ich nicht das Versprechen gegeben hätte, eine Rezension zu schreiben. Doch dann geschah das Unerwartete: Das Buch begann mich zu fesseln, mitzureißen. Entweder hatte ich mich an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt oder die Handlung nahm tatsächlich Fahrt auf. Ich kann das im Nachhinein nicht mehr mit Sicherheit feststellen. „Es war kurz vor zwei Uhr, als sie mit geröteten Gesichtern ins Freie traten. Die Straßen waren leer. Plaudernd gingen sie bis zum Karpfenplatz, wo Georg seinen eleganten Wagen geschickt aus der langen Reihe löste. Dann stiegen sie ein, und er fuhr sie hinaus aus der Stadt in ein neu erbautes Stadtviertel. Kahl standen die dunklen Blöcke zwischen dunklen Grünflächen und griffen mit kantigen Formen in den Sternenhimmel. Der Mond schwamm im Silber der glatten Wände. Hier und dort glänzte ein beleuchtetes Fenster, klein und unpersönlich.“ (Seite 159)Interessant fand ich, wie viele unterschiedliche Menschen Roger begegneten und mit welch Offenheit sie ihm aus ihrem Leben erzählten, während Roger selbst wankelmütig und sprunghaft blieb. Es dauerte lange, ehe er begriff, dass das Leben nicht schwarz oder weiß, sondern bunt ist.„Es gibt keinen Halt und keinen absoluten Neubeginn. Das Geschehene lässt sich nicht ungeschehen machen. Was falsch war, muss vielmehr zur Startfeder für etwas Besseres werden. Ein Weg kann nie nur steil nach oben führen. Das Auf und Ab gehört zu unserem Leben. Jedes Tief kann uns, wenn wir bereit sind, es zu nutzen, in seiner Folge etwas höher bringen.“ (Seite 238)Von der Aussagekraft des zweiten Teils hätte der Roman durchaus fünf Sterne verdient. Die langatmige Einführung dagegen empfand ich als so lesehemmend, dass ich im Endeffekt gerade mal drei Sterne vergeben kann. 

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