Roméo Dallaire Handschlag mit dem Teufel

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Inhaltsangabe zu „Handschlag mit dem Teufel“ von Roméo Dallaire

„Eines der traurigsten Bücher, das ich je gelesen habe. Dieses Buch ist das offene, schmerzvoll ehrliche Eingeständnis der Niederlage eines Mannes und des totalen Versagens einer Organisation (der UNO). Die akribische Beschreibung des vielleicht schlimmsten Verrats der Menschheitsgeschichte“ (The Guardian). Gegen den Befehl der UN-Zentrale in New York zum Nichtstun, Abwarten und Zuschauen und gegen die UN-Anweisung vom 22. April, sämtliche Blauhelme abzuziehen, hielten UNO-General Dallaire und seine kleine Truppe von 250 Ghanaern aus. Ihre Selbstlosigkeit und Tapferkeit konnten die furchtbaren Ereignisse jedoch nicht aufhalten: Aus Europa kommen Waffen für die Täter. Der schnellste Völkermord unserer Zeitgeschichte beginnt. „Nach meiner Rückkehr fragte mich ein kanadischer Armeegeistlicher, wie ich nach allem, was ich gesehen und gehört hatte, weiterhin an Gott glauben könne. Ich weiß, dass es einen Gott gibt, antwortete ich ihm, weil ich in Ruanda dem Teufel die Hand geschüttelt habe“ (Dallaire). „Wer einen Einblick gewinnen will, welche Mechanismen hinter den Kulissen der Vereinten Nationen ablaufen, muss dieses Buch lesen - und wundert sich beim Blick auf Krisenregionen wie Darfur im Sudan über nichts mehr“ (General-Anzeiger). Nur bei uns

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  • Rezension zu "Handschlag mit dem Teufel" von Roméo Dallaire

    Handschlag mit dem Teufel
    Mueofink

    Mueofink

    26. October 2010 um 18:51

    Ein unverstellbares Verbrechen, menschenverachtende Taten und Niemand schreitet ein. Wie kann ein Genozid ausgeführt werden unter den Augen der ganzen Welt? Die Ausrede: „ Wir haben davon nichts gewusst.“ Darf nicht gelten, denn wir, d.h. die Welt, wusste es. Romeo Dallaire beschreibt eindringlich die Ereignisse aus erster Hand. Der Kanadier aus Quebec war als Truppenoberhaupt der UNO Schutztruppen in Ruanda. Auf den gut 600 Seiten seines Buches wird der Leser Zeuge von Hilflosigkeit, Versuchen die Situation zu ändern, wenn man schon die Menschen nicht retten kann. Von Anfang an, stand die Aktion unter keinem guten Stern, denn die meisten Truppen die unter dem Kommandos Dallairs stand, waren weder gut ausgebildet noch ausgerüstet. Darüber hinaus waren die meisten Soldaten auch Englischsprachig in einem französischsprachigen Land. Dallair lässt nichts auf die Soldaten kommen, denn sie hätten trotz der ganzen Widrigkeiten versucht zu helfen. Die Schuld tragen, der Meinung des Autors nach, die Politiker der Welt. Er beschreibt detailliert wie und wann er Berichte an die UNO sandte, die auch zunehmend verzweifelter klingen, und eine Situation zeichnen, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Dennoch werden Ihm die Türen verschlossen. Letztendlich bleibt Ihm nichts anderes übrig als mit den ruandischen Machthabern zu verhandeln, und dabei kommt es auch zu dem Handschlag mit dem Teufel. Der Teufel, der anderen Menschen die Hand abschlagen lässt. Er muss mit ansehen wie Schulen, Kirchen, Klöster und einfache Häuser gesäubert werden, und darf nicht einschreiten. Erst als westliche Soldaten ermordet werden regt sich in der Welt Widerstand. Und Paul Kagame befreit letztendlich Ruanda von den Verbrechern. Und der Westen bleibt fast Indifferent und alle wollen auch geholfen haben. Es ist verständlich, dass der Mensch Romeo Dallair, an dieser Situation zerbrochen ist. Er verlor seine Familie weil er die Erinnerungen nur im Alkoholrausch ertragen konnte. Er fühlt sich persönlich verantwortlich für die 800.000 Opfer des Genozids, denn er war die höchste internationale Instanz in Ruanda und konnte kaum etwas verhindern. Hoch anzurechnen ist Ihm, dass er trotz des Angebotes nicht hat versetzen lassen, und auch nach einem Urlaub in der Heimat fuhr er zurück in diese blutende Hölle. Die Deutschen haben nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts die Attitüde „Nie Wieder“, damit wurde auch der völkerrechtswiedrige Einsatz der Nato und Deutschlands Teilnahme daran gerechtfertigt. Aber bei dem ruandischen Völkermords an den Tutsis waren wir nur stumme Zuschauer, die nichts, rein gar nichts getan haben um an der verzweifelten Situation in Ruanda etwas zu ändern. Warum es sich lohnt dieses zu ändern zeigt sich auf den Gesichtern derer die Überlebt haben und auf den vielen tausend Gesichtern der Waisenkinder die Ruanda heute aufbauen müssen. Friedenseinsätze der UNO sind wichtig, auch wenn sie nicht schießen dürfen, oder können oder sollen. Aber wenn ein Hilferuf eines Generals der Friedenstruppe kommt, dann sind die Staaten dieser Welt aufgefordert diese Hilfe zu leisten. In Ruanda starben in nur wenigen MONATEN 800.000 Menschen, und nicht in Gaskammern oder durch Kugeln, sondern die meisten dieser Menschen starben durch den Einsatz von Macheten. Aber es waren nur Afrikaner, in einem unbekannten und unbedeutenden Land, weder reich an Öl noch vor der Haustür eines westlichen Landes. Romeo Dallair hat gezeigt, dass Soldaten auch Wächter des Friedens sind, durch seinen persönlichen Einsatz und durch dieses Buch. Wenn heute einer sagt „Nie Wieder“ dann sollte er dieses Buch lesen, denn es ist wieder geschehen und niemand hat es bemerkt. „Stell dir vor es ist Krieg und niemand sieht zu“ dann sterben die Menschen wie Fliegen, denn bei der ruandische Völkermord war erst in den letzten Tagen eine Nachricht wert. Es bleibt zu hoffen, dass sich mehr Menschen wie Romeo Dallair finden werden die den Frieden schützen wollen. Und es ist mehr als gerechtfertigt, dass dieser Mann die olympische Flagge in Vancouver tragen durfte, denn Kanada kann stolz auf Romeo Dallair sein.

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  • Rezension zu "Handschlag mit dem Teufel" von Roméo Dallaire

    Handschlag mit dem Teufel
    bücherelfe

    bücherelfe

    23. February 2009 um 21:42

    Schon vor Jahren habe ich “Handschlag mit dem Teufel” gelesen. Ein erschütterndes Buch, ein wichtiges Buch. Noch immer habe ich keine Rezension über diese furchtbar traurige Biografie verfasst. Denn sie wäre nur eines: Ungenügend. Darum versuche ich es nun nicht mehr, sondern empfehle es ganz wortlos. Wem das nicht genügt: Worte gibt es auf der Verlagsseite von "zu Klampen". Mehr zu Romeo Dallaire gibt es auf seiner eigenen Website . Inzwischen wurde “Handschlag mit dem Teufel” verfilmt.

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