Roman Deininger

 4,7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Markus Söder - Der Schattenkanzler, Die CSU und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Roman Deininger

Dr. Roman Deininger, Jahrgang 1978, ist politischer Reporter bei der ›Süddeutschen Zeitung‹. Er hat eine vielbeachtete Geschichte der CSU vorgelegt und zusammen mit Uwe Ritzer eine Biographie Markus Söders.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Roman Deininger

Cover des Buches Markus Söder - Der Schattenkanzler (ISBN: 9783426278567)

Markus Söder - Der Schattenkanzler

 (3)
Erschienen am 01.10.2020
Cover des Buches Die CSU (ISBN: 9783406749827)

Die CSU

 (2)
Erschienen am 17.02.2020
Cover des Buches Markus Söder - Politik und Provokation (ISBN: 9783426277263)

Markus Söder - Politik und Provokation

 (1)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Die Spiele des Jahrhunderts (ISBN: 9783423283038)

Die Spiele des Jahrhunderts

 (0)
Erscheint am 20.10.2021

Neue Rezensionen zu Roman Deininger

Cover des Buches Markus Söder - Der Schattenkanzler (ISBN: 9783426278567)K

Rezension zu "Markus Söder - Der Schattenkanzler" von Roman Deininger

Der Schattenkanzler (Buchuntertitel).
kvelvor 6 Monaten

„Markus Söder hat diese Biographie nicht autorisiert und vor ihrem Erscheinen auch nicht gelesen. Er stand uns aber für mehrere lange Gespräche zur Verfügung, bei denen er seine Sicht der Dinge darstellen und zu etwaigen Vorwürfen Stellung nehmen konnte. Für den Bildteil dieses Buches hat er zudem einige Privatfotos zur Verfügung gestellt.“ (S. 14).


Diese Biographie über Markus Söder ist vom Oktober 2020.
D.h. es wird auch sein Verhalten in der Corona-Pandemie unter die Lupe genommen.


Meine Meinung:

Dieses Buch ist sehr angenehm zu lesen.
Ein Blick hinter die Kullissen – und hinter die Fassade.
Mit einem neutralen Blick auf Markus Söder.


Fazit: Lesenswert.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Markus Söder - Der Schattenkanzler (ISBN: 9783426278567)R_Mantheys avatar

Rezension zu "Markus Söder - Der Schattenkanzler" von Roman Deininger

"Söder will immer irgendeinem Zielpublikum gefallen"
R_Mantheyvor 6 Monaten

Kaum etwas macht die Schizophrenie in diesem Land deutlicher als ein Vergleich zwischen dem medial und selbst inszenierten Macher-Image von Markus Söder in der sogenannten Corona-Krise und der Corona-Realität im Freistaat Bayern. Bayern gehört zu den Bundesländern mit den am meisten positiv Getesteten, gerne absichtlich verwechselt mit "Neuinfizierten". Das hält aber Herrn Söder nicht davon ab, anderen Bundesländern, in denen deutlich bessere Zustände herrschen, fast schon drohend zu erklären, was sie zu tun hätten.

Man fragt sich bei diesem Gehabe, was für ein Charakter hier so selbstherrlich auftritt. Dass dies wahrlich kein Zufall ist, kann man aus dieser Söder-Biografie lernen, die nun (überarbeitet) neu erscheint. Bei Söder, so erfährt man hier, ist nichts Zufall. Wohl deswegen wird er mit diesem Buch schon als Kanzler ins Spiel gebracht, scheinbar noch bescheiden im Schatten stehend, aber in Wirklichkeit schon auf dem Sprung. Man weiß ja nie, vielleicht kommt die Chance früher als gedacht. Und Söder ist gerne gut vorbereitet.

Ähnlich wie bei der Dauerkanzlerin findet man auch bei Markus Söder zahlreiche personelle Kollateralschäden auf dem Weg nach oben. Und auch die Wendemanöver beider sind vergleichbar. Immer dahin, wo die scheinbare Mehrheitsmeinung liegt und wohin die Wegweiser zur persönlichen Macht die Richtung vorgeben. Die echten Populisten scheinen tatsächlich diejenigen zu sein, die anderen genau das vorwerfen. Zu Söder findet man in diesem Buch dafür genügend Belege. Seine Wendemanöver sind aalglatt, geschickt und werden mit dreister Selbstverständlichkeit schmerzfrei vorgetragen. Man muss sie eben nur als Lernkurve darstellen.

Söder ist der geborene Machtmensch: ein stattlicher Mann von überragender Körpergröße, bulligem und gelegentlich cholerischem Auftritt, hervorragender Auffassungsgabe, rhetorischem Talent und einem sicheren Gefühl für Bilder und deren Sprache. Selbst wenn er nicht seine gegenwärtige Macht hätte – einen solchen Menschen möchte man nicht unbedingt zum Feind haben. Dass solche Männer bei Frauen gut ankommen, ist wenigstens bei Psychologen kein Geheimnis.

Als dieses Buch zum ersten Mal erschien, war Markus Söder noch auf dem Sprung zum Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern. Neu ist also nun die Beschreibung des finalen Machtkampfes mit seinem Vorgänger Seehofer und Söders Übergriffigkeit bei der Bekämpfung von Covid19. Den staatsgläubigen deutschen Michel in Angst und Panik zu versetzen, ist offenbar einfach. Da gibt er seine Grundrechte gerne freiwillig ab. Das hat Markus Söder schnell erkannt, und auf dieser Klaviatur spielt er nun, hoffend, dass es ihm wieder einmal in die Karten spielt.

Man kann dieses Buch unter verschiedenen Gesichtspunkten lesen. Einer davon ist, den Charakter von Markus Söder verstehen zu wollen. Um Inhalte geht es in diesem Buch nämlich nicht. Vielmehr verfolgen die beiden Autoren den Aufstieg dieses Politikers und seine dabei angewandten Methoden. Politik scheint für sie so eine Art Game of Thrones zu sein. Jedenfalls schildern sie diese bayerischen Spiele in aller Ausführlichkeit und von der Höhe einer politischen Haltung, die für den deutschen Journalismus inzwischen typisch ist. Dass es nicht um Inhalte geht, liegt allerdings an Söder selbst. Denn da sind, ähnlich wie bei der Kanzlerin keine, die wirklich belastbar wären.

Was vom Menschen Söder dabei herüber kommt, ist auf den zweiten Blick nicht besonders sympathisch. Doch wenn ein Mensch erwiesenermaßen durchsetzungsfähig und ein Anführer ist, dann spielt das in den Augen der Mehrheit offenbar keine große Rolle mehr. Allerdings darf sich ein solcher Mensch keine Fehler erlauben, auch wenn er ein enormes Arbeitspensum, Fleiß, Intelligenz und Ausdauer vorweisen kann.

Söder aber überreizt sein Blatt gerne. Und das macht eine Prognose spannend. Was nun den Charakter Söders anbelangt, so finden sich in diesem Buch zahlreiche, meistens nicht sehr freundliche Aussagen von ehemaligen Mitstreitern, die seinen Weg kreuzten und dies politisch nicht überlebt haben. Sicher muss man solche Aussagen mit etwas Vorsicht genießen. Bei ihrer Vielzahl sind sie jedoch inhaltlich nahezu identisch, was ihren Wahrheitsgehalt recht wahrscheinlich macht.

So findet man allein auf der Seite, auf der man das Zitat der Überschrift findet, noch folgende Aussagen aus dem Beamtenbereich: "Entscheidungen seien … nur auf den politischen Effekt getrimmt." Oder: "Immer werde alles nur nach Pressetauglichkeit bewertet." Oder: "Die Sachkompetenz seines Hauses ignoriert er völlig."

Peter Dilling, ein Mitstreiter aus früheren Tagen, sagt über Söder: "Ich halte ihn für einen skrupellosen Machtmenschen, Intriganten und Opportunisten." Nun, ein Schattenkanzler eben.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Die CSU (ISBN: 9783406749827)Wedmas avatar

Rezension zu "Die CSU" von Roman Deininger

Tiefe Einblicke, spannende Erkenntnisse, höchstunterhaltsam erzählt.
Wedmavor 6 Monaten

„Die CSU. Bildnis einer speziellen Partei“ von Roman Deininger habe ich sehr gern gelesen, ein fundiertes, beeindruckendes Werk, das mit facettenreichen Charakterisierungen, kritischen Auseinandersetzungen, tiefen Einsichten, spannenden Erkenntnissen uvm. aufwartet.

Dicht geschrieben, was aber dem Faktor Unterhaltung keinen Abbruch tut. Eine gute Prise Ironie schwingt mit. Oft musste ich schmunzeln, gar auflachen, mal wegen einer sehr treffenden, witzigen Formulierung, mal aufgrund eines Seitenhiebs, oder auch bei anderen Dingen, die so desillusioniert und im Klartext rüberkommen, dass man sie am besten mit guter Portion Humor serviert. Die Beschreibung des Duos Söder/Seehofer zählt z.B. dazu. Aber auch die Charakterisierungen von jedem einzeln, insb. Söders, seiner Darstellungskünste, sind schon köstlich. Da wusste ich oft nicht, ob man da lachen oder weinen soll. Ein Schmunzler war aber immer dabei.

All diese Einblicke, die Querverbindungen, die aus der Geschichte zur Gegenwart gezogen wurden, die Vergleiche, z.B. der Führungsstile, Schwerpunkte usw., die hier angestellt wurden, die Machtallüren und Egotrips der Parteivorderen, sehr gute Fragen zur Zukunft der Partei uvm. lassen den Autor als einen kritischen Insider erkennen, der die Partei durch und durch kennt und seine Sicht meisterhaft darzulegen weiß.

Schauen Sie ins Inhaltsverzeichnis. Man sieht, dass kaum ein wichtiges Thema ausgelassen wurde. In jedem Kapitel findet man reichhaltige, spannende wie aufschlussreiche Inhalte. Besonders interessant, da nicht oft woanders beleuchtet, fand ich Ausführungen zu Frauen in der CSU. Einleuchtende Beispiele dafür, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

 Ich habe diese Ausführungen als spannend, bereichernd und horizonterweiternd empfunden.

Fazit: Wenn man die CSU besser kennenlernen will, ist man hier an einer sehr guten Adresse. Tiefe Einblicke, spannende Erkenntnisse uvm., höchstunterhaltsam erzählt.  

Kommentare: 2
14
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 6 Bibliotheken

von 1 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Roman Deininger?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks