Roman Ehrlich

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Das kalte Jahr, Urwaldgäste und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Roman Ehrlich

Das kalte Jahr

Das kalte Jahr

 (8)
Erschienen am 03.12.2014
Urwaldgäste

Urwaldgäste

 (6)
Erschienen am 10.09.2014
Das Theater des Krieges

Das Theater des Krieges

 (0)
Erschienen am 01.03.2017
The Theater of War

The Theater of War

 (0)
Erschienen am 01.03.2017

Neue Rezensionen zu Roman Ehrlich

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Rezension zu "Das kalte Jahr" von Roman Ehrlich

Deutsche Winter-Dystopie
anneschuesslervor einem Jahr

Ein junger Mann läuft in einem immerwährenden Winter zu Fuß nach Hause zu seinen Eltern. Doch seine Eltern sind fort, statt dessen öffnet ihm ein Junge, der sich dort eingerichtet hat und lässt den Mann etwas widerwillig, aber doch ohne Protest in dessen Elternhaus wohnen.

Das kalte Jahr von Roman Ehrlich ist deutsche Apokalypsen-Literatur und genauso muss man sie vermutlich auch lesen. Nichts wird erklärt, statt dessen findet Alltag statt in einer Welt, die irgendwie stirbt, aber irgendwie auch nicht. Die Personen agieren bisweilen etwas lethargisch, es wird mir insgesamt zu viel hingenommen. Abgesehen davon ist es aber eine stimmungsvolle Geschichte mit sympathischem Personal und schönen Einfällen. Und wenn man wie ich von etwas plotlastigerer SciFi-Apokalypsen-Literatur kommt, dann muss man sich vermutlich auch neu auf Bücher wie Das kalte Jahr einlassen.

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katzenminzes avatar

Rezension zu "Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens" von Roman Ehrlich

Etwas Besonderes im Belletristikeinerlei
katzenminzevor einem Jahr

Ein alter Studienfreund von Moritz meldet sich nach längerer Funkstille bei ihm, um ihn als Statisten zu seinem Horrorfilmprojekt einzuladen. Moritz, der frisch getrennt ist und in einem uninteressanten Job feststeckt ist sofort begeistert. Zum einen davon in einem Film mitzuspielen, zum anderen von der Vorstellung, sich selbst auf der Leinwand beim sterben zuzusehen. Doch was schwebt Christoph genau vor?

Total gefesselt haben mich in der ersten Hälfte des Buches die Berichte der Teilnehmer des Filmprojekts. Sie sollen über ihre größte Angst sprechen. Hier kommen die verschiedensten Geschichten zutage. Es war super, wie abwechslungsreich und detailverliebt die Leute ihre Ängste beschreiben. Dabei sind es eher unterschwellig verstörende Begebenheiten aus deren Leben, als klassische Horrorgeschichten oder die verbreitete Angst vor Spinnen. Von diesen Berichten hätte ich noch dutzende lesen können. In der zweiten Hälfte kommen diese sogenannten Angstsitzungen mit zwei, drei weiteren tollen Geschichten nochmal kurz auf, leider konzentriert sich Ehrlich hier mehr auf die skurrile Umsetzung des Filmprojektes.

Das Ehrlich toll schreiben kann, merkt man vor allem an eben diesen Geschichten der Projektteilnehmer. Ich war jedes mal komplett eingenommen davon. Zur „Vorbereitung“ auf den eigenen Film schauen sich die Teilnehmer auch einige Horrorfilme an. Ehrlich mixt hier reale Filmklassiker wie „Stand der Dinge“ und selbst erdachte Filme, die nochmal sein erzählerisches Talent zeigen. „My rotten roommates and my rottel self“ sollte beispielsweise dringend einmal umgesetzt werden! Aus den Ideen mit denen Ehrlich hier quasi um sich wirft hätten andere Autoren gleich fünf Romane machen können.

Hauptcharakter und Erzähler Moritz ist eine interessante Figur. Einerseits ist er sehr reflektiert, andererseits ist er vom Filmprojekt über Gebühr eingenommen. Er vernachlässigt Sozialleben und Job, bleibt aber in der Filmprojektgruppe nur ein Außenseiter, der keinen richtigen Anschluss findet oder finden will. Behandelt Möchtegernregisseur und Unsympath Christoph jemanden schlecht, geht das Moritz sehr wohl gegen den Strich. Aber als klassischer Mitläufer traut er sich nicht, öffentlich Kritik an Christopher zu üben.

Insgesamt wirkt der Roman sehr Bedeutungsschwanger. Gerade in der zweiten Hälfte passiert einiges, was Moritz und damit dem Leser unklar bleibt. Viele Szenen wirken bedeutungsschwanger, aber was sie bedeuten muss man selbst herausfinden. Teilweise ist das stimmungsvoll, teilweise ist das frustrierend. Auf jeden Fall bleibt viel Freiraum für eigene Interpretationen.

Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens ist definitiv kein Krimi oder Thriller. Also bitte nicht mit den falschen Vorstellungen lesen! Es ist ein moderner, klasse geschriebener Roman, der hier und da für leichte Gänsehaut sorgt. Seine Langsamkeit, seine zwielichtige Stimmung und teilweise rätselhaften Szenen machen den Roman zu etwas Besonderem im Belletristikeinerlei. Wer gerne etwas abseits vom Mainstream liest und geduldig ist mit seiner Lektüre, sollte es hiermit unbedingt mal versuchen!

Kommentare: 1
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Meteorits avatar

Rezension zu "Das kalte Jahr" von Roman Ehrlich

Totaler Mist ...
Meteoritvor 4 Jahren

Rezension "Das kalte Jahr" von Roman Ehrlich


Inhalt/Klappentext:


Das Land ist eingeschneit. Ein junger Mann wandert an einer Autobahn entlang. Einsame Felder, Jauchegruben, Rasthöfe und fensterlose Möbelhäuser sind die Stationen seines Weges. Das Ziel ist ein Dorf am Meer, am Rande eines ehemaligen Militärgebietes, wo sein Elternhaus steht. Müde und erschöpft muss er bei seiner Ankunft jedoch feststellen, dass die Eltern verschwunden sind. Ein geheimnisvoller Junge öffnet ihm die Tür. Schweigsam und störrisch zieht sich dieser in der darauffolgenden Zeit meist in das Kinderzimmer zurück, wo er an einem mysteriösen Projekt arbeitet. Nach und nach finden die beiden Zugang zueinander. Was sie verbindet, sind Geschichten. Historische Geschichten von Auswanderern und Naturkatastrophen. Aber auch nacherzählte Geschichten aus dem Fernsehen, die den Jungen begeistern. – Am Ende steht mitten in der Eislandschaft ein Haus in Flammen, und in den Augen der Dorfbewohner spiegelt sich weit mehr als die Farbe des Feuers. Roman Ehrlich hat einen Roman geschrieben über die Einsamkeit der Menschen. Mit enigmatischer Brutalität verwebt er Historie und Gegenwart zu einem poetischen Meisterwerk. Ein Debüt, das niemanden kaltlässt.

Meine Meinung:


Juhu, ich bin endlich fertig. Ich frage mich, wieso ich das Buch nicht sofort abgebrochen habe.. Es ist ein Buch bei dem man sich fragt, Wo ist der sinn?
Es geht um einen Mann der sich aufmacht zu seinem Elternhaus. Dort trift er auf einen Jungen der da wohnt und sie freunden sich mehr oder weniger an, ohne große Emotionen... In diesem Falle möchte ich meine Rezension mal anders gestalten.

Hat mich der Text überzeugt? Nein, in keinster Weise
Sind die Protagonisten sympathisch? Nein, eher kühl
Kommt Spannung auf? Nein
Ist es in irgendeiner Weise interessant? Nein
Wie ist die Atmosphäre? In Ordnung
Wie beschreibt der Autor die Dinge? Total lang, sodass man auch jede Straße kennt, und wo sie hinführt oder wo ein Krümel liegt
Im Klappentext wird gesagt "Ein Debüt, das niemanden kaltlässt." Lässt es mich kalt? Ja total.

Und wie ist das Cover und das Layout insgesamt? Es ist wunderschön. Ich habe noch nie so ein tolles Cover gesehen, welches so stark in mein Auge sticht! Für dieses Cover könnte ich echt 5 Sterne geben.

Ich mag das eigentlich nicht tun und ich bin echt nicht der Mensch der Bücher so niedermacht, allein schon zum Respekt des Autors, jedoch kann ich hier nicht anders. Ich küre das Cover zu den schönsten Cover, die es gibt. Es ist einfach großartig! Und das Buch an sich zu den schlechtesten, wenn nicht sogar DAS schlechteste Buch, was ich je gelesen habe ...

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich mir vorstellen kann, dass es Menschen gibt, die so etwas gerne lesen. Ich bin nun ehrlich nicht der, der viele Romane ließt, meist eher was spannendes, aber das fand ich nun schon echt ziemlich schlecht. Es gibt ja noch nichteinmal Emotionen in dem Buch. Zumindest habe ich keine aufgenommen.. Es heißt das "kalte Jahr" und für mich waren das die kältesten Buch-Minuten, die ich je hatte.
 Anhand der anderen Rezensionen kann man schon sehen, dass es manchen Menschen doch gefällt. Jemand der überlegt, ob er dieses Buch kaufen soll, sollte also zumindest nochmal bei den anderen gucken.
Für sonstige Krimi/Thriller/Fantasy/History/Humor Leser ist es nicht empfehlenswert..

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