Roman Grafe Die Schuld der Mitläufer

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Inhaltsangabe zu „Die Schuld der Mitläufer“ von Roman Grafe

Das Schweigen der Mehrheit
Man musste kein Held sein, um in der DDR zumindest passiven Widerstand zu leisten. Ohne die Mitläufer hätte die Diktatur nicht vierzig Jahre lang so funktioniert. Das Regime konnte sich auf das Schweigen der Mehrheit verlassen. Dieses Buch vereint zwei Dutzend Geschichten von Staats-Hörigkeit und Aufbegehren inmitten einer angepassten Umwelt.
Die Mehrheit der DDR-Bürger passte sich stärker an, als sie tatsächlich musste. Sie wollten »einfach ganz normal leben« in der SED-Diktatur. Sie ließen alltägliche Möglichkeiten des gefahrlosen Widersprechens und Widerstehens ungenutzt. So hat man es sich und den Herrschenden bequem gemacht. Der Satz »Es war nicht alles schlecht in der DDR« bedeutet auch: Wir haben es uns gut gehen lassen, als es anderen schlecht ging – den Unangepassten, den politischen Häftlingen, den gescheiterten Flüchtlingen und ihren Angehörigen.
In diesem Buch wird von Anpassung und Verweigerung in der DDR erzählt – kurze Geschichten, charakteristische Alltagsepisoden aus den vierzig Jahren der Diktatur. Auch das mitunter eigene Versagen der Autoren wird benannt. Die Anthologie vereint zwölf bekannte Autoren wie Wolf Biermann und Erich Loest mit einem Dutzend nahezu Unbekannter: »kleine Leute«, die in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, mitgemacht oder widerstanden haben.
Zahlreiche Bilder kritischer DDR-Fotografen wie Manfred Butzmann, Harald Hauswald und Klaus Lehnartz illustrieren die Texte.

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  • Rezension zu "Die Schuld der Mitläufer" von Roman Grafe

    Die Schuld der Mitläufer

    aichlinn

    16. September 2010 um 21:22

    Als ich das Buch „Die Schuld der Mitläufer: Anpassen oder Widerstehen in der DDR“ in den Händen hielt, war mein erster Gedanke: Noch ein Buch zu einem Thema, das doch abgehakt ist. Die Autoren der Textsammlung sind altbekannt. Erich Loest und Stephan Krawczyk kommen zu Wort, Wolf Biermann, Freya Klier und Lutz Rathenow dürfen nicht fehlen. Doch schon nach den ersten Texten wurde mir klar, dieses Buch ist anders, denn hier kommen mitgelaufene Stehenbleiber, Vorkämpfer, Dulder, Zweifler und Bereuer zu Wort und reflektieren kritisch das eigene im allgemeinen Leben. Stephan Krawczyk schreibt in seinem Beitrag: „Ich setzte mich hin, dachte nach, wie man die Umstände überlisten könnte, und kam doch immer wieder bei mir selber an.“ Je nachdem, wo man steht und wie man dorthin gelangt ist, kann jeder für sich selbst entscheiden: schuldig oder nicht? Das war früher so und ist heute nicht anders. Denn damals wie heute galt und gilt „Alle jammern, wie beschissen es ist. Aber daß es so beschissen ist, weil alle schön den Mund halten, das lassen die meisten gar nicht an sich ran.“ (Freya Klier)

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