Roman Marchel Kickboxen mit Lu

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(1)
(1)
(3)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Kickboxen mit Lu“ von Roman Marchel

Dieses Buch wird Sie umhauen: vor Witz, vor Tempo, vor Klugheit und vor Rührung.

„Also, kein Sex, kein Gott, keine Träume“, sonst redet Lu über alles. Den Eltern erzählt sie, sie fahre in ein Trainingscamp, zwei Wochen Kickboxen. Stattdessen nimmt sie sich eine Auszeit, mietet sich ein in der Pension „Zur schönen Gegenwart“. Lu ist 16, Geschichte hat sie noch keine, keine richtige, aber reden kann sie, wie andere atmen. In der Pension trifft sie auf Tulpe Valentin, eine alte Schriftstellerin, acht Romane hat sie geschrieben, der letzte ist lange her. Sie glaubt, sie hätte ihr Leben hinter sich und auch das Schreiben. Die Auszeit,
die sie und ihr kranker Pensionsnachbar sich nehmen, ist ein Warten auf den richtigen Moment aufzugeben. „Ein Treffer, den man kommen sieht, tut weniger weh.“ Aber dann kommt Lu und redet, und Tulpe Valentin hört zu und schreibt auf, ihren letzten Roman,
weil sie erkennt, dass sie hier das Leben vor sich hat – ein anderes Leben, das weitergeht.

Stöbern in Romane

Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Apartheid, Aufstand in Soweto, Liebe, Mitgefühl, Achtung

sterntaucher

Die Lichter unter uns

"Mehr Schein als sein" ist die passende Redewendung zum Buch.

Buecherwurm1973

Was nie geschehen ist

Überzeugt mich nicht...

Himmelfarb

Der Zopf

bewegende drei frauenlebensgeschichten, obwohl die storys optimistisch enden, zieht mich das buch ziemlich runter

LeseSprotte

So enden wir

Sprachlich der Wahnsinn, inhaltlich leider etwas schwach.

Tigerkatzi

Die Ladenhüterin

Eindringlich und besonders!

Mira20

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    fireez

    28. August 2012 um 19:51

    In einem Satz: Ohne auffällige Handlung, dafür mit äußerst ungewöhnlichem Schreibstil, ist dieses Buch große Geschmackssache und wird den Einen von den Socken hauen, den Anderen aber einschläfern. . Inhalt: Tulpe Valentin, eine gealterte Schriftstellerin, trifft auf die 16jährige Lu und beschließt mit ihr als Hauptakteurin ihren letzten Roman zu scheiben. Sie lässt Lu erzählen und hält Wort für Wort fest, was sie zu erzählen hat: Über das Leben an sich, über ihre beste Freundin, ihre Lehrer, ihren Ex. Erst nach und nach erfährt man auch ein wenig über Tulpe Valentin ... . Meine Meinung: Gerade habe ich die letzten Seiten von "Kickboxen mit Lu" gelesen und muss nun schnell meine Gedanken loswerden. Zu groß ist die Gefahr, dass der Inhalt mit jeder Stunde, die ich verstreichen lasse, immer mehr verblasst. Es ist bei weitem kein Buch, dass lange in Erinnerung bleiben wird - jedenfalls nicht in meiner. Es hat leider absolut nicht meinen Nerv getroffen, was jedoch nicht bei jedem so sein muss. Doch beginnen wir von vorne ... . "Kickboxen mit Lu" ist mir vor Allem durch das tolle Cover und den innovativen Titel aufgefallen. Beide sagen im Grunde nichts aus, machen aber gerade dadurch neugierig - und passen auch genau deswegen perfekt zum Inhalt. Der wird fast durchgängig von Lu bestritten, die in eine nicht Enden wollenden Monolog aus ihrem Leben erzählt, nur selten unterbrochen von kurzen Szenenbeschreibungen. Sie unterhält sich mit Tulpe Valentin, einer stark gealterten Schriftstellerin, die ihr letztes Buch mit Lus geistigen Ergüssen füllen will. Dem Leser wird suggeriert, dass er genau dieses Buch gerade in den Händen hält: Ein Werk, in dem Tulpe die junge Lu einfach Wort für Wort wiedergibt.Später hat man aber einen Erzähler aus dem Off, der einzelne Momente der beiden Hauptcharaktere beschreibt oder gar Tulpe Valentin alleine auf ihr Zimmer begleitet. Das mag nicht so recht zu der eigentlichen Sichtweise passen. . Stark gewöhnungsbedürftig fand ich auch den Schreibstil, was aber nicht etwa einem mangelndem Talent des Autors zuzurechnen ist, sondern eher dem Gegenteil. Er lässt Lu reden, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Mit allen Gedankensprüngen und Halbsätzen, die eine normale, nicht vorausgedachte Erzählweise nunmal hat. Die Aufgabe hat er gut gemeistert und ich konnte mir Lu gut plappernd vorstellen. Allerdings hat mich auch gerade das stellenweise unsagbar gelangweilt. Wenn mir eine Bekannte stundenlang Anekdoten von ihren ehemaligen Lehrern, Freunden oder Besuchen in der Bibliothek erzählen würde, zu denen ich keinerlei persönlichen Bezug habe, würde ich irgendwann versuchen mich aus dem Staub zu machen - hier ging das nicht. Da half nur alle paar Kapitel das Buch weglegen und eine Pause einlegen. Immer wieder fragte ich mich, warum mich das interessieren soll?! . Etwas interessanter wude es dann im letzten Drittel, in dem man etwas mehr über Tulpe erfährt. Und das normal geschrieben und nicht in Lus Halbsatz-Plapperstil. Ich hoffte auf einen finalen Schlussgong, der für irgendein Aufrütteln, eine besondere Wendung oder Ähnliches sorgt. Leider blieb der aber aus und ich fragte mich nur, was das ganze nun eigentlich sollte. . Vielleicht habe ich das Buch nicht verstanden. Es mag eine tiefe philosophische Ader haben, die an mir vorbeigerauscht ist. Wenn dem so ist und sie irgendwer erkannt hat, dann wäre ich für jede Aufklärung dankbar. So bleibt mir leider nur der Griff zu einer einsamen Krone aus Respek für den Autor, dass er sich getraut hat, einen Roman in einer so ungewöhnlichen Fassung zu schreiben. Leider konnte ich dem nicht viel abgewinnen, auch wenn ich dachte, dass ich mich einfach nur reinlesen muss. Wer auf wirklich ungewöhnliche Romane steht, mag mit diesem aber wahrscheinlich sehr gut beraten sein.

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    traumwald

    06. April 2012 um 23:28

    Alles beginnt mit einer Lüge! Lu`s Eltern denken, dass ihre Tochter sich für zwei Wochen in einem Trainingscamp für Kickboxen befindet. Stattdessen hat sie sich für eine Auszeit in der Pension ´Zur schönen Gegenwart´ ein Zimmer gemietet. Auf einer Parkbank lernt die 16 jährige eine ältere Dame mit dem Namen Tulpe Valentin kennen. Tulpe ist Schriftstellerin und wartet auf das Ende ihrer Zeit. Für sie steht fest, dass nach ihrem achten Roman kein weiterer folgen wird. Ganz anders als Tulpe, fängt Lu zu reden an. Doch außer das Tulpe sich stets etwas in ihr Notizbuch schreibt, kommt kein lebendiges Gespräch zwischen den beiden zustande. Lu ist keineswegs irritiert; sie plaudert einfach weiter. Insgesamt ist Lu sehr sprunghaft mit dem was sie erzählt. Es ist, als würde sie reden ohne zu atmen! Es ist, als würde sie trotz des einseitigen Gespräches, immer mehr über Tulpe erfahren. Zum Beispiel über den verbitterten Gesichtsausdruck oder über die Tränen, wenn Lu mit ihren philosophischen Ausführungen den Nagel auf den Kopf getroffen hat. .. In dem Buch geht es um das Leben, um Heiterkeit und um Traurigkeit. Im Grunde ist das Leben ein andauernder Kampf. Es geht um das VERSTEHEN, um den SCHMERZ und um AKZEPTANZ. Jedenfalls interpretiere ich es so. Schwer zu lesen ist es nur wegen der jugendlichen Wortwahl. Zum Beispiel liest man häufig Worte wie: Das fährt ein… – wahrscheinlich eine Assoziation zum Kickboxen und ein Zeichen dafür, dass es sich trotz Lu`s Weitsichtigkeit nicht etwa um einen Erwachsenen handelt, sondern um ein erst 16 jähriges Mädchen. Um mit Lu warm zu werden, benötigt es an Ausdauer und Willenskraft. Es ist kein Buch, welches man in einem Atemzug durchliest.Trotz des Charmes, der Wahrheit über das Leben und den Wortwitz der in diesem Buch steckt, fehlte mir etwas. Etwas, was dieses Buch nicht zu dem gemacht hätte, was es ist. Immerzu dachte ich, dass die Vergangenheit der Schriftstellerin mit Sicherheit wesentlich interessanter zu lesen wäre und nicht zu monoton. Durchweg fehlte es an Dramatik! Ich wartete auf etwas Einschlagendes, nicht auf den AHA-Effekt, sondern auf etwas unvorhergesehenes. .. Fazit: Nur zu empfehlen, wer dem Kerngedanken jugendlicher Theorien auf die Schliche kommen möchte und eine Affinität zu außergewöhnlichen Büchern hat. Mir persönlich hat der Roman nicht zugesagt, weil ich mich – wie Lu im Leben – hartnäckig durchkämpfen musste. .. 2 von 5 Sternen

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    Sumpflicht

    12. December 2011 um 12:51

    „Vielleicht sind die Erwachsenen deshalb so, wegen dem Kaffee. Keine Ahnung. Was ist ein Erwachsener? Einer, der gelernt hat, so zu tun, als ob ihm Kaffee schmecken würd. Einer, der das so gut gelernt hat, dass ers selber glaubt.“ (S.14) Erster Satz: Geschichten habe ich aber keine für dich, also keine richtige. Um was geht es?: Eine Auszeit nehmen, das ist, was Lu in der Pension „zur Schönen Gegenwart“ machen möchte. Ihren Eltern erzählt sie, sie sei in einem Kickboxcamp, doch in Wahrheit möchte sie wieder Kraft tanken, ihr Alltagsleben für einen kleinen Augenblick hinter sich lassen und über die Vergangenheit und Zukunft nachdenken. Welche Pension hätte sie nicht besser treffen können wie die „zu Schönen Gegenwart“. In einem kleinen Dörfchen, mit einem gemütlichen Garten, wo es Pfaue zu bestaunen gibt. Und genau in diesem Garten lernt Lu, Tulpe Valentin kennen. Tulpe Valentin, eine gealterte Schriftstellerin hat die Pension „zur Schönen Gegenwart“ aufgesucht, um dort in Ruhe zu sterben. Doch mit Lu´s Hilfe bietet sich ein ganz neues Angebot. Ein neuer Roman über das Leben eines jungen Mädchens. Lu erzählt und nimmt uns mit in die verworrene Gedankenwelt eines jungen Menschen und Tulpe Valentin bekommt eine Geschichte, die einen berührt. Meine Meinung: Das Cover des Buches ist schlicht gehalten und das Erste, was auffällt, ist der Pfau. Pfaue spielen in dem Buch auch eine Rolle, zwar relativ unbedeutend, aber ich finde es gut, dass man mit dem Cover auch auf den Buchinhalt eingegangen ist. Die Schreibweise von Roman Marchel war sehr ungewohnt und ich konnte mich auch bis zur letzten Seite nicht so recht damit anfreunden. Die Sätze sind verworren, oft zusammenhangslos, wechseln von einem Komma zum Nächsten komplett das Thema um nach einer halben Seite wieder auf das vorher Besprochene zurückzukommen. Dies passiert oft, da Sätze aus sehr vielen Kommata und noch mehr Punkten bestehen, was das Lesen nicht gerade vereinfacht. Das Ganze, was eventuell als schöne Idee durchgehen sollte: - so zu schreiben wie Lu redet - nämlich „frei Schnauze“, hat sich für mich zu einem sehr anstrengenden Lesen entwickelt, wo man wirklich bei jedem Satz haargenau aufpassen muss, um nicht den Faden zu verlieren. Darüber hinaus lenkt der Schreibstil für mich viel zu sehr von der wirklich guten Geschichte ab, die Lu uns und Tulpe Valentine zu erzählen hat. Lu ist ein Charakter mit Macken, Höhen und Tiefen und keine glatt gebügelte Teenagerin, die wir oft in anderen Romanen begegnen. Dies war dann auch letztendlich der Grund, warum ich das Buch nicht vorzeitig weggelegt habe. Ich wollte wissen, wie Lu´s Geschichte ausgeht. Das hat mich dann auch über den Schreibstil hinwegsehen lassen, der mir trotzdem manchmal den letzten Nerv geraubt hat. Fazit: Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Leider lenkt der Schreibstil viel zu sehr vom Geschehen ab und man muss beim Lesen ungemein wachsam sein, um nicht den Faden zu verlieren. Denn es wird von einem Erlebnis ins Nächste gesprungen, teilweise auch mitten im Satz. Dazu wird man noch mit Kommas und Punkten beworfen. Wer aber ein Buch mit einer sehr charakterstarken Persönlichkeit und einer Geschichte, die einem zum Nachdenken anregt, lesen will und über den „verworrenen“ Schreibstil hinwegsehen kann, findet an dem Buch ganz bestimmt Gefallen.

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    Seidenhauch

    09. December 2011 um 13:11

    Ich habe lange über das Buch nachgedacht, doch -aus welchen Gründen auch immer- der berüchtigte 'Funke' wollte weder beim Lesen noch danach einfach nicht überspringen. Auch der Slogan "Das ist das Buch das die Enkelin der Oma kauft und umgekehrt, beide lesen es, beide weinen am Schluss und verstehen sich dann besser." trifft nicht im geringsten zu. Ich habe leider keine Stelle gefunden, bei der ich hätte weinen können und ebenso keine, die mir weiterhelfen würde meine Oma besser zu verstehen. Lu ist wirklich eine Quasselstrippe, was mich auf den ersten Seiten zum Schmunzeln brachte, mich aber nach den ersten zwanzig Seiten auch schon langweilte. Wenn Lu redet, dann redet sie halt und gelangt von Höcksken auf Stöcksken, leider ohne jedgliche Handlung. Zudem erzählt hier mal der Autor und dann wieder die 16jährige Lu, was den Leser ziemlich verwirrt. Hinzukommen die zwischenzeitlich Sätze, die viel zu lang sind und wenn Lu redet muss der Leser sich richtig konzentrieren, denn Lu verwendet einen ziemlich ungewöhnlichen Satzbau. Schließlich müssen einzelne Szenen 2-3mal gelesen und stellenweise sogar "auseinandergepflückt" werden, um sie überhaupt im Ganzen erfassen zu können. Dieses Buch wurde für mich mehr zu einer Zerreißprobe. Schade! Vielleicht haben Titel und Klappentext aber auch einfach zu große Hoffnung geweckt. Dennoch gibt es einige Stellen im Buch, die interessant und auch wirklich einen tiefgreifenden Nährwert haben, und einen zum Nachdenken anregen. Beispielsweise der Name das Gasthauses und Lu's Erkenntnis über seine Bedeutung "Zur schönen Gegenwart". Oder aber auch die Feststellung "Es ist wichtig, dass man da ist". Fazit: Wem sprunghafte Wechsel des Erzählstils, das Fehlen von Anführungszeichen in einem eher unübersichtlichen Textpassage oder eine unermüdlich philosophierende Quasselstrippe, die es liebt ausschweifende Bögen zu ziehen, nicht stört, der dürfte mit diesem Buch wunderbar zurecht zukommen. Von mir gibt es daher nur 2/5 Punkten. Vielleicht ist Kickboxen mit Lu doch mehr etwas für die 'ältere Generation'.

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    PrinzessinAnne

    05. December 2011 um 15:08

    Worum geht es: Eigentlich sollte Lu gerade im Kickbox- Lager sein. Ist sie aber nicht. Stattdessen verbringt sie ihre Nachmittage wahlweise im Pfauengarten in der Pension zur schönen Gegenwart, in der örtlichen Bibliothek oder gedanklich irgendwo zwischen gestern und vorgestern. In dieser Pension trifft sie auch auf die stark gealterte Autorin Tulpe Valentin, die ihre erfolgreichen Tage auch schon etwas hinter sich hat, und erzählt ihr dabei, fast alles, aus ihrem 16jährigen Leben. Zumindest das, woran sie sich noch erinnern kann und will, um damit Tulpe Valentins letztes Buch zu füllen. Meine Meinung: Dieses Buch hat zwei Gesichter, und ich weiß nicht für welches ich mich entscheiden soll. Pädagogisch wäre es wohl, mit dem negativem zu beginnen, um das Gute im Gedächtnis zu behalten ;) Wenn man das Buch betrachtet wie es ist, dann ist es eigentlich nichts anderes als die völlig belangloses Aneinanderreihung von Fakten aus dem Leben einer völlig normalen sechzehnjährigen. Keine besonderen Erlebnisse, keine Besonderheiten im Allgemeinen. Das ist dann in etwa so, als würde mir meine Stiefschwester erzählen, was sie so die letzten Jahre erlebt hat: "Und dann hat die gesagt, dass der gesagt hat, weil, und daaaan. Und der Lehrer Sowieso, den mag ich auch nicht, weil der hat das und das. Und dann hab ich mich mit der und der gestritten wegen dem und dem". Gääääähn. Es hat einfach Null Handlung das Buch. Außerdem gibt es in dem kompletten Buch keinerlei Anführungsstriche, und das obwohl das Buch hauptsächlich aus Dialogen besteht. Ich fand es unheimlich schwierig mich da überhaupt reinzulesen. Andererseits, wenn man das vorher gelesen mal weg denken würden, ist es ein wirklich reizendes Buch, nicht sehr langlebig, aber süß. Es gibt eine Vielzahl von schönen Denkanstößen, Sätzen und Theorien über das Leben, aus der Sicht eines "Kindes" und nicht aus der von Politik, Geld und Macht beeinflussten Erwachsenen. Sie spricht einfach frei von der Leber weg, was sie worüber denkt, und obwohl mir Lu im gesamten Buch nicht sympathisch war, ist das was sie sagt doch schön. Ich bin froh das Buch gelesen zu haben, aber wenn man nur was lesen möchte um unterhalten zu werden, und nicht nachdenken zu müssen, sollte man es vielleicht nicht lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    Johannisbeerchen

    27. November 2011 um 18:10

    Klappentext: „Also, kein Sex, kein Gott, keine Träume“, sonst redet Lu über alles. Den Eltern erzählt sie, sie fahre in ein Trainingscamp, zwei Wochen Kickboxen. Stattdessen nimmt sie sich eine Auszeit, mietet sich ein in der Pension „Zur schönen Gegenwart“. Lu ist 16, Geschichte hat sie noch keine, keine richtige, aber reden kann sie, wie andere atmen. In der Pension trifft sie auf Tulpe Valentin, eine alte Schriftstellerin, acht Romane hat sie geschrieben, der letzte ist lange her. Sie glaubt, sie hätte ihr Leben hinter sich und auch das Schreiben. Die Auszeit, die sie und ihr kranker Pensionsnachbar sich nehmen, ist ein Warten auf den richtigen Moment aufzugeben. „Ein Treffer, den man kommen sieht, tut weniger weh.“ Aber dann kommt Lu und redet, und Tulpe Valentin hört zu und schreibt auf, ihren letzten Roman, weil sie erkennt, dass sie hier das Leben vor sich hat – ein anderes Leben, das weitergeht. Cover: Den Schutzumschlag finde ich sehr schön gestaltet, die Farben harmonieren miteinander und die roten Elemente geben das gewisse Etwas. Den Pfau, der auf dem Stuhl thront, passt zum Buchinhalt, spielt aber keine große Rolle. Meinung: Handlung besitzt dieses Buch fast nicht, deshalb gibt es auch keine gesonderte Inhaltsangabe von mir. Im Prinzip erzählt Lu von ihrem Leben, ihren Gedanken und ihren Gefühlen. Darüber möchte Tulpe Valentin ein Buch schreiben, ihr letztes Buch, denn sie muss bald sterben, schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste. Lu redet und redet und redet und Tulpe hört zu, macht sich Notizen zu dem Mädchen, das redet wie ein Wasserfall. Ich muss gestehen, dass ich bei ungefähr 180 Seiten das Buch abgebrochen habe. Der Schreibstil war mir einfach zu schwer und das Buch einfach zu langweilig. Auf dem Buchrücken steht: Dieses Buch wird sie umhauen: vor Witz, vor Tempo, vor Klugheit und vor Rührung! Na gut, umgehauen hat es mich, aber vor Langeweile. Wie oben geschrieben ist kaum Handlung vorhanden und Lus Gedanken sind nicht immer (bessergesagt fast nie) interessant. Mal erzählt sie von ihrer Mutter und dann ist sie plötzlich wieder bei Pfauen. Dazu kommt, dass Roman Marchels Schreibstil sehr gewöhnungsbedürfig ist. Er schreibt, als würde Lu neben dir sitzen und dir die ganze Geschichte selbst erzählen. Manchen wird dies gefallen, aber ich mochte es überhaupt nicht. > Rate, wo ich gestern war, während du oben beim kranken Nachbarn gewesen bist. Also das gestern, das tut mir leid. Ich bin manchmal so in meinen Sachen.Das ist. Ich hasse das. Ich hab mir dann gedacht, du sitzt oben beim kranken Nachbarn und denkst dir so. Das hab ich echt verhaut. Und der kranke Nachbar liegt da und ist sowieso schon krank, und dann merkt er wahrscheinlich, dass du. Also du sitzt, und er liegt, und ich geh hinein.

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    melanie_reichert

    08. November 2011 um 16:32

    Inhaltsangabe vom Residenzverlag: Dieses Buch wird Sie umhauen: vor Witz, vor Tempo, vor Klugheit und vor Rührung. „Also, kein Sex, kein Gott, keine Träume“, sonst redet Lu über alles. Den Eltern erzählt sie, sie fahre in ein Trainingscamp, zwei Wochen Kickboxen. Stattdessen nimmt sie sich eine Auszeit, mietet sich ein in der Pension „Zur schönen Gegenwart“. Lu ist 16, Geschichte hat sie noch keine, keine richtige, aber reden kann sie, wie andere atmen. In der Pension trifft sie auf Tulpe Valentin, eine alte Schriftstellerin, acht Romane hat sie geschrieben, der letzte ist lange her. Sie glaubt, sie hätte ihr Leben hinter sich und auch das Schreiben. Die Auszeit, die sie und ihr kranker Pensionsnachbar sich nehmen, ist ein Warten auf den richtigen Moment aufzugeben. „Ein Treffer, den man kommen sieht, tut weniger weh.“ Aber dann kommt Lu und redet, und Tulpe Valentin hört zu und schreibt auf, ihren letzten Roman, weil sie erkennt, dass sie hier das Leben vor sich hat – ein anderes Leben, das weitergeht. Meine Meinung: „Kickboxen mit Lu“ ist der erste Roman vom österreichischen Autor Roman Marchel. Ich bin immer noch sehr berührt von dieser Lektüre. Daher weiß ich auch nicht so recht, wo ich nun anfangen soll. Die Sprache des Romans steht bei mir klar im Fokus meiner Beurteilung. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis man sich als Leser in die Welt und Sprache von Lu eingelesen hat. Das komplette Buch kommt ohne Anführungszeichen aus und doch ist es ein ständiger Dialog zwischen Lu und Tulpe Valentin. Das hat mich am meisten verwirrt und begeistert zugleich. Du Sprache von Lu ist genau so wie es bei einem 16jährigen Mädchen aus der Realität: Direkt und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Der Leser befindet sich mitten in ihrer Welt und man kann ihre Probleme und Standpunkte absolut nachvollziehen. Sie plappert wie ihr der Mund gewachsen ist und springt vom einen auf das nächste Thema. Lu und Tulpe Valentin könnten nicht unterschiedlicher sein: Während Lu eine jugendliche und direkte Sprache vorweist, ist sie bei Tulpe Valentin eher gehoben, also ganz Schriftstellerin. Ich habe dieses Bild immer vor Augen gehabt wie die junge Lu und die alte Tulpe auf der Bank im Garten sitzen und sich ihre Geschichten erzählen. Dieses Bild hat mich sehr angesprochen. Doch haben auch beide einen wichtigen Punkt gemeinsam: Beide wollen der Realität entfliehen. Diese Gemeinsamkeit verbindet sie und schafft so ein ganz besonderes Band zwischen dem ungleichen Paar. Ich habe während dieser Geschichte gelächelt, geschmunzelt, mitgefühlt, zugehört und am Ende noch eine ganze Weile darüber nachgedacht. Es könnte eine Geschichte sein, die sowohl dir als auch mir jeden Tag passieren könnte. Zwei Leben, die an einem Ort aufeinander treffen und den Alltag des anderen ein klein wenig erhellen.

    Mehr
  • Rezension zu "Kickboxen mit Lu" von Roman Marchel

    Kickboxen mit Lu

    Buchhandlung_Thomas_Schmitz

    22. October 2011 um 19:59

    Kann ein Buch unterhaltsam, sogar geistreich sein, wenn es größtenteils aus dem Monolog eines sechzehnjährigen Mädchens besteht? Auf jeden Fall, wenn Lu dieses Mädchen ist. Und das denkt auch Tulpe Valentin, eine alte, schwerkranke Schriftstellerin, die Lu in einer abgelegenen Pension trifft. Lus Eltern glauben, Lu sei im Kickboxcamp, doch Lu brauchte einfach Abstand von ihrem Leben, musste weg von allem, was passiert ist. Genau dem spürt die Schriftstellerin nach, um aus diesen Berichten ihren letzten Roman zu machen. Doch die Sechzehnjährige ist an und für sich schon ein wahres Ein-Frau-Stück, so dass am Ende alles aus dem Ruder zu laufen droht und so muss Tulpe Valentin eine Entscheidung treffen... Dieser Roman strotzt nur so vor Leben, Witz und Energie, vor Lus Leidenschaft, Charme aber auch Zärtlichkeit, dass sie dem Leser fast aus den Seiten entgegen zu springen scheint. (Annika Wessel)

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks