Roman Sander Sherlock Holmes im Labyrinth der Lügen

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Inhaltsangabe zu „Sherlock Holmes im Labyrinth der Lügen“ von Roman Sander

Sherlock Holmes war der Mann, der stets und unter allen Umständen die Wahrheit ans Licht brachte. In diesem Buch erwartet Sie jedoch etwas ganz Besonderes. Fälle, die zu furchtbar waren, als dass die Öffentlichkeit sie in vollem Umfang erfahren durfte. Geschehnisse, die zu phantastisch anmuteten, um sie der Leserschaft Watsons anzuvertrauen.§Bis zu diesem Buch!

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  • was Watson uns verschwiegen hat

    Sherlock Holmes im Labyrinth der Lügen

    derMichi

    08. August 2017 um 15:36

    Der Band beginnt mit einem wahren Leckerbissen für alle Kenner des offiziellen Kanons: Friedrich Gerhard Klimmek erzählt in "Mrs. Hudsons Theorie" eine gut recherchierte und glaubhafte Alternativversion der bekannten Doyle-Kurzgeschichte "Das gesprenkelte Band", die gleichzeitig auf die Schwächen der Vorlage verweist. Da hat der gute Doktor Watson gnädig verschwiegen und geheimnisvoll verschleiert, was erst jetzt offiziell enthüllt werden darf. Keine schlechte Idee und ein guter Start in ein abwechslungsreiches Buch.In "Die fehlenden Jahre" erhalten wir Einblick in ein Paralleluniversum, indem der Sturz vom Reichenbachfall ganz anders ausgeht als bisher bekannt, was in dieser Version natürlich entsprechende Spuren hinterlässt. Fans von "Sherlock" wissen, dass drogeninduzierte alternative Abläufe bekannter Ereignisse durchaus reizvoll die etablierten Konstellation durchbrechen, neu erzählen und doch wieder schlüssig auflösen können. Hier hätte man sich allerdings etwas mehr Konsequenz in der Ausführung der Geschichte gewünscht, die trotz des spannenden Szenarios hinter den Erwartungen zurückbleibt."Auftrag in Kiew" erteilt einem fähigen deutschsprachigen Autor vieler gelungener Holmes-Pastiches das Wort: Klaus-Peter Walter. Einmal mehr verleiht der Verfasser des Kurzgeschichtenbandes "Sherlock Holmes und Old Shatterhand" und des Romans "Sherlock Holmes und der Golem von Prag" seiner Liebe zur klassischen Literatur Ausdruck und lässt Holmes darüber hinaus ein spannendes Kapitel früher Zeitgeschichte miterleben. Die Ukraine befindet sich zu dieser Zeit unter russischer Herrschaft, die Geheimpolizei des Zaren unterdrückt jegliche revolutionären Aktivitäten. Der eigentliche Fall löst sich jedoch nach einigen spannenden Szenen in Wohlgefallen auf, was die Lektüre trotz ihrer formell sehr gelungenen Umsetzung etwas unbefriedigend machen kann.Die letzte Geschichte "Holmes und die alten Götter" schickt den Detektiv auf einen Abstecher in das Universum von H.P. Lovecraft. Dem bekannten Autor wird eine kleine Gastrolle zuteil, bevor Holmes das Verschwinden eines Professors und eine Verschwörung von Anhängern eines uralten Kultes aufklären darf. Es dürfte kein Spoiler sein darauf hinzuweisen, dass es Holmes hier tatsächlich mit unerklärlichen Phänomenen zu tun bekommt. Die verarbeitet er jedoch relativ gelassen, da seiner Meinung nach Wissenschaftler wie Einstein und Heisenberg zur Genüge auf die Existenz alternativer Realitäten und Dimensionen hingewiesen haben. Ein seltsamer Bruch mit den Erzählkonventionen von Doyles' Kosmos, der die recht konventionell erzählte Geschichte leider zum unterdurchschnittlichsten Beitrag des Bandes macht.Ahmed A. Khans Epilog "Dr. Watsons geheimes Tagebuch" ist zwar nur vier Seiten lang, birgt aber mehr erzählerischen Sprengstoff als manche der vorangegangenen Geschichten. Es sei nur soviel verraten: Wer den zentralen Twist aus Anthony Horowitz' spannendem "Der Fall Moriarty" noch in Erinnerung hat, der könnte ahnen, was Watson all die Jahre noch verheimlicht hat. Ein gelungener Abschluss eines interessant konzipierten Sammelbandes, der interessanterweise auch Geschichten englischsprachiger Autoren enthält. Holmesianer dürften wissen, dass es auf dem internationalen Buchmarkt noch sehr viel mehr Holmesiaden in Roman- und Kurzgeschichtenform gibt, die noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Aus den Augen eines Fans wäre es in jedem Fall wünschenswert, in Zukunft noch mehr davon zu lesen.Bonusmaterial: Kurzbiografien der beteiligten Autoren

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