Romana Ganzoni

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Tod in Genua, Granada Grischun und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Romana Ganzoni

Romana Ganzoni wurde 1967 in Scuol, Unterengadin, geboren, wo sie auch aufwuchs. Geschichts- und Germanistikstudium an der Universität Zürich, Aufenthalt in London. Nach zwanzig Jahren Tätigkeit als Gymnasiallehrerin widmet sie sich heute ganz dem Schreiben und lebt als freie Autorin in Celerina, Oberengadin. 2014 Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Förderpreis des Kantons Graubünden. Kolumnen in der Schweiz am Sonntag und Engadiner Post. Ihre regelmäßigen Aufenthalte in Genua inspirierten sie zu diesem Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Romana Ganzoni

Cover des Buches Tod in Genua (ISBN:9783858698438)

Tod in Genua

 (2)
Erschienen am 02.10.2019
Cover des Buches Granada Grischun (ISBN:9783858697394)

Granada Grischun

 (2)
Erschienen am 15.03.2017
Cover des Buches Das Kastanienbankett (ISBN:9783952488119)

Das Kastanienbankett

 (0)
Erschienen am 01.11.2017
Cover des Buches Terror in Engiadina (ISBN:9783905725070)

Terror in Engiadina

 (0)
Erschienen am 01.01.2018

Neue Rezensionen zu Romana Ganzoni

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S

Rezension zu "Tod in Genua" von Romana Ganzoni

Dieser dichte Text hat eine filmische Qualität
Serena_Meyenburgvor 4 Monaten

Die in Genua angesiedelte, reichhaltige, ja barocke Geschichte, die an einem einzigen Tag im September 2018 spielt, streift viele Themen - glamouröse, humoristische, erotische, kulinarische, existenzielle -  und verwebt sie in „seltsamen Schleifen“ souverän miteinander. Wiederholung und vor allem Variation scheinen das Programm des Romans zu sein, der auch um Auflösung, Verglühen, Entschweben, Versiegen, Verlöschen kreist und um das Ephemere: den Duft des Parfums, den Rauch der Zigarette (es wird dauernd geraucht wie in den Romanen des letzten Jahrhunderts, ich denke an Svevo), die fehlende Erinnerung und die Liebe. Die Lektüre des Paares aus Zürich - Paul und Nina - „Gödel, Escher, Bach“ gibt dies vor. Dieser Lektüre sowie der eleganten Tante Matilde verdankt es seine Beziehung und seine Ehe. Nach siebzehn Jahren stellen sich aber verschiedene Fragen, die wegen des unerfüllten Kinderwunsches eine besondere Sprengkraft erhalten. Es kommt während der Beerdigung der hundertjährigen Matilde mit den verschiedenen „Stationen“, wie Nina in einer Art Prolog sagt, in wenigen Stunden eine Dynamik und Beschleunigung zu Stande, die ein sehr überraschendes Ende findet. Oder aber einen neuen Anfang, falls die seltsamen Schleifen auch auf den unbeschriebenen Seiten weiterlaufen sollten, was anzunehmen ist oder zu hoffen vielleicht. Ein Text voller Überraschungen und mit viel Sinn für das Abgründige. Beim Lesen sah ich einen Film.

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Rezension zu "Granada Grischun" von Romana Ganzoni

Lesegenuss von A-Z: Beglückendes und Bedrückendes
Serena_Meyenburgvor 4 Monaten

Dieses Buch ist eine prall gefüllte Pralinenschachtel, aber nicht alle Pralinen sind zuckrig, dafür stets überraschend. 20 Erzählungen in kräftiger, dichter Sprache und befreiendem Humor, der trägt, sorgen für Spannung, für Melancholie und viele poetisch-beglückende Momente. Sie handeln von der Liebe in Variation, vom Schönen, von Vätern und Müttern, von Kindern, vom Schreiben, von Gewalt und Tod. Sie könnten überall spielen, hier spielen sie in den Bergen, auf dem Dorf, in London, in Zürich, in Italien. Man kann durcheinander lesen, ich habe mit der letzten Geschichte begonnen, eine Zugfahrt, dann hatte ich Lust von vorne anzufangen. Manche Geschichten liest man gerne mehrmals. Sie munden immer besser. Für Leute, die reine und schnelle Unterhaltung mögen, ist dieses Buch allerdings nichts (obwohl es mich sehr gut unterhalten hat), man muss bereit sein, in die Tiefe zu tauchen und dort auch mal die Luft anzuhalten, denn es geht immer wieder um existenzielle Probleme, die niemanden kalt lassen. Besonders empfehlen möchte ich: Die Mädchen. Weitere Empfehlung: Die Seidenblumen, eine besonders zarte und schöne Ode an die Schriftstellerei.

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Rezension zu "Tod in Genua" von Romana Ganzoni

Tod mit Stil
AntoniaBvor 5 Monaten

Der Tod ereilt in Genua die hundertjährige Tante Matilde: eine Grande Dame mit Stil, die stets Werkzeug in ihrer Handtasche mitführte, verehrt und oft besucht von ihrem Grossneffen Paul und dessen Frau Nina aus Zürich. Zu sterben droht in Genua aber auch die Ehe zwischen Paul und Nina, die zur Beerdigung von Tante Matilde ein letztes Mal in den Süden gefahren sind.

In einem halben Tag – vom Aufwachen im Hotelzimmer bis zum nachmittäglichen Finale auf dem Friedhof – durchstreifen wir die Lebensgeschichte Matildes wie auch die Geschichte von Nina und Paul. Matilde mit ihrem Mann, der ihr einst fünf Sofas kaufte, ihrem Liebhaber, ihrer Schwester Valentina und der geheimnisvollen Haushälterin Greta; Paul und  Nina mit ihrer Beziehung auf hohem Niveau, die trotzdem von mancherlei Unglück nicht gefeit sind.

Durch diese kunstvoll verschlungenen Biographien führt Romana Ganzoni mit viel Humor und einer Sprache, in der Poesie und Alltag auf immer wieder überraschende Weise ineinanderstürzen. 

"Tod in Genua" ist ein Lesefest für alle, die sich gerne von schillernder Sprache entführen lassen - in diesem Fall nach Italien, in die Welt einer schönen und reichen alten Dame.

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