Romina Casagrande

 4,1 Sterne bei 161 Bewertungen

Lebenslauf von Romina Casagrande

Inspiriert von der Natur: Romina Casagrande, Jahrgang 1977, ist eine deutsch-italienische Schriftstellerin. Sie studierte klassische Literatur und Geschichte und arbeitete nach ihrem Abschluss in verschiedenen Museen sowie als Mittelstufen-Lehrerin. 

Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Als wir uns die Welt versprachen“. Dieser wurde in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt. Inspiriert wurde sie dabei von der Natur und den Bergen, wo sie sich gerne mit ihrer Familie aufhält.

Alle Bücher von Romina Casagrande

Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)

Als wir uns die Welt versprachen

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Erschienen am 10.03.2021
Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783732455348)

Als wir uns die Welt versprachen

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Erschienen am 10.03.2021
Cover des Buches I bambini di Svevia (Italian Edition) (ISBN: B081T5BSQY)

I bambini di Svevia (Italian Edition)

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Erschienen am 09.01.2020

Neue Rezensionen zu Romina Casagrande

Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)ann-maries avatar

Rezension zu "Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande

Ein Versprechen aus Kindertagen erfährt nach Jahrzehnten seine Erfüllung.
ann-marievor einem Monat

Ein Roman, dessen Cover, Bild und Titel gleichermaßen, mich sofort angesprochen hat. Wurden doch Erinnerungen an Kinderbilder meiner Eltern und Großeltern geweckt und in Kombination mit dem Titel des Romans entstand die Neugier, was möglicherweise aus einem Kindheitsversprechen geworden ist. So meine Frage und nachdem ich den Begriff "Schwabenkinder" entdeckt hatte, habe ich mich lesend auf die Suche nach einer Antwort zu dieser Frage gemacht.

Da mir die Thematik der "Schwabenkinder" bereits aus einem anderen Roman bestens bekannt ist, wird mit diesem Roman jetzt die Geschichte von zwei ehemaligen Schwabenkindern, Edna und Jacob, bis hinein in die Gegenwart erzählt. 

Die hochbetagte Edna begibt sich zu Fuß und einem alten Papagei auf den Weg über die Alpen nach Deutschland, um ihren Kindheitsfreund Jacob aufzusuchen. So weit so gut. Interessante Romanidee aber die Ereignisse um und mit Edna haben mich nicht wirklich überzeugt – eher das Gegenteil. Ihre Reise, in dem Alter und in der beschriebenen Form wirkt auf mich zwar sehr kreativ aber alles andere als realistisch und glaubwürdig. Und das ist sehr schade, da es sich bei den Schwabenkindern um ein wirklich wichtiges und ergreifendes Thema handelt, unter dessen Härte und Grausamkeit sicher viele Kinder ihr Leben lang gelitten haben. 

Da der Roman in zwei Zeitebenen spielt, auf der einen Seite Edna's Reise hier und jetzt, und auf der anderen Seite die gemeinsame, aber sehr harte Zeit als Kinder, die sie und Jacob gemeinsam durchgestanden und überlebt haben. Gerade dieser Erzählstrang wird den Erwartungen, die ich an den Roman hatte, gerecht. Nur schade, dass Edna's (unglaubwürdige) Reiseerlebnisse und der Reiseverlauf diese berührenden, tragischen und ergreifenden Rückblenden immer wieder unterbrechen. Dies ein Grund, dass mich der Roman letztendlich doch enttäuscht zurücklässt. 

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Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)tinstamps avatar

Rezension zu "Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande

Völlig überzogen
tinstampvor einem Monat

"Als wir uns die Welt versprachen" hat mich, als ich es in den Vorschauen gesehen habe, sofort angesprochen. Das Thema der Schwabenkinder und Südtirol sind zwei Themen, die mich interessieren. Leider hat der Roman von Romina Casagrande meine Erwartungen so gar nicht erfüllt.

Die Geschichte basiert auf zwei Zeitebenen, wobei der Gegenwartsstrang dominiert. Genau mit diesem hatte ich aber arge Probleme. Die über neunzig jährige Edna lebt mit ihrem Papagei Emil in einem Dorf in Südtirol, dem heutigen Italien. Wie die meisten Menschen in ihrem Alter ist sie deutschstämmig und wurde in ihrer Kindheit als billige Arbeitskraft über die Berge nach Schwaben geschickt. Die Eltern der Bergbauernkinder konnten sich oftmals ein zusätzliches Kind gar nicht mehr leisten und haben ihre Kinder an reiche Bauern verkauft, in der Hoffnung, dass es ihnen dort besser geht. Auch Edna erlitt dieses Schicksal und erlebte eine schlimme Zeit, wo sie oftmals schlechter als die Hoftiere behandelt wurde. Ihr einziger Freund war damals Jacob mit dem sie die Flucht vom Hof vorbereitete. Doch dann kam der Krieg dazwischen....

Als Edna in einer deutschen Zeitschrift das Foto von Jacob sieht, beschließt sie ihn aufzusuchen. Vergessen hat sie den Jungen von damals nie und so sieht sie die Entdeckung als Zeichen des Schicksals an. Anhand einer alten Karte möchte sie dieselbe Strecke, die sie vor 75 Jahren schon einmal gegangen ist, nochmals gehen....quer über die Alpen bis nach Ravensburg, wo Jacob heute lebt. Denn Edna muss noch ein Versprechen einlösen...

Romina Casagrande erzählt abwechselnd in zwei Zeitsträngen. Die Erzählung über die Erlebnisse der Schwabenkinder war herzzerreißend, der Gegenwartsstrang hingegen völlig unglaubwürdig. Die Reise über die Alpen, die die über neunzig Jährige zu Fuß (!) unternimmt, hätte sie schon nach den ersten 50 Kilometern nicht mehr erlebt. Mit einem kleinen Rucksack und einer schweren Kiste, wo sie ihren Papagei untergebracht hat, wandert sie über die Berge und gerät nicht nur an lauter Gutmenschen, sondern verliert ihre Geldbörse, kämpft gegen die Naturgewalten und wehrt sich gegen Raubvögel, die ihren Emil schaden wollen. Völlig durchnässt läuft sie zwei Tage und Nächte in den Bergen herum....da wären wohl auch schon Jüngere an einer schweren Erkältung oder Lungenentzündung gestorben. Edna aber bleibt frisch und munter. Die bereits vorhandenen körperlichen Beschwerden in ihrem Alter werden ausgeblendet und lassen oftmals jeden fitten Alpinisten vor Neid erblassen. Ihre Naivität und Planlosigkeit passt außerdem so überhaupt nicht zu ihrem Alter. Als Figur blieb mir Edna völlig fremd.
Ihr merkt schon ich bin mit der Geschichte im Gegenwartsstrang überhaupt nicht klar gekommen und konnte nur immer wieder den Kopf schütteln. Schade um die eigentliche ernste Thematik, die die Autorin mit der Geschichte um die Schwabenkinder schreiben wollte. Sie verliert sich völlig in der klamaukhaft geschriebenen Gegenwart, statt die Vergangenheit in den Vordergrund zu stellen. Diese erzählt sie berührend und voller Emotionen. Zusätzlich verliert sich die Autorin in Details und unwichtigen Nebenhandlungen.

Als Deutschlehrer würde ich jetzt sagen: Thema verfehlt und nicht genügend. Als Leserin sage ich ...schade um den guten Plot und die Erzählung in der Vergangenheit, die mich überzeugen konnte. Leider muss ich aber das Gesamtwerk betrachten und gebe daher 2 Sterne (für die Geschichte in der Vergangenheit und den flüssigen Schreibstil)...das war's aber auch schon.

Fazit:
Das war leider gar nicht meins! Eine völlig an den Haaren herbei gezogene Geschichte in der Gegenwart, die den berührenden Vergangenheitsstrang über das Leiden der Schwabenkinder völlig ruiniert. Schade um die eigentliche ernste Thematik, die die Autorin schreiben wollte. Leider total am Thema vorbei! Ich gebe hier keine Leseempfehlung!

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Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)sleepwalker1303s avatar

Rezension zu "Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande

Gute Idee aber schwach umgesetzt
sleepwalker1303vor einem Monat

Da ich aus Schwaben stamme, ist das Schicksal der „Schwabenkinder“ für mich seit frühester Kindheit ein stets wiederkehrendes Thema, sei es in Film- oder Buchform oder durch Besuche in Freilichtmuseen, die das Thema aufgreifen. Daher habe ich mich auf das Buch „Als wir uns die Welt versprachen“ von Romina Casagrande gefreut. Allerdings konnte mich der Roman nicht wirklich begeistern. Die Passagen, in denen sich Edna an ihre Zeit in Schwaben erinnert, fand ich sehr gut und authentisch, die haben mich tief berührt. Der Rest der Geschichte war für mich bloßes, manchmal sogar störendes, Beiwerk, unrealistisch und klischeehaft, aber nett geschrieben.

Edna ist inzwischen fast 90 Jahre alt und teilt sich ihr Leben mit dem Papageien Emil. Obwohl sie in Tirol lebt, liest sie den deutschen „Stern“ und findet (welch ein Zufall) einen Artikel über einen Freund aus ihrer Zeit als Schwabenkind in Deutschland. Kurzerhand packt sie Emil in eine Kiste und die nötigsten Dinge für sich selbst ein und macht sich zu Fuß auf den Weg nach Ravensburg. Anhand einer uralten Karte möchte sie denselben Weg noch einmal gehen, den sie vor über 75 Jahren schon einmal gegangen ist – quer über die Alpen. Ihr Ziel ist es, ihren Freund Jacob in Ravensburg zu besuchen und ein fast 80 Jahre altes Versprechen einzulösen. Es ist für die hochbetagte Dame ein weiter Weg ins Unbekannte, ohne Plan und mit wenig Geld, dafür mit  viel (unfreiwilligem) Witz und Optimismus.

Unterwegs trifft Edna ein buntes Potpourri an verschiedensten Menschen (unter anderem einen Motorradrocker, eine Schamanin und einen Homosexuellen), denen sie allen zuerst mit Misstrauen begegnet, sehr schnell aber merkt, dass ihr alle wohlgesonnen sind und jeder ihr helfen will. Und da war ich aus der Geschichte auch schon irgendwie raus, denn obwohl die Erinnerungen an die Schwabenkind-Zeit in Ednas Erinnerungsfetzen wirklich gut beschrieben sind, ist der „Jetzt“-Erzählstrang Geschichte für mich schlicht überzogen.  Ausnahmslos alle, die Edna trifft, sind tief in ihrem Inneren gut und hilfreich. Obwohl sie ihren Umhang samt einem Großteil ihres Geldes irgendwo vergisst, geht sie weiter und schreibt das Verlorene einfach ab. Die Naivität und Planlosigkeit in Relation zu ihrem Alter und ihrer nicht wirklich vorhandenen körperlichen Fitness und Belastbarkeit brachten mich an den Stellen eher zum Kopfschütteln, denn zum Schmunzeln und manches habe ich quer gelesen, da sich vieles wiederholt und viele Passagen für mich zunehmend langweilig und langatmig wurden.

Der „Vergangenheits“-Handlungsstrang hingegen hat mich wirklich berührt und gefesselt. Ihr Leben und Leiden auf dem Hof und vor allem die enge Verbindung zu Jacob, der sie „Zimperliese“ nennt und ihr hilft, das harte Leben in der Fremde besser zu ertragen, hat mich wirklich bewegt. Wieso sie allerdings nie nach dem Freund gesucht hat, nachdem sie durch den Zweiten Weltkrieg getrennt wurden, ist mir ein Rätsel. Da musste der Zufall nachhelfen. Und leider erfährt man als Leser auch nicht, was die beiden in den vielen Jahren gemacht haben, das hätte mich wirklich interessiert, auf jeden Fall mehr als das, was die Autorin zwischendurch über Ednas helfende Hand Adele und deren Familie erzählt, denn das trägt nun wirklich gar nichts zur Geschichte bei.

Sprachlich ist das Buch eher einfach gehalten und flott zu lesen. Den Charakteren stehe ich eher ambivalent gegenüber. Edna finde ich beispielsweise zwar interessant und stark, aber ihre Naivität und Planlosigkeit gingen mir zunehmend auf die Nerven. Die Geschichte an sich fand ich viel zu konstruiert und alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen, zu viel langatmige Nebenhandlung trifft auf zu wenig konkrete Haupt-Handlung. Insgesamt fand ich, dass das Buch dem Klappentext absolut nicht gerecht wird, daher vergebe ich für die gute Umsetzung des „Vergangenheits-Erzählstrangs“ drei Sterne. Wer zum Thema Schwabenkinder aber wirkliche Informationen sucht, ist mit dem Buch meiner Meinung nach nicht gut bedient.

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Gespräche aus der Community

Ein Buch, das Hoffnung schenkt: Nach vielen Jahren ohne Kontakt, fällt der Südtirolerin Edna in einer deutschen Zeitung ein Bild ihres Kindheitsfreundes Jacob in den Schoß. Kurz entschlossen packt sie ihre Sachen und begibt sich mit Papagei Emil auf eine abenteuerliche Reise über die Alpen – voller berührender und überraschender Begegnungen. Denn das Schicksal der Schwabenkinder hat eine Freundschaft geschmiedet, für die es sich lohnt, Berge zu versetzen ...

Herzlich Willkommen zur Leserunde zu "Als wir uns die Welt versprachen"!

Wollt ihr euch mit uns auf eine inspirierende, wundersame Reise über die Alpen begeben?
Auf dem Weg zu Freundschaft und Freiheit ist alles möglich!

Gemeinsam mit FISCHER Krüger verlosen wir 50 Exemplare des eindrucksvollen Romans "Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande.

Bewerbt euch bis zum 10.03.21 und beantwortet uns folgende Fragen:
Was für ein Leseerlebnis versprecht ihr euch von der bewegenden und abenteuerlichen Geschichte von Edna und Jakob?

Wir freuen uns auf eure Antworten!

Wenn ihr keine Aktionen der Fischer Verlage verpassen wollt, dann folgt der Verlagsseite.

899 BeiträgeVerlosung beendet
ann-maries avatar
Letzter Beitrag von  ann-marievor einem Monat

Hier nun endlich meine Rezi, die wortgleich auch bei Thalia, Weltbild und Hugendubel veröffentlicht wurde:

https://www.lovelybooks.de/autor/Romina-Casagrande/Als-wir-uns-die-Welt-versprachen-2747682276-w/rezension/2998648049/

Vielen Dank auch noch einmal an dieser Stelle, dass ich den Roman lesen durfte. Er ließ sich gut lesen, doch hat er mich nicht in allem überzeugt, bzw. "abgeholt".

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