„Feuer auf den Bergen“ punktet vor allem mit stimmungsvollen Naturbeschreibungen der Südtiroler Bergwelt und vermittelt das harte Leben in der Region um den Seelenkogel authentisch. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen und verbindet die Geschichte einer Schmugglerfamilie in den 1970er Jahren mit einer aktuellen Vermissten-Suche. Der Erzählstil ist angenehm, wenn auch manchmal zu langsam, sodass es anfangs etwas an Spannung fehlt. Die Charaktere wirken nachvollziehbar, bleiben aber stellenweise recht distanziert, sodass man als Leser wenig echte Bindung zu ihnen aufbaut.
Positiv hervorzuheben sind das regionale Flair und die bildhaften Landschaftsschilderungen. Wer eine actionreiche Story oder große Überraschungen erwartet, wird allerdings enttäuscht – vieles bleibt eher ruhig und wenig spektakulär. Insgesamt ein solider Roman mit interessanten Einblicken in die Geschichte Südtirols, dessen Stärken in der Atmosphäre und dem Setting liegen, der aber emotional nicht vollkommen mitreißt












