Romina Casagrande

 4 Sterne bei 185 Bewertungen
Autor*in von Als wir uns die Welt versprachen, Feuer auf den Bergen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Inspiriert von der Natur: Romina Casagrande, Jahrgang 1977, ist eine deutsch-italienische Schriftstellerin. Sie studierte klassische Literatur und Geschichte und arbeitete nach ihrem Abschluss in verschiedenen Museen sowie als Mittelstufen-Lehrerin. 

Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Als wir uns die Welt versprachen“. Dieser wurde in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt. Inspiriert wurde sie dabei von der Natur und den Bergen, wo sie sich gerne mit ihrer Familie aufhält.

Neue Bücher

Cover des Buches Feuer auf den Bergen (ISBN: 9783596700578)

Feuer auf den Bergen

 (10)
Erscheint am 24.04.2024 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Romina Casagrande

Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783596700561)

Als wir uns die Welt versprachen

 (168)
Erschienen am 25.05.2022
Cover des Buches Feuer auf den Bergen (ISBN: 9783596700578)

Feuer auf den Bergen

 (10)
Erscheint am 24.04.2024
Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783732455348)

Als wir uns die Welt versprachen

 (7)
Erschienen am 10.03.2021
Cover des Buches I bambini di Svevia (Italian Edition) (ISBN: B081T5BSQY)

I bambini di Svevia (Italian Edition)

 (0)
Erschienen am 09.01.2020

Neue Rezensionen zu Romina Casagrande

Cover des Buches Feuer auf den Bergen (ISBN: 9783810500199)
Literaturwerkstatt-kreativs avatar

Rezension zu "Feuer auf den Bergen" von Romina Casagrande

Seelenkogel
Literaturwerkstatt-kreativvor 4 Monaten

„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

„Feuer auf den Bergen“ von Romina Casagrande 


Südtirol am hinteren Seelenkogel

1978/79

Die fünfzehnjährige Luce wächst in einer Schmugglerfamilie auf, die versteckt in einem Wald lebt. Ihr Vater und Bruder erledigen die gefährlichen Arbeiten und gehen in der Nacht über den Berg, Luce muss zu Haus bleiben und sich um Haus und Hof kümmern. Von klein auf wird ihr gesagt, das die Berge nichts für Mädchen sind, dabei wünscht sie sich nichts mehr, als der Enge zu entkommen und selber über den Berg zu steigen.

Und dann findet auf einmal ein Junge, der schon längere Zeit alleine mit einem Wolfshund im Wald lebt, ihr Haus.

Gegenwart

Jan und Wilma sind tief mit den Bergen Südtirols verbunden. Als bei einem Ausflug ein Kind verloren geht und die Bergwacht verzweifel das Gebiet absucht und nicht weiter kommt, geht Jan alleine los um den Jungen zu suchen, allerdings in eine ganz andere Richtung, denn er kennt sich gut aus in den Bergen. Viel Zeit bleibt ihm allerdings nicht mehr, um das Kind zu finden.

Nur Wilma vertraut ihm. Was hat er vor?“


Fazit:

Romina Casagrande ist mit „Feuer auf den Bergen“ ein vielschichtiger und faszinierender Roman gelungen, indem sie viele Themen miteinander vereint. Beginnend mit den wunderschönen Naturbeschreibungen der Berge Südtirols, – vor allem der Gegend rund um den hinteren Seelenkogel – und damit eng verwoben die Familiengeschichte von Luce, bis hin zum Unabhängigkeitskampf Südtirols.

Interessant, sprachlich schön und mit viel Liebe zu regionalen Details erzählt die Autorin in einem ruhigen und sehr angenehmen Erzählstil. Sie nimmt sich Zeit beim Erzählen und die Spannungskurve steigt langsam, – peu à peu. Wer allerdings eine actionreiche Story erwartet ist bei diesem Roman fehl am Platze, denn die Handlung ist aus meiner Sicht nicht besonders spektakulär. Auch wenn das Leben in den Bergen – vor allem um 1978/79 – natürlich eine gewisse Härte hatte und es in den Familien oftmals gewalttätig zuging, so wird daraus dennoch keine reißerische Geschichte. Der Autorin gelingt es jedoch diese uns berührenden, schweren Familientragödien mit einer gewissen Leichtigkeit nahe zu bringen.  

Die Geschichte wird in zwei Verläufen erzählt, wobei die Vergangenheit um 1978/79 den größeren Part einnimmt und für mich persönlich auch der interessantere Teil war. Hier erfährt man viel über die Geschichte Südtirols, aber auch von Frauen die durchaus auch Schmugglerware Nachts über die Berge gebracht haben. Die Autorin führt beide Stränge zum Schluss gekonnt zusammen und der immer wiederkehrende Perspektivwechsel gab der Geschichte auch die nötige Spannung, zumal ich mit der Auflösung am Ende so nicht gerechnet habe.

Die Protagonisten sind allesamt authentisch und nachvollziehbar beschrieben, aber sie blieben für mich weitgehend distanziert, sodass mir keine Charaktere wirklich ans Herz gewachsen sind. Wobei das nicht ganz stimmt, denn der „Wolfshund“, der war mir emotional dann schon noch am nächsten.  


Eine interessante Geschichte - lebendig, fesselnd und spannend! 





Die ganze Rezension auch auf meinem BLog:

https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2023/11/01/feuer-auf-den-bergen-von-romina-casagrande/


Besten Dank an den "Fischer/Krüger Verlag"  für das Rezensionsexemplar.






Cover des Buches Feuer auf den Bergen (ISBN: 9783810500199)
Constanze_Pachners avatar

Rezension zu "Feuer auf den Bergen" von Romina Casagrande

Verfehlter Bocksprung
Constanze_Pachnervor 9 Monaten

"Mächtig sind die Berge, hart ist das Leben hier an der Grenze zwischen Italien und Österreich. Luce lebt mit ihrem Vater und Bruder versteckt im Wald. Nachts riskieren die Männer auf alten Schmugglerpfaden ihr Leben, doch die Welt verändert sich schnell. Luce wünscht sich nichts mehr, als der Enge zu entkommen. Gibt es Frauen, die ihr helfen können? Und dann begegnet ihr der Junge, der versucht, im Wald zu überleben.
Jahre später macht sich ein Mann auf hoch in die Berge, denn ein Kind wird vermisst. Keiner kennt sich dort oben so gut aus wie er. Doch ihm bleibt nicht viel Zeit, um das Kind zu finden." (Klappentext)

Ein zielgerichtet eingegange Startantrieb zum Bocksprung, der den neuen Roman #feueraufdenbergen von Romina Casagrande sprachlich in die Welt der beeindruckenden Poesie katapultieren könnte, scheitert an einem selbst gelegten Stolperstein. Ein Stolperstein bemalt mit jeglichen Farben des Kitsches, der die Sprache so kippen läßt, dass sie jeglichen literarischen Grip verliert und geschmeidig tänzelnd voll freiwilliger Zuversicht in das Tal der Trivialliteratur galoppiert.
So gern ich mich in der Geschichte - spielend in der mir so geliebten Welt der Südtiroler Berge - verlieren wollte, so sehr verhinderte dies die sprachliche Talfahrt sowie der sich in allen Erzählebenen an vielen Stellen aufdrängende auktoriale Erzähler, der mit ausschweifenden, einiges vorwegnehmenden Details die Phantasie in enge Corsagen presst. Ganz anders als der erste Roman #alswirunsdieweltversprachen
der Autorin, der mich abholte, sehr berührte und auf eine spannend kreative Reise mitnahm.

Einzig die Naturbeschreibungen, die von der Narration sowie von den Protagonist*innen gelöst erzählt werden, ließen mich wandernd über die Berge schlendern und den Roman beenden.

Lieben Dank an @sfischerverlage
für das #Rezensionsexemplar

Cover des Buches Feuer auf den Bergen (ISBN: 9783810500199)
Ilarys avatar

Rezension zu "Feuer auf den Bergen" von Romina Casagrande

Eine Geschichte voller Magie und Poesie
Ilaryvor 10 Monaten

Schauplatz Südtirol – Hinterer Seelenkogel

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen in der Gegenwart. Hier wird ein Junge vermißt, der mit einer Gruppe unterwegs war und beim Abstieg verloren gegangen ist. Trotz des sehr schlechten Wetters sucht ihn Jan im Alleingang, und zwar auf den alten Schmugglerpfaden in Richtung Gipfel und damit in ein anderes Land. Sein Freund Kepler weiß, daß er ihn nicht abhalten kann. Er selbst kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mitgehen, aber sie beide waren früher echte Bergziegen. Wilma, Jans Ehefrau, vertraut ihrem Mann und ist davon überzeugt, daß er die Suche nach dem Jungen nicht eher aufgibt, bis er ihn gefunden hat. Der zweite Strang spielt im Jahr 1978 und der Protagonistin Luce, die mit ihrem Vater und ihrem Bruder hauptsächlich im Wald und vom Schmuggel lebt. Sie trifft im Wald auf einen Jungen mit einem Wolfshund, der anscheinend ohne Zuhause ist und mit ihm freundet sie sich an. Es ist eine Welt, in der eigene Regeln gelten und die Freiheit ist der Lohn. Der Kontakt mit Dorfbewohnern wird hauptsächlich für „Bestellungen und Warenlieferungen“ gepflegt. Luce „darf“ erst später einmal in die Stadt, um sich persönliche Dinge und Wünsche zu erfüllen. Dabei merkt sie nicht, daß sie von ihrem Bruder in Planungen bezüglich der Südtiroler Politik hineingezogen wird.


Und diese ganze Geschichte spielt inmitten der Magie des Waldes, der Tiere und poetischer Beschreibungen der Natur. Sie übernahmen für mich den Hauptpart des Buches.



Romina Casagrande hat mich bereits mit ihrem Buch „Als wir uns die Welt versprachen“ begeistert. Jetzt nimmt sie die Leser mit in die Berge Südtirols und beschreibt die dortige Atmosphäre so bildhaft, man glaubt dabei zu sein. Im vorliegenden Buch liegt für mich gerade in diesen Beschreibungen das Hauptaugenmerk. Deshalb wird es vor allem Leser begeistern, die sich dieser Magie hingeben möchten. Die Figuren beschreibt die Autorin authentisch – Männer waren damals Bergführer und auf die Frauen angewiesen, Frauen waren die Bergziegen. Und Luce durfte auch erst schmuggeln als der Vater, der Bruder und der Junge aus verschiedenen Gründen nicht mehr konnten. Die Autorin beschreibt dieses schwere Leben, die Geheimnisse und die Familienschicksale/-tragödien fesselnd und berührend. Am Ende führen die Stränge zusammen und ergeben ein komplettes Bild.


Das Cover fand ich ausgesprochen gut getroffen, den italienischen Titel „I bambini del bosco“ fand ich persönlich besser.

Gespräche aus der Community

Ein Buch, das Hoffnung schenkt: Nach vielen Jahren ohne Kontakt, fällt der Südtirolerin Edna in einer deutschen Zeitung ein Bild ihres Kindheitsfreundes Jacob in den Schoß. Kurz entschlossen packt sie ihre Sachen und begibt sich mit Papagei Emil auf eine abenteuerliche Reise über die Alpen – voller berührender und überraschender Begegnungen. Denn das Schicksal der Schwabenkinder hat eine Freundschaft geschmiedet, für die es sich lohnt, Berge zu versetzen ...

901 BeiträgeVerlosung beendet
R
Letzter Beitrag von  RebeccaColevor 2 Jahren

Scheinbar gab es bei meiner urspürnglichen Rezension ein Problem. Diese habe ich noch einmal hochgeladen: https://www.lovelybooks.de/autor/Romina-Casagrande/Als-wir-uns-die-Welt-versprachen-2747682276-w/rezension/4137589120/

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