Totenweg

von Romy Fölck 
4,5 Sterne bei140 Bewertungen
Totenweg
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Neue Kurzmeinungen

tanja­_books1103s avatar

Hat mir gut gefallen, flüssiger Schreibstil. Sehr Spannend..nur Frida hat mich zwischendurch "etwas" genervt 😂 freu mich aufs nächste Buch.

mareike91s avatar

Spannender Krimi mit charismatischen Protagonisten. Ein paar private Probleme weniger hätten es auch getan, aber trotzdem fesselnd!

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Inhaltsangabe zu "Totenweg"

In einer Herbstnacht wird der Vater der Polizistin Frida brutal niedergeschlagen und liegt seither im Koma. Ein Mordversuch? Sie kehrt in ihr Heimatdorf in der Elbmarsch zurück, auf den Obsthof ihrer Eltern, wo sie auf Kriminalhauptkommissar Haverkorn trifft. Beinahe zwanzig Jahre sind seit ihrer letzten Begegnung vergangen, seit dem Mord an Fridas bester Freundin Marit, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Frida fällt die Rückkehr ins Dorf schwer: die Herbststürme, die Abgeschiedenheit, das Landleben zwischen Deichen, Marsch und Reetdachhäusern. Ihre alte Schuld scheint sie hier zu erdrücken: dass sie Marits Mörder kennt, aber niemandem davon erzählte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785726228
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:380 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:23.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.02.2018 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ashimauss avatar
    Ashimausvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Tolle Atmosphäre und spannend konstruierte Story 👌🏼
    Ein Krimi, der begeistert!

    Seit langem mein erster richtiger #krimi und ich bin begeistert! Diese düstere unbehagliche Atmosphäre, die unausgesprochenen Geheimnisse - sowas liebe ich einfach 😍👌🏼 Dadurch herrscht auch das gesamte Buch über eine unterschwellige Spannung, die den Leser einfach zum Weiterlesen antreibt! Ich habe noch nie einen #kriminalroman gelesen, der solch einen Bann auf seine Leser ausübt! Klasse! ❤
    Zwar war für mich sehr schnell klar, wer der Täter ist, jedoch hat der Weg zum Ziel trotzdem riesigen Spaß! 😁👍🏻Die Story ist super konstruiert und die Charaktere einfach so authentisch! Halt Menschen wie du und ich 😊👏🏻
    FAZIT:
    Auch für absolute Thrillerfans geeignet! Wenn ihr euch mal an einem Krimi versuchen wollt, dann lest #totenweg von #romyfölck 👏🏻 Ihr werdet es nicht bereuen! Denn hier bekommt ihr konstante Spannung, eine gut konstruierte Story und eine tolle Atmosphäre! Zudem sind das Setting und die Charaktere noch total authentisch! Von mir gibt es 4/5 ⭐

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    vronika22s avatar
    vronika22vor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Für mich war die Autorin eine tolle Neuentdeckung und das Buch hat Lust auf mehr von ihr gemacht!
    Stimmiger Krimi mit wenig Blut, dafür umso mehr Spannung

    „Totenweg“ ist der Beginn einer neuen Krimi-Reihe, namens „Elbmarsch-Krimi“.

    Hauptprotagonisten hierbei sind die Polizistin Frida und Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn.

    Vor zwanzig Jahren wurde Fridas beste Freundin ermordet. Haverkorn war in diesem Fall der Ermittler. Der Mord konnte nie aufgeklärt werden. Nun kommt Frida für einige Tage zurück auf den elterlichen Apfelhof. Leider wird  ihr Vater Opfer eines Mordanschlags und kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Darum bleibt Frida erstmal in ihrer Heimat, um sich vorrübergehend um die Geschäfte des Vaters zu kümmern. Doch irgendjemand scheint etwas dagegen zu haben. Es passieren noch einige Sachen, die ich hier aber nicht verraten möchte.

    Es war mein erstes Buch von Romy Fölck und ich wurde angenehm überrascht. Der Krimi liest sich absolut super und ich bin richtig begeistert. Obwohl das Buch nicht wirklich viel Brutalität enthält, so kommt recht schnell Spannung auf, die sich zum Ende hin noch richtig steigert. Meiner Meinung nach ist der Spannungsbogen richtig toll und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Man tappt lange Zeit im Dunkeln, wird auf falsche Fährten gelockt und das Ende war nicht vorhersehbar.

    Auch die beiden unterschiedlichen Zeitebenen und Handlungsstränge wurden sehr gut miteinander verflochten, so dass man jederzeit den Überblick behalten konnte.

    Die Protagonisten waren sehr authentisch und kamen sehr realistisch und gut vorstellbar bei mir an.

    Fazit: Ein toller Krimi, der mich richtig gefesselt und begeistert hat. Ich freue mich nun schon auf den Folgeband! Romy Fölck ist für mich eine echt tolle Neuentdeckung!

    Kommentare: 1
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    Alex1309s avatar
    Alex1309vor 24 Tagen
    Band 1 um Frida und Bjarne

    Ich war sehr gespannt auf diesen Auftakt um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von Romy Fölck. Das Cover ist ansprechend und passt zum Inhalt des Buches. Der Klappentext hat mich auch direkt neugierig gemacht auf den Krimi.

    Klappentext:
    In einer Herbstnacht wird der Vater der Polizistin Frida brutal niedergeschlagen und liegt seither im Koma. Ein Mordversuch? Sie kehrt in ihr Heimatdorf in der Elbmarsch zurück, auf den Obsthof ihrer Eltern, wo sie auf Kriminalhauptkommissar Haverkorn trifft. Beinahe zwanzig Jahre sind seit ihrer letzten Begegnung vergangen, seit dem Mord an Fridas bester Freundin Marit, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Frida fällt die Rückkehr ins Dorf schwer: die Herbststürme, die Abgeschiedenheit, das Landleben zwischen Deichen, Marsch und Reetdachhäusern. Ihre alte Schuld scheint sie hier zu erdrücken: dass sie Marits Mörder kennt, aber niemandem davon erzählte ...


    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich war direkt in der Geschichte drin. Die handelnden Personen und die Handlungsorte konnte ich mir gut vorstellen und hatte beim Lesen auch ein klares Bild vor Augen. Frida Paulsen war mir direkt zu Beginn sympathisch, bei Bjarne Haverkorn hat das etwas gedauert, aber auch ihn finde ich nach dem Buch einen sehr sympathischen Ermittler. Durch die Einblicke in das Privatleben der beiden, konnte ich mir alles noch besser vorstellen und hatte auch hier ein klares Bild vor Augen. Die Spannung steigert sich kontinuierlich und nimmt bis zum Schluss des Buches nicht ab. Es gibt überraschende Wendungen und auch wenn ich den Täter schon eher in Verdacht hatte, bin ich doch wieder davon abgekommen, weil die Autorin es schafft, immer wieder neue, wenn auch falsche, Spuren zu legen.
    Ich freue mich sehr auf den nächsten Band mit den beiden und werde das nächste Buch der Autorin auf jeden Fall auch wieder lesen.

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    RoRezeptes avatar
    RoRezeptevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: absolut packenden Krimi aus der Elbmarsch
    absolut packenden Krimi aus der Elbmarsch

    Romy Fölck schrieb mit Totenweg, einem Krimi an der Elbmarsch, ihren Debüt im Bastei Lübbe Verlag.

    Bjarne Haverkorn, Kriminalkommisar, konnte seinen ersten Fall als Leiter der Mordkommission selbst nach 18 Jahre nicht lösen: Marit Ott, 14 Jahre, wurde 1998 in einem alten Viehstall in der Elbmarsch erdrosselt. Der Täter konnte nie gefasst werden und Haverkorn leidet noch heute darunter. Mit fast 60 Jahren wurde er wieder in die Elbmarsch gerufen: Fridjof Paulsen wurde hinterrücks niedergeschlagen und zum Sterben im Graben zurückgelassen.

    Frida Paulsen, 31 Jahre, studierte an der Polizeiakademie in Hmburg für den Laufbahnabschnitt II (gehobenen Dienst) um es zur Kriminalpolizei zu schaffen. Als ihr Vater niedergeschlagen wurde, reist sie in ihren Heimatort, mit dem sie eine schlechte Kindheitserinnerung verband. Sie fand mit 13 Jahren ihre damalige beste Freundin Marit Ott im Viehstall, tot.. ermordet.

    Und Frida weiß etwas. Schafft sie es sich Haverkorn anzuvertrauen? Können die beiden den alten Fall lösen und dabei auch den Täter finden, der es auf ihren Vater abgesehen hat?

    "Jede Familie hat ihre Schatten."

    Romy Fölck schreibt mit Totenweg einen absolut packenden Krimi! Ich konnte das Buch nicht weglegen, ich war gebannt! Ständig passierte etwas Neues, das Blatt drehte sich immer wieder, ich verdächtigte mittlerweile jeden und erst auf den letzten Seiten wird klar, wer wie wo was warum. Die Autorin fesselt mit ihrem Schreibstil, man fühlt sich mitten in den Szenen, vor Ort in der Elbmarsch, sodass man beim Lesen sogar die Luft anhält. Ich muss unbedingt den nächsten Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn lesen!

    Die Rezepte nach Totenweg gibt es unter www.rorezepte.com &

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    kaengus avatar
    kaenguvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
    Mal ein anderer Krimi

    Zum Inhalt

    Frida ist Polizistin und macht gerade eine Ausbildung zur Kommissarin, als sie die Nachricht erreicht, dass ihr Vater brutal niedergeschlagen wurde. Frida macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf in der Elbmarsch. Doch es ist nach bald zwanzig Jahren keine einfache Rückkehr. Als sie dreizehn Jahre alt war, wurde ihre Freundin Marit brutal ermordet. Sie hat den Kontakt zu ihren Eltern weitestgehend abgebrochen und war seitdem auch nicht mehr im Dorf. Hinzu kommt, dass sie meint, den Mörder ihrer Freundin zu kennen, aber sie hat all die Jahre geschwiegen. Erschwerend kommt hinzu, dass ausgerechnet Kommissar Bjarne Haverkorn, der damals den Mord an Marit untersuch hat, den Fall ihres Vater bearbeitet.

     

    Mein Eindruck

    Der Krimi hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen und ich habe sofort den Zugang zur sympathischen Frida gefunden.  Hinzu kommt der sehr angenehm zu lesende Scheibstil. Ich konnte mir gut die Umgebung vorstellen, und  die Personen nahmen in meinem Kopfkino Gestalt an.

    Sympathisch war für mich auch, dass die Personen nicht perfekt sind. Jeder hatte Schwächen und machte Fehler. Dadurch sind wirkten sie nicht abgehoben, sondern menschlich.

    Die Autorin hat den aktuellen Fall (der Überfall auf Fridas Vater) mit der Vergangenheit geschickt verwoben und auch den Alltag in dem Dorf gekonnt einfliessen lassen. Obwohl es hin und wieder einige Dinge gab, die für mich nicht ganz nachvollziehbar beziehungsweise nicht ganz realistisch waren, habe ich diese kleinen Schwächen in Anbetracht der spannenden Unterhaltung gerne verziehen.

     

    Fazit:

    Eine von der ersten bis zu letzten Seite spannende Geschichte, für die ich gerne 5 Sterne gebe.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Zuviel Stränge, Ereignisse, Durcheinander, Unstimmiges, hopp, hopp und noch einen drauf. Bei so viel Geschehen leiden die Protagonisten
    Zuviel Klamauk

    Der Anfang: »Er blickte auf das Nokia, das in seiner Hand vibrierte, steckte es ein, zog es wieder heraus und nahm den Anruf an. Nickte, während die Krankenschwestern mit hektischen Schritten einen Bogen um ihn schlagen mussten, weil er ihnen im Weg stand.«

    Frida, seit ein paar Jahren Polizistin, derzeit auf der Polizeischule, in der Ausbildung zur Kommissarin, kehrt zurück in die Elbmarsch. Ihr Vater liegt im Koma, er wurde spät abends hinterrücks auf den Kopf gehauen. Sie kehrt nach 18 Jahren in die Heimat zurück. Damals wurde ihre beste Freundin ermordet, der Täter wurde nie gefasst. Ihre Eltern hatten Frida aufs Internat nach Bayern geschickt, sie war nie wieder zurückgekehrt. Der damals ermittelnde Kommissar kommt auf den Hof, stellt Fragen zu dem versuchten Mord am Vater, und er will von Frida wissen, was sie ihm damals verheimlicht hat. Er ist sicher, sie hat damals nicht alles erzählt. Die Apfelernte ist im vollen Gang, Frida muss der Mutter helfen, die Ernte zu organisieren. Wo ist der Vorarbeiter, fragt sich Frida? Er wohnte mit seinem Sohn seit ewigen Zeiten auf dem Hof. Mit dem Vater zerstritten, rausgeschmissen, mehr weiß die Mutter auch nicht. Die polnischen Erntehelfer weigern sich zu arbeiten, weil noch Lohn offensteht. Frida nimmt sich Urlaub. Der Hof ist überschuldet, das Haus ist runtergekommen, die Maschinen sind veraltet. Wie soll sie nur den Hof retten?

    »Nun würde es sich zeigen, ob sie ihre tägliche Dosis einnahm. Wenn sie die Tabletten nicht schluckte, sondern heimlich entsorgte, würde er es auch nicht bemerken.«

    Die Kriminalgeschichte, der versuchte Mord am Vater, ist hier Nebensache. Dafür ist der Kommissar zuständig und sehr emsig ist er in diesem Fall nicht. Es will immer noch den Täter von damals schnappen, recherchiert lieber in diese Richtung. Auf dem Hof passiert nun sehr viel. Es gibt einige Tote, nicht nur die, die während des Geschehens ums Leben kommen, es werden Vermisstenfälle geklärt, Unfälle. Frida hetzt durch die Geschichte, hat kaum Zeit zu schlafen, fast minütlich ergeben sich neue Problem, unglaubliche Dinge passieren und das eine hat nicht unbedingt etwas mit dem anderen zu tun. Auch der Leser bekommt kaum Luft, denn irgendwann reicht es mit noch mehr Klamauk und Zufällen. Als Leser verliert man die Lust bei so vielen Handlungssträngen und Nebenbaustellen. Ein Kriminalroman ist das nur im weitesten Sinn, Spannungsliteratur auf jeden Fall. Frida ermittelt nicht, sie wird getrieben von Ereignissen, ist mit dem Hof beschäftigt. Kommissar Haverkorn bekommt kaum Raum in diesem Buch, entwickelt sich zur Nebenfigur, bzw. die ganzen Ereignisse wären auch zu viel für einen einzigen Ermittler. Haverkorns Frau ist depressiv. Er merkt an ihrem Verhalten, dass sie ihre Tabletten nicht nimmt, bringt sie zum Arzt. Und dann sagt er, er würde es sowieso nicht bemerken, ob sie die Tabletten nun nimmt oder nicht … Alles etwas wirr. Auf dem Hof von Fridas Eltern, in diesem Dorf, gibt es verdammt viel kriminelle Energie. Und irgendwie ist das am Ende alles so in Ordnung, man kann das alles verstehen, menschlich gesehen. Irgendwann hört für mich allerdings das Verständnis als Lesers auf! Ich will nicht in Einzelheiten gehen, herumspoilern.

    »Nur einem Menschen habe ich davon erzählt. Dem Pfarrer bei der Beichte … hat ihn abgehört. Er hat mir das kleine Tonband vorgespielt.«

    Mit fehlte der rote Faden. Die ganze Zeit fragte ich mich, welches Ziel hat dieses Buch, welche Message? Leider bin ich bis zum Ende nicht fündig geworden. Was ist das Ziel? Viele Tote zu fabrizieren, viele Straftaten, mit viel, viel Action? Am Ende versucht die Autorin die Fäden zusammenzuknoten, ein paar sind unterwegs verlorengegangen, und alles klingt so verdammt unglaubwürdig und konstruiert, dass man das Buch in die Ecke knallt. Die Unglaubwürdigkeiten ziehen von Anfang an durch das Buch. Frida kommt nach 18 Jahren auf den Hof zurück. Der Hofhund erkennt sie. Vielleicht experimentierten die Eltern mit Anti-Aging-Pillen? Fridas Pferd erkennt sie auch, kann man gerade so durchgehen lassen. Eine Freundin aus dem Internat schenkt Frida 15.000 €, weil sie ihr einen Gefallen schuldig ist. Einfach so. Und ein Bauer schenkt ihr 50.000 €, weil er sich dem Vater gegenüber schlecht benommen hat, und weil er wegen einer ganz anderen Sache ein schlechtes Gewissen hat. Der pensionierte Lehrer scheint noch sämtliche Notizbücher von allen Klassen zu besitzen, die er jemals unterrichtet hat, alle Schulhefte der Kinder. Alle Menschen helfen Frida, mit Personal und Maschinen, mit Geld. Ach, ist die Welt in der Elbmasch in Ordnung … wenn da nicht die anderen Sachen wären. Da ist man nicht so zimperlich. Straftaten, Morde, Vertuschungen, Offenbarungen, alles Schlag auf Schlag, und noch einen drauf. Sämtliche Figuren sind hier klischeehaft und überzogen und in ihrer Psychologie so gar nicht schlüssig. Holsteiner Urgestein, ehrenhafte Bauern, die für Recht und Ordnung stehen, die machen … Glaube ich nicht. Der Fiesling ist klar: Ein Fremder, zugezogen, der Höfe aufkauft und mit modernen Maschinen arbeitet, der das Dorf leerkaufen will. Und der hängt im Beichtstuhl ein Abhörgerät auf, um Bauern mit seinem Wissen zu erpressen. Mich verwundert, dass er Erfolg hat, denn Schleswig Holstein hat nur rund 5 % Katholiken. Nebenbei, das ist einer der Fäden, die im Sand verlaufen. Die Polizisten nehmen es zur Kenntnis. Ende. Ich will nicht weiter spoilern, aber ich könnte jede einzelne Figur zerpflücken, weil sie psychologisch nicht stimmig ist. Am Ende hält man das Buch in der Hand und fragt sich, was hier eigentlich los war, und welchen Sinn es ergeben soll. Mit der Hälfte der Ereignisse wären der Plot glaubwürdiger gewesen, Figurentiefe und ruhiges Fahrwasser hätten dem Roman gutgetan, ein roter Faden und Bilder, die den Leser in die Szenen führen.

    Sprachlich hat mich der Krimi am Anfang etwas genervt. Es wimmelt von Ausdrucksfehlern, schlechte Stilistik machte es mir nicht leicht. Dazu die unlogischen Begebenheiten. Die Sprache wird im weiteren Verlauf besser. Allerdings gibt es in dieser Geschichte keine Ruhepause für den Leser, nicht nur sprachlich gesehen. Es entstehen keine Bilder, so bleibt alles farblos. Da holpert so einiges im Affentempo über das Kopfsteinpflaster. An dieser Stelle frage ich mich, warum das Lektorat so unaufmerksam gearbeitet hat? Ich will die Autorin nicht in Schutz nehmen, es waren mir aber schlicht zu viele Mängel. Aber wer macht ein solches Lektorat? Ich bin raus aus der Serie, Band 1 hat genügt.

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    S
    Streiflichtvor 2 Monaten
    Spannend mit viel Flair

    Dieses Buch hat mich angesprochen, weil es spannend klang. Zwar habe ich gelesen, dass das Buch in der Elbmarsch spielt, mir darüber aber keine genaueren Gedanken gemacht. Beim Lesen aber habe ich festgestellt, wie viel Flair Autorin Romy Fölck entstehen lässt. Und ich war gedanklich genau wieder da, wo Freunde von uns wohnen, nämlich in den Elbmarschen und bei den Obstbauern. Einfach herrlich. Auch wenn der Roman, der ja auch im Herbst spielt, eher düster und dramatisch, ja sogar tragisch ist.

    Die Hauptfigur Frida hat mir sehr gut gefallen. Sie war mir ganz schnell sehr sympathisch, vielleicht gerade deswegen, weil sie nicht so glatt und perfekt ist. Sie ist durch ihre Vergangenheit, den Mord an ihrer Freundin im Jugendalter und den Folgen dieser schrecklichen Tat geprägt. Jahrelang versuchte sie, sich den Elbmarschen, ihren Eltern und ihrer Heimat fern zu halten, um das Geschehene verdrängen zu können. Nun muss sie wieder dorthin und sich der Vergangenheit stellen. Das ist wirklich interessant und sehr einfühlsam dargestellt. Man spürt Fridas Zerrissenheit, den Wunsch, die Vergangenheit zu vergessen und gleichzeitig das Pflichtgefühl ihren Eltern und dem Apfelhof gegenüber. Das hat mich echt berührt.

    Ich war begeistert, wie eindrucksvoll und mitreißend die Autorin schreiben kann. Wie sie es schafft, den Leser mit in die Vergangenheit zu nehmen und gleichzeitig die Gegenwart zu gestalten, wie die Gefühl, Momente und Menschen, aber auch die Natur und Landschaft, Situationen und Ereignisse realistisch und gut nachvollziehbar beschrieben werden. Ich freue mich jetzt schon auf den Nachfolger und bin gespannt, wie es weitergeht.

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    badwomans avatar
    badwomanvor 2 Monaten
    Bodenständiger Krimi


    Frida ist Polizistin in Hamburg, eilt aber nach einem Hilferuf ihrer Mutter in ihre Heimat auf den elterlichen Obsthof in der Elbmarsch zurück: Ihr Vater wurde brutal zusammen geschlagen. Hier ermittelt nun Kriminalkommissar Haverkorn, der Frida noch von einem anderen Fall her kennt: Vor zwanzig Jahren wurde Fridas Freundin Marit kaltblütig ermordet, der Mörder wurde nie gefunden. Ein Verbrechen, das sowohl Frida als auch Haverkorn bis in die Gegenwart verfolgt, Frida, weil sie damals nicht die ganze Wahrheit gesagt hat, Haverkorn, weil er diesen Fall nicht lösen konnte. Und nun stehen sie sich wieder gegenüber, mit der alten Last und zusätzlichen neuen Sorgen.


    Der Krimi „Totenweg“ aus der Feder der deutschen Autorin Romy Fölck ist der erste Band einer Serie um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Romy Fölck schreibt flüssig und schnörkellos, der Leser fliegt nur so durch das 380 Seiten starke Buch. Frida ist mit ihren Fehlern und Unsicherheiten eine sympathische Protagonistin, wie auch Haverkorn, der engagierte Kommissar. Die beiden haben ihr privates Päckchen zu tragen, das macht sie menschlich und das wird gut in die Geschichte eingearbeitet. Sie sind keine Superhelden, eher so die Menschen von nebenan. Die Spannung wird über einen großen Teil des Buches gehalten, es gibt einige unvorhersehbare Wendungen, sowohl was das Verbrechen angeht, als auch im privaten Bereich.


    Das Cover zeigt eine typische norddeutsche Landschaft, ich hatte mir nach der Lektüre des Buches den „Totenweg“ etwas düsterer vorgestellt, hier wirkt er eher idyllisch. Der grellrote Titel weist dann schon eher auf den Krimi hin. Der Titel passt zur Geschichte und ist prägnant, also gut gewählt.


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    S
    sleepievor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und tiefe Einblicke in verschiedene Charaktere
    Spannender Krimi

    "Wer hat Fridtjof Paulsen niedergeschlagen?" - das ist die Frage, die Kommissar Bjarne Haverkorn in der Elbmarsch klären muss. Aber dass dahinter noch viel mehr steckt, erfährt der Leser erst nach und nach. Denn das ist nicht das erste Verbrechen in der Gegend um den Apfelhof der Familie Paulsen. Denn 20 Jahre zuvor wurde dort die Leiche einer 15Jährigen Schülerin gefunden, erdrosselt vermutlich mit dem eigenen Gürtel. Gefunden hatte sie damals Frida Paulsen, die Tochter des Apfelbauern. Heute ist sie Kommissar-Anwärterin kurz vor der Abschlussprüfung an der Polizeiakademie. 

    Damit verflechten sich Vergangenes und Gegenwärtiges, Bekannte aus alten Zeiten treffen wieder aufeinander, alte Wunden reißen auf - und alte Freund- und Feindschaften erwachen zu neuem Leben.

    Das Buch war mein erstes von dieser Autorin und ich habe es in einer Nacht durchgelesen. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und die Charaktere sind so natürlich und mitten aus dem Leben beschrieben, dass man ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.
    Sehr gelungen fand ich die Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart, die Darstellung der Charaktere (die ich aus diesem Landstrich Deutschlands auch so kenne) und die rasante und spannende Schreibweise. 

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Toll...
    Hat mir gut gefallen

    “Totenweg” ist mein erstes Buch der Autorin und ich bin definitiv begeistert. Das Buch ist übrigens der Auftakt zu einer neuen Reihe um die beiden Ermittler Paulsen und Haverkorn.

    Der Einstieg in die Handlung war aus meiner Sicht eher ruhig und langsam, denn man erfährt so einiges über die beiden Ermittler und was die auch so in ihrem normalen Leben machen. Allerdings baut sich dann so langsam die Spannung auf und wird auch definitiv bis zum Schluss gehalten. Denn die beiden müssen zusammenarbeiten um einen Mörder zu finden.

    Die Geschichte hier war sehr unterhaltsam, denn es war wirklich spannend und ich fand toll, wie komplex diese aufgebaut wurde. Es ist ja so, dass es hier nicht nur einen Fall gibt, sondern mehrere, wie man im Laufe des Lesens erfährt. Auch ist ja noch was von früher dabei, denn es gibt ja auch noch die Sache von vor 20 Jahren. So gibt es auch immer wieder Rückblenden, die sehr gekonnt in das Buch eingebunden wurde und man so eigentlich alles sehr gut nachvollziehen kann. Was meiner Meinung richtig toll ist, ist die Darstellung der Dynamik zwischen Paulsen und Haverkorn.

    Die beiden Hauptcharaktere fand ich sehr gelungen dargestellt. Beide würde ich als glaubwürdig bezeichnen und ich empfand beide als sehr interessant. Ich fand auch beide alles andere als oberflächlich. So erfährt man beispielsweise, dass Haverkorn eine schlechte Zeit hat, denn seine Frau scheint erkrankt zu sein und irgendwie funktioniert bei ihm nicht so wirklich alles.
    Paulsen wirkte auch gelungen auf mich. Hier fand ich es richtig interessant, wie die Autorin die Rückkehr beschrieben hat und wie es hier auch noch die Probleme mit ihrer Freundin von früher gab.

    Es gibt übrigens eine Menge Nebencharaktere, welche ich eigentlich alle als durchwegs gelungen bezeichnen würde.

    Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen. Das Buch lies sich sehr flott lesen, denn es war absolut fesselnd und ich wollte es gar nicht weglegen. Das Setting in diesem Dorf fand ich wunderbar beschrieben und ich konnte mich gut in die Handlung einfühlen, denn es wirkte alles sehr realistisch dargestellt. Auch die Wechsel der Erzählperspektiven wurden von der Autorin gelungen beschrieben und man konnte der Handlung so sehr gut folgen.

    Das Cover gefällt mir sehr gut und ich finde es passt gut zur Geschichte.

    Zur Autorin:

    ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.
    Quelle:  Verlag

     

    Fazit:

    5 von 5 Sterne. Toller Krimi, der mich wunderbar unterhalten hat. Kann ich euch weiterempfehlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Ein alter Mordfall reißt Wunden wieder auf ...

    Mit "Totenweg" liefert Romy Fölck einen hochspannenden Krimi, in welchem ein ungelöster Mordfall zwei grundverschiedene Ermittler zusammenführt. Die junge Polizistin Frida Paulsen und der erfahrene Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn trennen nicht nur Jahre an Erfahrung in der Polizeiarbeit, sondern auch ein dunkles Geheimnis. 
    Wir verlosen bei unserer Buchverlosung 25 Exemplare von "Totenweg" unter begeisterten Krimilesern! 

    Mehr zum Buch
    Eine junge Polizistin. Ein Kriminalhauptkommissar kurz vor der Pensionierung. Nichts verbindet sie - außer dem nie aufgeklärten Mord an einem jungen Mädchen. Für ihn ist es ein Cold Case, der ihn bis heute nicht loslässt. Für sie: ein Albtraum ihrer Kindheit. Denn sie fand damals die Leiche und verbirgt seither ein furchtbares Geheimnis. Achtzehn Jahre hat sie geschwiegen - bis ein weiteres Verbrechen geschieht und die Vergangenheit sie einholt ...

    >> Hier findet ihr weitere Infos zum Buch und die Leseprobe für den ersten Eindruck


    Mehr zur Autorin
    Romy Fölck wurde 1974 in Meißen geboren und studierte Jura in Dresden. Zehn Jahre arbeitete sie in einem großen Unternehmen. Sie lebt und arbeitet heute als freiberufliche Autorin in der Elbmarsch bei Hamburg und schreibt an ihrem vierten Kriminalroman.
    Neben ihren Romanen schreibt sie Krimikurzgeschichten für Anthologien und Zeitschriften.


    Gemeinsam mit Lübbe vergeben wir in dieser Buchverlosung 25 Exemplare von "Totenweg". Das Buch kommt aber nicht alleine zu euch, sondern wir schicken euch ein überraschendes Krimi-Paket mit dazu!

    Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 04.03.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   


    Ein Apfelkuchen mit Gitter ... der perfekte Kuchen, um Gegenstände hinter Gittern zu schmuggeln, oder? Was würdet ihr in einem Kuchen verstecken?

    Das leckere Rezept zum Apfelkuchen mit Gitter findet ihr hier ... hmmm ... 

    Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen!  

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