Ron Koertge

 3 Sterne bei 37 Bewertungen

Alle Bücher von Ron Koertge

Der Tag X: Die Zeit läuft

Der Tag X: Die Zeit läuft

 (16)
Erschienen am 01.11.2003
Monsterwochen

Monsterwochen

 (10)
Erschienen am 01.10.2005
Ein viel zu schönes Mädchen

Ein viel zu schönes Mädchen

 (10)
Erschienen am 24.01.2008
Margaux With an X

Margaux With an X

 (1)
Erschienen am 01.11.2004
Stoner and Spaz

Stoner and Spaz

 (0)
Erschienen am 07.10.2002

Neue Rezensionen zu Ron Koertge

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rotalieds avatar

Rezension zu "Der Tag X: Die Zeit läuft" von Ron Koertge

Nicht gerade spannend
rotaliedvor 3 Jahren

Wir hatten das Buch als Schullektüre in der Schule, es war eher langweilig als spannend. Ich gebe das Buch 3 Sterne.

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Lainybelles avatar

Rezension zu "Ein viel zu schönes Mädchen" von Ron Koertge

Ein paar Kapitel mehr hätten nicht geschadet...
Lainybellevor 4 Jahren

Inhalt 

 

Margaux ist hübsch, beliebt bei den Jungs und ankerkannt von ihren Freundinnen. Doch all das fühlt sich für sie nicht richtig an. Sie will nicht werden wie ihre Eltern, die das Leben nur noch an sich vorbeiziehen lassen, gefangen in Spielsucht oder Kaufrausch.
Dass sie Danny kennenlernt, ist ein wahres Glück - denn einem Menschen, der so echt ist, ist sie nie zuvor begegnet. Kann er sie von der Last ihrer Vergangenheit befreien? 
 

Meine Meinung 

 

Es gibt Kinderbücher (bzw. Bücher so ab 12/13), die einfach herzerwärmend sind. So bin ich z.B. heute noch froh, dass ich "Ausgeflippt" von Wendelin van Draanen gelesen habe, Jahre nachdem ich es als Kind hatte lesen wollen (hab's nicht rezensiert - daher an dieser Stelle eine Geheimempfehlung!) ;)
"Ein viel zu schönes Mädchen" stand damals ebenfalls auf meiner Wunschliste und wurde jetzt nachgeholt. Allerdings war es in diesem Fall für mich leider nicht so lohnenswert.

Ich weiß nicht, ob ich, als ich jünger war, überhaupt einen Zugang zu diesem Buch gefunden hätte, denn selbst jetzt bin ich mir nicht sicher, ob der größte Teil der Geschichte einfach zwischen den Zeilen stattfindet oder ob man sich einfach mit dem, was wirklich dort steht, zufrieden geben soll.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und da das Buch ja mit nicht mal 200 Seiten eher ein "Büchlein" ist, hat man es auch schnell durch. Perfekt, wenn man unterwegs ist, weil es überall reinpasst :)

Die Frage nach dem, was echt und was aufgesetzt ist und der Gedanke, dass Schönheit durchaus ein Fluch sein kann, fand ich als Thema gut gewählt. Nur die Umsetzung hätte ich mir doch etwas zugänglicher gewünscht. Vielleicht hätten ein paar Kapitel mehr dabei geholfen, alles noch etwas besser auszuarbeiten.

Margaux' Wunsch, aus ihrer Scheinwelt auszubrechen, konnte ich gut nachvollziehen. Danny dagegen war für mich ein eher befremdlicher Charaktere.
Ein seltsames Gespann die beiden...

Fazit

 

Eine gute Idee, aus der man viel hätte machen können, die aber meiner Meinung nach eher schwierig umgesetzt worden ist. 
Gerade als Kind hätte mich die Geschichte so doch sehr verwirrt, ein bisschen tut sie es selbst jetzt.
Nichts, was man unbedingt gelesen haben muss, denk ich.

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dark_swans avatar

Rezension zu "Monsterwochen" von Ron Koertge

Rezension zu "Monsterwochen" von Ron Koertge
dark_swanvor 8 Jahren

Jemand fragte einmal, warum dieses Buch denn um Gottes Willen für den Jugendliteraturpreis nominiert wurde, behandelt es doch, wie er erklärt, die Themen "Behinderung", "Drogen", "Sex" usw. sehr oberflächlich.

Diese Herangehensweise zeigt (leider), worauf Jugendbücher im allgemeinen Verständnis reduziert werden: auf einen pädagogischen Zweck.
Und das halte ich für grundverkehrt. Büchern, die um einen pädagogischen Zeigefinger herum geschrieben werden (Stichwort "Brennpunktthemen", z.B. Magersucht, Leben im fremden Körper, Behinderung, Drogen, Ausländer, Missbrauch etc.) merkt man genau diesen Zweck auch an. Und das macht eigentlich nie Spaß. Wer will denn um Gottes willen beim Lesen "aufgeklärt" werden bzw. das Gefühl haben, an eine pädagogische Hand genommen zu werden, die einen jetzt mal in die richtige Richtung im Leben schiebt? Jeder kennt doch solche Bücher selbst, und jeder weiß, wie sehr das nervt. So was liest man doch nur den Eltern oder Lehrern zuliebe ...

Viel, viel interessanter und kunstvoller sind Jugendbücher, die eine große Fülle haben (und es schaffen, ein Thema wie Behinderung eben einfach mal nebenbei mit aufzugreifen, es aber nicht unbedingt ins Zentrum rücken müssen), vor allem aber, die Spaß machen, weil man sie so richtig gerne liest (!) und drittens: die mit einer guten Sprache aufwarten. Und genau das alles hat "Monsterwochen".

Ich bin begeistert von diesem Buch. Es betört einen geradezu mit seinen ungewöhnlichen Charakteren, die sehr plastisch und glaubhaft gezeichnet sind und vor allem eben: mit seiner originellen Sprache. Da werden Bilder entwickelt, die so fremd und witzig sind, dass man die Luft anhält oder laut herausplatzt vor Lachen, weil sie nichts mit den üblichen ausgelutschten Metaphern zu tun haben, nichts mit den Phrasen, die wir alle schon hundertmal gelesen oder gehört haben - nein, da werden mit einer rasanten Leichtigkeit sprachliche Kleinode aneinandergereiht, die einfach nur glücklich machen. Und DAFÜR hat dieses Buch die Nominierung einfach nur verdient.

Was auffällig ist an der Art, in der Jugendliteratur behandelt wird, ist die Meinung: "Ach, das ist doch nur ein Jugendbuch, da muss der Autor sich doch nicht so eine Mühe geben ..."
Aber warum? Warum sollten Jugendliche eine originelle, eigenwillige, spannende, GUTE Sprache, eine, die sich aus den ausgelutschten und langweiligen Bahnen herausbewegt, nicht schätzen können? Immer nur das gleiche Bild, die gleiche Metapher und dieselbe alte Phrase hinzuschreiben, heißt literarisches Fast-Food zu produzieren, und wenn man Kindern und Jugendlichen Fast-Food anbietet, wie und wieso sollen sie dann eigentlich später Appetit auf gute Bücher bekommen?
Nein, nein - ich bin komplett anderer Meinung als mein Vor-Rezensent. Und ich bin unheimlich froh, dass dieses Buch nominiert wurde, denn es passiert selten genug, dass auch mal die Form, die Sprache eben, die das Kunstvolle an einem Buch ausmacht, bei der Nominierung ins Auge gefasst wird.

All denen, die kein Betroffenheitsbuch über Behinderung und Drogen lesen wollen, sondern die es lieben, sich sprachlich überraschen (und damit beglücken) zu lassen, möchte ich dieses Buch von ganzem Herzen empfehlen. Behinderung und Drogen sind durchaus Thema im Buch, aber zum Glück nicht Brennpunktthema! Und genau damit wird das Ganze in meinen Augen viel glaubhafter und dringt tiefer ein, als wenn darauf herumgeritten wird. Hauptakteur in dem Buch ist kein Brennpunktthema, es ist im Gegenteil der selten gewordene sprachliche Einfallsreichtum. Dieser Roman sprüht geradezu vor höchstwitzigen und dennoch natürlich Dialogen, entfaltet eine wunderbar skurrile Sprachwelt, ist schlichtweg ein kleines Feuerwerk leuchtender Ideen.

Warum geb ich trotzdem nur 4 von 5 sternen? weil ich mir im Gesamten mehr Ausdauer gewünscht hätte. In der Konfliktführung und -lösung ist mir das buch ein bisschen zu "amerikanisch" - seine Stärke liegt in rasch gestreuten Pointen, aber das geht auf Kosten einer Konzentration auf die Beziehung der beiden Hauptcharaktere. Koertge lässt sie von einem Ort zum nächsten springen, und erzeugt dadurch Eindruck permanenter Bewegung, doch dies ist leider nur eine äußere Bewegung, während die innere Bewegung in der Beziehung (und in den Figuren) etwas mangeljaft gezeichnet ist. Innere Bewegung würde spürbar werden, wenn er die beiden im Ruhezustand zeigte. Koertge lässt sich - für mein Gefühl - ein bisschen zu wenig Zeit für die Ausleuchtung des (Figuren-)Konflikts und für die Durchdringung der (interessanten und spannungsgeladenen) Verbindung dieser beiden Hauptcharaktere, und am Ende schreibt er Colleen dann einfach aus dem Plot heraus, statt sich der Herausforderung (und die beiden Charaktere in den aktiven Konflikt) zu stellen.

Fazit: Ein Buch, das sehr viel Wert auf Details und kleine Finessen legt, den Plot ein wenig vernachlässigt zugunsten eines hingebogenen Endes und einer äußeren Rasanz, die einem als Leser den Atem nimmt und einen mitreißt, jedoch nicht allzu sehr weh tut und allzu tief dringtŽ- alles in allem aber ein schönes, spannendes, lohnenswertes, witziges und ungewöhnliches Buch!

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