Ron Koertge Monsterwochen

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Inhaltsangabe zu „Monsterwochen“ von Ron Koertge

Es sind Monsterwochen in den Rialto-Lichtspielen und zum ersten Mal in seinem Leben sitzt Ben mit einem Mädchen im Kino. Ein Mädchen, so blass wie aus einem Gedicht über Jungfern und Mondschein. Dass Colleen danach aus dem Auto seiner Grandma kotzt, ist nicht unbedingt filmreif. Doch Ben hat eindeutig das Gefühl, dass sein Leben eine Wendung nimmt . . .

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  • Rezension zu "Monsterwochen" von Ron Koertge

    Monsterwochen

    dark_swan

    22. March 2011 um 21:48

    Jemand fragte einmal, warum dieses Buch denn um Gottes Willen für den Jugendliteraturpreis nominiert wurde, behandelt es doch, wie er erklärt, die Themen "Behinderung", "Drogen", "Sex" usw. sehr oberflächlich. Diese Herangehensweise zeigt (leider), worauf Jugendbücher im allgemeinen Verständnis reduziert werden: auf einen pädagogischen Zweck. Und das halte ich für grundverkehrt. Büchern, die um einen pädagogischen Zeigefinger herum geschrieben werden (Stichwort "Brennpunktthemen", z.B. Magersucht, Leben im fremden Körper, Behinderung, Drogen, Ausländer, Missbrauch etc.) merkt man genau diesen Zweck auch an. Und das macht eigentlich nie Spaß. Wer will denn um Gottes willen beim Lesen "aufgeklärt" werden bzw. das Gefühl haben, an eine pädagogische Hand genommen zu werden, die einen jetzt mal in die richtige Richtung im Leben schiebt? Jeder kennt doch solche Bücher selbst, und jeder weiß, wie sehr das nervt. So was liest man doch nur den Eltern oder Lehrern zuliebe ... Viel, viel interessanter und kunstvoller sind Jugendbücher, die eine große Fülle haben (und es schaffen, ein Thema wie Behinderung eben einfach mal nebenbei mit aufzugreifen, es aber nicht unbedingt ins Zentrum rücken müssen), vor allem aber, die Spaß machen, weil man sie so richtig gerne liest (!) und drittens: die mit einer guten Sprache aufwarten. Und genau das alles hat "Monsterwochen". Ich bin begeistert von diesem Buch. Es betört einen geradezu mit seinen ungewöhnlichen Charakteren, die sehr plastisch und glaubhaft gezeichnet sind und vor allem eben: mit seiner originellen Sprache. Da werden Bilder entwickelt, die so fremd und witzig sind, dass man die Luft anhält oder laut herausplatzt vor Lachen, weil sie nichts mit den üblichen ausgelutschten Metaphern zu tun haben, nichts mit den Phrasen, die wir alle schon hundertmal gelesen oder gehört haben - nein, da werden mit einer rasanten Leichtigkeit sprachliche Kleinode aneinandergereiht, die einfach nur glücklich machen. Und DAFÜR hat dieses Buch die Nominierung einfach nur verdient. Was auffällig ist an der Art, in der Jugendliteratur behandelt wird, ist die Meinung: "Ach, das ist doch nur ein Jugendbuch, da muss der Autor sich doch nicht so eine Mühe geben ..." Aber warum? Warum sollten Jugendliche eine originelle, eigenwillige, spannende, GUTE Sprache, eine, die sich aus den ausgelutschten und langweiligen Bahnen herausbewegt, nicht schätzen können? Immer nur das gleiche Bild, die gleiche Metapher und dieselbe alte Phrase hinzuschreiben, heißt literarisches Fast-Food zu produzieren, und wenn man Kindern und Jugendlichen Fast-Food anbietet, wie und wieso sollen sie dann eigentlich später Appetit auf gute Bücher bekommen? Nein, nein - ich bin komplett anderer Meinung als mein Vor-Rezensent. Und ich bin unheimlich froh, dass dieses Buch nominiert wurde, denn es passiert selten genug, dass auch mal die Form, die Sprache eben, die das Kunstvolle an einem Buch ausmacht, bei der Nominierung ins Auge gefasst wird. All denen, die kein Betroffenheitsbuch über Behinderung und Drogen lesen wollen, sondern die es lieben, sich sprachlich überraschen (und damit beglücken) zu lassen, möchte ich dieses Buch von ganzem Herzen empfehlen. Behinderung und Drogen sind durchaus Thema im Buch, aber zum Glück nicht Brennpunktthema! Und genau damit wird das Ganze in meinen Augen viel glaubhafter und dringt tiefer ein, als wenn darauf herumgeritten wird. Hauptakteur in dem Buch ist kein Brennpunktthema, es ist im Gegenteil der selten gewordene sprachliche Einfallsreichtum. Dieser Roman sprüht geradezu vor höchstwitzigen und dennoch natürlich Dialogen, entfaltet eine wunderbar skurrile Sprachwelt, ist schlichtweg ein kleines Feuerwerk leuchtender Ideen. Warum geb ich trotzdem nur 4 von 5 sternen? weil ich mir im Gesamten mehr Ausdauer gewünscht hätte. In der Konfliktführung und -lösung ist mir das buch ein bisschen zu "amerikanisch" - seine Stärke liegt in rasch gestreuten Pointen, aber das geht auf Kosten einer Konzentration auf die Beziehung der beiden Hauptcharaktere. Koertge lässt sie von einem Ort zum nächsten springen, und erzeugt dadurch Eindruck permanenter Bewegung, doch dies ist leider nur eine äußere Bewegung, während die innere Bewegung in der Beziehung (und in den Figuren) etwas mangeljaft gezeichnet ist. Innere Bewegung würde spürbar werden, wenn er die beiden im Ruhezustand zeigte. Koertge lässt sich - für mein Gefühl - ein bisschen zu wenig Zeit für die Ausleuchtung des (Figuren-)Konflikts und für die Durchdringung der (interessanten und spannungsgeladenen) Verbindung dieser beiden Hauptcharaktere, und am Ende schreibt er Colleen dann einfach aus dem Plot heraus, statt sich der Herausforderung (und die beiden Charaktere in den aktiven Konflikt) zu stellen. Fazit: Ein Buch, das sehr viel Wert auf Details und kleine Finessen legt, den Plot ein wenig vernachlässigt zugunsten eines hingebogenen Endes und einer äußeren Rasanz, die einem als Leser den Atem nimmt und einen mitreißt, jedoch nicht allzu sehr weh tut und allzu tief dringtŽ- alles in allem aber ein schönes, spannendes, lohnenswertes, witziges und ungewöhnliches Buch!

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  • Rezension zu "Monsterwochen" von Ron Koertge

    Monsterwochen

    Mitschiru

    30. March 2010 um 21:56

    Es sind Monsterwochen in den Rialto-Lichtspielen und Ben Bancroft will Frankensteinsbraut sehen. Hier im Kino fühlt er sich wohl, ganz anders als in der Schule, wo er eher unsichtbar ist. Ben hat CP, er selbst nennt sich einen Krüppel. Filme sind für ihn Ersatzbefriedigung und bei den Monsterwochen möchte er im Kino gerne Rabatt. Doch auf einmal wird Bens zurückgezogene Existenz durcheinander gewirbelt: Colleen Minou sieht aus wie Helena Bonham- Carter und kifft für ihr Leben gern. Der wohlerzogene Ben ist erst verwirrt und dann fasziniert, Collen behandelt in weder vorsichtig noch mit Mitleid. Während Collen versucht ihr Drogenproblem in den Griff zu bekommen, startet Ben ein eigenes Filmprojekt und steht auf einmal mitten im richtigen Leben... Mit Ironie und Direktheit erzählt Ron Koertge die Geschichte von Ben und Colleen ohne kitschig zu werden. Mir gefällt das Buch vor allem wegen seinem Bezug zur Realität und der feinen Ironie die immer mitschwingt: Das hier ist kein typisches "Außenseiter- findet -zurück- ins -Leben- Buch" sondern eine kurzweilige, nachdenklich machende Geschichte ohne Klischees. Nichts weltbewegendes,was für zwischendurch. Aber auf jedenfall lesenswert.

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