Ron McLarty

 3.9 Sterne bei 106 Bewertungen

Alle Bücher von Ron McLarty

Sortieren:
Buchformat:
Ron McLartyDie unglaubliche Reise des Smithy Ide
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die unglaubliche Reise des Smithy Ide
Die unglaubliche Reise des Smithy Ide
 (83)
Erschienen am 08.01.2008
Ron McLartyWeil ich dich nicht vergessen kann
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Weil ich dich nicht vergessen kann
Weil ich dich nicht vergessen kann
 (10)
Erschienen am 15.09.2010
Ron McLartyDie unglaubliche Reise des Smithy Ide: Roman
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die unglaubliche Reise des Smithy Ide: Roman
Ron McLartyDie unglaubliche Reise des Smithy Ide
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die unglaubliche Reise des Smithy Ide
Die unglaubliche Reise des Smithy Ide
 (6)
Erschienen am 07.04.2006
Ron McLartyThe Memory of Running
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
The Memory of Running
The Memory of Running
 (1)
Erschienen am 27.07.2006
Ron McLartyThe Traveller
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
The Traveller
The Traveller
 (0)
Erschienen am 01.11.2007
Ron McLartyThe Dropper
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
The Dropper
The Dropper
 (0)
Erschienen am 01.04.2012
Ron McLartyTraveler
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Traveler
Traveler
 (0)
Erschienen am 29.05.2008

Neue Rezensionen zu Ron McLarty

Neu
DaniWs avatar

Rezension zu "The Memory of Running" von Ron McLarty

Ein Roadmovie auf dem Rad
DaniWvor 3 Jahren

Smithy Ide ist 43 Jahre alt, trinkt und raucht viel, wiegt fast 130kg und montiert in einer G.I.Joe-Fabrik Arme und Beine an die Plastik-Actionfigur - also der totale Antiheld. Als seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen, findet er in ihrem Nachlass einen Brief, daß seine vor Jahrzehnten verschwundene Schwester Bethany tot in Kalifornien gefunden wurde. Smithy kramt sein altes Rennrad aus Jugendtagen aus der Garage und fährt von Rhode Island los, um den Leichnam seiner Schwester in Los Angeles abzuholen. Auf diesem Weg quer durch die USA verliert Smithy nicht nur Gewicht, sondern trifft auf die verschiedensten Leute mit ihren Lebensgeschichten. In Rückblicken wird dem Leser darüber hinaus erzählt, wie die Familie unter Bethanys Schizophrenie gelitten hat und wie es zu ihrem Verschwinden kam...
Das Buch ist wie ein Roadmovie auf dem Rad - gefüllt mit unerwarteten Ereignissen, sehr schön beschriebenen Schauplätzen und einer gut dosierten Prise an Emotionen.

Kommentieren0
2
Teilen
chumas avatar

Rezension zu "Die unglaubliche Reise des Smithy Ide" von Ron McLarty

"Es ist, als müsste man ein ganz anderer Mensch werden, um wirklich genau hinsehen zu können."
chumavor 3 Jahren

Smithson Ide, kurz Smithy genannt, führt ein unspektakuläres und trostloses Leben. Er ist 43 Jahre alt, trinkt zu viel Alkohol, ist stark übergewichtig, hat keine Freunde und arbeitet in einer Fabrik am Fließband. Außer seinen Eltern und seiner geliebten Schwester Bethany, die seit Jahren vermisst wird, gibt es für ihn keinen Ankerpunkt im Leben. Und dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu: ein Autounfall seiner Eltern zieht Smithy den Boden unter den Füßen weg. Als er dann auch noch die Nachricht erhält, dass seine verschollene Schwester tot aufgefunden wurde und die Leiche in L.A. auf die Überführung wartet, verliert Smithy jeglichen Halt. Ohne über Ziel und Sinn nachzudenken, setzt er sich betrunken auf sein altes Kinderfahrrad und tritt seine ungewöhnliche Reise quer durch die USA an ...

Gestaltung, Stil, Leseeindruck:
Ein schlichtes und doch ansprechendes Cover mit einer Illustration, die ein Fahrrad, einen Wegweiser, eine Straße und einen Sternenhimmel zeigt, machte mich neugierig und als ich den Klappentext las, dachte ich unwillkürlich an Rachel Joyce und ihr später erschienenes Buch "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry". Und doch ist dieses Buch irgendwie anders.

Zwei Handlungsstränge, die sich stetig abwechseln, führen den Leser durch die Geschichte. Zum Einen wird Smithys Reise in der Gegenwart geschildert und parallel dazu erfahren wir im zweiten Erzählstrang seine Erlebnisse aus der Kindheit. Es ist schwer über das Buch zu schreiben ohne zu viel zu verraten und deshalb beschränke ich mich auf meinen Eindruck und die Gefühle, die das Lesen dieser Geschichte bei mir ausgelöst haben.
Smithy ist ein schwieriger Protagonist, er ist alles andere als beispielhaft und doch ist er liebenswert. Schnell wird klar, dass er ein Mann ist, der viel im Leben durchgemacht hat, nicht zuletzt seine Kriegserlebnisse in Vietnam und die psychische Erkrankung seiner Schwester. Was mich von Anfang an beeindruckt hat, ist der Familienzusammenhalt der Ides, diese Wärme und Herzlichkeit; der Versuch - trotz aller Widrigkeiten - immer an Hoffnung und Besserung zu glauben und weiter nach vorn zu schauen. Ein weiterer liebenswerter Charakter ist Norma, die seit ihrem sechsten Lebensjahr mit Bethany und Smithy befreundet ist. Ein quirliges, aufgewecktes Mädchen, das ein schweres Schicksal erleidet und dennoch stark bleibt und letztlich ein wichtiger Anker für Smithy wird. Die Reise Smithys erzählt von einer Suche aber auch vom Finden und Loslassen. Auf seinem Weg lernt er viele interessante, aber auch gebrochene Menschen kennen und mit jedem Kilometer auf dem Rad, verliert Smithy nicht nur an Gewicht, sondern gewinnt auch an Leben.

Ron McLarty hat einen einzigartigen Schreibstil, an den ich mich anfangs gewöhnen musste, der aber im Verlauf der Geschichte unglaublich passend daherkommt. Er vermeidet es, unnötig auf die Tränendrüse zu drücken, bisweilen muss man sogar Schmunzeln und dann wieder hat man beim Lesen einen Kloß im Hals. All diese Emotionen kommen plötzlich und unerwartet, sie schleichen sich von hinten an und man sieht sie oftmals gar nicht kommen. Ob die Geschichte vorhersehbar ist? Möglich - und doch lässt sie einen nicht mehr los. Wie schreibt Stephen King über dieses Buch so treffend: „Nein, es ist keine Literatur (bitte vergessen Sie nicht, dass ich das gesagt habe), aber es ist großherzig und so sättigend wie ein Sonntagsbraten zu Hause bei Ihrer Mom.“ Besser kann man es nicht ausdrücken.

Noch eine kleine Hintergrundinformation (Quelle: Amazon): Stephen King war hellauf begeistert. Ron McLartys Die unglaubliche Reise des Smithy Ide sei „der beste Roman, den Sie dieses Jahr nicht lesen können“, lobte der „King of Horror“ vollmundig. Nicht lesen können? fragten sich viele Leser. Ja, sagte King. Denn das Buch war von vielen Verlagen abgelehnt worden. Glücklicherweise arbeitete McLarty als Sprecher bei Recorded Books. Und deren Boss erlaubte ihm, sein Manuskript selbst vorzulesen und zum Download bereitzustellen. So wurde Die unglaubliche Reise des Smithy Ide ein Hit für Jogger und Zugreisende, bevor es seinen Siegeszug durch die Buchhandlungen antreten konnte.

Fazit:
Ein ungewöhnliches und sehr berührendes Buch, eine Geschichte über das Suchen und Finden, über das Erinnern und Vergeben. Absolut lesenswert.

Kommentieren0
9
Teilen
traumwalds avatar

Rezension zu "Die unglaubliche Reise des Smithy Ide" von Ron McLarty

Rezension zu "Die unglaubliche Reise des Smithy Ide" von Ron McLarty
traumwaldvor 6 Jahren

Stephen King ist dafür verantwortlich, dass ich Smithy Ide in mein Herz geschlossen habe obwohl ich im Begriff war, das Buch bereits nach den ersten Seiten zu verbannen. Dann, bei Seite 200, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und mit der letzten, fielen ´diamantne` Tränen der Freude wie sanfte Federn auf die letzte Seite. Ich beendete die Reise mit den Worten: “Oh, wie schön”!
....
Smithy Ide, von seiner Schwester auch “Hook” genannt, ist ein hoffnungsloser 43-jähriger 279 Pfund schwerer Mann. Er trinkt, er stinkt, er raucht und hat eine Vorliebe für wohlgeformte Brüste. Kurz gesagt: Er ist ein Idiot! Smithy ist ein Außenseiter der keine Freunde hat. Als seine Eltern bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten, öffnet er kurz darauf einen Brief (adressiert an seinen Vater) worin steht, dass man anhand von zahnärztlichen Dokumenten eine Leiche identifizieren konnte. Es ist Bethany, seine geliebte Schwester! Kurzentschlossen setzt Smithy Ide sich auf sein klappriges Fahrrad und fährt los. Von Rhode Island nach L.A. – quer durch Amerika. Norma wird irgendwann sagen: Du bist auf der Suche! Er: Auf der Suche nach was? Er weiß nur eines, er will nach LA, um seine Schwester zu sehen. Doch diese Reise wird für Smithy sehr viel mehr sein. Ob es sein Leben verändern wird?
....
Über dem Klappentext steht:

“Liebenswert, melancholisch, ergreifend – die wunderbare Reise eines Mannes zu sich selbst.”
....
So ist es! Und auch wenn man ahnt wie die Geschichte weitergeht, wird man nie wissen wie seine Suche verläuft, wenn man nicht selbst dabei gewesen ist. Ron McLartys Charaktere sind alles andere als Stereotypen. Sie sind brilliant, wie auch die Erzählweise der gesamten Handlung, welche in zwei Stränge unterteilt ist – immer aus der Sicht des “Ich” – Erzählers Smithy Ide. Über die Rückblenden lernen wir unter anderem die Familie Ide und andere Charaktere wie zum Beispiel Smithys Eltern, Norma und Bethany und ihre gemeinsame Liebe zu den Red Sox kennen. Baseball ist eine Leidenschaft, die die Familie Ide lebt und zelebriert. Mich hat das nicht gestört, obwohl ich kein Fan von Baseball bin. Einziger Kritikpunkt ist der Beginn, respektive der Dialog des Arztes im Krankenhaus. Das war so geschrieben, dass ich erst annahm, Smithy wäre kein 43-jähriger alter ´Fettsack`, sondern noch ein Kind. Trotzdem möchte ich meine Bewertung nicht daran messen, sondern den Gesamteindruck bewerten. Ich glaube einfach, das alles seinen Sinn hat, denn der Autor will mit dem Geschriebenen eine ganz bestimmte Wirkung erzielen und das ist ihm geglückt. Ich habe mich inhaltlich sehr zurückgenommen, denn es würde das eigene Leseerlebnis ganz gewiss anders gestalten.

....

Lieblingszitat:
.
“Lieber Smithy, das hier ist mein Brief an dich, aber ich werde ihn nicht abschicken. Ich schreibe am Fenster in meinem Zimmer, und das Fenster ist offen. Der Ahorn draußen in unserem Garten raschelt, und ich lasse es vom Wind zu dir tragen, denn er kann das, und ich glaube wirklich, dass Worte fliegen können.” S. 249
....
Fazit: Eine tragische Geschichte mit sehr viel Tiefe und Herzblut. Sie bereitete mir gestern mit den letzten 360 Seiten eine schlaflose Nacht und ich hätte mir gewünscht, dass diese Nacht nie enden würde. Aber alles hat ein Ende und einen Anfang – einen Neubeginn!
....
x Autor/in: Ron McLarty
x Titel: Die unglaubliche Reise des Smithy Ide
x Genre: Roman
x 416Seiten
x Goldmann
x ISBN: 3442465583

Kommentieren0
12
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 194 Bibliotheken

auf 21 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks