Rona Walter Gläsern

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Inhaltsangabe zu „Gläsern“ von Rona Walter

Gesucht wird: verhasste Tochter – Haut, so weiß wie Kalk, Haare, schwarz wie das lausige Gefieder einer alten Krähe und Lippen so rot wie frischer Wundbrand. Ansonsten keine besonderen Merkmale, außer ihrer erstaunlichen Durchschnittlichkeit. Belohnung: Ausreichend. Sowie mein Wohlwollen. Erfolgreiche Ausführung wird schnellstmöglich erwartet. Unterzeichnet: Lady Amaranth (die Schönste aller Zeiten). Akzeptiert. Lord Sandford, mit dem nachtblauen Barte. Während eines langen Winters verschwindet Grafentochter Eirwyn durch den verwilderten Wald. Als daraufhin Graf Hektor vor Gram dem Siechtum verfällt, befiehlt seine Frau, Lady Amaranth, die Suche nach ihr. So soll der Graf seine Gesundheit zurückerlangen. Außerdem plant die Lady den ewigen Kampf mit ihrer schönen Tochter für immer zu beenden. Mit welchen Mitteln auch immer … Der devote Diener Frederick macht sich für sie auf, um die Tochter zurückzubringen; bevorzugt tot als lebendig. Ihm soll zudem der Kopfgeldjäger und Brautfänger Lord Sandford mit dem nachtblauen Bart zur Seite stehen und die Rabenbotin Jezabel. Die Reise führt sie durch düster-groteske Gefilde, in denen verwunschene Wälder keinesfalls nur bezaubernd sind. Bald treffen sie jedoch auf einen alten Bekannten: den Jäger. Und der ist alles andere als ein simples Märchenklischee … Bald schon merkt Frederick, dass er nicht jedem bedingungslos trauen kann, dass Freundschaft allein oftmals nicht ausreicht und man lange gehütete Geheimnisse nicht einfach ruhen lassen kann. Und dann fällt auch noch eine sorgfältig zur Schau gestellte Maske…

Interessant.

— Jen_loves_reading_books

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  • Ganz schön schräg

    Gläsern

    Jen_loves_reading_books

    29. October 2016 um 16:40

    GläsernvonRona WalterZum Inhalt:Gesucht wird: verhasste Tochter – Haut, so weiß wie Kalk, Haare, schwarz wie das lausige Gefieder einer alten Krähe und Lippen so rot wie frischer Wundbrand. Ansonsten keine besonderen Merkmale, außer ihrer erstaunlichen Durchschnittlichkeit. Belohnung: Ausreichend. Sowie mein Wohlwollen. Erfolgreiche Ausführung wird schnellstmöglich erwartet. Unterzeichnet: Lady Amaranth (die Schönste aller Zeiten). Akzeptiert. Lord Sandford, mit dem nachtblauen Barte. Während eines langen Winters verschwindet Grafentochter Eirwyn durch den verwilderten Wald. Als daraufhin Graf Hektor vor Gram dem Siechtum verfällt, befiehlt seine Frau, Lady Amaranth, die Suche nach ihr. So soll der Graf seine Gesundheit zurückerlangen. Außerdem plant die Lady den ewigen Kampf mit ihrer schönen Tochter für immer zu beenden. Mit welchen Mitteln auch immer … Der devote Diener Frederick macht sich für sie auf, um die Tochter zurückzubringen; bevorzugt tot als lebendig. Ihm soll zudem der Kopfgeldjäger und Brautfänger Lord Sandford mit dem nachtblauen Bart zur Seite stehen und die Rabenbotin Jezabel. Die Reise führt sie durch düster-groteske Gefilde, in denen verwunschene Wälder keinesfalls nur bezaubernd sind. Bald treffen sie jedoch auf einen alten Bekannten: den Jäger. Und der ist alles andere als ein simples Märchenklischee … Bald schon merkt Frederick, dass er nicht jedem bedingungslos trauen kann, dass Freundschaft allein oftmals nicht ausreicht und man lange gehütete Geheimnisse nicht einfach ruhen lassen kann. Und dann fällt auch noch eine sorgfältig zur Schau gestellte Maske…Die Story und Ihre Charaktere:Der Schreibstil mutet "Alt" an, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Mal etwas ganz anderes. Der Erzählstil ist mitunter sarkastisch und voll schwarzem Humor, was mich manchmal zum Schmunzeln brachte.Allerdings ist er auch sehr ausschweifend, verliert sich teilweise recht umständlich in Details.Die Geschichte ist recht düster und die Atmosphäre bedrückend, auch das gefiel mir gut. Es passt einfach super zur Geschichte. Leider konnte ich zu den Charakteren keinerlei Bindung aufbauen, sie blieben mir bis zum Schluss irgendwie fremd und deren Schicksale und Beweggründe gingen mir auch nicht wirklich nahe.Fazit:Ich muss zugeben, dass mir hier die Spannung etwas abging. Die Spannung wollte sich bei dieser Geschichte einfach nicht aufbauen, weshalb sie mich auch nicht durchgehend fesseln konnte. Teilweise musste ich mich durch die Seiten kämpfen.Allerdings haben mir die Idee und das Setting, einschließlich des abgefahrenen Schreibstils wirklich sehr gut gefallen.Empfehlung:Ja. Ist allerdings kein Buch für jedermann, da es schon recht schräg ist.Von mir gibt's:3,5 von  Sternen

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  • Rezension zu "Gläsern" von Rona Walter

    The End 2 - Der lange Weg

    Paulina95

    25. July 2013 um 17:02

    Es ist immer schade, wenn man sich auf ein Buch gefreut hat, dieses dann aber im Endeffekt eher enttäuschend ist. So ging es mir leider mit "Gläsern". Fangen wir mit dem Positiven an: Die düstere, bedrückende und gleichzeitig mysteriöse Stimmung des Märchens macht einen Großteil des Buchs aus. Diese vermittelt die gesamte Story hindurch das Gefühl eines bevorstehenden Unheils, was perfekt ins Gesamtbild passt. Sie packt den Leser von Anfang bis Ende und entfaltet durchaus eine gewisse Sogwirkung, die jedoch allein nicht zu bannen vermag. Zunächst einmal zu den Charakteren: Diese waren mir durchweg unsympathisch. Vielmehr waren sie einem suspekt, unnahbar und man konnte keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen. Sie blieben flach und wirkten daher nur oberflächlich konstruiert. Besonders mit dem eitlen, feigen und uneinsichtigen Frederik wurde ich bis zum Ende hin nicht warm. Das alles hat dazu geführt, dass mir das Schicksal der Charaktere die meiste Zeit über gleichgültig war und man deshalb auch nicht wissen wollte, was ihnen noch zustoßen wird. Lediglich der Jäger hat das ein wenig ausgleichen können, denn - wenn auch nicht sympathisch - war er doch hin und wieder ganz unterhaltsam und hat zumindest zum Amüsement des Lesers beigetragen. Zur Handlung: Gerade die ersten zwei Drittel der Handlung waren eher zäh und zogen sich elend langsam hin. Zwar ist von Anfang an klar, was getan werden soll (die davongelaufene Grafentochter zurück nach Hause zu holen), allerdings wird hier unglaublich viel Potential verschenkt: Auf der gesamten Reise passiert einfach gar nichts. Alles plätschert vor sich hin. Die geringe Spannung mag vor allem daher rühren, dass sich die Geschichte inhaltlich sehr am Märchen Schneewittchen orientiert. Wenn man dieses kennt, waren die meisten Ereignisse bereits zu erahnen. Daher hätte ich mir mehr Abwandlungen gewünscht. Wobei, wenn dann etwas passierte, was nicht aus dem besagten Märchen stammt, kam es mir meistens sehr konstruiert und unstimmig vor. Beispielsweise ein Duell zwischen dem Jäger und Lord Sandford kam so unerwartet und unpassend, dass man sich ständig gefragt hat, welcher Sinn dahinter steckt. Überhaupt wirkten Lord Sandford und Giniver (bis zur Auflösung, was dahinter steckte) deplatziert und überflüssig in der Geschichte (wobei ich natürlich geahnt habe, dass noch etwas mit ihnen passiert). Dieses "nicht wissen, was das alles zu bedeuten hat" war aber irgendwann nur noch lästig, weil die Geschichte dadurch eher wirr und undurchsichtig erschien. Auch der alt anmutende, der Zeit angepasste Schreibstil der Autorin hat sich im Laufe des Buchs abgenutzt. Was am Anfang noch poetisch wirkte und einen gewissen Charme versprühte, wurde mehr und mehr nervig und hat den Lesefluss doch sehr behindert. Sprache, Wortwahl und Satzbau sind teilweise sehr anspruchsvoll. Insbesondere der Stil macht "Gläsern" gewöhnungsbedürftig. Mein Fazit: Alles in allem ist "Gläsern" ein durchaus außergewöhnlicher, aber auch ein ziemlich spezieller Roman, der nicht jedem zusagen dürfte. Zu oft wirkt er abgehoben und verwirrend, als dass wirkliches Lesevergnügen aufkommen konnte. Schade, denn die Idee ist wirklich gut.

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