Ronald Dworkin

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Religion ohne Gott, Gerechtigkeit für Igel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ronald Dworkin

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Religion ohne Gott

Religion ohne Gott

 (1)
Erschienen am 19.05.2014
Was ist Gleichheit?

Was ist Gleichheit?

 (1)
Erschienen am 16.02.2011
Gerechtigkeit für Igel

Gerechtigkeit für Igel

 (1)
Erschienen am 01.07.2012
Die Grenzen des Lebens

Die Grenzen des Lebens

 (1)
Erschienen am 01.08.1997
Justice in Robes

Justice in Robes

 (0)
Erschienen am 30.04.2008
Law's Empire

Law's Empire

 (0)
Erschienen am 01.03.2003
A Matter of Principle

A Matter of Principle

 (0)
Erschienen am 18.12.1986
Bürgerrechte ernstgenommen

Bürgerrechte ernstgenommen

 (0)
Erschienen am 01.12.1997

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Rezension zu "Gerechtigkeit für Igel" von Ronald Dworkin

Für mich anstrengend und umständlich verkompliziert
dominonavor 3 Monaten

Ich habe nichts gegen philosophische Bücher, die tiefer in die Materie einsteigen, aber auch das kann man mit Hilfe eines lockeren Stils tun und nicht so wie hier, wo der Text anstrengend oft mit Begrifflichkeiten überfrachtet ist, die ich in anderen Büchern schon verständlicher erklärt gefunden habe. Leider habe ich das Buch nach ca 150 Seiten abgebrochen

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Rezension zu "Religion ohne Gott" von Ronald Dworkin

Inneliegende Transzendenz
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Inneliegende Transzendenz

Was ist es, dass, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung durch „Heilige Bücher“, Tradition, Dogmen und kultureller Entwicklung die „Religionen“ in ihrem Kern „im Menschen“ miteinander verbindet und aussöhnt?
Wobei unter „Religion“ durchaus auch der Atheismus mit erwähnt wird. Alle inneren Haltungen dem „Höheren“ gegenüber sind es letztlich, die Dworkin in diesem Buch miteinander in „Aussöhnung“ bringen möchte.

Und dabei im Kern auf die Transzendenz verweis. Auf das „innere Erleben“ des Menschen (jedes Menschen), das „über sich hinaus weist“ und im Menschen den Eindruck des „Heiligen“ erweckt.

„Religion ist etwas Tieferes als Gott“, so formuliert es Dworkin und führt damit die verfassten „großen und kleinen“ Religionen nicht ad absurdum, sondern verweist auf das, was in seinen Augen „hinter“ all diesen konkreten Ausprägungen von Religionen in ihrem ja je auch kulturellen Kontext zu finden ist.

„Der Glaube an einen Gott ist nur eine der möglichen Manifestationen oder Konsequenten dieser tieferen Weltsicht“ (dass es ein ordnendes Prinzip, einen objektiven Wert „hinter den Dingen“ der Welt und des Lebens gibt).

Wobei ein „personales“ Denken über Gott in Dworkins Augen dabei deutlich zu kurz greift (wie er in Bezug auf das Nicht-Personale Verständnis durch Verweise auf u.a. Tillich und Spinoza verdeutlicht).

Im Kern kann man Dworkin daher zunächst in der Tradition vor allem Tillichs versehen, der Gott nichtpersonal als „“Erfahrung des Numiniosen“ kennzeichnet. Durch die „Ahnung des Heilligen“ beim Menschen tritt dieses „Numinose“ dann in Interaktion, wird fühlbar „in der Welt“.

Gefüllt wird das „Numinose“ bei Dworkin in seiner sehr ruhigen, sehr überzeugenden Darlegung durch „Sinn“. Der Kosmos, das Universum, deren „Erhabenheit“ der Mensch in „Empfindungen des Heiligen“ ahnt und spürt, sind „sinnhafte Gebilde“. Im (eher indirekten) Rückschluss bedeutet dies für den Menschen eine ihm selber inne liegende „Sinnhaftigkeit“, die in die Verantwortung für das eigene Leben, die eigene Entwicklung und eben diesen eigenen „Sinn in der großen Sinnhaftigkeit“ ruft.

Trotz der sehr klaren und damit sehr verständlichen Fragen, es sind hochkomplexe Zusammenhänge, die Dworkin in seinen Gedanken zum Ausdruck bringt. Gedanken, die tatsächlich alle Religionen und jeden Atheismus in jenem „Numinosen“ zusammenführen.

Ein intelligentes, auf die „Tiefe“ verweisendes Zusammenspiel von Einstein und Tillich, von „einfacher Gefühlsreligion“ und Volksglaube und dem, was als Kern hinter allen Religionen als „Erfahrungen des Erhabenen“ im nicht-personalen Sinne seit ehedem emotional bewegt, aber nur in einfachen Chiffren „hinkend“ in Sprache gefüllt werden kann. Eine Sprache, vom Volksglauben bis zur Dogmatik, die im Lauf der jeweiligen religiösen Traditionen (leider) als das dann „Eigentliche“ angesehen werden, da das wirklich dahinterliegende nicht konkret zu fassen ist.


Eine interessante, anstoßende theologisch-philosophische Lektüre.

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